39. Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf, 30.10.16

Jedes Jahr um diese Zeit veranstaltet der TuS Neukölln in der Hasenheide diesen Crosslauf. Die Kurven sind gut markiert, sodass sich niemand verlaufen kann. Hier und da stehen auch Posten an der Strecke, Zuschauer eher weniger. Wenn ich es im Archiv richtig gesehen habe, bin ich der erste Vegan Runner, der fĂŒr die 10,7 (oder 10,84?) km antrat und ins Ziel kam. Beim Start um 10 Uhr 30 war es noch ziemlich kĂŒhl. Ich lief mit Jogging-Jacke, das Vegan-Runners-Shirt mit der Startnummer darĂŒber, die Kaputze zugeschnĂŒrt. Nach dem ersten schweren Anstieg nahm ich die Kaputze ab.

Wahrlich, ich sage euch, das war der schwerste Lauf, den ich je mitgemacht habe. Der Lauf war etwa so lang wie der Nordahl-Grieg-Gedenklauf in Kleinmachnow, aber die Anstiege waren steiler. Wart ihr mal auf der Rixdorfer Höhe? Sie ist vergleichbar mit dem Berg, auf dem der MĂŒggelturm steht. Zwei schwere Anstiege an der Rixdorfer Höhe waren Teil der Strecke. Die LĂ€ufer mussten dreimal da rĂŒber. Ich versuchte gar nicht erst durchzulaufen. In der dritten Runde stĂŒtzte ich mich sogar mit den HĂ€nden auf den Oberschenkeln auf, um die Anstiege zu schaffen. Die Abstiege waren ebenfalls schwieriger zu laufen als in Kleinmachnow, zum Teil mit engen Kurven. Auf den flacheren Abschnitten ging es zum Teil ĂŒber schrĂ€ge, holprige Wiesen. Es war eben ein Crosslauf.

Als 29. kam ich nach 56:35 min ins Ziel, deutlich langsamer als in Kleinmachnow. FĂŒr solch einen Lauf brĂ€uchte ich wirklich eine besondere Vorbereitung. Schon kurz nach dem Lauf hingen die Ergebnisse am Wagen der Zeitnehmer aus. Es gab eine Menge Siegerehrungen fĂŒr zig Altersklassen. Jeder, der es bis ins Ziel schaffte, konnte sich seine Urkunde ausdrucken lassen. Im Laufe der nĂ€chsten Woche soll ein Video von der Veranstaltung auf hauptstadtsport.tv veröffentlicht werden.

Die Nachteile der Veranstaltung:
1) Die Verpflegung besteht nur aus heißem Tee und kleinen grĂŒnen Äpfeln. Man sollte sich ein paar Energieriegel mitnehmen.
2) Taschen können auf eigene Gefahr im Start-Ziel-Bereich oder vor dem in der NÀhe befindlichen Kiosk abgelegt werden. Kleine Taschen können aber vielleicht auch im Wagen der Zeitnehmer abgegeben werden.
3) Keine Duschen.

Solidarische GrĂŒĂŸe
Karsten

Urkunde:
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The Great 10K Berlin, 09.10.16

16_10k_birgitJuhu! Es ist vollbracht! 10 km unter 50 Minuten -> 49:22!
8. Platz von 189 LĂ€uferinnen in der AK 50.

HĂ€tte heulen können vor GlĂŒck, vergessen ist der fĂŒr mich „misslungene“ Berlin-Marathon vor zwei Wochen. Da hat sich das lange und anstrengende Training doch ausgezahlt. Alle Zweifel weggefegt.
Das gibt mir Mut weiterzumachen und meine Grenzen auszuloten.
Diesmal habe ich mir vorher keinen Druck gemacht, einfach laufen, mal sehen was geht. Laufen ohne Ablenkung, voll konzentriert und kein stÀndiger Blick auf die Uhr.
Nach dem Start wollte ich eigentlich am 50Min Pacer dranbleiben aber der lief offensichtlich zu langsam. Also vorbei und das war gut so.
Klar die letzen zwei Kilometer waren hart aber da war der Satz im Kopf: Du schafft das!

Auch alle anderen Vegan Runners waren sehr schnell unterwegs.
Vanessa ohne Zeitmessung, sie hatte leider den Chip vergessen. Bettina?

(Birgit Leszinski)

Ergebnisse:
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Urkunde und Medaille:16_10k_birgit_urkunde
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Ein weiteres Foto von Constanze und Julia:

10. Schlaubetal-Marathon, 15.10.16

16_schlaube10. Schlaubetal-Marathon
(Ein Bericht von Robert Boyde-Wolke)

Ich hatte einfach Lust, wieder ein neuer Marathon zu laufen. Wie immer seelenruhig ins Internet nachgeschaut, mit GlĂŒck konnte ich doch aus der WohnnĂ€he (90km von Berlin entfernt) ein kleiner MarathonjubilĂ€um (10 Jahre) finden. In sĂŒdöstlicher Richtung findet man in EisenhĂŒttenstadt das schönste Bachtal Brandenburgs. Schlaube ist ein Fluss im Osten Brandenburgs (77km lang) und durchfließt die Schlauberinne. Heute gilt das Schlaubetal als eines der Ă€ltesten BachtĂ€ler Deutschlands und steht unter Naturschutz.

Am Samstagmorgen mit meinem „Fast“-Nachbar Marek N. (Running Twins), ebenfalls Veganer, waren wir mit dem Auto ĂŒber eine gute Fahrtstunde unterwegs und kamen an der gut organisierten ParkflĂ€che vor der Inselhalle an. Auf dem Weg zum Standort hatte Marek mir schon etwas angedeutet, dass es dort etwas schwierig sein wird mit dem Lauf. Ich hatte in A3-Papierformat die Laufstrecke sowie Höhenmeter fĂŒr uns ausgedruckt, so haben wir bessere Kenntnisse dieser Laufroute.

Marek hatte schon daheim fast die Laufbekleidung bei sich angezogen und brauchte dort nur die Startunterlagen abzuholen. Bei mir im Gegenteil, mit dem Umziehen habe ich noch viel Zeit und nahm die ganze Umgebung vom Wettkampfort im Visier. Deshalb hatte ich viele Fotoaufnahmen. Man hatte sofort den klaren Eindruck, das erfahrene Organisationsteam hat hier alles gut im Griff und kann mit Sicherheit alles gut gehen.

In der StartertĂŒte findet man einige Dinge wie das gute Laufkalender mit den aktuellen Terminen fĂŒrs 2017, das ĂŒberwiegend fĂŒrs Land Brandenburg, aber auch fĂŒr die ostdeutsche Region bestimmt waren.
Eine kleine, niedliche Marathonmesse in der Inselhalle fand man dort, wo mittig die Siegertreppen herbstlich geschmĂŒckt bzw. Pokale aufgestellt wurden.

Die Zeit verging schnell und alle waren schon vorm Start. Die Neuheit war fĂŒr mich, die Zeitmessung wird ĂŒber einem Transponder vom Veranstalter gestellt, der Bruttozeit sowie Zwischenzeiten erfasst.

PĂŒnktlich ging der Start fĂŒr alle los, auch Nordic-Walker, 10-km- sowie HM-LĂ€ufer und fĂŒr Kinder waren dabei. Viele hatten gute Laune und waren in bester Laufstimmung, das hatte man gesehen.

Kurz durch die Stadtspur gelangen wir nach 3 km auf den Geh- bzw. Radwegen. Endlich ein Musikband brachte uns etwas Stimmung. Es war ein typisches Herbstwetter, etwas feucht und kĂŒhl, aber zum GlĂŒck trocken. Optimal fĂŒr ein Marathonlauf!

Nach 7,5km etwas spÀter wurde man aufgeteilt, die 10-km-Strecke wird dann abgebogen und den Rest weiter geradeaus ab in den Wald.

Der Schlaubetal-Marathon fĂŒhrte uns auf und ab ĂŒber die sanften HĂŒgel der GrundmorĂ€nenlandschaft, vorbei an ehemaligen MĂŒhlen und ForsthĂ€usern, Seen und SĂŒmpfen sowie an WĂ€ldern und Wiesen. Wie ein Mittelgebirgsbach windet sich die Schlaube dort durch steile, bis zu 30 m hohe Schluchten und durchfließt eine Kette von Seen.
Wirklich ein Genuss fĂŒr begeisterte LandschaftslĂ€ufer!

Die gesamte Abwicklung fĂŒr die Streckenmarkierungen (man verlĂ€uft fast gar nicht), Verpflegungsstationen und vieles mehr waren sagenhaft einfach spitze! Alles war da, sogar warmen Tee
. Hut ab an das Orga-Team! Kann jedem mit Sicherheit weiterempfehlen
 Ich werde gern Werbung machen.

Ich hatte nie gedacht, dass im Land Brandenburg doch erhebliche Steigungen in der Landschaft gibt. FĂŒr mich war dort schon sehr anspruchsvoll und habe ihn trotzdem voll genossen. Nachhinein hatte Marek doch Recht und auf ihn ist immer ein Verlass mit seinem speziellen LĂ€uferwissen. :o) Er hatte ja noch viele schwere Herausforderungen im Bergmarathon wie Transalpine Run, Rennsteiglauf usw. mit Bravour gemeistert!

Zum etwas erschöpften Ziel bekam ich eine große, selbst hergestellte Finishermedaille aus Gips (Vorsicht ist geboten wegen Bruchgefahr!). Sieht fein aus und passt zu diesem ultimativen Crossmarathon.

Ein paar VerpflegungsnachschĂŒbe fĂŒr mich waren wir zur Kaffeezeit pĂŒnktlich wieder zu Hause.

Mit meinem Lauf hatte es sich gelohnt, dort mitgemacht zu haben und eine lehrreiche Lektion eingesammelt, 2 Marathons innerhalb von einer Woche hatte ich noch nie und war wirklich nicht einfach
. Immerhin geschafft! Nun ein paar Wochen Pause
. Die nÀchste Marathonreise wird sicher in diesem Jahr noch kommen.

Robert Boyde-Wolke

Veranstalter: schlaubetal-marathon.com

Rezept: Vegane Schnitzel bei der Potsdam-Halbmarathonstaffel

Als Nachtrag zur Potsdam-Staffel noch das versprochene Rezept fĂŒr die Schnitzel.

Die grundlegende Anleitung stammt aus diesem Video des Blogs „Die Umsteiger„:

(Die haben auch noch eine weitere Variation.)

Christoph
Christoph
Ich finde die Videos sehr hilfreich beim ersten Nachkochen, aber etwas unglĂŒcklich zum Nachschlagen, also fasse ich mein Vorgehen und meine Erfahrungen noch kurz zusammen:

Soja-Medaillons einmal aufkochen (oder mit kochendem Wasser ĂŒbergießen) und ein paar Minuten stehen lassen, bis sie weich sind. Dann in ein Sieb abgießen und mit Wasser ĂŒberspĂŒlen, bis das abfließende Wasser klar bleibt.
Danach in einem WĂŒrzsud nochmals aufkochen und ruhig 20-30 Minuten ziehen lassen. In den Sud kommt je nach Schnitzelmenge und nach GefĂŒhl ein EL Tomatenmark, ein TL Hefeextrakt (z.B. Vitam R), ein Schuss Sojasauce, GemĂŒsebrĂŒhe…
Anschließend der wichtigste Schritt: Zwischen zwei Schneidbrettern oder Tellern oder mit Hilfe einer Kartoffelpresse die FlĂŒssigkeit rausdrĂŒcken.
Die Panade besteht aus Mehl und Wasser, so miteinander verrĂŒhrt, dass eine cremige Konsistenz entsteht. FĂŒr den Geschmack ein EL Hefeflocken und etwas Salz dazu. Ich gebe ĂŒblicherweise noch etwas Ei-Ersatz oder StĂ€rke dazu.
Ich habe die Sojamedaillons von beide Seiten mit Pfeffer und Paprikapulver bestreut (bisschen Liquid Smoke geht hier auch noch), dann in der Panade und in Paniermehl gewendet und von beiden Seiten je ca. 4 Minuten in heißem Öl gebraten.

Vielleicht war euch aufgefallen, dass es zwei unterschiedliche QualitĂ€ten gab. Ich hatte einen Beutel Soja-Medaillos vom Veganz. Das schien mir zu wenig, also kaufte ich noch was nach, wurde in der NĂ€he aber nur bei Vitalia fĂŒndig: „Soja-Steakli“ von granoVita – zum vierfachen Kilopreis. Die waren schöner und gleichmĂ€ĂŸiger geformt und in der Konsistenz nicht so zerfasert. Doppelter Preis wĂ€re allemal gerechtfertigt, aber vierfach? FĂŒr euch war es mir das wert.

Vielen Dank fĂŒr all die Leckereien, die ihr mitgebracht hattet.
Hungrige GrĂŒĂŸe
Christoph Spiller

Parkrun Cambridge at Milton Country Park (1,2,3,…)

Ein Bericht von Kira Rehfeld:

Wir haben vor kurzem Deutschland auf Wiedersehen gesagt und wohnen (erstmal auf Zeit) in Cambridge/ England.

Da hat mir eine LĂ€uferin von Parkruns erzĂ€hlt. Ein Parkrun, das kann man sich so vorstellen: Jeden Samstag um 8:30 laufen wir gemĂŒtlich die 3 Kilometer zum nĂ€chstgelegenen Park. Auf dem Weg dorthin ĂŒberholen uns mehr und mehr sportlich angezogene Radler_innen, und mehr und mehr LĂ€ufer_innen. Um 9 Uhr treffen sich dann hunderte von Menschen am CafĂ© im Milton Country Park im Norden von Cambridge. Es ist ein entspanntes BegrĂŒĂŸen, es wird gescherzt und aufgewĂ€rmt. Es gibt kein GedrĂ€ngel.
Unter einem Baum wird das „First-Timer-Briefing“ abgehalten. Da werden denen die zum ersten Mal ĂŒberhaupt an einem Parkrun teilnehmen, oder zum ersten Mal in Cambridge dabei sind, die Spielregeln und Besonderheiten der Laufstrecke erklĂ€rt. Es geht drei Runden durch den Park, eine kurze und zwei lĂ€ngere, insgesamt 5 Kilometer (wie bei allen Parkruns). Es stehen „Marshals“ an der Strecke, um sicherzugehen dass sich keiner verirrt. Um das ĂŒberholen zu ermöglichen soll wenn möglich links laufen.
Im Ziel gibt es einen Chip – mit dem und der eigenen „Parkun-ID“ (eine Art Visitenkarte mit Barcode) geht man dann zu einem „Barcode-Scanner“ – also jemandem der erst den Ziel-Chip und dann die eigene ID scannt.
Damit kann dann hinterher Name und Zielzeit verknĂŒpft werden – und gegen
12 Uhr mittags stehen die Ergebnisse online… und das alles kostenlos, nur von Freiwilligen getragen!!

Also – Um 5 nach 9 geht es los – 5 Kilometer werden gerannt, gelaufen oder gegangen. Die schnellsten laufen meist um die 16, 17 Minuten. Wer will darf aber auch ganz gemĂŒtlich spazieren. Wir sind jetzt einige Male dabei gewesen – und auch wenn die Strecke fĂŒr uns ja eigentlich viiiiiel zu kurz ist – vielleicht schafft Matze mal ganz vorne dabei zu sein, unter 17 Minuten? Und schaffe ich die Strecke nochmal eine Minute schneller? Irgendwann bestimmt :). Der Spaß bleibt dabei nicht auf der Strecke. Denn das ist Parkrun. Laufen aus Spaß an der Bewegung. Und ein bisschen ĂŒber sich selbst hinauswachsen… Woche fĂŒr Woche.

Hier gibt es Informationen zu Parkruns in England & dem Rest der Welt:
http://www.parkrun.org.uk
Und hier könnt ihr verfolgen wie wir abschneiden :). Das nĂ€chste Mal Laufen werden wir aber erst am 14. Oktober. Denn am 8. werden wir im Ziel die „Finish Token Volunteers“ sein – also die Platzierungschips verteilen…
www.parkrun.org.uk/cambridge/results/latestresults/

PS: Und da die Vegan Runners in UK ein richtiger Verein sind, den man bei der Parkrun-Anmeldung angeben kann, kann man dann auch immer sehen, wo ĂŒberall Vegan Runners and Parkruns teilgenommen haben! Überall!

Der-Spiegel-Beitrag „Parkrun – Hier werden nicht die Schnellsten bewundert

15. Mitteldeutscher Marathon, 09.10.16

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Ein Bericht von Robert Boyde-Wolke

Die schon lange angemeldete Teilnahme beim „31. SPAR Budapest Marathon“ (ebenfalls am 9. Oktober) habe ich vor ĂŒber einem Monat verzichtet, zusammen mit meiner Frau wollten wir nicht unsere 18-jĂ€hrige Perserkatze (seit Juni dieses Jahres erblindet worden) wegen der langen Reisezeit nicht im Stich lassen. Deshalb habe ich mich aus diesem Grund beschlossen, solange unsere Katze noch lebt, werde ich die nĂ€chsten Marathonteilnahmen nur auf deutschem Boden mitmachen. DafĂŒr sind wir schnell fĂŒr die Katze im Notfall erreichbar.

Mit der Absage hatte ich einfach GlĂŒck, als ich mit dem Budapest-Veranstalter meine Bitte um die Kostenerstattung von 50 % angefragt habe. Er hatte VerstĂ€ndnis mit meiner BegrĂŒndung und konnte sein Kulanz anbieten. Ich soll im nĂ€chsten Jahr trotzdem nach Budapest fliegen und Marathon teilnehmen. DafĂŒr mein erfreulicher Respekt an Budapest!

Mit dieser Absage konnte ich nicht ohne Marathonlauf damit zufrieden sein, nur so habe ich schnell eine kleine JubilĂ€umsveranstaltung gefunden, die unweit von zu Hause war. Nicht nur beim 15. Mitteldeutscher Marathon in Halle ist das JubilĂ€um zu erleben, sondern auch gleichzeitig feiert Waldemar Cierpinski (geborener Hallenser) seinen Olympiasieg als erster deutscher MarathonlĂ€ufer vor 40 Jahren in Montreal eine große Party. Der Veranstalter bietet auch die Neuauflage der MarathonstreckenfĂŒhrung von Leipzig bis Halle. 1925 war mit dieser Strecke die erste deutsche Meisterschaften im Marathon und mit dem Marathon 2002 als UnterstĂŒtzung der Olympiawerbung von Leipzig wiederbelebt.

Nach 180 km Autofahrt waren wir am Samstag schon zur Mittagszeit in Halle da. Kleiner Altstadtbummel in Halle und ab 14 Uhr öffnete fĂŒr die Startunterlagen-Abholung im Stadthaus.
Am Marktplatz konnte man schon einiges mit dem Aufbau fĂŒr diese Laufveranstaltung erkennen.

Die Abholung verlief trotz vielen Teilnehmern schnell und problemlos, meine Frau wird mit ihrer Teilnahme beim 3,6km-Lauf auch dabei sein.
Bis zur Olympiaparty von Waldemar Cierpinski am Abend im Sportcenter unweit vom Marktplatz, wo er selbst noch als GeschĂ€ftsfĂŒhrer dort betreibt, waren wir unterwegs in der Stadt. Bei der Feier ab 19 Uhr waren rund 300 Gratulanten anwesend. Es war ein Bonus fĂŒr die Marathonis, bei der Anmeldung fĂŒr 42,195km waren der Eintritt zur Olympiaparty sozusagen kostenlos, alle andere Distanzen sollten fĂŒr 10 EUR zusĂ€tzlich bezahlt werden. Die Party bestand Musik, Rede von Waldemar mit seinen Erlebnissen vom 1976 und 1980 bei den Olympischen Spielen im Marathon. Ein paar Prominente sowie MDR-TV-Team waren ebenso dabei. Als die Vorstellung zu Ende war, konnte ich locker mit ihm ein stolzes Gruppenfoto ablichten. Ein bodenstĂ€ndiger, lockerer Typ – das gefĂ€llt mir!

FĂŒr die kurze Übernachtung haben wir fĂŒr die Jugendherberge entschieden, denn mit 10 min vom Marktplatz und 20 min Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt, war ein passender Ort fĂŒr uns


Am frĂŒhen Sonntagmorgen schnell ein lockeres FrĂŒhstĂŒck (vegetarisches Angebot vorhanden), darunter mit einigen Marathonis. Dann kleines Fußmarsch zum Hauptbahnhof, wo dann nur 30 min mit der S-Bahn nach Leipzig Hbf zu fahren war. In der Bahn waren noch mehrere LĂ€ufer zu sehen und bis zum Startort (nahe Red-Bull-Arena vom Fussballklub RB Leipzig) benötigte man mit der Straßenbahn nach einigen Haltestellen. Allgemein sollte man diese einstĂŒndige Fahrt vorher genau planen.

Wie ĂŒberall bei MarathonwettkĂ€mpfen standen vor Ort WC, Kleidertransport sowie Betreuer zur VerfĂŒgung. Viele Teilnehmer lassen Nachmeldungen ausfĂŒhren. Zum GlĂŒck war das Wetter fĂŒr mich noch optimal, vor ein paar Tagen deutete nach Dauerregen an. Also ein trockener Startbeginn möglich!

Eine seltene Besonderheit fĂŒr mich: Zu diesem Lauf habe ich eine einzigartige LaufausrĂŒstung besorgt, dafĂŒr wurde ich von den MitlĂ€ufern sowie Betreuern lachend belohnt. FĂŒr mich klar die Neuheit!
Warum ich diese AusrĂŒstung angenommen habe, kann ich Euch gern etwas berichten:
Beim letzten Usedom-Marathon habe ich zufĂ€llig ein Berliner MarathonlĂ€ufer kennengelernt, der lĂ€sst sich bei JEDEN Laufwettbewerben mit einem Ganzkörperanzug auflaufen, er stellte sich als „Gangster“ dar. FĂŒr mich war schön. Klasse fand ich das, als ich bewusst mit ihm nach dem Start bis zum 10. KM auf der Usedomer Strandpromenade (von SwinemĂŒnde bis Heringsdorf) gemeinsam unterwegs beim Laufen war. Er bekam sehr viel von den Zuschauern Applaus und die Motivation am Laufen ging nicht verloren. FĂŒr mich war das bemerkenswert wichtig und konnte dabei was Schönes miterleben.
Darum habe ich fĂŒr meine 10. Marathonteilnahme auch Ă€hnliches mit dem Ganzkörperanzug als „Zauberer“ entschieden, beim Mitteldeutschen Marathon (MDM) aufzutreten.

Wieder ein seltsames Zufall fĂŒr mich, er war auch dort beim MDM dabei, er hatte sich kurzfristig entschieden. Ich habe mich fĂŒr seine Teilnahme gefreut und hatte dann die gute Möglichkeit, mit ihm Foto zu machen. Es bleibt natĂŒrlich in Erinnerung. Ein mulmiges GefĂŒhl war es, mit dem Ganzkörperanzug die ganze Marathondistanz zu laufen. Im Hintergedanken machte ich mir Sorgen, ob es alles gut geht?

Beim Startschuss um 9 Uhr war nicht so attraktiv gewesen, im Hintergrund gab Probleme mit der Startpistole (Einklemmung), aber nach wenigen Sekunden war doch der Start frei fĂŒr alle LĂ€ufern.
Halle, die HĂ€ndelstadt, kann kommen!

Bei meiner Frau war der Start erst um 11 Uhr am Marktplatz in Halle und mit 3 Runden zu bewÀltigen.

Die ersten 25 Kilometer lief ich mit den anderen LĂ€ufern auf dem Hochwasserdamm der Neuen Luppe, auch Luppe-Kanal (kĂŒnstlicher Nebenarm der Weißen Elter) genannt. Zu sehen war im Allgemeinen nicht viel. Teils waren wir auch in den WĂ€ldern unterwegs.

Die Verpflegungsstationen waren mit dem zahlreichen Angebot zu finden. Mit der Streckenmarkierungen (Kilometeranzeige) verfolgte ich seelenruhig mit Hilfe meiner GPS-Sportuhr „Garmin“. Alles ungewollt nach passendem Plan

Kurz auf den Elsterradweg und spĂ€ter in den Diskauer Park, da hat man die halbe Fahrbahn fĂŒr uns alleine. Seltsam war es, dass der Gegenverkehr kaum kam.

5 km vorm Ziel durch die bewohnte Gegend, da hatten wir endlich etwas mehr Zuschauer. So macht dann mit dem Laufen mehr Spaß
 Die letzte Herausforderung war Anstieg an der großen BrĂŒcke, wo oberhalb der BrĂŒcke die Bahnlinien zu sehen waren.
Einige Kilometer durch den Parkweg und neben dem Hauptbahnhof von Halle vorbei war ich nur noch bergab (1,5km) zum Ziel durch die Hallenser Altstadt. Das war eine geile, super UnterstĂŒtzung fĂŒr mich, so leicht war das Zieleinlauf bisher fĂŒr mich nicht. Viele Zuschauer gaben uns Applaus, dass wir trotz Regen doch keine „Weicheier“ waren. Ab 28 km hatte es leider geregnet und keiner hatte es sich beschwert.

Am Ziel war ich erleichtert mit der LaufausrĂŒstung und selbst erstaunt, dass ich nicht ĂŒber 4 Stunden (3:58:22 h) gelaufen war. Da konnte ich davon 4 aus 10 Teilnahmen unter 4 Stunden erreichen, ein kleiner Stolz zum JubilĂ€umstag von MDM fĂŒr mich. Ich war noch ĂŒberglĂŒcklich darĂŒber, dass meine Frau mit ihrem Lauf geschafft. Wir hatten gleiche schöne Finishermedaille und zu diesem Event haben wir uns gesagt, es war einfach schön. Danke Halle! FĂŒr mich sowieso ein gelungener Highlight!

Gleich an diesem Tag waren wir am Abend schon zu Hause und konnten dann mit unserer Katze wieder kuscheln
. :o) Sie war froh darĂŒber.

Robert Boyde-Wolke

Veranstalter: mitteldeutscher-marathon.de

Berlin-Marathon, 25.09.16

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Am 25.09.15 fand der 43. Berlin-Marathon statt. Ungeachtet der vielen „vereinslosen“ veganen LĂ€uferInnen, haben wir wieder die Recherche nach „Vegan Runners“, „Laufen gegen Leiden“ und „Spreeganer“ bemĂŒht.

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Die YouTuberin aRnikachen prĂ€sentiert ihr Video „Ansicht der Supporter“ vom Berliner Marathon. Gemeinsam mit anderen Vegan Runners und Spreeganern leistete sie lautstarke UnterstĂŒtzung am Streckenrand.
Viel Spaß beim Schauen des Videos!

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Ein persönlicher Bericht von Melanie Schaible:16_bln_marathon_melanie01
„Fall in love with the process, and the result will come.“
Seit April trainiere ich gezielt auf diesen Marathon.
Ein Marathon zu laufen ist eine große Belastung fĂŒr den Körper. Man sollte sich selbst genug wert sein um einen Marathon nicht aus der kalten Hose zu laufen. Das Risiko ist einfach zu groß! Ich finde es nicht erstrebenswert, untrainiert an den Start zu gehen und „irgendwie“ durch zukommen.
Das Training startete mit einem Halbmarathonplan, darauf folgte der Marathonplan. Viele Stunden Training, viele Zweifel. Aber auch sehr viele schöne Momente, Dinge, die man nur erlebt wenn man lÀuft. Das Laufen gab mir Struktur, Halt und innere Ruhe.
Bis zuletzt wusste ich nicht, ob mein Ziel, die magischen SUB4, realisitisch sind oder nicht. Habe ich mir zu viel vorgenommen, neben dem Masterabschluss?
Meine letzte HM Bestzeit war harte Arbeit. Die 3 Halbmarathons, die ich dieses Jahr gelaufen bin, waren anstrengend. Mir war klar, ich will diese Zeit schaffen, aber an allererster Stelle möchte ich Spaß haben, dieses ganz besondere GefĂŒhl. Letztes Jahr war der Marathon 42 km pures GlĂŒck. Das wollte ich wieder haben!
Die Tage vor dem Marathon war ich ein NervenbĂŒndel. Zweifel, Ängste, hier und da ein zwicken. Da waren ganz viele Menschen, die mich beruhigt & an mich geglaubt haben. Auf einmal ging alles ganz schnell.
Und dann stehe ich da mit 41 000 anderen VerrĂŒckten & freue mich, endlich los zu legen.
Die ersten 5 Kilometer war es ein Kampf. Ich musste viele ĂŒberholen, es war sehr voll. Bis Kilometer 12 brauchte ich, um meinen Rhythmus zu finden.
Der Support war der absolute Wahnsinn! Darum laufe ich in Berlin!
So viele Menschen waren da. Louise ist EXTRA aus Hamburg gekommen, danke! Die Spreegis waren so stark an der Strecke vertreten. Danke an Anika, Verena, Luna, Jan, beide Carolines, Heiko, Kathi, Tabea, Stefanie, Salka & Erik.
Mit Luftballons, Matcha, Cola, Datteln & EnergiebĂ€llchen beladen war ich bestens durch die einzigartigen Supporter versorgt. Ohne euch wĂ€re es nicht halb so schön. Ihr opfert euren Sonntag und ich weiß wie viel ihr alle zu tun habt. DANKE!
Romina, die den perfekten Plan geschrieben hat und mich so auf SUB4 gepusht hat. Fahnie, die immer ein offenes Ohr hatte & online die ganze Zeit dabei war.
Mein Freund war nicht nur wĂ€hrend des Marathons an meiner Seite. In den ganzen Monaten sind wir viele Kilometer gemeinsam gelaufen, mentale UnterstĂŒtzung & letztendlich meine Laufbegleitung von KM 21-37.
Es war magisch. Es lief einfach. Ich habe es geschafft, die perfekte Pace zu finden. Geplant war 5:40, ich lief eine konstante 5:30.
Als ich bei KM21 auf die Uhr sah, zeigte sie 1:57. Eine neue Halbmarathonbestzeit! Wie ist das passiert??
Ich quatsche 2 km mit Salka, die mich begleitete und plapperte danach fröhlich meinen Freund mit allem voll, was mir so in den Sinn kam. „Sag mal, ist es gut wenn du so viel redest?“
„Keine Ahnung, es fĂŒhlt sich gut an.“
So gingen 30 Kilometer sehr schnell vorbei mit vielen, vielen GĂ€nsehautmomenten.
Ich bin nicht eingebrochen, obwohl es ab KM 33 hart wurde und ich das GefĂŒhl hatte nicht mehr vom Fleck zu kommen.
Dennoch hatte ich die ganze Strecke ĂŒber dieses MarathongefĂŒhl. Dieses leichte, das Besondere. Es ist anstrengend, aber es ist auch gleichzeitig das Schönste! Es tut ein bisschen weh, ich habe schnell die Oberschenkel gespĂŒrt, aber es lief auch einfach.
Alle anderen WettkĂ€mpfe sind nicht vergleichbar! Ich lief einfach konstant mein Tempo, hatte unfassbar viel Spaß dabei.
Dann kam Kilometer 40. Es zog sich, aber ich wusste, ich schaffe es. Und zwar locker unter 4 Stunden. Das Ziel, das Brandenburger Tor, dass ich monatelang bei so vielen LĂ€ufen im Kopf hatte, war zum Greifen nah! Ich war so glĂŒcklich, voller Emotionen. Das Ziel war erreicht. 3:55. 17 Minuten schneller als letzte Jahr. Ich habe keine Ahnung wie ich das gemacht habe. Es hat einfach alles gepasst.
Die TrĂ€nen sind geflossen, vor Freude, ÜberwĂ€ltigung und ganz viel Dankbarkeit.
Es war genauso, wie ich es mir gewĂŒnscht habe.
Lasst euch von niemand sagen, dass ihr etwas nicht könnt. Man kann alles erreichen. Vor drei Jahren konnte ich gerade mal 3 Kilometer laufen, fĂŒr meine ersten 10 Kilometer habe ich ĂŒber 75 Minuten gebraucht. Wenn man dran bleibt, regelmĂ€ĂŸig lĂ€uft und SPASS daran hat, kann man alles erreichen.
Ich möchte ein Vorbild sein. DafĂŒr, dass Laufen das Schönste ist. DafĂŒr, dass man mit Freude alles geben kann & dann erfolgreich ist. Mit ganz viel LĂ€cheln & ganz viel Laufliebe.

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Bilder von Leni Lecker:

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Bilder von Jan OelschlÀgel: