2. MĂŒritz Marathon, 05.06.2016

Ein Laufbericht von Robert Boyde-Wolke:

„Nummer 5 lebt noch
“

Seit 2015 hat MĂŒritz-Region ihren eigenen Langstreckenlauf – der MĂŒritz Marathon stellt die sportliche Variante dar, die Landschaft an der Mecklenburgischen Seenplatte zu erkundigen.
Den Marathon an der MĂŒritz gibt es noch nicht lange. Erst 2015 wurde er von den Veranstaltern ins Leben gerufen. Die Kernstrecke ist natĂŒrlich der Marathon von Rechlin nach Röbel, der an der MĂŒritz entlang fĂŒhrt – zu gleichen Teilen durch die Natur und auf Asphalt. Doch â€žĂŒber 40 Kilometer“ klingen fĂŒr den UngeĂŒbten eher nach den passenden Distanz fĂŒr eine Fahrradtour als nach einer zu bewĂ€ltigen Joggingrunde. Daher gibt es auch andere Strecken, die fĂŒr den LaufanfĂ€nger besser geeignet sind: Halbmarathon, 10km oder Bambini-Lauf (fĂŒr NachwuchslĂ€ufer).

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Eigentlich bin ich mit meiner Frau um diesen Zeitpunkt schon lĂ€ngst im Urlaub an der bulgarischen KĂŒste am Schwarzen Meer (Varna). Leider wurde unsere 18-jĂ€hrige Perserkatze 3 Tage vor unserem Urlaubsantritt erblindet. FĂŒr uns war natĂŒrlich ein trauriger Schock gewesen und haben uns nach langem Überlegen beschlossen, unsere geplante Urlaubsreise abzusagen. Wir wollen fĂŒr sie die neue Lebensumstellung als Blinde voll und ganz unterstĂŒtzen. Das ist unsere FĂŒrsorgepflicht!

Daheim suchte ich im Internet wĂ€hrend der Urlaubszeit nach den bundesweiten MarathonwettkĂ€mpfen und mit dem „MĂŒritz Marathon“ war nun meine spontane Entscheidung. Es soll ein Sonntagsausflug, dem 05. Juni 2016, mal mit meiner Frau an der Mecklenburgischen Seenplatte hinzufahren und dort gemeinsam kleinen Badeaufenthalt am See „MĂŒritz“ teilzunehmen. Nebenbei möchte ich vorher mein 5. Marathonlauf dorthin mitmachen. So nach dem zufĂ€lligen Motto „Sommer, Sonne, Marathon“! 

Gute zwei Autobahnstunden von Berlin war man schnell zum nordöstlichen Bundesland erreichbar.

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Etwas verfrĂŒht war ich in Rechlin da, der am sĂŒdwestlichen des grĂ¶ĂŸten vollstĂ€ndig in Deutschland liegenden Sees entlangfĂŒhrt.

Vor Ort konnte man sehen, dass an diesem Wochenende viel los war, parallel mit der Marathonveranstaltung fand sich ein buntes Rahmenprogramm der „InWater Boatshow“, eine Bootsmesse, sowie Fest mit Karussellen.

Die Abholabwicklung am Startbereich war relativ schnell und bekam die Startnummer „5“.
Die Teilnehmerzahl fĂŒr Marathonlauf war 62 zu rechnen, davon 10 weibliche.

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Mit großer unerwarteter Überraschung habe ich endlich eine bekannte Ă€ltere, deutsche Marathon-Oma persönlich getroffen. Mit ihrem Alter von 74 Jahren nahm Sigrid Eichner, vom LG Mauerweg Berlin, ĂŒber 1900 Marathons teil. Hut ab vor Ihrer vielen EinsĂ€tzen! Sie wirkte fĂŒr mich nicht zu alt und fand mit unserem KennenlerngesprĂ€ch cool. Über ihre LĂ€ufe habe ich viel aus den Medien erfahren.

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Ein Tag vor dem Marathonstart hatte ich kurz mal die Wettervorhersage angesehen, rechnete schon mit einer wahrscheinlichen Sommerhitze. Vor Ort sah man schon blauer Himmel und ein lĂ€chelndes Sonnenschein. „Oh, es wird sehr warm werden“, egal angemeldet habe ich schon. Es gibt kein ZurĂŒck mehr!

Direkt an der MĂŒritz konnte man die einzigartig schöne Naturstrecke bis zur Wendeschleife in Röbel am Hafen zu laufen bzw. zu sehen. Die Landschaftsstrecke bestand aus einer Mischung von Natur und Asphalt zu gleichen Teilen. Die Verpflegung alle 5 km mit Wasser, Bananen und Äpfeln.

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Bis zur Mittagszeit wurde das Wetter immer hĂ€rter, denn es war KEIN Wind sowie Feuchtigkeit, nur SchwĂŒle und purer Sonnenschein. Sowas hatte ich in meinem Marathonleben noch nie erlebt und meine KrĂ€fte wurden immer knapper nach 27 km.

Ich konnte es nur noch Gehen und lockeres, langsames Laufen kombinieren und erreichte nach 5:04 Stunden voll erschöpft am Ziel. Meine Frau hatte mich noch nie gesehen, wie ich ausgepowert aussah. Ich war froh, dass ich mit meiner fĂŒnften Marathonteilnahme nicht gleich aufgegeben habe. Wieder neue Erfahrung eingesammelt


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Nach dem Zieleinlauf ging ich schnell mit meiner Frau ins kĂŒhle Wasser, das ich sehr gut gebrauchen konnte. Es war fĂŒr mich trotzdem ein schöner, teils anstrengender Badeausflug gewesen.

Im Hintergrund waren die Aussteller von der Bootsmesse zu sehen.

Wir werden spĂ€ter noch einmal nach MĂŒritz fahren und ein paar Tage Urlaub machen, man kann dort viel unternehmen. Wirklich eine kleine Reise wert!

Unterm Strich kann ich fĂŒr dieser Sonntagsausflug sagen, dass die „Nummer 5 noch lebt“ (bekannt aus dem amerikanischen Sci-Fi-Film aus dem Jahre 1986).
Denn mit meiner „5.“ Marathonteilnahme, meiner Startnummer „5“ sowie ĂŒber meine „5“ Stunden Zielzeit und ausgerechnet das Laufdatum „5.“ Juni war eine besondere Zahl fĂŒr mich programmiert :o) ! Es bleibt fĂŒr mich natĂŒrlich in schöner Erinnerung.

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Alle Fotos in der Übersicht

4. Orlen Warschau Marathon, 22.04.16

Ein Laufbericht von Robert Boyde-Wolke
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Meine 4. Marathonreise geht diesmal zu unserem östlichen Nachbarland Polen in der Hauptstadt Warschau.

Eigentlich wollte ich nach Prag fahren und dort mein Marathonlauf am 08. Mai 2016 beteiligen, leider war die Anmeldung schon nach 3 Wochen bei der Veröffentlichung im Internet komplett ausgebucht, kein Wunder bei der Teilnehmerzahl von ca.12.000 kann man nicht schnell die StartplÀtze bekommen.

„ORLEN“ – ein polnisches Mineralöl- und Tankstellenunternehmen zeigt seinen guten Ruf zum vierten Mal mit seiner Marathonveranstaltung im FrĂŒhjahr von Warschau. Neben dem Herbstklassiker Ende September hat die polnische Hauptstadt nun zwei Marathonwettbewerbe im Jahr.

Ich wollte einfach mal ein Wochenendtrip mit Marathonbeteiligung mitmachen, da konnte ich nicht „NEIN“ sagen, als ich in der Webseite von ORLEN Marathon angeschaut habe. Der Startpreis ist fĂŒr alle Teilnehmer, ohne Frist, eine preiswerte Summe in Höhe von 25 EUR, inbegriffen Laufshirt, Finishermedaille u.v.m. Ich bin selbst in Polen geboren, aber mit 3 Jahren bis heute auf deutschem Boden lebend, und war noch nie in meinem Leben in Warschau gewesen. Meine Eltern waren seit 1968 nicht mehr dort. Deshalb mein spontanes Entschluss, vom 22.April bis zum 24. April 2016 nach Warschau zu fahren.

Mit dem bekannten Europasparpreis habe ich drei Monaten vor der Fahrt nach Warschau die superbillige Fahrkarten besorgt. Die einfache Hinfahrt pro Person kostet 29 EUR und das ist immerhin billiger, als wenn ich allein mit dem Auto nach Polen fahre. Dazu kommen Spritkosten sowie MautgebĂŒhr.
Im Zug war es sehr angenehm, ĂŒber 5 Std Fahrtdauer konnte ich problemlos gratis WLAN Internet surfen sowie ein warmes FreigetrĂ€nk genießen. Ein super Service vom polnischen Bahnunternehmen!
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Vom Warschauer Hauptbahnhof bis zum Hotel ist es ca. 300 m entfernt. Mit dem Hotelangebot bin ich rundum zufrieden.

Am Freitag war ich mit meiner halbtĂ€gigen Stadtausflug locker beschĂ€ftigt. Am Abend war ich beim polnischen Fußballpunktspiel zwischen Legia Warschau und Cracovia als Zuschauer anwesend. Tolle Stimmung bei 25.000 Zuschauern

Am Samstagmorgen vor dem FrĂŒhstĂŒck joggte ich ganz entspannt 8 km mittendrin in Warschau und wollte mal das bekannte Nationalstadion aufs Blick werfen, wo bei der Fußball-EM 2014 sich dort stattgefunden hatte.
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Bevor ich meine Startunterlagen abholen möchte, habe ich mir am Freitagabend im Hotel etwas schlaumachen lassen. In der Vormittagszeit am Sonnabend war ich fast an allen wichtigen SehenswĂŒrdigkeiten von Warschau unterwegs mit Hilfe des Stadtplans vom ADAC.
Zum Nachmittag war ich bei der Marathonmesse nahe dem Nationalstadion. Es ist fast ĂŒberall gleich und die Abholabwicklung verlief problemlos. Bei der typischen Pastaparty habe ich zufĂ€llig ein gehörloser LĂ€ufer (59) aus Minsk/ Weißrussland, der schon ĂŒber 600 Marathons teilgenommen hatte. Hut ab vor seiner Teilnahmezahl! Zum GlĂŒck gab es auch fĂŒr mich als Veganer Nudeln mit einfacher GemĂŒsesauce, war lecker.


An dem richtigen Marathontag, am Sonntag, war schon ein wenig stressig. Musste ĂŒberall suchen, wo man sich umziehen konnte, wo man die Kleiderbeutel ablegen konnte, wo die Startblöcke waren.

Das Wetter war wirklich „russisch“ kĂŒhl und das mittendrin April! Vor ein paar Stunden hatte es sich hier geregnet und deswegen die KĂŒhle spĂŒrbar.

Den Startablauf zwischen den Blöcken war alles reibungslos sauber. Auf der anderen Straßenseite kam die Gegenseite vom 10-km-Lauf.

Über 1 km ĂŒber die neue BrĂŒcke, wo man an der weiteren Sicht der Skyline von Warschau zu sehen war. Bis zur Altstadt kam ich ĂŒber 5 km und zur 10-km-Strecke konnte man einiges viel ansehen. Danach war es nur typische Wohngebiete, Felder und einfache Straßenlagen zu erreichen. Alles war in ordentlichem Asphalt beim Laufen.
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Beim Zieleinlauf habe ich an Warschau eine kleine Botschaft mitgeteilt und dass Berlin Warschau doch liebt
.  Da gab es einigen lauten Applaus von den Zuschauern, sicher vor Respekt!


Bis zum 35 km schaffte ich locker in gleichmĂ€ĂŸigem Tempo nach 3:05 Stunden, dann ging es nicht mehr weiter mit den KrĂ€ften. Das bleibt mir bis heute immer noch ein RĂ€tsel, warum die KrĂ€fte am Ende nicht mehr vorrĂ€tig waren.

Jedoch war ich sehr erleichtert, dass ich wieder unter 4 Stunden zum Ziel angekommen war.
Eine sehr schöne Medaille bekam ich am Ende. Die Zielzeit war 3:52:01 Std.
Die Verpflegung war klasse und jeder konnte sich viel annehmen, wie man sich möchte. Kein Vergleich in unseren deutschen Laufwettbewerben.


Am Abend wieder Heimfahrt nach dem erfolgreichem Marathonlauf.

Unterm Strich kann ich ruhig sagen. Es hatte sich fĂŒr mich gelohnt, nach Warschau, um alles mitgemacht zu haben. Empfehlenswert an allen!!!

Eine tolle Hauptstadt mit einer Mischung aus Alt und Neu. Es scheint so, dass Polen mehr zum Westen Europas gehören möchte.

Die Organisation sowie die gesamte Abwicklung fĂŒr diesen Marathonwettbewerb waren einmalig klasse. In den nĂ€chsten Jahren werden sicher noch mehr Teilnehmer zum ORLEN-Warschau-Marathon kommen.

MerkwĂŒrdig war fĂŒr mich, als ich mal kurz nachgerechnet habe im Internet, dass nur ĂŒber 30 deutsche Teilnehmer/-innen am Start waren, trotz preiswerter StartgebĂŒhr!
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Darss-Marathon, 24.04.16

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Marathon, der Zweite, ein Laufbericht von Birgit Leszinski.16darss_birgit
Ein Jahr ist rum und versprochen ist versprochen. Also wieder Urlaub mit sportlicher Herausforderung kombiniert. Außerdem kann man sich diesen wunderschönen Naturerlebnislauf auf dem Darß nicht entgehen lassen!
FrĂŒh mit dem Fahrrad zum Start nach Wieck: KĂ€lte, Regen, Wildschweine. Die netten Schweine ließen mich passieren und pĂŒnktlich zum Startschuss um 9 Uhr hörte der Regen auf und auch wegen der nur ca. 3 Grad ging es zĂŒgig voran. Entlang der Wiecker Wiesen nach Prerow. Dort wurden wir zĂŒnftig begrĂŒĂŸt und vor dem Heimatmuseum konnte man die fleißigen Frauen an den alten SpinnrĂ€dern bestaunen. Weiter ging es durch den urigen Darßer-Urwald mit wechselndem Untergrund, Betonplatten, Sand, Matsch, „verwunschene“ Pfade, in Richtung Ahrenshoop.
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Die 1. HĂ€lfte war geschafft, alles lief super in geplanter Zeit nur leider wird es bekanntlich ja nicht einfacher! Dann rauf zum Steilufer mit unvergesslichem Blick auf Strand und Ostsee. Ab und zu ließ sich auch mal die Sonne blicken. Der Weg fĂŒhrte uns jetzt an der BoddenkĂŒste zum Althagener Hafen. GefĂŒhlt nahm der Weg kein Ende und ab km 30 meldete sich mein linker Fuß. Ich konnte zwar weiterlaufen aber es lief nicht mehr rund.16darss_birgit2
Nachdem passieren des Fischerdorfes Born, hoffte ich die letzten 8 km noch mal etwas schneller laufen zu können. Aber die Luft war raus, trotz allem konnte ich noch einige LĂ€uferInnen ĂŒberholen, welche wohl am Anfang zu schnell unterwegs waren. Kurz vorm Ziel zur “AbkĂŒhlung“ ein Graupelschauer dann endlich geschafft!
In 04:16:20 erreichte ich das Ziel an der Darßer Arche in Wieck.
Es lief nicht optimal aber immerhin eine Verbesserung von 15 min zum Vorjahr. Die Organisation war wieder perfekt, großen Dank den fleißigen Helfern an den 14 VP’s, die Medaillie einzigartig.
NÀchstes Jahr bitte einige Grad wÀrmer und Sonne im Ziel und bitte die eine Stunde spÀter gestarteten HM Nordic-Walker hintereinander laufen!
www.darss-marathon.de

Tempelhof Airfield Run – Marathonstaffel am 22.11.2015

Eigentlich hĂ€tte der Wecker um 7:30 Uhr klingeln sollen – tat er aber nicht. Zum GlĂŒck hat mich dann die MorgendĂ€mmerung aufgeweckt, oder war es die schmerzende Schulterprellung? Egal – ich bin rechtzeitig wach, um mich auf die Marathonstaffel heute um 10:30 Uhr auf dem Tempelhofer Flugfeld vorzubereiten.

Der Blick aufs Außenthermometer lĂ€sst nichts Gutes ahnen: 1,8 °C. Etwa in der GrĂ¶ĂŸenordnung war auch die Wettervorhersage gewesen. Etwas Gymnastik im Bett zeigt mir, dass alles außer der Schulter soweit in Ordnung ist. Nun wird der Smoothie zubereitet, fĂŒr den ich gestern Abend bereits eine Samenmischung sowie NĂŒsse und TrockenfrĂŒchte eingeweicht hatte. Nun kommt das alles in den Mixer und dazu frischer Ingwer, etwas Zimt und Kakao sowie zwei Bananen und Wasser. Das wird gemixt und dann in zwei Halbliterflaschen abgefĂŒllt. Der Rest wird gleich verputzt.

Vegan Runner im EinsatzDie Vegan Runners haben fĂŒr heute vier Staffeln mit je fĂŒnf LĂ€ufern angemeldet. Der oder die erste soll 12 Km, der zweite 10, die dritte fĂŒnf, der vierte wieder 10 und die SchlusslĂ€ufer*in noch mal fĂŒnf Km laufen. UrsprĂŒnglich hatten wir zwei ErsatzlĂ€ufer vorgesehen, aber es haben sich schon zwei verletzt gemeldet. Es kommt also jetzt auf jeden einzelnen an, also auch auf mich. So packe ich dann noch WĂ€sche zum Wechseln ein und ziehe meine wĂ€rmsten Laufsachen an. Eine persönliche Bestzeit werde ich mir fĂŒr heute nicht vornehmen – ankommen ist alles.

Um 8:15 Uhr trinke ich den ersten halben Liter des Smoothie. Den anderen hebe ich mir fĂŒr nach dem Lauf auf. Daneben bringe ich noch selbstgemachten Humus fĂŒr das Schlemmen hinterher mit. Der Bus kommt pĂŒnktlich und bringt mich zum Potsdamer Bahnhof. Dort kaufe ich schnell noch drei Vollkornbaguette ein und springe in den Regionalexpress. Mit der U-Bahn fahre ich das letzte StĂŒck bis zur Paradestraße, da sind dann schon gefĂŒhlte 50 % der Reisenden LĂ€ufer, die mit mir aussteigen.

Um 9:45 Uhr kommen wir an und finden vor dem Hangar eine riesige Menschenmenge wartend, ohne dass ersichtlich ist warum. ZunĂ€chst denke ich, wir sind zu frĂŒh und es ist noch kein Einlass, aber dann bewegt sich die Masse doch ganz langsam auf eines der Tore zu. Es zeigt sich, dass dort eine Sicherheitskontrolle ist, die darauf wacht, dass kein Glas mit hinein genommen wird. Ich habe ein großes KĂŒchenmesser dabei, um das Baguette aufschneiden zu können und sorge mich darum, aber die ÜberprĂŒfung ist recht oberflĂ€chlich und mein Messer bleibt unentdeckt.

Beim Warten waren mir die ersten Vegan Runners begegnet und zusammen suchen wir nach unserem Sammelplatz. Andreas hatte fĂŒr uns ein strategisch gĂŒnstiges PlĂ€tzchen direkt am Zieleinlauf reserviert und war schnell gefunden. Gleich neben uns hatten sich die Spreeganer*innen eingerichtet, die in der Folge sehr kreativ fĂŒr Stimmung sorgten und auch ein reichhaltige Buffet anzubieten hatten.

Startnummern und Zeitmess-Chips der Vegan RunnersStartnummern und Zeitmessungs-Chips wurden verteilt und unsere StartlĂ€ufer begannen sich aufzuwĂ€rmen. Doch dann erfuhren wir, dass der Start um 30 Minuten verschoben wurde, weil noch nicht alle durch die SicherheitsĂŒberprĂŒfung gekommen waren. Kurioserweise waren einige von uns ĂŒber das Flugfeld gekommen und nicht kontrolliert worden. Soviel zur Sicherheit 


Doch dann ging es endlich los. Gestartet wurde in zwei Wellen, weil der Startbereich sehr eng war und 1.437 Staffeln am Start waren. Ich war als zweiter vorgesehen und nahm mir noch 55 Minuten Zeit, bevor ich mich bereit machte. Dann begab ich mich zur Wechselzone. Hier war es jetzt noch enger, weil die Laufbahn frei bleiben musste, und so standen die Leute in Sechserreihen vor mir und verdeckten meine Sicht auf die LĂ€ufer. Es gab zwar eine Riesenleinwand, auf die der Zieleinlauf projiziert wurde, aber der Einlauf in die Wechselzone war dabei abgeschnitten, sodass die Leinwand nur ablenkte aber nicht half. An deren Rand wurden die Startnummern der einlaufenden LĂ€ufer angezeigt, aber bei der Menge huschten die Zahlen viel zu schnell aus dem Bild. Dermaßen abgelenkt habe ich dann Antje erst nach einer Weile bemerkt und von ihr den lila Alustaffelstab ĂŒbernommen.

Die Strecke war im Wesentlichen wie im Vorjahr und musste zweimal durchlaufen werden. Es lief sich sehr schön, weil es trocken und nicht zu windig war. Die nach mir liefen wurden dann mit wechselnden VerhÀltnissen konfrontiert. Erst gab es mehr Wind, und nach etwa zwei  Stunden kam die Sonne durch und krönte so die Veranstaltung, aber weitere 60 Minuten spÀter fing es plötzlich an zu schneien und entwickelte sich zu einem richtigen Schneetreiben.

Spreeganer*innen und Vegan Runners GruppenfotoImmer wenn einer von uns oder von den Spreeganer*innen sich dem Ziel nĂ€herte, wurden wir in bester Cheerleadermanier von den Spreeganer*innen angefeuert. Sie hatten sogar grĂŒne Pompons mitgebracht und unterstĂŒtzen damit ihre Motions. Nach und nach kamen alle glĂŒcklich im Ziel an. Es wurde reichlich gefuttert und dazu gab es vom SCC spendierten Tee oder ein alkoholfreies Hefeweizen von Erdinger. Es gab sogar die Gelegenheit sich zu duschen, und dass ohne warten zu mĂŒssen. Die Möglichkeit hatte sich wohl noch nicht herumgesprochen.

Unsere Staffeln platzierten sich alle im Vorderfeld. Die erste wurde 73. in 3:03:44, die zweite 106. in 3:08:12, die dritte 297. in 3:26:54 und die vierte 489. in 03:36:33 und war damit noch fast im ersten Drittel. Die Spreeganer*innen hatten beeindruckende sieben Staffeln am Start, wovon eine eine Halbmarathonstaffel war.

Alle Bilder:

Berlin-Marathon, 27.09.15

Am 27.09.15 fand der 42. Berlin-Marathon statt. Ungeachtet der vielen „vereinslosen“ veganen LĂ€uferInnen, haben wir wieder die Recherche nach „Vegan Runners“, „Laufen gegen Leiden“ und „Spreeganer“ bemĂŒht.
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Fotos mit freundlicher Genehmigung von Leni Lecker
( lenilecker.de ).

Darss-Marathon, 26.04.15

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Birgit’s erster Marathon, 26.04.2015
(Ein Laufbericht von Birgit Leszinski.)

Ich liebe die Ostsee und den Darß und wollte dieses Jahr noch meinen ersten Marathon laufen. Also Urlaub in Prerow gebucht und mich zum Darß Marathon angemeldet
Und nach 16 Wochen Training hieß es:

LOP, KINNING! LOP! (plattdeutsch fĂŒr Lauf, Baby! Lauf!)

Es war eine tolle, kleine aber feine, gut organisierte Laufveranstaltung.
Nach dem vielen Regen am Samstag, Sonne/Wolken Mix, wenig Wind und gefĂŒhlte 15 Grad.
Die 42 km fĂŒhrten durch den Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“, kleine Orte, den urigen Darßwald und hoch oben auf der SteilkĂŒste zurĂŒck zum Ziel. Ein Traum von Landschaft! Unterwegs gab es so viel zu sehen u.a. Kraniche im „Tiefflug“.
FĂŒr GetrĂ€nke und Obst war ausreichend gesorgt, es gab 14!! Verpflegungspunkte.
So liefen sich die ersten 20 km recht leicht, ich war in netter Gesellschaft und „trödelte“ ein bisschen und ließ auch keinen Verpflegungspunkt aus.
Mit meinem Vegan Runner Shirt fiel ich oft positiv auf, es gab spontanen Zuspruch und ein blöder Spruch wurde entsprechend kommentiert.
Ab km 25 wurde es doch sehr anstrengend und da ich mal wieder Angst hatte nicht durchhalten zu können, bin ich langsamer gelaufen. Dann endlich Kilometer 40, jetzt hab ich noch mal richtig Gas gegeben und war fertig aber glĂŒcklich nach 04:31:33 h im Ziel.

Leider gibt keine Fotos vom Lauf mit mir, dafĂŒr ein Foto von mir (SteilkĂŒste Ahrenshoop).
Und Urkunde und die tolle Medaille


NĂ€chstes Jahr will ich wieder und deutlich schneller dabei sein!

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Veranstalter: darss-marathon.de

MaratĂł de Barcelona, 15.03.15

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Am Sonntag, 15. MĂ€rz, bin ich meinen ersten Marathon in Barcelona, meiner Heimat gelaufen:

(Ein Bericht von Ulises Rey)

Alles hat am 28. September 2014 angefangen. An diesem Tag war ich am Brandenburger Tor um Jasmin und die andere Vegan Runners anzufeuern. Leider habe ich verschlafen und ich konnte nur die Letzten LĂ€ufer sehen. War auch das erste Mal, dass ich einen Marathon beobachtet habe.. und ich war sehr beeindruckt. Alle waren so glĂŒcklich, mĂŒde oder todmĂŒde, aber alle glĂŒcklich, sehr froh. Abends habe ich recherchiert fĂŒr den nĂ€chsten Marathon. Ich wollte auf keinen Fall ein Jahr warten. Also, habe ich mich fĂŒr den Barcelona Marathon im MĂ€rz angemeldet.

Und der Tag kam. Mein Bruder ist auch mitgelaufen also sind wir zusammen dahin gegangen. Der Tag war sehr schön. Die Sonne schien sehr stark. Da waren viele Leute. Ich war sehr glĂŒcklich. Der Himmel war megablau, es gab Konfetti ĂŒberall und dann haben sie dieses Lied gespielt (https://youtu.be/Yqxd5u1Hvdk?t=2m58s) und PAM, ging los. Ich kann meine gefĂŒhle in diesem Moment wirklich nicht beschreiben…

Am anfang war alles relativ OK. Ich bin die erste km unter 5:00 min gelaufen und habe mich gut gefĂŒhlt.. dann langsam bin ich langsamer gelaufen… ich habe viele Bananen gegessen. Meine Stimmung war sehr gut, weil das Publikum mich un alle anderen sehr stark angefuert hat. Auch manche vegetarier/veganer haben mir gesagt „vinga vegĂ ! molt bĂ©!“ dadurch hatte ich noch bessere Laune 🙂

Freunde und Familie waren auch irgendwo neben der Strecke um mich anzuspornen und das hat mir immer wieder Energie gegeben.

Dann, gegen km 39 ist von hinter mir ein Typ gekommen, und hat gesagt „hey vegan runner, let’s go, let’s finish it together“. Er hieß Adam und war ein vegan runner aus U.K. Ich habe gesagt, „nö, lauf du weiter, ich kann deinem Rythmus leider nicht folgen“. Er ist weiter gelaufen aber ich habe versucht ihm zu folgen und ich habe es geschafft. Das Bild ist der Beweis. Er war der einzige andere Teilnehmer der als Vegan Runner angemeldet war. So, ein schöner Zufall.

ah, meine Zeit: 3h44min57s 🙂 5:20min/km 🙂

Bis bald!
Ulises Rey

Weitere Bilder: https://plus.google.com/photos/117715876512689123083/albums/6132321155312974657?authkey=CJLel-ft4pmMjQE

Dresden-Marathon, 19.10.14

Ein Laufbericht von Pit Reger:

Angemeldet hatte ich mich schon lange zuvor. Irgendwie hatte ich ĂŒber die langen Sommerferien fast vergessen, dass im Herbst noch 2 lange Rennen anstehen.
Im Oktober den Dresden Marathon und einen knappen Monat spÀter, den Trail Uewersauer von 53km in Luxemburg.

Nun war es also so, dass die erste HĂŒrde vor mir stand:

14_dresden01Ich machte mich per Autostopp von Berlin nach Dresden auf den Weg. Dank S-Bahn Streik, Autobahnstau kurz vor Dresden und der simplen Tatsache, dass ich auf der falschen Autobahn gestartet war, machten aus dem eigentlich kurzen Reise, eine etwas lÀngere Angelegenheit. Angekommen bin ich trotzdem und von Dresden bekam ich auch noch ein wenig was zu sehen.

Nachdem ich meine Startunterlagen abgeholt hatte, ass ich noch eine Portion Nudeln im Congresszentrum (Start- und Zielbereich des Marathons) um mich dann in Richtung Neustadt zu meiner Unterkunft zu begeben. Da die 5 Hostels die ich angerufen hatte, alle gnadenlos ausgebucht waren, bin ich kurzfristig noch bei einer Bekannten untergekommen. Am Abend gönnte ich mir noch eine SĂŒsskartoffelPizza im Flax in der Dresdner Neustadt, was entgegen aller Erwartung mehr als sehr lecker war. Jedem soll dieser Laden empfohlen sein.

Damit die ErzĂ€hlung etwas vorwĂ€rts kommt, ĂŒberspringe ich, und gleite elegant zum nĂ€chsten morgen: 10:30 war Start angesagt. Kurz nach 9 war ich wieder vor Ort. Ich war mehr als froh, als ich feststellte, dass es Pacemaker fĂŒr 3:15 gab. Da ich die 3:29 vom letzten Jahr in Warschau unbedingt toppen wollte, waren mir die von 3:00 zu schnell und die von 3:30 zu langsam. Also hiess es Zeugs abgeben, warm laufen und Start.
Alles lief super: es formierte sich schnell eine Gruppe von ca. 30 Leuten um die 3:15 Pacemaker. Das Rennen bestand aus 2 sehr Ă€hnlichen Runden. Nach der ersten kamen die Halbmarathon LĂ€ufer ins Ziel. Die Marathonis (deutliche Minderheit) gaben sich noch eine Runde. Bis km 26 lief es gut. Dann kam ein Streckenabschnitt am Elbeufer entlang wo es etwas windiger wurde, was dann auch noch durch eine leichte TempoverschĂ€rfung der Gruppe gekrönt wurde. Ich musste leider abreissen lassen. Es folgten einige harte Kilometer durch ein Wohngebiet, wo es im Vergleich zu vorher etwas ruhig war. WĂ€hrend bis dahin, mindestens an jedem Kilometer eine Sambagruppe fĂŒr Stimmung sorgte, waren es hier knappe 3 Kilometer wo Ruhe herrschte.

14_dresden02Ich hatte also meine MĂŒhe, ebenso wie die BefĂŒrchtung mein gestecktes Ziel nicht zu schaffen. Die 3:15 lief aus meinem Sichtfeld und ich schleppte mich weiter. Nach der nĂ€chsten Verpflegung schien sich mein Körper aber mit der Situation abgefunden zu haben und erholte sich langsam. Es wurde wieder lauter, je nĂ€her wir dem Ziel kamen und Zurufe wie „oh vegan, find ich gut“ motivierten mich.

Kilometer 38 und ich war zuversichtlich und konnte sogar wieder fast zu meinem Anfangstempo zurĂŒck finden. Nur die letzten 500Meter waren grauenhaft. Der einzige und letzte leichte Anstieg gaben mir den Rest: Meine Schulter verkrampfte und alles schmerzte. Irgendwie rettete ich mich dann doch ins Ziel. Die Zeit blieb bei sehr zufriedenstellenden 3:23:34 stehen. Ca. 6 Minuten besser als noch im Vorjahr. Und die Bestzeit meines Vaters hatte ich damit auch pulverisiert.

Zwar finde ich es leicht schade, dass ich die Gruppe mit meiner Optimal Zeit von 3:15 hab laufen lassen, aber das ist dann wohl das Ziel fĂŒr nĂ€chsten FrĂŒhling. FĂŒr mich galt es nur noch die Massage zu finden und mich schnell wieder zu erholen. In einem Monat werden es noch 11 Kilometer und eine Menge Höhenmeter mehr sein. (www.trail-Uewersauer.lu)

Alles in allem, ein sehr tolles Rennen: Organisation sehr gut, herzliches Danke an die Pacemaker die mir sehr viel geholfen haben, gutes Essen, tolle Stadt, gute Begleitung (Lena und Marie) und super Zeit.

Vegan? LĂ€uft!

P.s. Heute (Mittwoch) sind die Beine schon fast wieder schmerzfrei. MuskulÀr habe ich mich deutlich schneller also noch letztes Jahr erholt.

Hier noch die Ergebnisse

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Berlin-Marathon, 28.09.14

14_berlinmarathonEin Erlebnisbericht von Jette (Henriette Leder):
Gestern war ein wichtiger Tag in meinem Leben, wohl das grĂ¶ĂŸte sportliche Erlebnis bisher. Wer mich noch aus der Schulzeit kennt, weiß, dass ich immer vom Schulsport befreit war. Vor 4-5 Jahren habe ich mit dem Laufen angefangen, gestartet bin ich bei null, gehend, konnte keine 2 minuten joggen und gestern bin ich meinen allerersten Marathon gelaufen. Ich hĂ€tte nie fĂŒr möglich gehalten, dass ich 42,195 km am StĂŒck laufen kann, aber ich habe es geschafft. Trotz Trainingstief in den letzten Wochen und den Gedanken ans Aufgeben bin ich an den Start beim 41. Berlin Marathon gegangen und es war die beste Entscheidung, die ich je treffen konnte, denn was ich erleben durfte, ist unbeschreiblich.
Am Morgen lief erst einmal alles schief, was schief laufen konnte, Pulsuhr nicht geladen, schnell nachladen und daher zu spĂ€t. Ich war froh, dass Verena an meiner Seite war, so war meine Aufregung nicht mehr ganz so groß. Sie ist eine unglaublich tolle und starke Frau, die mich aufgebaut hat in den letzten Wochen und mein sportliches Vorbild ist
Irgendwann in der Startzone, alles irgendwie surreal. Da stehen knapp 40.000 Menschen mit mir hier, ich laufe gleich einen Marathon. Verena geherzt, viel GlĂŒck gewĂŒnscht. Die Stimmung, das Wetter ist großartig. Es geht los. Start. Klick auf die Pulsuhr
.damn, Ding geht nicht an. Mist, GPS Sensor der Garmin ist auch entladen. Also keine Uhr, was sollÂŽs, es lĂ€sst sich nicht Ă€ndern. Die ersten 5 km im Vollrausch, ich bekomme nichts mit, ich laufe einfach. GanskörpergĂ€nsehaut, die hielt bis km 17-18, ich erlebe alles wie im Film. Überall Menschen, die jubeln, die tanzen, die Stimmung ist grandios
 Ich werde jetzt nicht alles erzĂ€hlen, ich wĂŒrde die HĂ€lfte vergessen, aber es haben so viele Menschen mir zugejubelt, waren fĂŒr mich da, haben angefeuert, haben stundenlang gewartet. Ich sehe selbstgebastelte Plakate mit meinem Namen, noch nie hat jemand ein Plakat fĂŒr mich gebastelt
Wow.
Man sagt, dass man kurz vor seinem Tod das eigene Leben vorbeizieht. Ich hatte gestern das GlĂŒck, dass auf meiner persönlichen Reise ein Teil meines Lebens an mir vorbeigezogen ist und vor allem, dass die Menschen dabei waren, die ein Großteil meines Lebens ausmachen und die ich ĂŒber alles lieb habe. LangjĂ€hrige Freunde, Spreeganer (die absolut endgeilste Vegangruppe Berlins, die einen wahrhaft einzigartigen Support organisiert haben und die mich quasi ins Ziel getragen haben), ehemalige und derzeitige Arbeitskollegen, die Buddhisten des Zentempels, in dem ich manchmal meditiere, KĂŒnstler- und Lauffreunde und Menschen aus meiner freiwilligen Arbeit. Es hat mir bewusst gemacht, wie viele wunderbare Menschen ich in meinem Leben haben darf und ich danke euch fĂŒr all eure positive Energie. Ein besonderer Dank geht an Flo, Tabea, Eva (12 km!!!), Melly und Louise, die alle ein StĂŒck mit mir gelaufen sind und mir dabei Mut und Motivation zugesprochen haben. Das tat unheimlich gut. Ich konnte quasi ab km 17 nicht mehr aufgeben, da ihr da wart. Die letzten 2-3 km bin ich wieder im Film gelaufen, bei km 41 steht das endgeile Spreeganersupportteam alle DĂ€mme brechen. All die Ängste und Anspannungen der letzten Wochen lösen sich, alles ist vergessen und da ist es das Brandenburger Tor
endlich. Mir laufen die TrĂ€nen und jetzt ist nix mehr mit Gehen, ich renne
Ich renne, es ist der Hammer
Durchs Brandenburger Tor, welche AtmosphĂ€re, noch 195 m und ich bin im Ziel. Ich habe GĂ€nsehaut, mein Herz schlĂ€gt mir bis zum Hals, mir laufen die TrĂ€nen. Durchs Zie…l ich bin happy, absolut endgeil. Matthias, der mich die letzten Monate trainiert hat, hĂ€ngt mir die Medaille um, ich falle ihm in die Arme. Ich bin erschöpft, aber stolz. Dieser Moment war so großartig, 5h 26 min hat meine Reise gedauert und ich bin stolz, dass ich es geschafft habe.

Dieser Tag wird immer in meinem Herzen bleiben und ich bin Euch allen dankbar, dass ihr dabei oder mental bei mir wart.
Ihr seid grandios! (Hoffe, ich habe niemanden vergessen)

Und niemals aufgeben, man kann alles schaffen, was man sich ertrÀumt. Es beginnt alles mit einem kleinen Schritt.

Weitere Ergebnisse anderer veganer LĂ€ufer:
marathon1
*Stichwortsuche „veg“ und „laufen gegen leiden“

Veranstalter-Seite: http://www.bmw-berlin-marathon.com/
Ergebnisse: http://results.scc-events.com/2014/

Frankfurt Marathon 2013: StĂŒrmisch und dynamisch das Wetter und die Veganer_innen

A BIG THANK YOU to the other vegans from around the world who joined us – whether we met or not 🙂

We hope to see you again some other time – maybe in Berlin next year? Just let us know at bewegung@veganrunners.de!

Am 27. Oktober fand der 32. Frankfurt Marathon statt. Mit dabei ganz schön viele Veganer_innen. Das Wetter war durchwachsen angekĂŒndigt, also hatten wir lange und kurze Sachen im GepĂ€ck. Das Training war mal wieder nicht planmĂ€ĂŸig gelaufen – wĂ€hrend Matze arbeitsbedingt (und wie immer trainingsfaul) nur 1-2 Mal in der Woche eine Parkrunde gedreht hatte, hatte ich immerhin 4 LĂ€ufe ĂŒber zwei Stunden in den letzten drei Monaten.

Die FesthallenatmosphÀre im Ziel
Die FesthallenatmosphÀre im Ziel (Foto: Tom)

Allerdings wĂ€re es mir wohler gewesen, ich hĂ€tte mehr auf meinem Trainingsplan abhaken können. Aber zwei Wochen vorher waren wir noch Wandern gewesen auf langen, teilweise nicht ganz einfachen,  Etappen und wir beschlossen, damit unsere „langen LĂ€ufe“ ausreichend abgehakt zu haben. Außerdem fahren wir ja ohne Auto eh alles mit dem Rad, das muss ja auch helfen, und wenn nicht, lernen wir die Frau mit dem Hammer wenigstens mal kennen.

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