Berliner Frauenlauf, 10.05.14

2014_frauenlauf_nessNach zwei Jahren Pause lief ich am 10.5.14 zum dritten Mal beim Berliner Frauenlauf mit. Es war ziemlich voll und eng, aber die Stimmung wie immer sehr ausgelassen. Und es gab veganen Joghurt! Gefehlt hat dieses Jahr allerdings der obligatorische Regen – vielleicht war die fehlende Erfrischung der Grund dafĂŒr, dass ich doch recht deutlich ĂŒber der von mir angepeilten Zeit blieb. Vielleicht waren es auch die drei Wochen Laufpause davor. Eine Stunde und fĂŒnfzehn Sekunden war ich unterwegs. Mein bestes Ergebnis beim Frauenlauf bisher, also am Ende doch ein kleiner Erfolg. (Ness)

Resultat:
10 km Lauf, Vanessa Gonsior, Vegan Runners, Zielzeit / Nettozeit: 01:00:15, Zeit pro km: 6:01 Minuten, Geschwindigkeit: 9,96 km/h.

Veranstalter-Seite: berliner-frauenlauf.de

Lauf im Friedrichshain, 11.05.14

Am Sonntag, den 11.5.14, fand im Volkspark Friedrichshain eine Laufveranstaltung des LC RON-HILL statt. FĂŒr die Vegan Runners BBI gingen Gregor und Pit fĂŒr 5,2 bzw. 10 Kilometer an den Start. Die Strecke fĂŒhrte quer durch den Park, wobei der Bunkerberg zwei- und viermal bezwungen werden mußte.

Gregor lÀuft
Gregor lÀuft
Gregors Bericht:
SpĂ€testens als ich zwei Wochen vor dem Lauf beim Training im Park persönlich angesprochen wurde und dabei die Anmeldung ausgehĂ€ndigt bekam, stand fĂŒr mich fest, daß ich auf jeden Fall auf meiner „Heimstrecke“ an den Start gehen wĂŒrde. Das Wetter spielte gut mit und so ging es flott los und gleich den Bunkerberg hoch. Die Spitzengruppe noch im Blick erreichte ich die Kuppe, wohlwissend, daß der zweite Anstieg sehr anstrengend werden wĂŒrde. Auf Wegen, die ich z.T. noch gar nicht kannte, fĂŒhrte der gut zwei Kilometer lange Rundkurs erneut nach oben, dabei konnte ich zumindest noch einen Aufgebenden ĂŒberholen. Ich erreichte mein Ziel, unter 23 Minuten zu bleiben, knapp. Nach 22:50 Minuten ging ich als Siebzehnter (von 70) ĂŒber die Linie und traf danach sogar noch kurz Pit, welcher sich auf seinen Lauf ĂŒber 10 Kilometer vorbereitete. Zum GlĂŒck erst einige Zeit spĂ€ter ging dann doch noch ein heftiger Schauer ĂŒber dem Friedrichshain nieder.
Eine kleine Überraschung gab es noch beim Studieren der Ergebnisliste: Ich hatte als Verein „Vegan Runners“ angegeben, die Dame von der Anmeldung hatte selbstĂ€ndig „BBI“ ergĂ€nzt. Man weiß Bescheid.

Pit im Ziel
Pit im Ziel
Pits Bericht:
Ich hatte mich vor einigen Tagen, wahrscheinlich wegen der Rundmail auf dem Verteiler, dazu entschlossen mal wieder ein Rennen zu laufen. Nach meinem Treppenlauf in Dresden, bin ich, bedingt durch die Uni, ein wenig faul geworden. Also war ein 10km Lauf bei mir um die Ecke eine ehrenvolle Aufgabe.
Gegen 10 Uhr kam ich im Volkspark an. Ich war vorangemeldet, musste aber noch mit meinem Kumpel Startnummern besorgen. So weit so gut. Kurz vor dem Start habe ich dann doch noch Trainingskumpels vom TVB09 angetroffen, die ihren Start bis zu dem Moment noch nicht 100% zugesagt hatten. Sie wollten alle 4 zusammen das Ding laufen. Es ging also zum Start, und ich versuchte einfach mal dabei zu bleiben. Es gab ein forsches Anfangstempo, so dass wir die erste Runde noch auf PodiumsplÀtzen liefen. Aber bereits bei den ersten Bergab-Passagen, merkte ich, dass mein Knie, welches mich schon seit einigen Wochen zwickt, heute noch nerven könnte. Ich blieb motiviert dran, bis einerseits das Tempo, andererseits das Knie mich dazu zwang das ganze etwas langsamer anzugehen. Ich liess die Spitze (mit Ausnahme von einem LÀufer, der schon von anfang an sich vorne abgesetzt hatte) also irgendwann laufen. Ab der 3. Runde passierte dann auch, wie erwartet, dass mein Knie zu schmerzen anfing. Schnell, wahrscheinlich zu schnell angefangen, senkte ich mein Tempo wÀhrend des Rennens, so dass ich am Ende mit ca. 41 Minuten eine passable Endzeit ins Ziel rettete.
Weiter gehts in ein paar Wochen mit dem Triathlon hier in Berlin und eine Woche spÀter in Moritzburg. Hoffen wir, dass bis dahin das Knie etwas netter mit mir sein wird.
mfg Reger Pit

Pits Zielfoto wurde mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Frank Britze verwendet.
Alle Fotos von Frank Britze unter: cloud.gmx.net/…

Veranstalterseite:
www.ron-hill.de/RH_wettkaempfe/frdrhain/frdrhain_index.html

Ergebnisse:
Hradetzky, Gregor, 1979, M 30, 22:50 min, auf 5.2km.
Reger, Pit, 1992, M 20, 41:08 min, auf 10km.
Online einsehbar unter ziel-zeit.de

10. Mt. Everest Treppenlauf vom 12.-13.04.14

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Hier nun mit arger VerspÀtung mein Bericht zum 10. Mt. Everest Treppenlauf vom 12/13.04.2014; von Pit Reger.

Zur ErlÀuterung, beim Mt. Everest handelt es sich um ein Rennen wo man entweder als Einzelstarter, als 3er-Team oder als 100ter-Team an den Start gehen kann.
Jedes Mal geht es darum die Spitzhaustreppe in Radebeul (bei Dresden) insgesamt 100mal zu bewÀltigen (hoch und runter). Die Einzelstarter haben ein Zeitlimit von 24h, die Teams von 18h, und die 100er von 16h.

Eine Runde sind 88,48 m Aufstieg und 88,48 m Abstieg, sowie eine Strecke von 843,50 m. 100 mal durchlaufen ergibt das einen kompletten Aufstieg von NN bis zum Gipfel des Mt. Everest und zurĂŒck. Gleichzeitig ist es ein Doppelmarathon, denn Auf- und Abstieg zusammen ergeben 2 x 42,195 km und 79400 Stufen.

Ich habe mich schon frĂŒh im letzten Jahr mit Kumpels (Emile Schons und Felix Schons) dazu entschieden am Rennen als 3er-Team teilzunehmen.

Leider musste Felix kurz vor der Veranstaltung Abitur-bedingt absagen und wir waren auf der Suche nach einem 3. Teammitglied. Nach einer sehr aufwendigen Suche, hatten wir niemanden gefunden, und fuhren also zu 2. nach Dresden und hofften dass wir zu 2. starten zu dĂŒrfen bzw. jemanden finden zu können welcher spontan mitmachen wĂŒrde.

Nach langem hin und her, fanden wir tatsÀchlich Simone, eine HobbylÀuferin aus Dresden/Radebeul welche sich das Rennen schon öfters angeschaut hatte, sich aber noch nie getraut hatte es anzugehen.

Ein Handschlag reichte, und wir hatten uns fĂŒr 21h abends einen Treffpunkt ausgemacht. TagsĂŒber war uns noch ein wenig bange, weil wir noch unsicher waren, wie ernst sie das ganze gemeint hatte. WĂ€hrend die Einzelstarter schon seit 16h mittags unterwegs waren, mussten die Teams sich noch geduldigen, bis ein wenig auf der Strecke eingekehrt war.

PĂŒnktlich zum 21h Uhr Briefing erschien Simone mit ihrem Freund am vereinbarten Treffpunkt, in Laufkleidern. Alles perfekt. Es konnte also losgehen.
Der Start erfolgte um 22h: Ich war StartlĂ€ufer. Ich legte eine korrekte Rundenzeit von ca. 5:30 vor, wobei ich aber auch schnell merkte, dass es noch eine harte Nacht werden wĂŒrde. So lief jeder seine Runden: wĂ€hrend ich mich zwischen 6 und 7 Minuten einpendelte, war Emile mit Zeiten von ca. 8 Minuten und Simone mit sehr konstanten 10-11 Minuten dabei.
Da jeder LĂ€ufer mindestens 25, aber maximal 50 Runden laufen musste/durfte, hatten wir das GlĂŒck Simones Mann als Coach dabei zu haben. Er plante sehr zielsicher wer wann auf die Strecke musste.

Selbst wenn ungefĂ€hr in der Mitte ein kleines Tief entstand, alle irgendwie kaputt waren weil wir alle schon soviel gelaufen waren, das Ziel aber noch nicht in greifbarer NĂ€he, hielten wir uns souverĂ€n ĂŒber Wasser.
In der Teamwertung pendelten wir zwischen einem 3. und den 8. Platz. Alle lagen noch sehr nahe bei einander. Nur die ersten beiden waren zu
schnell. Es war also alles noch drin.

Nach einer harten Nacht, schaffte unser Team, welches ĂŒbrigens „Stairway to Hell“ hieß, auf einen guten 6. Platz unter 15 Teams. Mit einer Zeit von 13Stunden und 24 Minuten war das auch mein lĂ€ngstes je gelaufenes Rennen.

Wahnsinn wenn man dann noch weiß, dass der beste Einzelstarter Andreas Allwang aus MĂŒnchen die 100 Runden in 13Stunden und 26 Minuten gemeistert hat. Also knappe 10 Minuten schneller als wir als Team. Hut ab.

Am Ende hat Simone, welcher ich hier nochmal einen riesen Dank aussprechen will, weil sie uns so grandios aus der Patsche geholfen hat, ihre 25 Runden souverÀn gemeistert.
Emile, der solch lange Strecken auch weniger gewohnt ist, lief 33 Runden. Ich absolvierte die fehlenden 42.

Es war ein grandioses Rennen, welches ich auf jeden Fall nÀchstes Jahr unbedingt noch mal bestreiten möchte. Dann aber etwas besser organisiert, und vielleicht auch mit etwas grösseren Ambitionen.

Hier die Resultate:

http://treppenlauf.de/home_htm_files/Endstand%202014.pdf

Und die Veranstalter Homepage:

www.treppenlauf.de

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BIG 25, 04.05.14

BIG25-Zieleinlauf
BIG25-Zieleinlauf

Ein Bericht von Alexander Schaub:
Den Startplatz hatte ich dieses Jahr von meinem Laufladen spendiert bekommen. Das machte es einerseits einfach, sich fĂŒr den Lauf zu entscheiden aber andererseits setzte es mich auch etwas unter Druck, unbedingt laufen zu mĂŒssen. Nach dem Halbmarathon hatte ich es mit dem Training ein wenig ĂŒbertrieben und daher leichte Knieprobleme und so wusste ich nicht, wo ich so stand.

Aber der Wetterbericht verkĂŒndete bestes Laufwetter. Kein Regen und schön kĂŒhl – ich mag es beim Laufen nicht besonders, wenn es sonnig und warm ist. Also war ich guter Dinge. Ich hatte mir eine Zeit unter 2 Stunden vorgenommen und peilte einen Km-Schnitt von 4:40 – 4:47 min/km an.

Beim Packen der Sachen am Abend vor dem Lauf entschied ich mich fĂŒr kurz/kurz, schließlich war es die Tage zuvor immer warm gewesen und ich rechnete – trotz Wetterbereicht – nicht mit einem absoluten Temperatursturz. Als ich mich dann aber auf den Weg ins Olympiastadion machte, bibberte ich ordentlich. Ob wohl meine Entscheidung kurz/kurz die richtige war?

Am S-Bhf. Warschauer Strasse waren die Bahn und der Bahnsteig schon mit LĂ€ufern voll. Der Lauf hat wohl auch an PopularitĂ€t gewonnen. Ich halte ihn ohnehin fĂŒr einen der schönsten LĂ€ufe Berlins. Im O-Stadion angekommen war dann weiter bibbern angesagt, vor allem als ich mich dann umgezogen hatte. Es war schon ziemlich kalt, so etwa 8, gefĂŒhlt aber nur 4 Grad. Aber beim Einlaufen merkte ich schnell, dass meine Sorgen wegen kurz/kurz unnötig waren, denn mit ein bisschen Bewegung war die Temperatur nahezu perfekt.

Leider hatte ich als Startblock irgendwas ganz hinten. Ich musste mich also in den Startblock B vormogeln, was aber gut klappte. Startet man von weiter hinten, wird es schwer, seinen Rhythmus zu finden, wenn man es etwas schneller angehen möchte. Man muss dann nĂ€mlich immer wieder langsamere LĂ€ufer ĂŒberholen und gerade auf dem ersten StĂŒck bis zum Theodor-Heuss-Platz ist die Strecke noch ganz schön eng.

Aus Startblock B hatte ich gleich von Beginn an die Möglichkeit, mein Tempo zu laufen und ich kam gut in meinen Rhythmus. Meinen Garmin-Wecker hatte ich auf die gewĂŒnschte Pace programmiert und das Vibrieren, welches einem anzeigt, ob man zu schnell oder zu langsam ist, hörte deshalb schnell auf.

Wer den Lauf bereits mitgemacht hat weiß, dass es auf der Bismarckstraße bis zum Ernst-Reuter-Platz erst einmal ein gutes StĂŒck leicht bergab geht. Das ist perfekt, um es am Anfang erstmal locker rollen zu lassen. Unterwegs bis zum Brandenburger Tor zweigen dann die LĂ€ufer, die nur 10 oder 21 km laufen wollen von der Strecke ab, und machen sich auf den RĂŒckweg zum Olympiastadion. Die 25 km LĂ€ufer laufen dann aber noch durchs Brandenburger Tor und ĂŒber den Gendarmenmarkt, die Leipziger Strasse und den Tiergarten geht es dann Richtung KurfĂŒrstendamm und Kantstraße.

Mein Tempo konnte ich gut halten. Ich lief in einer Gruppe von drei bis vier gleich schnellen LÀufern, was die Tempoarbeit erleichterte. Bis kurz vor der Halbmarathonmarke ging das gut und mein Garmin zeigte mir eine Pace von 4:39 min/km. Am Verpflegungsstand bei KM 20 musste ich aber leider kurz das Tempo rausnehmen, um nicht mit einem anderen LÀufer zu kollidieren und da war meine Laufgruppe weg. Das störte den Rhythmus und so verlor ich bis KM 22 ein paar Sekunden auf die geplante Pace. Dann ging es aber wieder gut weiter und als es dann durch das Marathontor auf die blaue Laufbahn im O-Stadion ging, konnte ich sogar noch einen kleinen Sprint anziehen.

Die GPS-Messung meins Garmin hatte die 25 km kurz nach dem Einlaufen ins O-Stadion fĂŒr absolviert erklĂ€rt und stoppte bei 1:57:57 h. Da mir aber bis ins Ziel noch ein paar Meter fehlten, ist die offizielle Zielzeit 1:58:12 h und damit hab ich genau das geschafft, was ich mir vorgestellt hatte und bin rundum zufrieden.

NĂ€chstes Jahr soll es noch etwas schneller gehen und ich plane eine Zeit um die 1:54 h. Ich bin gespannt!