Trail Uewersauer, 19.11.17

Nun schon zum 4. Mal (2013, 2014, 2016 & 2017) bin ich beim „langen“ Rennen des Trail Uewersauer in Luxemburg dabei.
WÀhrend es das erste Mal noch 50,1km zu bewÀltigen gab, ist die Strecke des UltraTrail seit 2014 53km lang.
Letztes Jahr wegen eines Missgeschicks einige Minuten nach dem Feld gestartet, habe ich es dieses Jahr zeitig an den Start geschafft. Rund um waren die Bedingungen dieses Jahr ideal.
Das Wetter war wunderbar klar, wenn auch ein wenig kalt. Ich war gut vorbereitet und zuversichtlich. Und dementsprechend lief es. Meine Taktik sich ca. alle 10km ein Zuckergel zu gönnen und an den Verpflegungsstationen mit BrĂŒhe und Banane zu Versorgung lief reibungslos. Das Koffein aus den Gels und die wunderschöne Landschaft sorgten dafĂŒr dass die ersten 35km wie im Flug vergingen. Und auch die Zeit stimmte: 10km: ca. 49min. bei km 35 stand die Uhr bei ca. 3 Stunden. Ich liebĂ€ugelte mit einer Zeit unter 5 Stunden.
Erst ungefĂ€hr bei Kilometer 42 wurde es „anstrengend“. Der Weg zurĂŒck hielt, zwar gewusst, aber dennoch immer wieder erstaunlich, harte Bergaufpassagen bereit. Ich hatte fĂŒr ca. 3 km zu kĂ€mpfen, was fĂŒr meine bisherigen VerhĂ€ltnisse sehr in Ordnung war.
Am Ende finishte ich in 5:01:30. Eine Bombenzeit. fast 30 Minuten besser als noch vor einem Jahr.
Gerne hÀtte es unter 5 Stunden sein können aber dennoch war ich sehr zufrieden.
Und als ich dann noch in der Ergebnisliste sah, dass der nette Belgier mit dem ich eine ganze Weile lief und spÀter ca. 6 min nach mir in Zeil kam, Axel Zeebroek war konnte ich es kaum fassen.
Einen Profitriathleten, Ironmangewinner und Olympiateilnehmer hinter sich zu lassen, machte mich zurecht stolz.

NĂ€chstes Jahr dann gerne wieder. Oder vielleicht setze ich ja noch einen drauf und gönne mir ein verrĂŒckteres Rennen. Mal ĂŒberlegen.

53km – Trail-Uewersauer (Luxemburg), 20.11.16

Laufbericht Trail-Uewersauer Luxemburg 2016
Ein Bericht von Pit Reger:

Nachdem ich letztes Jahr aus beruflichen GrĂŒnden beim Trail Uewersauer nicht hatte teilnehmen können, war es dieses Jahr wieder soweit. Seit nunmehr 13 Jahren wird der Trail Uewersauer in Luxemburg im Naturpark Uewersauer organisiert. Seit einigen Jahren gilt der Lauf auch regelmĂ€ĂŸig als nationales Trail Championnat.
Da ich jedoch ĂŒberwiegend in Berlin auf flachem GelĂ€nde trainiere, ist mir diese Wertung nicht sonderlich wichtig.

Ich war also schon ein paar Tage vorher schon nach Luxemburg gereist, habe die Zeit genutzt meine Eltern mal wieder zu besuchen, und ein wenig nichts zu tun. Da ich jedoch eine Woche vor Start noch mit meinem Ichias-Nerv und einer ErkĂ€ltung leichte Meinungsverschiedenheiten hatte, ging ich eher nĂŒchtern und ohne große Erwartung an den Start.

Der Start sollte morgens um 8.45 erfolgen. Dank der Orientierungskunst von meiner Fahrerin, die sich spontan dazu entschied in die komplett falsche Richtung zu fahren, kam ich nach 2-StĂŒndiger Autofahrt erst am Rennort an, als das Feld bereits losgelaufen war. Also nichts mit entspannt warmlaufen oder Startnummern abholen. Ich rannte dem Feld also 15Minuten hinterher. Ein ordentlicher Schuss in den Ofen. Aber ich war nicht extra angereist, um dann direkt wieder nach Hause zu fahren.

So lief ich mit Musik auf den Ohren zuerst auf die Walker auf, um dann StĂŒck fĂŒr StĂŒck die Trail LĂ€ufer zu erreichen. Die ersten 10km waren dann um die 48Minuten, die nĂ€chsten wieder Ă€hnlich. Eigentlich schneller als geplant, aber was sollte an so einem Tag noch schief gehen.

Ich fĂŒhlte mich super und lief an einem nach dem anderen vorbei. So durfte es gerne weitergehen, dachte ich mir. NatĂŒrlich hatte ich gekonnt ignoriert, dass die erste HĂ€lfte der Strecke etwas mehr bergab war.
Bei Kilometer 35 dann wie so oft. DurchhĂ€nger. Bei so gut wie jedem lĂ€ngeren Rennen habe ich meine 5 Kilometer. Die wollen dann nicht, die Moral ist so lala und ich fange an zu rechnen und zum Teil zu zweifeln. Dann esse ich wie verrĂŒckt und irgendwann gehts dann wieder. Dann ist aber schon fast Marathon Zeit und der Zug fĂŒr eine gute Endzeit ist abgefahren. WĂ€hrend ich am Anfang noch mit einer 4Stunden 30Minuten geliebĂ€ugelt habe, ist jetzt 5Stunden und drĂŒber angesagt.

Als dann am Ende das Wetter sich noch deutlich verschlechtert und wir oberhalb des Waldes ĂŒber einen Kamm laufen wo es nur so stĂŒrmt denke ich nur noch ans ankommen.
Am Ende steht eine respektable Zeit von 5:29 auf der Uhr. Obwohl ich der festen Überzeugung war, dass ich fast 15 Minuten nach dem Feld losgelaufen bin, attestiert mir die offizielle Zeit nur dicke 4 Minuten. Damit war ich nur ziemlich genau eine Minute langsamer als vor 2 Jahren, wo es meines Erachtens deutlich bessere Bedingungen gab.
Wie auch immer. Ich bin im Ziel und auch wieder Ă€ußert glĂŒcklich.

Bis zum nÀchsten Mal.

Resultate 2016:
REGER, Pit N°148 TVB09 / Vegan Runners / CAB LUX 1992 MPlatz gesamt: 58 von 279 FinishernPlatz MÀnner: 57

split 1: 01:38.24
split 2: 03:33.10
split 3: 04:51.55
brutto: 05:33.57
netto: 05:29.48

Laufbericht: 2014
Laufbericht: 2013

XXXVII. Internationaler Usedom-Marathon, 03.09.16

16_usedom_robert-22
Ein Bericht von Robert Boyde-Wolke

Laufen auf Europas lÀngster Strandpromenade

Mit meiner Frau habe ich schon seit Monaten mal darĂŒber unterhalten, ob wir auf Insel Usedom unseren Kurzurlaub machen werden im Anschluss mit einer Marathonteilnahme.
Das war möglich und die problemlose Anmeldung im Internet beim 37. Usedom-Marathon war schon im Juni dieses Jahres ausgefĂŒhrt. Anfang September soll das sommerliche Klima an der Ostsee relativ noch zu retten, vielleicht mit ein paar Sonnenstunden, so hatten wir uns mehrmals gehofft? Der Reiz fĂŒr mich war die vielen Kilometer Laufweg direkt an der Ostsee sowie die malerische Ortschaften und traumhafte Landschaften in der KĂŒstennĂ€he.

Schon am Freitagvormittag waren wir mit dem Auto in Zinnowitz angekommen, es verlief kein Stau auf der Autobahn. In Wolgast hatten wir fĂŒr 2 Übernachtungen mit FrĂŒhstĂŒck beim schön gestalteten Hostel „Postel“ (ehemals Postamt) gebucht. So hatten wir uns den halben Tag mit dem Baden genutzt, etwas Sonne war noch da. Ich konnte endlich in diesem Jahr an der Ostsee baden teilnehmen, das Wasser war ein wenig kalt, egal – ich bin doch kein Weichei – das war mein Blitzgedanke!

Schon nach drei Stunden bekam ich schnell leichten spĂŒrbaren roten Sonnenbrand am Gesicht, alle Achtung! Eincremen bitte! Selbst schuld, die mitgebrachte Sonnenöl war im Auto aufbewahrt.

Nach dem Einchecken im Hostel bzw. vor dem Abendessen in Wolgast schnell die Startunterlagen abholen im Sportcasino am Peenestadion. Die Abholabwicklung verlief schnell und problemlos. Kurios war allerdings wenige Tage vor dem Start die E-Mail vom Veranstalter, dass die finale Startnummer erst mit Abholung der Startunterlagen vergeben wĂŒrde. Der Nachteil war nur, dass man andere LĂ€uferInnen vor dem Lauf nicht an der Startnummer identifizieren konnte.
In einer PapiertĂŒte wurde ausgegeben: 2 Äpfel, 1 Capri Sonne, AnhĂ€nger mit der Startnummer fĂŒr die Kennzeichnung der Kleiderbeutel, Programmheft sowie ein Gutschein fĂŒr Essen und 1 GetrĂ€nk.

PĂŒnktlich um 8:30 Uhr am Wettkampftag war die Abfahrt vorm Stadion mit einem der drei bereitgestellten Busse nach SwinemĂŒnde. Das ist der Startort fĂŒr MarathonlĂ€ufer, bei dem HM beginnt in Wolgast mit der gleichen Startzeit. Über eine gute Fahrtstunde dauerte es, da unterwegs noch LĂ€uferInnen zustiegen – das nenne ich das gute Service vom Veranstalter.

Ich hatte ein gutes GesprĂ€ch mit einem Ă€lteren MarathonlĂ€ufer im Bus, der sich ĂŒppig frĂŒhstĂŒckte. DarĂŒber staunte ich bis heute noch, wie er sich schaffte, fast ĂŒber 1 Std vorm Start noch voll und satt gefrĂŒhstĂŒckt hat. Ich selbst ist die Schmerzgrenze bei fast 3 Stunden vorm Start. Seltsam! Sein erster Marathon mit 62 Jahren, mein Respekt! Er war schon 3x dort und wĂŒrde immer wieder gern wiederholen.

Er berichtete mir auch, dass frĂŒher bei der Anmeldung die Nummer von Ausweisen/ReisepĂ€sse angegeben werden musste wegen des GrenzĂŒbergangs. Heute ist das zum GlĂŒck nicht mehr der erforderliche Fall.

Am Start hatte ich noch ein wenig Zeit, mich schnell umzuziehen. Viele blickten mich komisch an, als ich das „Vegan Runners“-Laufshirt anzog. Es war meine stabile Routine und war auch etwas stolz darauf, ein wenig aufmerksam mit meiner veganen Lebensweise bekanntzugeben. Diesmal habe ich mir schlau machen lassen, etwas Sonnenöl einzucremen. Vom letzten Marathonlauf in MĂŒritz bekam ich starken Sonnenbrand, das war meine Lektion gewesen. Einmal und (hoffentlich?) nie wieder
.
An der Sporthalle stand der Bus fĂŒr den Kleidertransport nach Wolgast. Prima war auch vorm Startbeginn noch das Wasserangebot vom Veranstalter.

ZufĂ€llig war der bekannte Berliner LĂ€ufer mit seinem Vornamen „Henry“, der sich sehr fein mit weißem Hut und Handschuhen verkleidet war, auch vor Ort, ihn hatte ich letzten Mal beim „2. MĂŒritz Marathon“ gesehen. Ein Foto mit ihm kommt in mein Laufarchiv.

Über 200 Marathonteilnehmer vor dem pĂŒnktlichen Start um 10:30 Uhr. Das Wetter war fĂŒr mich schon optimal, etwas leichter Wind mit Sonnenschein. Das laute Startsignal kam aus einer historischen Kanone mit 2 Kanonieren. Mal was anders!

Viel Beifall von den polnischen, aber auch vielen besuchsweise anwesenden deutschen Zuschauern. Nach einer halben KilometerlÀnge die 180-Grad-Wende in die Richtung Westen zur polnisch-deutschen Grenze.

Schon nach ca. 2,5 km erreichte man die Grenzlinie Polen und Deutschland, was nicht zu auffĂ€llig war aufgrund des gleichen Ausbaus des KĂŒstenweges.

Bis fast zum 10. Kilometer auf der wunderschönen Strandpromenade lief ich mit „Henry“, der Gentlemen-LĂ€ufer gemeinsam im angenehmeren Marathontempo. Bemerkenswert war fĂŒr mich, dass er viel Anerkennung und Bravour fĂŒr seine auffĂ€llige „Smoking“-Bekleidung von den Zuschauern erhalten hatte. Das war einzigartig geiles GefĂŒhl, neben ihm zu laufen und mitansehen durfte. Er feierte seinen 40. Marathon, fĂŒnffach mehr als meine derzeitige Teilnahme. Applaus fĂŒr ihn!

Die bekannte drei „KaiserbĂ€der“ Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin war fĂŒr mich eine tolle Mischung mit der guten Stimmung von den Zuschauern sowie die sehenswert restaurierten prĂ€chtigen Strandvillen, die vielen aus Holz in weiß gestrichen – typisch BĂ€derarchitektur – gewesen.

Am Ortsende von Bansin ging es dann links von der Promenade weg recht steil bergan, um dann ca. 4km auf einem profilierten schönen Waldweg zu laufen.

Es waren viele ĂŒberholte Radfahrer zu sehen, was mich aber nicht störte. Wir laufen ja fast auf dem bekannten „Usedom-Radweg“.

Nach dem WaldstĂŒck ging es parallel zu einem Campingplatz wieder auf geteerter Strecke und kurzen teilweise 16%igen GefĂ€llstrecken nach Ückeritz. Es wurde immer hĂ€rter mit den abwechslungsreichen Bergsteigungen.
Zum GlĂŒck waren wir mehr im Wald und somit im Schattenvorteil! Kaum Sonnenblicke sowie die Ostsee waren zu sehen.

Vorbei am Kölpiner See war die Halbzeit fĂŒr die gesamte Marathonstrecke. Nach der tollen Verpflegung bestehend aus viel Obst (Melone, Orangen, Äpfeln und Bananen) sowie GetrĂ€nke in die vielen Treppenstufen hoch wieder die herrliche Waldstrecke nach Koserow.

Bisher war bereits die schöne 25 km nach der Verpflegung mit Hilfe von Streckenposten, die mit Rad unterwegs waren, gelaufen. Noch ein weiteres letztes WaldstĂŒck von ca. 2,5 km, dort wurden vom Organisator die hochausstehende Wurzeln mit Leuchtfarben markiert, um ein Stolpern der LĂ€ufern zu vermeiden.

Bei 30 km war mit dem Waldlauf damit vorbei und musste nun bis zum 40 km parallel zur B 111 auf einem Radweg bei starkem Gegenwind! laufen. Das war brutal und krÀfteberaubend!

Die einige letzten Verpflegungen bei Zinnowitz und kurz vor der PeenebrĂŒcke war ein Lauf in Begleitung mit dem bekannten „Mann mit dem Hammer“, in meinen Gedanken immer wieder: „aufgeben, Pause machen, durchbeißen usw.“ im Spiel.

Nun endlich das „blaue Wunder von Wolgast“ – die moderne BrĂŒcke, die Usedom mit dem Festland verbindet, ĂŒberquert und dann um den Stadtkern zum Peenestadion.

Kurz vorm Ziellauf (500m) ein letzter kurzer Anstieg und eine halbe Stadionrunde zum stolzen Marathonziel mit einer Zielzeit von 4:16:22 Stunden. Die Zielzeit störte mich schon lange nicht mehr, ich hatte schon in der Zukunft immer vor, ich sei ein Marathontourist mit vielen schönen Erlebnismomenten.

Ich war echt froh, dass ich doch mit diesem interessanten Insellauf teilgenommen zu haben, obwohl viele im Vorfeld mich Angst zuredeten, dass dieser Usedom-Marathon sehr hart sein soll, aber im Endeffekt war es nicht so ausgegangen. Ich denke, es ist ein MUSS fĂŒr jeden MarathonlĂ€ufer, dort einmal mitzumachen.

Im Ziel bekam ich eine schöne Medaille sowie warme Verpflegung und GetrĂ€nke. FĂŒr Veganer ist die Essverpflegung leider nicht akzeptabel, daher aß ich nur die Nudeln pur. Es gab nur Fleischgerichte (Bolognese) und Erbsensuppe mit bekannten SpeckwĂŒrfeln – was sollÂŽs?

Ohne Anstehen holte ich die gut dargestellte Urkunde ab und ging mit verdientem Stolz zum Hostel. Meine Frau war fast den ganzen Tag mit ihrer Freundin beim Tagesausflug auf Usedom, wo ihr Ehemann auch beim Usedomer HM lief. Abends haben wir uns dann alle viert zusammengetroffen und viel Unterhaltungsstoff zu diesem Tagesprogramm mitgebracht.

Meine kurze Zusammenfassung:

Ein Marathon als deutsch-polnisches Naturerlebnis!. FĂŒr ein Startgeld von 28 EUR wurde die Marathonveranstaltung professionell und mit viel Erfahrung organisiert.
Die Verpflegung war lĂ€ufergerecht, die Laufstrecke meist flach mit ein paar kleinen Steigungen und jeder Kilometer ist sehr auffallend markiert. Auf der Straße ohne Autoverkehr und auf den Radwegen wurde meistens gelaufen. Ansonsten alles TOP mit ein super Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis. Es lohnt sich fĂŒr alle, ein Kurzurlaub an der sonnigsten Ecke Deutschlands nĂ€her kennenzulernen!

Aus der Webseite von „Insel Usedom“ passt der Spruch mit meiner Teilnahme:
„Mehr Licht, Meerluft, mehr Zeit“ – fĂŒr mich auch beim Marathon auf Usedom! ;o)

Parallel wurde auch nicht nur Halbmarathon (295 Teilnehmer), sondern zum ersten Mal ein Staffelmarathon (20 Teilnehmer) angeboten.

Es waren keine bekannte vegane LÀuferInnen zu sehen, schade
 vielleicht klappt es beim nÀchsten Mal mit ein paar
.?

Robert Boyde-Wolke

Veranstalter: usedom-marathon.de

4. Orlen Warschau Marathon, 22.04.16

Ein Laufbericht von Robert Boyde-Wolke
orlen16
Meine 4. Marathonreise geht diesmal zu unserem östlichen Nachbarland Polen in der Hauptstadt Warschau.

Eigentlich wollte ich nach Prag fahren und dort mein Marathonlauf am 08. Mai 2016 beteiligen, leider war die Anmeldung schon nach 3 Wochen bei der Veröffentlichung im Internet komplett ausgebucht, kein Wunder bei der Teilnehmerzahl von ca.12.000 kann man nicht schnell die StartplÀtze bekommen.

„ORLEN“ – ein polnisches Mineralöl- und Tankstellenunternehmen zeigt seinen guten Ruf zum vierten Mal mit seiner Marathonveranstaltung im FrĂŒhjahr von Warschau. Neben dem Herbstklassiker Ende September hat die polnische Hauptstadt nun zwei Marathonwettbewerbe im Jahr.

Ich wollte einfach mal ein Wochenendtrip mit Marathonbeteiligung mitmachen, da konnte ich nicht „NEIN“ sagen, als ich in der Webseite von ORLEN Marathon angeschaut habe. Der Startpreis ist fĂŒr alle Teilnehmer, ohne Frist, eine preiswerte Summe in Höhe von 25 EUR, inbegriffen Laufshirt, Finishermedaille u.v.m. Ich bin selbst in Polen geboren, aber mit 3 Jahren bis heute auf deutschem Boden lebend, und war noch nie in meinem Leben in Warschau gewesen. Meine Eltern waren seit 1968 nicht mehr dort. Deshalb mein spontanes Entschluss, vom 22.April bis zum 24. April 2016 nach Warschau zu fahren.

Mit dem bekannten Europasparpreis habe ich drei Monaten vor der Fahrt nach Warschau die superbillige Fahrkarten besorgt. Die einfache Hinfahrt pro Person kostet 29 EUR und das ist immerhin billiger, als wenn ich allein mit dem Auto nach Polen fahre. Dazu kommen Spritkosten sowie MautgebĂŒhr.
Im Zug war es sehr angenehm, ĂŒber 5 Std Fahrtdauer konnte ich problemlos gratis WLAN Internet surfen sowie ein warmes FreigetrĂ€nk genießen. Ein super Service vom polnischen Bahnunternehmen!
orlen01
Vom Warschauer Hauptbahnhof bis zum Hotel ist es ca. 300 m entfernt. Mit dem Hotelangebot bin ich rundum zufrieden.

Am Freitag war ich mit meiner halbtĂ€gigen Stadtausflug locker beschĂ€ftigt. Am Abend war ich beim polnischen Fußballpunktspiel zwischen Legia Warschau und Cracovia als Zuschauer anwesend. Tolle Stimmung bei 25.000 Zuschauern

Am Samstagmorgen vor dem FrĂŒhstĂŒck joggte ich ganz entspannt 8 km mittendrin in Warschau und wollte mal das bekannte Nationalstadion aufs Blick werfen, wo bei der Fußball-EM 2014 sich dort stattgefunden hatte.
orlen02
Bevor ich meine Startunterlagen abholen möchte, habe ich mir am Freitagabend im Hotel etwas schlaumachen lassen. In der Vormittagszeit am Sonnabend war ich fast an allen wichtigen SehenswĂŒrdigkeiten von Warschau unterwegs mit Hilfe des Stadtplans vom ADAC.
Zum Nachmittag war ich bei der Marathonmesse nahe dem Nationalstadion. Es ist fast ĂŒberall gleich und die Abholabwicklung verlief problemlos. Bei der typischen Pastaparty habe ich zufĂ€llig ein gehörloser LĂ€ufer (59) aus Minsk/ Weißrussland, der schon ĂŒber 600 Marathons teilgenommen hatte. Hut ab vor seiner Teilnahmezahl! Zum GlĂŒck gab es auch fĂŒr mich als Veganer Nudeln mit einfacher GemĂŒsesauce, war lecker.


An dem richtigen Marathontag, am Sonntag, war schon ein wenig stressig. Musste ĂŒberall suchen, wo man sich umziehen konnte, wo man die Kleiderbeutel ablegen konnte, wo die Startblöcke waren.

Das Wetter war wirklich „russisch“ kĂŒhl und das mittendrin April! Vor ein paar Stunden hatte es sich hier geregnet und deswegen die KĂŒhle spĂŒrbar.

Den Startablauf zwischen den Blöcken war alles reibungslos sauber. Auf der anderen Straßenseite kam die Gegenseite vom 10-km-Lauf.

Über 1 km ĂŒber die neue BrĂŒcke, wo man an der weiteren Sicht der Skyline von Warschau zu sehen war. Bis zur Altstadt kam ich ĂŒber 5 km und zur 10-km-Strecke konnte man einiges viel ansehen. Danach war es nur typische Wohngebiete, Felder und einfache Straßenlagen zu erreichen. Alles war in ordentlichem Asphalt beim Laufen.
orlen09
Beim Zieleinlauf habe ich an Warschau eine kleine Botschaft mitgeteilt und dass Berlin Warschau doch liebt
.  Da gab es einigen lauten Applaus von den Zuschauern, sicher vor Respekt!


Bis zum 35 km schaffte ich locker in gleichmĂ€ĂŸigem Tempo nach 3:05 Stunden, dann ging es nicht mehr weiter mit den KrĂ€ften. Das bleibt mir bis heute immer noch ein RĂ€tsel, warum die KrĂ€fte am Ende nicht mehr vorrĂ€tig waren.

Jedoch war ich sehr erleichtert, dass ich wieder unter 4 Stunden zum Ziel angekommen war.
Eine sehr schöne Medaille bekam ich am Ende. Die Zielzeit war 3:52:01 Std.
Die Verpflegung war klasse und jeder konnte sich viel annehmen, wie man sich möchte. Kein Vergleich in unseren deutschen Laufwettbewerben.


Am Abend wieder Heimfahrt nach dem erfolgreichem Marathonlauf.

Unterm Strich kann ich ruhig sagen. Es hatte sich fĂŒr mich gelohnt, nach Warschau, um alles mitgemacht zu haben. Empfehlenswert an allen!!!

Eine tolle Hauptstadt mit einer Mischung aus Alt und Neu. Es scheint so, dass Polen mehr zum Westen Europas gehören möchte.

Die Organisation sowie die gesamte Abwicklung fĂŒr diesen Marathonwettbewerb waren einmalig klasse. In den nĂ€chsten Jahren werden sicher noch mehr Teilnehmer zum ORLEN-Warschau-Marathon kommen.

MerkwĂŒrdig war fĂŒr mich, als ich mal kurz nachgerechnet habe im Internet, dass nur ĂŒber 30 deutsche Teilnehmer/-innen am Start waren, trotz preiswerter StartgebĂŒhr!
orlen17

9. Drei-LĂ€nder-Marathon am Bodensee, 04.10.15

Auf gehts!
Auf gehts!

Mein Laufbericht von der Teilnahme beim 9. SPARKASSEN- 3 – LÄNDER – MARATHON AM BODENSEE:
Hallo liebe vegane Lauffreunde,
da ich zurzeit fĂŒr 5 Wochen auf Kur im wunderschönen AllgĂ€u mich befinde, habe ich zufĂ€llig aus dem Internet die Laufwettbewerbe in der Umgebung nachgeschaut und zufĂ€llig mit großer Interesse gefunden.
Die Kurklinik ist vom Bodensee ca. 100 km entfernt und da dachte ich es mir, auch wenn ich kein optimale Trainingsvorbereitung fĂŒr ein Marathonlauf absolviert habe, habe ich trotzdem beschlossen, am 04.10.2015 am Bodensee beim 3 – LĂ€nder – Marathon dabei zu sein und mein Ziel war einfach, ans Ziel locker und mit Freude anzukommen.
Die Onlineanmeldung verlief problemlos und bekam nach Zahlungseingang die TeilnahmebestÀtigung. Ich war happy, dass ich dabei sein konnte. Ich war noch nie am Bodensee und es gab bis heute immer wieder guten Ruf vom Bodenseeaufenthalt zu hören und zu lesen.
FrĂŒhmorgens um 4 Uhr Aufstehen und kleines FrĂŒhstĂŒck, natĂŒrlich vegan mit einem bescheidenen MĂŒsli und Sojamilch mit viel BananenstĂŒcken. Zu Fuß ging 3 km im frĂŒhen Dunkeln zum Bhf. (habe kein Auto mitgebracht zur Kur). Mit guten 2 Fahrstunden kam ich in Bregenz an, um die Startunterlagen im Festspielhaus abzuholen. Es waren viele LĂ€ufer zu sehen, dann kam leichten Regen, einen Tag vorm Start ließ ich mir informieren ĂŒber die Wetterlage am Bodensee. Leider sollte es ĂŒber 65 % Regen bekommen, das hat mich etwas geĂ€ndert und vom Feiertag zum Tag der deutschen Einheit am Samstag war purer Sonnenschein fast in ganz Deutschland zu sehen, das am Bodensee mit Sonnenschein soll wunderschön sein, das wĂ€re ideal fĂŒr ein Marathonlauf.
Nach der Abholung konnte man fĂŒr alle Teilnehmer (10km, HM und Marathon) mit dem Schifftransfer zum Hafen Lindau teilnehmen. Das war schön, aber Regenwetter war stark und brutal sehen, nicht angenehm fĂŒr alle LĂ€ufer(innen). Was soll’s?
Schnell kurzes Umziehen und mit Regenfolienjacke vom Veranstalter SPARKASSE zum Start. Wir ließen uns nicht vom starken Regen frustrieren, denken positiv und haben trotzdem dank Veranstalter mit seiner Aufrufmotivation gute Stimmung.
In typischen ZeitabstĂ€nden verlief der Start problemlos und nach einer halben Stunde neben dem Bodensee kam bescheiden die Sonne, fĂŒr uns klar die Erleichterung. Gute 10 km ab Lindau erreichte man Bregenz und die 10-km-Streckenteilnehmer werden aussortiert und ins Stadion zum Ziel gefĂŒhrt.
Ab 15 km werden die HM- und MarathonlÀufer in den getrennten Wegen geteilt. Die Laufgruppe Marathon war wenig zu sehen und jeder hat seine Lauffreiheiten bekommen.
Man konnte durch die drei LĂ€nder Deutschland, Österreich und Schweiz mit diesem Marathon laufen, das war einmalig und die wunderschöne Landschaft am Bodensee gab mir das LaufgefĂŒhl mit viel Spaß, Liebe und Freude. Ein unbeschreibliches LaufgefĂŒhl.
Zum Zieleinlauf bekam ich 500 m vorm Stadion große Überraschung, ein paar Kurpatienten waren extra nach Bodensee gefahren und hatten mich mit den selbst gemachten Schildern voll motiviert. Mit voller GĂ€nsehaut ging ich erleichtert und glĂŒcklich mit ein wenig FreudentrĂ€nen zum Ziel mit einer nicht erwarteten Zeit von 3:53:55 Stunden an. Am Casinostadion war voll und das Sommerwetter mit viel Sonnenschein kann man nur noch genießen.
Die gesamte Organisation vom österreichischen Veranstalter war klasse und jeder bekam alles, was ein LĂ€uferherz wĂŒnscht. Ich war mit allem sehr zufrieden. FĂŒr mich war eindeutig festgelegt, eine Reise nach Bodensee ist immer wert, kann jedem Euch weiterempfehlen, auch ohne Laufwettbewerb.
Ich habe mich nie bereut, dass ich nach langem Bedenken doch beim Bodenseemarathon teilgenommen zu haben. Ein unvergessliches Lauferlebnis!
GlĂŒckliche vegane GrĂŒĂŸe Robert :o)
(Robert Boyde-Wolke)

Veranstalter: www.sparkasse-3-laender-marathon.at

MaratĂł de Barcelona, 15.03.15

barcelona15_2
Am Sonntag, 15. MĂ€rz, bin ich meinen ersten Marathon in Barcelona, meiner Heimat gelaufen:

(Ein Bericht von Ulises Rey)

Alles hat am 28. September 2014 angefangen. An diesem Tag war ich am Brandenburger Tor um Jasmin und die andere Vegan Runners anzufeuern. Leider habe ich verschlafen und ich konnte nur die Letzten LĂ€ufer sehen. War auch das erste Mal, dass ich einen Marathon beobachtet habe.. und ich war sehr beeindruckt. Alle waren so glĂŒcklich, mĂŒde oder todmĂŒde, aber alle glĂŒcklich, sehr froh. Abends habe ich recherchiert fĂŒr den nĂ€chsten Marathon. Ich wollte auf keinen Fall ein Jahr warten. Also, habe ich mich fĂŒr den Barcelona Marathon im MĂ€rz angemeldet.

Und der Tag kam. Mein Bruder ist auch mitgelaufen also sind wir zusammen dahin gegangen. Der Tag war sehr schön. Die Sonne schien sehr stark. Da waren viele Leute. Ich war sehr glĂŒcklich. Der Himmel war megablau, es gab Konfetti ĂŒberall und dann haben sie dieses Lied gespielt (https://youtu.be/Yqxd5u1Hvdk?t=2m58s) und PAM, ging los. Ich kann meine gefĂŒhle in diesem Moment wirklich nicht beschreiben…

Am anfang war alles relativ OK. Ich bin die erste km unter 5:00 min gelaufen und habe mich gut gefĂŒhlt.. dann langsam bin ich langsamer gelaufen… ich habe viele Bananen gegessen. Meine Stimmung war sehr gut, weil das Publikum mich un alle anderen sehr stark angefuert hat. Auch manche vegetarier/veganer haben mir gesagt „vinga vegĂ ! molt bĂ©!“ dadurch hatte ich noch bessere Laune 🙂

Freunde und Familie waren auch irgendwo neben der Strecke um mich anzuspornen und das hat mir immer wieder Energie gegeben.

Dann, gegen km 39 ist von hinter mir ein Typ gekommen, und hat gesagt „hey vegan runner, let’s go, let’s finish it together“. Er hieß Adam und war ein vegan runner aus U.K. Ich habe gesagt, „nö, lauf du weiter, ich kann deinem Rythmus leider nicht folgen“. Er ist weiter gelaufen aber ich habe versucht ihm zu folgen und ich habe es geschafft. Das Bild ist der Beweis. Er war der einzige andere Teilnehmer der als Vegan Runner angemeldet war. So, ein schöner Zufall.

ah, meine Zeit: 3h44min57s 🙂 5:20min/km 🙂

Bis bald!
Ulises Rey

Weitere Bilder: https://plus.google.com/photos/117715876512689123083/albums/6132321155312974657?authkey=CJLel-ft4pmMjQE

Trail Uewersauer, 17.11.13

13_trail_uewersauerPit Reger, Vegan Runner und Student in Berlin (ursprĂŒnglich aus Luxemburg), berichtet ĂŒber den Ultra-Trail Uewersauer (50 Kilometer):
(Die Luxemburgische Tagesschau widmete ihm sogar einen TV-Beitrag, weil er sich vegan ernÀhrt.)

Vor einem dicken Jahr habe ich mich dazu entschlossen, dieses Jahr, also 2013, meine Laufdistanzen zu steigern. WĂ€hrend ich bisher im Triathlon und auf kĂŒrzeren Strecken (bis Halbmarathon) unterwegs war, liebĂ€ugelte ich mit einem Ultra-Marathon. Vorerst musste ich aber erstmals einen Marathon absolvieren.
Da die Berliner mich bei ihrem Rennen jedoch nicht haben wollten (begrenzte StartplÀtze) , habe ich mich in Warschau gemeldet.

Das Rennen fand am gleichen Wochenende wie das Berliner statt. Und wie es der Zufall und meine Motivation so will, habe ich mich dann in meinem jugendlichen Leichtsinn auch noch dafĂŒr entschieden einen dicken Monat spĂ€ter an einem Trail teizunehmen. Nachdem ich den Marathon mit Erfolg hinter mich gebracht hate, und ich noch nicht genug vom Laufen hatte, widmete ich mich also der Vorbereitung des Trails.
Der Trail Uewersauer (zu deutsch: Trail Obersauer, die Sauer ist einer der grössten FlĂŒsse in Luxemburg) hat mich schon seit Jahren fasziniert.
Den Sprint Trail von 10 km bin ich schon öfters mitgelaufen. Eine wunderschöne Strecke, eine gute Organisation, ein tolles Rennen.
Doch wahrlich interessiert hat mich eigentlich immer nur der „Grosse“. Mit 21 Jahren dachte ich, bin ich endlich auf der Höhe eine solche Challenge anzugehen.
„Trail Uewersauer, 17.11.13“ weiterlesen

100 Meilen von Berlin, 17-18.08.13

100 Meilen von Berlin - Der Finisher Andreas Haverkamp aus Bielefeld
100 Meilen von Berlin – Der Finisher Andreas Haverkamp aus Bielefeld
Der Bielefelder Fitnessfachwirt Andreas Haverkamp lebt seit 1999 vegan. Sportlich war er schon immer und ist 2010 vom Kraftsport auf das Laufen umgestiegen. In dieser Zeit bestritt er mehrere UltralĂ€ufe. Unter anderem Transgrancanaria 2013 mit 83 Km und 4700 Höhenmetern (HM), den Zugspitz Ultratrail (100 km + 5420 HM) 2013 , diverse andere Ultra-LĂ€ufe und auch einige 24h-LĂ€ufe mit bis zu 145 Kilometern. Mit Berlin 100 Meilen ging er fĂŒr seinen zweiten 100 Meilen Lauf an den Start und erreichte das Ziel nach 161 Kilometern in 29:26 h. Konsequentes Training und gezielte ErnĂ€hrung ermöglichen diese Laufleistung.

Link: Andreas Haverkamps Ultramarathon-Statistik.

Vegan-Runners at ZĂŒrich Marathon 2012.


Das beeindruckende Video der Veganen Gesellschaft Schweiz zeigt einsatzstarke vegane LĂ€ufer beim ZĂŒrich Marathon (22.04.2012). Einen Bericht der Schweizer zum Lauf gibt es hier. Auf dieser Seite findet man neben einem knappen Bericht auch noch weitere Fotos und einen Artikel aus dem FITforLIFE Magazin (Ausgabe 5/12, PDF, 400 KB), Titel “Tierliebe geht durch den Magen”, der auch ĂŒber die Vegan-Runners berichtet:
“Die «Vegan Runners Switzerland» verbindet nicht nur eine gemeinsame Leidenschaft fĂŒr den Laufsport, sondern ebenso ihr Einsatz fĂŒr Tierrechte. Deshalb verzichten sie komplett auf den Konsum von tierischen Produkten. Am ZĂŒrich Marathon warben sie laufend dafĂŒr, Tiere nicht auszubeuten und zu instrumentalisieren.”