Halbmarathonstaffel – Die Vegan Runners sind dabei

MĂ€rkische Allgemeine: „Halbmarathonstaffel – Die Vegan Runners sind dabei“; am 29.08.16 berichtete das Blatt ĂŒber unseren bevorstehenden Einsatz bei der Halbmarathonstaffel in Potsdam. Nachzulesen unter: http://www.maz-online.de/Nachrichten/Sport/Die-Vegan-Runners-sind-dabei

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Textversion:

Potsdam

Sie sind bei den Laufveranstaltungen in der Region mit ihren schwarzen Trikots und dem grĂŒnen Brustring mit der Aufschritt „Vegan Runners“ kaum zu ĂŒbersehen.

AuffĂ€llig ist, wie viel Spaß die HobbylĂ€ufer miteinander haben. Der wird ganz sicher am Mittwoch bei der Halbmarathonstaffel – fĂŒnf LĂ€ufer bilden ein Team – anlĂ€sslich der Barmer-GEK-City-Night nicht zu kurz kommen. Wenn um 19 Uhr auf dem Bassinplatz der Startschuss fĂ€llt, dann wird die Laufgemeinschaft Vegan Runners Berlin-Brandenburg-International mit ĂŒber 20 LĂ€ufern vertreten sein.

Mit mehreren Staffeln am Start

Frank Spade, der im Potsdamer Ortsteil Neu Fahrland wohnt, hat die Frauen und MĂ€nner um sich geschart und fĂŒr die Staffel in Potsdam geworben. „Wir schauen mal, dass wir möglichst in allen Kategorien vertreten sind. Also in der Firmen-, in der Mixed-, in der MĂ€nner- und in der Frauen-Staffel sind wir sicher dabei. Vielleicht kommt noch ein fĂŒnftes Team hinzu. Davon ist dann abhĂ€ngig, in welcher Staffel ich mitlaufe“, erklĂ€rt der 65-JĂ€hrige, der seit 50 Jahren die Laufschuhe schnĂŒrt und seit ĂŒber 30 Jahren vegan lebt.

„Ich stamme aus Niedersachsen, habe lange in Hamburg und den USA gelebt“, erzĂ€hlt der drahtige Mann, der sich beruflich beim HumanitĂ€ren Verband mit PatientenverfĂŒgungen beschĂ€ftigt. „Die Vegan Runners sind eine informelle Laufgemeinschaft und ĂŒber Facebook stĂ€ndig im Austausch. Wir sehen uns als Botschafter einer pflanzenbetonten, gesunden Lebensweise“, berichtet Spade. Seit zwölf Jahren sind die Vegan Runners lĂ€uferisch aktiv. „Wir wollen zeigen, dass gute Leistungen und Freude am Laufen auch ohne den Konsum tierischer Produkte möglich sind.“

Hinterher gibt es ein leckeres Picknick

Das konnten sie bereits unter Beweis stellen. So belegten die Vegan Runners 2014 in der Firmenwertung bei der Halbmarathonstaffel den zweiten Platz. „Wir wollen aber nicht nur zeigen, wie schnell wir sind. Hinterher setzen wir uns auf dem Bassinplatz noch zusammen, dann gibt es ein buntes veganes Picknick und genĂŒgend Zeit zum Schnacken“, berichtet Spade. Neben Obst und GemĂŒse – die MohrrĂŒbe darf nicht fehlen – bringen die Lauffreunde auch selbstgebackenen Kuchen oder Trockenobst mit. Dabei kommen sie schnell mit Nicht-Veganern ins GesprĂ€ch und stoßen bei Neugierigen bezĂŒglich ihrer Lebensweise auf Interesse. „Wir haben da keine BerĂŒhrungsĂ€ngste, wollen kein elitĂ€rer Club sein“, versichert Spade.

Info: Weitere Informationen zur Halbmarathonstaffel unter www.potsdamer-laufclub.de

Von Peter Stein

Veganes Sommerfest und StadtLauf Berlin, 21.08.16

Veganes Sommerfest und StadtLauf Berlin am 21.08.16
Ein Bericht von Constanze

Am Sonntag, den 21.08.2016 lief ich gemeinsam mit vielen anderen Vegan Runners, SpreeganerInnen und LĂ€uferinnen von Laufen gegen Leiden (LgL) den 8. StadtLauf Berlin von SportScheck und BMW. Zudem fand von Freitag bis Sonntag (19.-21.08.) auf dem Alexanderplatz das vegane Sommerfest statt, wo sowohl die Vegan Runners als auch Laufen gegen Leiden mit einem Informationsstand vertreten waren. Ich hatte am Freitag VR-Standdienst und war an allen drei Tagen als Besucherin auf dem Fest, so dass ich ein aufregendes Wochenende mit vielen Begegnungen, netten GesprĂ€chen und auch ein wenig Sport erlebte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön

– an Felix fĂŒr die Idee, die Anmeldung und dafĂŒr, dass er Tag fĂŒr Tag allen Interessierten Rede und Antwort stand und das wirklich -entschuldige das Wortspiel- mit einer Engelsgeduld

– an Frank, der die Initiative ergriff und Flyer drucken ließ, die weggingen wie warme Semmeln

– an Guido und Kathrin, die ihren Farbdrucker heiß laufen ließen, beim Aufbau halfen und mit deren Fotos wir eindrucksvoll demonstrieren konnten, dass wir lieben was wir tun

– an Andrea und Jan von den Spreeganern, die mit ihrem Pavillon dafĂŒr sorgten, dass wir vor Regen, von dem es an diesem Wochenende leider reichlich gab, einigermaßen geschĂŒtzt waren

Und nicht zuletzt ein Dankeschön an alle, die den Stand vor Ort unterstĂŒtzten! Ich denke, wir haben uns gut prĂ€sentiert, so dass uns demnĂ€chst hoffentlich ein grĂ¶ĂŸer Zustrom an MitlĂ€uferInnen erwartet.

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Bereits im Vorfeld zum StadtLauf gab es einige Aufregung – N24 hatte sich gemeldet und wollte einen kurzen Beitrag ĂŒber uns drehen. Also trafen sich am Wettkampftag um 8:30 Uhr brav alle interessierten LĂ€uferInnen in ihren Laufshirts mit veganer Message im Startbereich. Zuvor noch ein wenig Verunsicherung, denn der Veranstalter schreibt auf der Homepage, dass das in der AnmeldegebĂŒhr inkludierte Funktionsshirt als „Startberechtigung“ dient. Die Ängstlichen unter uns (so wie ich) zogen es also vorsichtshalber unter ihr Vegan-Shirt, aber einige mutige und weise LĂ€uferInnen wussten zu berichten, dass bisher noch niemand ausgeschlossen wurde, weil er das Veranstalter-Shirt nicht trug.
Mit einiger VerspĂ€tung trafen wir also die Verantwortlichen im Startbereich. Felix wurde interviewt, wĂ€hrend wir hinter dem VR-Banner eine gute Figur machten. Nachdem alles fertig gedreht war, wurde von Auge noch schnell ein Erinnerungsfoto samt TV-Crew geschossen und dann blieben uns noch ganze fĂŒnf Minuten fĂŒrs Einlaufen, was der eine oder andere zugunsten eines letzten Toilettengangs jedoch komplett ausfallen lassen musste. Im angekĂŒndigten Beitrag kamen wir dann schlussendlich nicht vor, worĂŒber wir im Nachhinein eigentlich eher froh sein sollten. Felix‘ Argumente waren wohl zu stichhaltig und passten nicht in den ansonsten eher kritischen und wenig aussagekrĂ€ftigen Beitrag. Haken wir es also als „viel Aufregung fĂŒr nix, dafĂŒr aber um einige Erfahrungen reicher“ ab.

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Nun aber zum eigentlich Lauf, das ist ja schließlich ein Laufbericht:

Nachdem ich zuvor noch meinte, dass das Wetter nahezu ideal war, verschwanden pĂŒnktlich zum Start die Wolken und offenbarten eine strahlende Sonne. So musste ich diese Aussage dann bereits nach wenigen Kilometern und einigen sehr sonnigen Abschnitten revidieren. Wie ungĂŒnstig, dass ich nun auch noch zwei Shirts ĂŒbereinander trug. Ich hatte es zwar geahnt, aber eine fehlende Taschenaufbewahrung ließ auf die Schnelle dann auch keine andere Option mehr zu. Das ist im Übrigen ein großer Kritikpunkt meinerseits am Veranstalter, aber darum soll es hier nicht vordergrĂŒndig gehen. Durch die zuvor entstandene Zeitnot reihte ich mich zusammen mit Stefanie von LgL ziemlich weit hinten ein. Durch das Nichttragen des Einheitsshirt fĂŒhlt man sich inmitten der anderen LĂ€uferInnen schon irgendwie wie ein abtrĂŒnniger Lemming. Aber damit kann ich leben. Denn wir #laufenfĂŒrdietierenichtfĂŒrsportscheck (vielen Dank, Anika, fĂŒr diesen grandiosen Hashtag!). Nachdem ich irgendwann endlich die Startlinie passierte, hieß es ĂŒberholen, ĂŒberholen, ĂŒberholen. Und das am laufenden Band. Die Straßen waren recht eng und meine Laune sank. Ich war regelrecht genervt, was dann auch dafĂŒr sorgte, dass ich viel zu schnell anging. Wut-Pace quasi. Kennt vielleicht der/die eine oder andere. Da ich am Morgen mit heftigen Halsschmerzen aufgewacht bin, rĂŒckte ich bereits im Vorfeld von meiner eigentlichen geplanten Zeit ab und wollte schauen, was möglich ist. Dass ich ĂŒberhaupt gestartet bin, ist meiner eigenen Unvernunft zuzuschreiben und sollte besser nicht nachgemacht werden, denn heute (am Tag danach) liege ich so richtig flach! Ich bin also deutlich zu schnell angegangen und dann kam Heiko des Weges, mit dem ich genau einen Kilometer in 4:40 Minuten mithalten konnte, bevor ich ihn ziehen lassen musste. Dieses Tempo stellte sich fĂŒr meinen angeschlagenen Gesundheitszustand als deutlich zu schnell heraus, obwohl es genau das gewesen wĂ€re, was der Trainingsplan ursprĂŒnglich vorsah. Aber mit Marathon vor den Augen, blitzte dann doch etwas auf, was man mit viel Wohlwollen vielleicht als Vernunft bezeichnen könnte. Nachdem der SCC im Vorhinein die neue StreckenfĂŒhrung als sehr flach und bestzeitentauglich beworben hatte, habe ich mich ĂŒber die (gefĂŒhlten?) Anstiege etwas gewundert. Aber ich bin was das angeht auch sehr empfindlich und nicht das Maß aller Dinge. Mir sind ja die Rehberge im Wedding schon zu bergig 😉 Insgesamt hat mir dieses Rennen ziemlich viel abverlangt und das hohe Anfangstempo rĂ€chte sich sehr schnell. In einer „steilen“ Phase am Botanischen Garten, in der ich gerade ziemlich genervt war (irgendwo zwischen km 6 & 7), passierte ich die Limonenstraße. Da fiel mir diese blöde Weisheit ein. FĂŒr die restliche Strecke wurde also folgendes mein Mantra: Wenn dir das Leben Limonen beschert, mach Limonade draus. Oder so Ă€hnlich. Keine Ahnung warum, aber das heiterte mich auf und ließ mich das Rennen durchhalten, obwohl ich nach der ersten Runde wirklich kurze Zeit ans Aufgeben dachte und mich fragte, warum ich nicht einfach im Bett geblieben bin. Also bin ich den zweiten Teil in der Konsequenz deutlich langsamer gelaufen, aber ich habe es geschafft und meine HM-Bestzeit sogar noch um knappe zwei Minuten verbessern können.

Ergebnisse:
Ergebnisse VM
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Ergebnisse HM
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16_sommerfest_stadtlauf05Das Wochenende hat mir folgendes gezeigt: Ich bin unglaublich froh, ein Vegan Runner zu sein und fĂŒhle, dass ich in der Gemeinschaft angekommen bin. Nicht, dass ich dieses GefĂŒhl nicht schon vorher hatte, aber es hat sich durch die vielen tollen Erlebnisse und Begegnungen auf und neben der Strecke sowie auf dem Fest noch intensiviert. DarĂŒber hinaus freue ich mich ĂŒber die friedvollen und bereichernden Kooperationen bzw. gemeinsamen Aktionen mit den LĂ€uferInnen von Laufen gegen Leiden und den SpreeganerInnen. Wir verfolgen alle dasselbe Ziel – let’s spread the message!

Vegan ist im Rennen

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Potsdamer Neueste Nachrichten: „Vegan ist im Rennen“; am 16.10 berichtete das Blatt ĂŒber Frank Spade, ĂŒber seinen Weg zum Veganismus und seinen Einsatz bei den Vegan Runners. Nachzulesen unter: http://www.pnn.de/regionalsport/901974/
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Kleine Richtigstellung des Artikels:
„Sehr schön, nur leider hat der Journalist meinen Namen verhunzt, denn ich heisse nicht Sparde oder Barde, sondern Spade. Daneben hatte ich nicht meinen Feldwebel sondern meine Feldwebel beeindruckt, denn ich war als Erkundungsoffizier und Leutnant deren Vorgesetzter. Last but not least war ich nicht Hausmeister in einem Kindergarten, sondern GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Mann fĂŒr alles in der Montessori-KindertagesstĂ€tte meiner amerikanischen Frau.“ Frank Spade.

Textversion:
Vegan ist im Rennen
von Peter Könnicke
Frank Spade isst seit 30 Jahren kein Fleisch. Am Laufen hat ihn das nie gehindert. Mit 65 will er beim Marathon starten

Was draufsteht, ist auch drin, sagt Frank Spade, wenn er MitlĂ€ufer ĂŒberholt und diese ihm fragend hinterherschauen wegen seines schwarz-grĂŒnen Trikots mit dem Aufdruck „Vegan Runners“. „Vegan?“, mag manch einer denken, „da kann doch nicht viel drinstecken.“ „Und ob“, sagt Spade, „ich krieg mit veganer ErnĂ€hrung alles, was ich brauch.“

Fleischlose ErnĂ€hrung ist hip. In Presseshops fĂŒllt gleich ein halbes Dutzend Zeitschriften mit vegetarischen und veganen Rezepten die Regale. Aktuelle Ausgaben beschĂ€ftigen sich mit dem Thema „Vegan & Sport“ und dem möglichen Zusammenhang zwischen sportlicher Leistung und vegetarischer ErnĂ€hrung. FĂŒr Frank Spade ist die Frage lĂ€ngst beantwortet: „NatĂŒrlich bin ich fitter, weil ich mich vegan ernĂ€hre“, sagt der 63-jĂ€hrige Potsdamer. Genauso denken seine Mitstreiter der „Vegan Runners Berlin-Brandenburg“. Die Laufbewegung der Vegan Runners hat in England ihren Ursprung und gibt es inzwischen auf der ganzen Welt. Die deutsche Sektion wurde vor sieben Jahren von der Berlinerin Andrea Hayn gegrĂŒndet, im Mailverteiler stehen inzwischen 110 Adressen, zum harten, laufenden Kern gehören 25 Frauen und MĂ€nner, darunter eine Potsdamer Gruppe.

Es gibt zahlreiche prominente Beispiele fĂŒr Sportler, die sich vegetarisch oder vegan ernĂ€hren, und dabei einen engen Zusammenhang zwischen höherer LeistungsfĂ€higkeit durch ein besseres Regenerationsvermögen betonen. Der Triathlet Dave Scott gehört dazu, der – als Vegetarier – sechsmal Ironman-Weltmeister wurde und selbst mit ĂŒber 40 Jahren noch zur absoluten Weltspitze gehörte. Der derzeit wohl populĂ€rste Athlet in der veganen Sportszene ist Matt Frazier. In seinem Bestseller „No Meat Athlete“ beschreibt der US-Amerikaner seinen Wandel vom Fastfood-Junkie zum Veganer und vom Couch-Potato zum Ultramarathoner.

Frank Spade war nie ein internationaler SpitzenlĂ€ufer, gleichwohl: Die 25 Kilometer lief er im Alter von 35 Jahren unter beachtlichen 90 Minuten. Dass er ein Ausdauertyp war, habe er schon in der Schule gemerkt, spĂ€ter habe er bei der Bundeswehr seine Feldwebel mit seiner guten Kondition beeindrucken können. WĂ€hrend seiner Armeezeit bekam er auch erstmals eine Ahnung, welchen Einfluss eine gesunde ErnĂ€hrung auf seinen Körper haben kann. Nach einer Blinddarm-EntzĂŒndung empfahl ihm der Stabsarzt, beim Essen auf alles zu verzichten, was den Heilungsprozess verzögert. „Und ich dachte mir, dass ich das dann wohl auch tun sollte, wenn ich gesund bleiben will“, sagt Spade. Also begann er sich mit gesunder bis hin zu vegetarischer ErnĂ€hrung zu beschĂ€ftigen. „An der Uni habe ich mein eigenes MĂŒsli gemixt und sogar verkauft“, erzĂ€hlt er.

Die ersten Gedanken ĂŒber die ethische Komponente seines Speiseplans machte sich Frank Spade wĂ€hrend seiner Hochzeitsreise nach Israel. Da habe er zum ersten Mal eine HĂŒhner-Legebatterie gesehen. „Dabei war das Tierleid das eine“, sagte er. Aber sein ausgeprĂ€gtes humanistisches Weltbild habe ihn auch fragen lassen, was mit den Menschen passiert, die in solchen Zucht- und Mastanstalten arbeiten und die Tiere schlachten. „Wie verroht und abgestumpft mĂŒssen die sein?“

Wegen eines Jobs zog der Informationswissenschaftler in die USA, arbeitete dort zunĂ€chst fĂŒr eine Nachrichten-Agentur, spĂ€ter als GeschĂ€ftsfĂŒhrer in einem Kindergarten, dann als IT-Manager fĂŒr einen Naturkost-Supermarkt. Bei all den Wechseln blieb die Einstellung fĂŒr eine ErnĂ€hrung ohne Fleisch. „Seit 30 Jahren lebe ich vegan“, sagt Spade. Dabei verheimlicht er nicht, dass er mit der bekanntesten Mangelerscheinung, die bei veganer ErnĂ€hrung auftreten kann und von Kritikern immer wieder angefĂŒhrt wird, kurze Zeit Probleme hatte: dem Mangel an Vitamin B12, das nur in tierischen Nahrungsmitteln enthalten ist. Das Defizit habe er durch eine Zahncreme, in der das wichtige Vitamin enthalten ist, ausgleichen können.

Und am Laufen habe ihn seine vegane Lebensweise nie gehindert. „Ich bin immer weitergelaufen, egal wo ich war. Und gesund geblieben bin ich auch“, sagt Spade. Derzeit sei sein wöchentliches Laufpensum nicht allzu hoch, „30 bis 40 Kilometer“, sagt er. Im kommenden Jahr soll es wieder etwas mehr werden, weil er ein grĂ¶ĂŸeres Ziel vorbereiten möchte. „Mit 65 will ich Marathon laufen“, sagt Spade. Es wĂ€re sein erster.

Erschienen am 16.10.2014 auf Seite 22

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Vegan Runners im Interview

In der Mai/Juni 2014 Ausgabe der „Vegetarisch Fit“ gab es einen Artikel ĂŒber die Vegan Runners Berlin/Brandenburg.

Vegetarisch Fit – Bericht:

VF3-coverEine Karotte als Staffelstab

Veganer sind blass und unterernÀhrt? Von wegen! Bestes Beispiel sind die Vegan Runners aus Berlin. Sie ernÀhren sich komplett ohne tierische Produkte und laufen den meisten anderen trotzdem davon.

Was haben der neunfache Leichtathletik-Olympiasieger Carl Lewis aus den USA und der kanadische Ironman-Gewinner Brendan Brazier gemeinsam? Sie beide sind Veganer – und trotzdem sportlich Ă€ußerst erfolgreich. Dass sich Veganismus und sportliche Höchstleistungen nicht gegenseitig ausschließen, wollen auch die Vegan Runners aus Berlin beweisen. In Laufschuhen demonstrieren sie, dass der typische Veganer eben nicht blass und unterernĂ€hrt, sondern gesund und fit ist.

Andrea Hayn hat die Gruppe 2007 ins Leben gerufen. Die 37-JĂ€hrige hatte damals mit Bekannten eine vegane Staffel auf die Beine gestellt. Mit der Zeit schlossen sich immer mehr LĂ€ufer der Bewegung an. „Mittlerweile stehen 110 Personen auf unserem Verteiler“, erzĂ€hlt Hayn, „wobei der harte Kern aus 25 LĂ€ufern besteht.“ Darunter finden sich MĂ€nner und Frauen aller Altersklassen, vom HobbylĂ€ufer bis zum Marathon-Ass. Sie alle treffen sich regelmĂ€ĂŸig bei WettkĂ€mpfen, gelegentlich wird auch gemeinsam trainiert. Als Staffelstab dient eine Karotte. „Aus Plastik“, sagt Andrea Hayn und lacht. „Damit wir nicht wĂ€hrend des Rennens hineinbeißen.“

– Mit Spaß fĂŒr die gute Sache –
„Mit den Vegan Runners verbinden wir zwei Dinge, die uns allen am Herzen liegen: das Laufen und die Rechte der Tiere“, sagt sie. Die Berliner haben Spaß am gemeinsamen Sport und setzen sich dabei noch fĂŒr eine gute Sache ein. Damit Außenstehende die Gruppe auch erkennen können, tragen die Mitglieder bei Laufveranstaltungen das schwarz-grĂŒne Trikot der Vegan Runners. Ein Motiv, das sie sich von der britischen Organisation Vegan Runners UK abgeschaut haben. „Ich werde hĂ€ufig darauf angesprochen“, berichtet Andreas Augstein. Als der 34-JĂ€hrige vor kurzem bei einem Crosslauf mĂŒhelos an einem anderen Teilnehmer vorbeizog, habe dieser ganz schön daran zu knabbern gehabt, ausgerechnet von einem Veganer ĂŒberholt worden zu sein.

Auch in Potsdam gibt es seit lĂ€ngerem eine vegane Laufgruppe, eine weitere in Leipzig steht in den Startlöchern. „Neulinge sind jederzeit willkommen“, sagt Andrea Hayn. Einzige Voraussetzung: Sie sollten eine Begeisterung fĂŒrs Laufen mitbringen und einen veganen Lebensstil verfolgen oder ihm gegenĂŒber zumindest aufgeschlossen sein. „Wir geben auch gerne Hilfestellung fĂŒr Sportler, die auf dem Weg zum Veganer sind“, sagt Andrea Hayn. Auch sie selbst war zunĂ€chst 13 Jahre lang Vegetarierin. Doch je mehr sie sich mit dem Thema ErnĂ€hrung sowie den HintergrĂŒnden der Lebensmittelproduktion beschĂ€ftigte, desto mehr wuchs die Erkenntnis, dass ihr das allein nicht mehr genĂŒgte. „Ich war erstaunt, wie gut mein Körper die Umstellung zu einer veganen Lebensweise verkraftet hat“, sagt sie. Auch nachdem sie vor acht Jahren mit dem Laufen anfing, hatte sie keine gesundheitlichen Probleme oder Mangelerscheinungen. Im Gegenteil – sie wurde ĂŒber die Jahre immer schneller. „Am Anfang bin ich wirklich gruselige Zeiten gelaufen, drei Kilometer in 30 Minuten“, erzĂ€hlt sie. Inzwischen startet sie beim Halbmarathon und peilt ihren ersten Marathon an.

– Problemlos immer schneller –
Andreas Augstein hat schon mehrere Rennen ĂŒber die klassische Distanz von 42,195 Kilometer absolviert. Der Polizist war immer schon sportlich aktiv, doch erst seit er 2011 zum Veganer wurde, geht es ihm wirklich gut. Die Arthrose, die ihn frĂŒher oft behinderte, ist verschwunden, sein Cholesterinwert gesunken, seine Eisenwerte sind sehr erfreulich. Auch ohne tierische Produkte macht Augstein beim Laufen nicht schlapp. Denn viele vegane Lebensmittel sind fĂŒr Sportler optimal. „NĂŒsse und Mandeln liefern ausreichend Mineralstoffe und Eiweiß, in Bananen sind massig Kohlenhydrate enthalten, in HĂŒlsenfrĂŒchten viel Protein, teilweise sogar mehr als in Fleisch“, erklĂ€rt Karsten Reiter von der Potsdamer Sektion der Vegan Runners. „Ich kenne niemanden, der auf Grund seines veganen Lebensstil Probleme mit dem Sport und einer ausreichenden ErnĂ€hrung hat“, sagt er. Reiter lebt aus ethischen GrĂŒnden schon seit ĂŒber 20 Jahren vegan. Zum LĂ€ufer wurde er erst spĂ€ter. „Im Sportunterricht bin ich immer der Loser gewesen“, erzĂ€hlt der 42-JĂ€hrige. Als Vegan Runner ist er nun jedoch voll durchgestartet.
Philip HĂ€fner

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Vielen Dank an dieser Stelle an den Autor Philip HĂ€fner und den Fotografen Andreas Schwarz fĂŒr den kurzweiligen Vormittag und das spannende Foto-Shooting!
Die Vegetarisch Fit erhaltet Ihr im gut sortierten Zeitungshandel, ReformhĂ€usern, BiomĂ€rkten oder natĂŒrlich im Abonnement.

Alle Fotos von Andreas Schwarz:


Mit freundlicher Genehmigung, Andreas Schwarz: Homepage | Facebook.

Links:
‱ www.vegetarischfit.de
‱ www.philip-haefner.de
‱ www.andreasschwarz.net

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MAZ: Potsdamer Nachtlauf und die Vegan Runners

Quelle: MĂ€rkische Allgemeine; 28.08.2013: Schnellen Fußes durch die Stadt.
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Schnellen Fußes durch die Stadt
(Breitensport) 117 LĂ€ufer-Staffeln haben heute fĂŒr die 12. City Night gemeldet / Startschuss gĂ€llt um 19 Uhr
Von Ralf ThĂŒrsam
POTSDAM | Sie kommen immer wieder. Denn das Flair des Potsdamer Nachtlaufs mögen sie nicht missen. Auch die Vegan Runners lassen daher nicht locker und haben sich heute zur 12. Barmer GEK City Night, den die Gesundheitskasse gemeinsam mit dem Potsdamer Laufclub (PLC) auf die Beine stellt, angemeldet. Die muntere Truppe um Kira Rehfeld beteiligt sich bereits zum dritten Mal. „Wir bringen zwei Teams an den Start“, erzĂ€hlt die 30 Jahre alte Organisatorin. Die Physikerin, die am Potsdamer Institut fĂŒr Klimafolgenforschung tĂ€tig ist, aktiviert ihre Begleiter per E-Mail. Derzeit stehen 13 Sportler aus Berlin und Brandenburg in ihrer Liste. „Wir sind gut vernetzt, treffen uns aber ert kurz vor Beginn des Laufes.“ Der Startschuss fĂŒr die nunmehr zweite Halbmarathonstaffel fĂ€llt heute um 19 Uhr in der Potsdamer Innenstadt. FĂŒnf Sportler einer Staffel treten bei dem Rundkurs um den Bassinsplatz ĂŒber 21,0975 Kilometer an. Jeder Starter absolviert vier Runden und legt dabei 4,2195 km zurĂŒck.
Diese Distanz dĂŒrfte fĂŒr Kira Rehfeld eher etwas zu kurz bemessen sein. „Ich komme ja mehr aus dem Bereich der UltralĂ€ufer“, berichtet sie. FĂŒr den 27. Oktober hat sie fĂŒr den Marathon in Frakfurt / Main gemeldet, unlĂ€ngst brachte sie die B-12-Staffel von Lindau nach Tschechien hinter sich. „Das waren so 50 Kilometer fĂŒr mich.“
Die Vegan Runners – vegan, weil sie in ihrer ErnĂ€hrung nicht auf Tiere oder tierische Produkte zurĂŒckgreifen – wollen mit zwei LĂ€ufer-Riegen bei den „Jedermann-Staffeln“ zeigen, was sie draufhaben. „Wir bieten eine Staffek auf, die schnell ist und eine, die gut aussieht“, ulkt Kira Rehfeld ĂŒber deren gemischte Zusammensetzung. Vom FrĂŒhrentner bis zum Optiker, vom Teenager bis zum Physiker – eine bunte Truppe. „Wir wollen zeigen, dass Veganer keineswegs die mangelernĂ€hrten, verhuschten Wesen sind, die gleich zusammenbrechen.“ Der Spaß am Laufen steht eindeutig… (Abschriftsfortsetzung folgt…)

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PETA TV Thema: Veganer Ironman


Quelle
28.10.2011: Alexander aus Berlin ist Rechtsanwalt, Triathlet und lĂ€uft auch fĂŒr Vegan Runners BBI. In diesem PETA TV Portrait erklĂ€rt er, wie er mit rein pflanzlicher ErnĂ€hrung sportliche Höchstleitungen bringt.

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MAZ: Laufend gegen Vorurteile

MĂ€rkische Allgemeine: „Laufend gegen Vorurteile – Vegane Sportler werben fĂŒr ihre Lebenseinstellung“
mÀrkische_allgemeine vegan_runnersQuelle: MÀrkische Allgemeine, Potsdamer Stadtkurier, 28.09.2011. Von Christian Meyer.

POTSDAM. Es gibt kein Vorurteil, das sie noch nicht gehört haben und klarstellen mussten: Nein, sie sind noch nicht mangelernÀhrt. Nein, sie haben keine Probleme, satt zu werden. Und vor allem: Ja, sie können problemlos Sport machen.

Die „vegan runners“, englisch fĂŒr die veganen LĂ€ufer, haben Spaß daran, die Vorurteile aufzuzĂ€hlen, denen sie tĂ€glich begegnen. Sie haben kein Problem damit, immer wieder mit typischen Klischees konfrontiert zu werden. Denn – sie wissen es besser.

„Wir wollen zeigen, dass wir genauso fit sind, wenn nicht sogar fitter, als alle anderen“, sagt Matthias May. Deswegen haben sich vegane Potsdamer zusammengetan und einen LĂ€ufertreff ins Leben gerufen – die „vegan runners“. Wie groß die Gruppe ist, ist schwierig zu sagen. Mal kommen zehn Leute zu den Treffen, ein anderes Mal doppelt soviele. Der E-Mail-Verteiler, ĂŒber den kommuniziert wird, umfasse um die 40, 50 Adressen, sagt Kira Rehfeld.

Wer vegan isst, der will nicht nur gesund leben, sondern auch ethische GrundsĂ€tze einhalten. Darin sind sich Rehfeld und ihre Mitstreiter einig. „Wir wollen Leid so gut es geht verhindern.“ Deswegen essen sie kein Fleisch oder andere tierische Produkte. Auch Schminke, fĂŒr die Tiere sterben mussten, wird nicht den Weg in Rehfelds Gesicht finden.

Doch das moralisch einwandfreie Essen ist nur eine Leidenschaft der Potsdamer. Eine andere ist das Laufen. „Wir haben gemerkt, dass viele von uns begeisterte LĂ€ufer sind.“ Deswegen treffen sie sich nicht nur zum gemeinsamen Essen, sondern auch um die eine oder andere Runde um den Block zu laufen. Wann immer es geht, rennen sie bei Wettbewerben mit. Zuletzt beim Nuthetal-Crosslauf in Bergholz-RehbrĂŒcke. Nach den Rennen setzen sie sich zusammen, um gemeinsam zu essen.

Wenn sie sich auf die Strecke begeben, tragen sie ein schwarz-grĂŒnes Trikot auf dem „vegan runners“ steht. „Das ist eine gute Möglichkeit, fĂŒr uns zu werben“, sagt Karl Sandovak. Und es scheint zu klappen. „Wir werden immer wieder angesprochen“, sagt Kira Rehfeld. Viele wĂŒrden sich wundern, dass Veganer trotz fleischloser ErnĂ€hrung einen Marathon laufen könnten. Dann können die Potsdamer davon erzĂ€hlen, dass viele Linsensorten genĂŒgend Proteine hĂ€tten, um als Fleischersatz herzuhalten. „Viele sind einfach nur neugierig und wollen wissen, ob es nicht schwierig ist, sich als Veganer zu ernĂ€hren.“ Über diese Frage mĂŒssen die gesundheitsbewussten Potsdamer immer wieder lĂ€cheln. „Vegan sein, macht vieles leichter“, finden sie. Zugegeben, die Umstellung auf eine vegane Lebenseinstellung sei schwierig. Aber wenn man sich einmal daran gewöhnt habe, sei auch das Einkaufen kein Problem mehr. Man wisse irgendwann, wo Tierisches drinnen steckt und was man dagegen problemlos kaufen könne. www.vegan-in-potsdam.de

Seite der MĂ€rkischen Allgemeinen

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