6. Run of Spirit, 09.06.14

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Ein Laufbericht von Guido Zörner:
Inklusion im Sport – also die gleichwertige Teilhabe am Sport von behinderten und nichtbehinderten Menschen – ist der Kerngedanke beim „Run of Spirit“ im Ev. Johannisstift in Berlin Spandau. Zum 6. Mal trafen sich am Pfingstmontag Läufer_innen mit und ohne Handicap, um gemeinsam zu laufen.

Auch im letzten Jahr nahm ich am 5 km „Fun Run“ teil. Die Strecke führte teilweise durch die weitläufige Anlage des Johannisstifts, über Feldwege und ein Stück durch den angrenzenden Spandauer Forst. Der Unterschied zum letzten Jahr war jedoch die Rekordhitze am Pfingstmontag. Sehr vielen Läufer_innen fiel es nicht leicht, bei diesem Wetter die Strecke zu bewältigen. Zum Glück führte ein großer Teil der Laufroute durch schattige Waldgebiete. Ein freies Stück über einen Feldweg wurde von den Organisatoren mit Sprinklern gekühlt.

Die Mittagshitze (der Lauf startete um 13 Uhr) zollte dann auch ihren Tribut. Nach 31:30 Minuten lief ich durchs Ziel. Das waren fast 3 Minuten mehr als im letzten Jahr. Dafür bin ich aber von Platz 10 auf Platz 6 in meiner Altersklasse (M40) vorgerückt. Andere Läufer hatten demnach wohl noch mehr mit der Hitze zu kämpfen.

Das erste Mal dabei war auch Ulises, der sich an die 10 km Strecke gewagt hat. Wie bei allen Läufer_innen hat das Wetter den persönlichen Zeitplanungen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch immerhin war er nach 68:46 Minuten am Ziel und platzierte sich als 21. in der männlichen Hauptklasse.

Wie im vorigen Jahr war es ein schöner und inspirierender Wettkampf. Viel Natur und sehr gute Stimmung. Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei!

Ein schönes Motiv auf den Medaillen ist das Bild von Joseph Kibunja. Der Kenianer ist der Guide von dem blinden Marathonläufer Henry Wanyoike. Während eines Laufs kann Henry Wanyoike keinen Schritt ohne seinen Führer Joseph Kibunja machen. Beide starten gemeinsam und kommen gemeinsam durchs Ziel. Dennoch ist es stets Henry Wanyoike, dem Preise und Ehre zuteil werden. Für Joseph Kibunja ist es daher eine Auszeichnung der besonderen Art, den Medaillen des “Run of Spirit” ein Gesicht zu geben.

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