Archiv der Kategorie: Laufberichte Berlin-Brandenburg

Laufberichte aus der Region Berlin-Brandenburg.

Friedrichsfelder Gartenlauf.

Am Sonntag, den 2.9.2012 fand in Berlin-Lichtenberg zum 20. Mal der „Friedrichsfelder Gartenlauf“ statt. Dieses Jahr nahmen drei Vegan Runners teil und lieferten auch gute Ergebnisse ab: Auf der 6-km-Strecke wurde Guido Zweitplatzierter seiner Altersgruppe (insgesamt 18. von 43.). Beim 10-km-Lauf gingen Friederike und Gregor an den Start. Friederike erreichte den Platz 9 (von 33), während Gregor bei seinem ersten Lauf über diese Distanz auf dem 29. Platz (von 89) landete.
Die Strecke führte zum großen Teil durch die Kleingartenanlage „Märkische Aue“ und war ein besonderes Erlebnis. An verschiedenen Stellen wurden wir von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern angefeuert und mit Wasser versorgt, andere ließen sich von den vorbeilaufenden Menschen überhaupt nicht stören und gossen unbeeindruckt ihre Beete. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und vielleicht findet der „Friedrichsfelder Gartenlauf“ ja einen festen Platz im Kalender der Vegan Runners.
Die Ergebnisse sind hier abrufbar.

Verfasst von: GH

Towerrun Prag.

Zum 2. Mal fuhr ich am 31. August zum „Run up“ im City Empiria nach Prag.
Der Treppenlauf geht über ein Distanz von 520 Stufen mit einem Sprint von ca. 250 Metern in das Gebäude hinein. Die Zahl der Stufen ist im Vergleich zu anderen Towerruns eher gering, das heißt aber nicht, dass der Lauf einfach wäre. Im Gegenteil, entsprechend hoch ist das Tempo, dass dort geliefert wird.

Der Prager Towerrun gehört übrigens zu einer Reihe von Treppenläufen in der Tschechischen Republik. Übers Jahr verteilt finden in anderen Städten weitere Läufe statt. Den Gewinnern der Laufserie erwarten attraktive Preise (u. a. ein Kleinwagen von Chevrolet). Zusätzlich ist der Prager Lauf als Masters Race im Towerrunning Worldcup eingestuft, weshalb das Rennen auch für internationale Läufer interessant ist.

Das Drumherum des Wettkampfes hatte fast schon Volksfestcharakter (das ist eher ungewöhnlich für Treppenlaufwettbewerbe, die eher ruhig und konzentriert ablaufen – anders als horizontale Laufwettbewerbe, die ein breites Publikum ansprechen). Bühne, Stände und ein buntes Rahmenprogramm lockten viele Interessierte an. Neben dem eigentlichen Elite Run Up gab es auch Läufe für Kinder in verschiedenen Altersklassen und mit unterschiedlichen Distanzen.

Zum Lauf an sich gibt es diesmal kaum etwas zu sagen. Mein Startfenster war um 17:09 Uhr. Normalerweise starteten die Läufer im Abstand von mehreren Sekunden. Als ich mich um 17:07 Uhr am Start einfand, war aber keiner da, so dass ich vom Race Director sofort ein Go erhielt. Das war sehr angenehm, denn ich hatte das Treppenhaus für mich alleine. Kräftezehrende Überholmanöver blieben damit aus und ich konnte mich ganz der mentalen Arbeit widmen. Vielleicht fehlte aber auch der Druck, den die anderen Läufer machen, denn mein Ziel, die 4 Minuten Marke zu knacken, verfehlte ich knapp. So lief ich den 250 Meter Sprint und die 520 Stufen in 4:03,71 Minuten. Gegenüber meiner Zeit im Vorjahr war ich dennoch rd. 35 Sekunden schneller! Das reichte für einen Platz 9 (von
20) in der Wertungsklasse MS (männlich, 40+).

Da jedes Haus und jedes Rennen sehr unterschiedliche Voraussetzungen hat, sind die eigenen Leistungen in den Häusern sehr schwer zu vergleichen. Deshalb habe ich mir ein kleines System mit Kennzahlen zusammen gestellt, mit denen ich die Ergebnisse relativiert betrachten kann. Da ist zum einen die Platzierung nach Prozent. Z. B. der 20. Platz von 80 Läufern wären also 25%. Damit kann ich ganz gut meine eigene Leistung mit anderen Rennen, die ich gelaufen bin, vergleichen. Ich gehe dabei davon aus, dass das Leistungsverhältnis der übrigen Läufer in allen Rennen annähernd konstant ist. Dann berechne ich auch gerne das Verhältnis von meiner Zeit zur Bestzeit, um meine Leistung an einem „Fixpunkt“ zu orientieren.

Mit einer Platzierung von 45% in meiner Wertungsklasse war dies auch mein bis jetzt bestes Ergebnis von allen Läufen, an denen ich teilgenommen habe. Ich benötigte rd. 1,6 Mal länger als der schnellste Läufer. Beim Vergleich mit dem vorigen Lauf im Messeturm Frankfurt hat sich dieses Verhältnis zum schnellsten Läufer nicht verändert. Im März in London lag ich allerdings noch bei 2,1 x. Ich denke, zur Zeit bin ich mit dem Training auf einen guten Weg.

Die schnellsten Läufer in der Finalrunde für die Towerrunning Worldcup Wertungen waren Piotr Lobodzinski (POL) mit 2:13,43 gefolgt mit 5 Hundertstel Sekunden Abstand Bartosz Swiatkowski (POL). Beste Läuferin war die Australierin Suzanne Walsham mit 2:38,08 Minuten.

Einige der Teilnehmer sind ins benachbarte Wien weiter gereist, wo am nächsten Tag der Millenium Tower Run Up stattfand. Für mich war hier aber erst mal Schluss. Sollten beide Rennen das nächste Jahr wieder so dicht beisammen liegen, muss ich genau überlegen, welchen Lauf ich wähle.

Vor der Heimreise hatte ich noch etwas Zeit, mir die Stadt anzusehen (obwohl es leider sehr verregnet war an dem Tag). So besichtigte ich den berühmten Wenzelsplatz, den Altstädter Ring sowie die Karlsbrücke. Zum Abendessen suchte ich das „Vegan City“ auf, ein rein veganes Fast Food Restaurant in Prag. In der Auslage gab es einem Menge
Infos zum „Supreme Master Ching Hai“, weshalb sich eine Nähe zur „Loving Hut“-Kette annehmen lässt. Ich kannte Loving Hut schon aus Warschau und obwohl ich mit derartigen religiös-weltanschaulichen Organisationen / Methoden ein kleines Problem habe, ist das Essen aus den
Loving Hut Restaurants wirklich extrem gut und preiswert.

Verfasst von: Guido Zörner

Drei vegane Teams bei der 11. Nachtstaffel in Potsdam.

Bei gutem Wetter fand am 23.8.2012 in Potsdam die 11. Barmer GEK City Night statt. Dieses Mal war es eine Halbmarathonstaffel für fünf Läufer_innen, so dass jedes Team-Mitglied 4,2195 km zurückzulegen hatte. Der Lauf findet alljährlich im Zentrum von Potsdam statt, dabei werden in touristisch prominenter Lage Runden um den Bassinplatz gedreht.

Die Vegan Runners BBI waren mit ganzen drei Staffeln vertreten. Für einige war es die erste Laufveranstaltung, andere sind schon oft dabei gewesen – aber für alle war es ein großartiges Erlebnis. Mit der Staffelkarotte in der Hand hatte jede_r Läufer_in fünf Runden zu absolvieren, bevor auf die Zielschleife abgebogen werden konnte, wo dann die Staffel-Übergabe stattfand. So waren immer drei Veganer_innen auf der Strecke, während die restlichen Läufer und Fans am Rand stimmgewaltig unterstützten. Bei der Anfeuerung wuchsen so manchem Flügel, so dass die erste Staffel, Vegan Runners BBI 1, die 21 km in einer großartigen Gesamtzeit von 1h:21m:39s zurücklegte. Das bedeutet nur etwa 6 Minuten Rückstand auf die schnellste Staffel und Platz 9 in der Gesamtwertung! Die Frauenstaffel, Vegan Runners BBI 3, kam nach 1h:42m:09s ins Ziel und wurde in ihrer Kategorie fünfte. Die Vegan Runners BBI 2 liefen in 1h:46m:00s auf Platz 86 der Gesamtwertung. Allen gemeinsam war die gute Laune und die offensichtliche Fitness, die den einen oder anderen Zuschauer verwundert fragen ließ, ob denn alle Veganer so schnell seien. Die Antwort? Gegenfrage: Beim Essen oder beim Laufen? Alles ist relativ! Spaß an und auf der Strecke wiegt es allemal auf, ein paar Minuten langsamer zu sein. Passend zur allgemein guten Laune wurde im Anschluss ans Laufen leckerem veganem Essen gefrönt und das schon fast traditionelle Picknick gemeinsam genossen, bevor sich alle auf den mehr oder weniger weiten Weg nach Hause machten.

Die Ergebnisse und weitere Informationen zum Lauf finden sich unter http://www.potsdamer-laufclub.de/staffelergebnisse%202012.php#jump.

Großes Kompliment an alle Mitläufer_innen und Unterstützer_innen: Es war ein unvergessliches Erlebnis und wir freuen uns auf’s nächste Jahr!

Verfasst von: KR

Aquathlon, 29.07.12

3. Platz meiner Altersklasse… naja, es waren nur 4 Athleten meiner AK am Start und trotzdem sieht das auf der Urkunde schon toll aus. Aber der Reihe nach…

Der Tag begann früh, viel zu früh, für einen Sonntag. Leider hatten mir aber weder die BVG noch die Bahn eine zügige Verbindung vom Friedrichshain nach Kladow zusammenstellen können. Wart Ihr schonmal am Imchenplatz in Kladow? Nein? Dann nichts wie hin da, es ist wirklich toll, wenngleich es irgendwie auch wirkt, als hätte man Berlin bereits Stunden hinter sich gelassen.

Leider konnten Auge und Kathrin nicht mitmachen, denn Kathrin hatte sich verletzt und Auges Katze musste heute operiert werden. Lieber Auge, ich hoffe Deiner Katze geht es wieder gut und sie erholt sich schnell!

Die Bahn patzte dann auch gleich auf dem ersten Streckenabschnitt. RE2 Richtung Spandau 25 min Verspätung. Damit war mein Zeitplan dahin oder etwa doch nicht? Nicht ganz, denn am Alex gab es noch irgendeine RB zum Zoo und von da aus führten mich dann Busse bis nach Kladow. Unterwegs fing es aber bereits so heftig an zu regnen, dass der Bus stellenweise unterzugehen drohte. An der Bushaltestelle musste ich mir erstmal einen Unterstand suchen und den Weg hinunter zum Hafen hätte ich mit einem Wildwasserkanu fahren können. Sturzbäche!

Ich überlegte kurz, ob es sich überhaupt lohnt, bei diesem Wetter zum Startplatz zu gehen. Ich würde ja innerhalb weniger Sekunden völlig durchnässt sein und wenngleich ja zunächst 1,5 km schwimmen auf dem Plan standen, war es keine gute Vorstellung, dass auch meine Wechselsachen usw. völlig durchnässt sein würden. Jedoch hatte Kathrin, die leider aufgrund einer (nach den äußeren Spuren) äußerst schmerzhaften Verletzung am Ellenbogen nicht starten konnte, zugesagt, dass sie zum Start käme und anfeuern würde. Und ich wollte nicht, dass sie den weiten Weg umsonst angetreten hätte. Also Augen zu und durch und ab in den Regen.

Kurze Zeit und einige mutige „Flussüberquerungen“ später war ich am Startplatz. Die Athleten, die ein Auto hatten, versteckten sich dort. Alle anderen standen dicht gedrängt unter einem der zwei Pavillons, die vom Veranstalter aufgestellt worden waren. Aber das Wetter hatte ein Einsehen und der Regen hörte in dem Moment auf, als ich am Startplatz ankam. Kurze Zeit später traf ich auch schon Kathrin. Toll, dass sie sich wirklich auf den Weg gemacht hatte!

Meine Startnummer war die 33. Bei deren Abholung hörte ich schon etwas von einem Neoprenverbot. Das Wasser sollte angeblich 24 Grad haben und laut DTU-Regeln darf bei Kurzdistanzen nur bis 22 Grad mit Neo geschwommen werden. Eine Entscheidung wurde mir also abgenommen. Einige Athleten murrten zwar und so wie ich hörte, sollen auch ein zwei Athleten wieder nach Hause gefahren sein, ohne an den Start zu gehen aber mal ehrlich, 1,5 km kann man im Hochsommer auch locker ohne Neo schwimmen.

Insgesamt hatten sich vielleicht so 80 Athleten eingefunden. Es gab drei verschiedene Wettkämpfe. Die Aqua Classic mit 1,5 km schwimmen und 12,8 laufen. Den Aqua Sprint mit 750 schwimmen und 6,4 laufen und die Teamstaffeln. Alle starteten gleichzeitig. Kurz vor 9.00 Uhr sollte es ins Wasser und Punkt 9.00 auf die Strecke gehen.

Gesagt, getan! Nur meine ich, dass das Wasser eher keine 24 Grad hatte. Der Regen hatte für Abkühlung gesorgt. Dennoch war es gut auszuhalten und ab ging es, auf die erste von 2 Schwimmrunden. Jeder der sich schonmal einen Triathlon oder ein Freiwasserschwimmen angetan hat weiß, dass da am Anfang nicht gespaßt wird. Da bekommt man Füße ins Gesicht, Hände klatschen auf den Körper und manchmal wird man auch einfach überschwommen. An den Wendebojen wiederholt sich das dann regelmäßig. Heute war es aber alles relativ entspannt. Ich fühlte mich eigentlich ganz wohl im Wasser, wenngleich es stellenweise doch kalt oder sagen wir mal ungewohnt war.

Am Schwimmausstieg gab es Anfeuerung von Kathrin. Der Wechsel dauerte dann aber etwas, da ich nicht nur in die Schuhe sondern auch ins Runners-Shirt schlüpfen musste. Schnell noch meine Rennverpflegung (Dattelmuss mit Kokosöl und Zitrusraspeln) in die Tasche und los.

Ich hatte Glück und konnte mich gleich an die Fersen einer anderen Athletin heften, die ein gutes Tempo und einen guten Rhythmus lief. Die Laufstrecke (4 Runden) war anspruchsvoll, denn es ging stellenweise ordentlich bergauf und der Regen hatte die Strecke ganz schön aufgeweicht. Am Ende jeder Laufrunde ging es durch den Start-Ziel Bereich und dort gab es neben anfeuerndem Applaus von Kathrin auch Wasser. Beides tat gut.

In der dritten Laufrunde konnte ich im Tempo ganz gut zulegen. Leider musste ich dabei meine Schrittmacherin hinter mir lassen. Ich nahm mir fest vor, ihr im Ziel zu danken aber leider habe ich sie dann nicht mehr gesehen. Etwa 200 m vor mir lief mein Wechselplatznachbar. Er war mit mir zusammen aus dem Wasser gestiegen, wechselte aber schneller auf die Laufstrecke und hatte so etwas Vorsprung. Diesen Vorsprung wollte ich wett machen. Kathrin rief mir dann am Ende der 3. Runde zu, dass ich auf der letzten Runde noch mal Gas geben könnte und zack, hatte ich meinen Nachbarn ein- und überholt. Die 1,5 km schwimmen und 12,8 km laufen beendete ich mit einer Zeit etwas über 1:39 Stunden und war vollkommen zufrieden., hatte ich mir doch in etwa so eine Zeit vorgenommen.

Das Wetter war nun richtig schön und es war warm. Kathrin erzählte mir von einer anderen veganen Läuferin, die bei der Staffel mitgemacht hätte und die auch bald ins Ziel kommen müsste und wir beschlossen zu warten und sie in Empfang zu nehmen. Frederike lief großartig. Herzlichen Glückwunsch! Sie erzählte, dass sie sich nicht getraut hätte, ihre Teilnahme zu offenbaren. Das war natürlich völlig unnötig, freuten wir uns doch sehr, noch eine Mistreiterin aus unseren Reihen dabei zu haben und schließlich machte sie ja auch ein tolles Rennen. Beim nächsten Mal ist sie deshalb ganz offiziell mit dabei!

Wir machten uns zu dritt auf den Rückweg zum Bus und am Bahnhof Spandau trennten sich unsere Wege. Ich hoffe, Kathrin und Frederike hatten noch einen tollen Sonntag!

Ich lege jetzt die Beine hoch und freue mich auf den nächsten Wettkampf!

Liebe Grüße
Alex

PS: Ach ja, Platz 30 insgesamt und eben Platz 3 meiner AK 🙂

Verfasst von Alexander Malchow

5i50, 01.07.2012

Hi,

heute möchte ich vom gestrigen 5i50 Triathlon in Berlin berichten. Gleichmal vorab noch einmal vielen Dank an Andrea und ihren Freund, dass das mit dem Shirt so gut geklappt hat!

Der 5i50 Berlin hatte am Sonntag Premeire in der Stadt. Es handelt sich dabei um einen Triathlon olympischer Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen), jedoch ohne Windschattenfreigabe, so dass man auch mit einem Triathlonrad oder -Ausfatz fahren darf. Die Serie wird weltweit ausgetragen.

Das Schwimmen fand in der Spree und zwar um den alten Zollanleger am Badeschiff im Kreuzberg statt. Die Nach von Samsatg zu Sonnatg ließ zunächst nicht Gutes erwarten, ich hatte fast damit gerechnet, dass das Schwimmen ausfallen würde aber der Sonntag präsentierte sich dann mit Sonnenschein und fast schon zu warmen Temperaturen.

Die Wechselzone war in der Arena eingerichtet und da kamen etwa 1.000 Starter zusammen. Das war schion eine tolle Kullisse zumal auch hochkarätige Profis am Start waren. Leider hatte sich Michael Raelert im Training den Fuß verknackst und konnte nicht starten. Er übernahm stattdessen die Moderation.

Ich war der zweiten Startwelle zugeordnet und so ging es gegen 8.10 Uhr ab in die Spree. Das Wasser war erstaunlich gut (ich hatte da eher eine Kloake erwartet) . Los ging es erstmal Richtung Schlesisches Tor und dann nach der ersten Wende am Anleger entlang, am Molekular-Men vorbei bis fast zur Elsenbrücke und dann nach der Wende auf der anderen Seite Richtung Badeschiff zurück. So richtig wohl fühlte ich mich allerdings beim Schwimmen nicht. Irgendwie kam ich nicht in den Rythmus und so litt dann auch die Zeit ein wenig. Aber ich hatte mir ja nichts weiter vorgenommen, als dabei zu sein und Spaß zu haben.

Raus aus dem Wasser und aufs Rad. Es ging dann durch Treptow und Neukölln über den Columbiadamm zum Tempelhofer Feld. In Neukölln waren aber fast alle noch am Schlafen und so waren nur die Streckenposten als Zuschauer an der Strecke. Auf dem Feld war es relativ windig und ich war froh, dass es ein Non-Drafting Rennen war und ich mich schön tief auf meinen Zeitfahrlenker legen konnte. Der Gegenwind konnte so nicht viel ausrichten. Radfahren auf dem Tempelhofer Feld ist herrlich, denn so breite, völlig autofreie Strecken gibt es sonst nirgends. Ich hatte meinen Rythmus gefunden. Es galt drei Runden von 10 km Länge auf dem Feld zu bewältigen und es lief gut.

Leider hatte ich dann aber auf der Hälfte der zweiten Runde das Pech, dass mir eine Biene direkt oben in den Helm flog. Oder andersrum hatte die Biene das Pech, dass ich ihr in die Flugbahn fuhr. Erstmal drin im Helm ging es für sie leider nicht wieder raus. Die Biene reagierte darauf, wie Bienen das nunmal tun, sie stach zu. So ein Bienenstich direkt in die Mitte des Schädeldachs verursacht ordentliche Schmerzen und gleich darauf hatte ich das Gefühl, der Zahnarzt hätte mir eine Betäubungsspritze direkt unter das Schädeldach gesetzt. Bis zu den Ohren wurde es taub. Ich musste also anhalten, den Helm abnehmen (wobei ich mich fragte, ob das denn nach dem Regelwerkr erlaubt ist, denn mit dem Helm sind Kampfrichter sehr streng) und die Biene ausschütteln. Leider reißen sich Bienen ja den Stachelapparat heraus, wenn sie stechen, was sie wohl (so wie ich gehört habe) regelmäßig nicht überleben. Vergleich man also mein taubes und dennoch schmerzendes Schädeldach mit dem Schicksal der Biene, bin ich gut weggekommen.

Nach einer kurzen Besinnungspause entschloss ich mich wieder aufs Rad zu steigen und weiterzufahren. Was sollte ich auch tun, ich stand ja mitten auf der Startbahn und musste ohnehin irgendwie in den Zielbereich kommen. Das Radfahren klappte aber ganz gut und an der nächsten Verpflegungsstelle griff ich mir eine Flasche Wasser und schütte sie in den Helm. Das kühlte und so fuhr ich den Radsplit zu Ende.

Ich hatte das Runners-Shirt für das Laufen vorgesehen und so steckte es natürlich im Kleiderbeutel für das Laufen. Also nicht lange überlegt, ab in die Wechselzone, Lauschuhe und Runnersshirt angezogen und los auf die 10 km. Am Anfang lief ich noch etwas zurückhaltender. Einerseits weil ich noch nicht allzu viele Koppeltrainings dieses Jahr gemacht hatte und erstmal gucken wollte, wie die Beine sich anfühlen und zum anderen war ich mir auch unsicher, ob der Piekser nicht doch irgendelche Auswirkungen haben würde (bis auf das Pochen und das Taubheitsgefühl). Aber es lief sich ganz gut und zur Mitte der ersten von zwei Laufrunden hatte ich einen guten Rythmus, der mich bis ins Ziel trug.

Die Zeit war natürlich durch die Bienenepisode nicht besonders gut aber mir wars egal. Ich hatte richtig Spaß, der Wettkampf war vom SCC Berlin sehr gut organisiert und im Ziel gab es neben Medaille und Finisher-Shirt lecker geviertelte Orangen, von denen ich so einige verschlang.

Das Finish gestern sichert mir den Startplatz für den Ironman 70.3 nächstes Jahr in Berlin und da werde ich wieder am Start sein.

Jetzt gilt es etwas auszuruhen, um dann die letzten Wochen vor dem Aquathlon zum Training zu nutzen.

Eine gute Woche Euch und viele Grüße
Alex

PS: Ich finde es immer ganz amüsant, wie man den Leuten am Streckenrand ansieht, dass sie nicht glauben, dass man vegan und sportlich sein kann.:-). Sobald es Bilder von gestern gibt, leite ich sie weiter.

Verfasst von Alexander Malchow

4. Berliner 5x5km TEAM-Staffellauf 15.6.2012

Vegan Runners starten zum 4. Mal beim Berliner 5x5km TEAM-Staffellauf am 15. Juni 2012

Beim Berliner 5 x 5 km-TEAM-Staffellauf in 2009 hatte alles mit einer einzelnen Staffel begonnen – natürlich durften die Vegan Runners aus Berlin, Potsdam und Umgebung da auch bei der Neuauflage in 2012 nicht fehlen. Zum 4. Mal in Folge beteiligten wir uns an einer der beliebtesten Laufveranstaltungen Deutschlands, diesmal mit drei Staffeln, also 15 veganen Läuferinnen und Läufern.

Nach einem extrem verregneten Vorjahres-Event waren wir auf das Schlimmste gefasst. Doch das Wetter meinte es in diesem Jahr gut mit uns, und so trafen wir uns an einem sonnigen, wenn gleich auch noch recht kühlen Frühsommer-Abend im Berliner Tiergarten, um uns mit insgesamt 4.348 anderen  Teams im sportlichen Wettkampf zu messen. Als Staffelstäbe sollten uns in diesem Jahr nicht wie bisher die traditionellen Karotten Glück bringen, sondern mit entsprechenden Aufklebern verzierte Kochlöffel, die hervorragend die Verbindung zwischen zwei unserer größten Leidenschaften – dem Sport und der veganen Kochkunst – symbolisierten.

 

Im Ergebnis konnten alle drei veganen Teams neue Bestzeiten aufstellen:

Die Schnellsten 5 mit der Startnummer F1505 erliefen sich mit 1:48:57 einen äußerst respektablen 164. Platz in der Gesamtwertung. Böse Zungen behaupten, sie wären nur so schnell gewesen, um früher zu unserem leckeren veganen Mitbring-Picknick zurückkehren zu können…

Auch Team 2 (inoffizieller Titel: Lahm aber vegan) mit Startnummer F1506 machte einen gewaltigen Satz nach vorne und kam nur knapp 10 Minuten später mit einer Gesamtzeit von 1:58:06 ins Ziel. Platz 554 der Gesamtwertung demonstriert, dass vegan alles andere als lahm sein kann!

Last but not least konnten dann auch unsere Mädels mit 2:17:25 eine deutliche Verbesserung der Vorjahres-Ergebnisse erzielen. Der Lohn: Platz 93 (von 403) bei den Frauen-Teams für F1507! Und ja – auch alle 5 Läuferinnen haben vom Picknick natürlich noch etwas abbekommen!

Wir kommen wieder, keine Frage – die Startplätze für 2013 sind quasi schon reserviert. Offen ist nur, wieviele Teams wir dann sein werden und ob es uns gelingt, erstmals mit mindestens einer vierten Mannschaft an den Start zu gehen. Lust, dabei zu sein? Wir freuen uns immer über Zuwachs und auf deine E-Mail unter runners[at]berlin-vegan.de!

Weitere Infos zum Lauf und alle Ergebnisse findet ihr unter http://www.berliner-teamstaffel.de/

 

BIG 25, 06.05.12

2012- BIG25
2012- BIG25

Mein Laufbericht:
Berichtet man über einen Berliner Citylauf, berichtet man über alle. Aber irgendwie auch nicht, denn viele der innerstädtischen Läufe haben ihre Besonderheit. So auch der BIG 25, angeblich der älteste Stadtlauf Berlins, der am Sonntag wieder anstand. Traditionell mit der klassischen Strecke von 25 Kilometern, aber auch mit einer Halbmarathondistanz und den 10 Kilometern. Insgesamt nahmen 10.478 Läufer teil. Ich hatte mich für die 25 Kilometer angemeldet. Es herrschte perfektes Läuferwetter. Acht Grad, kein Regen, kaum Wind, dafür aber auch mit einem trist und grau bedeckten Himmel. Um 10 Uhr fiel der gemeinsame Startschuss auf dem Olympischen Platz zu Fuße des Olympiastadions. Ich lief konstant durch. Ohne Highlights und ohne herausfordernde Anstrengung. Trotz der Temperaturen schwitze ich viel Wasser, sodass ich an jedem der vier Getränkestationen mindestens zwei Becher Wasser griff. Am Ende war meine Kleidung klitschnass.
Bei 2 Stunden und 13 Minuten lief ich durch das Ziel. Es hätte auch besser sein können. Aber am Ende ist man immer schlauer. –

Und was ist das Besondere an diesem Lauf, der wie die anderen Läufe eben auch an den vielen Sehenswürdigkeiten der Berliner City entlang führt? Es ist vor allem der Zieleinlauf! Denn wenn man wieder am Olympischen Platz ankommt, läuft man zunächst außen am Stadion entlang, schwenkt dann aber irgendwann und läuft in die Katakomben des imposanten Gebäudes ein. Im unterirdischen Gebäudegang steht dann nochmal eine Trommlerband, die es rhythmisch richtig knallen lässt, – intensiviert durch den Schall, kommt da das erste Mal richtig Gänsehaut auf. Von da an läuft man schon aufgeputscht den Weg entlang, welcher mit vielen Bodenstrahlern beleuchtet ist, in Richtung des grellen Lichts am Ende des Tunnels. Man hört schon das Jubeln und Getöne, welches vom Stadion dringt, und je näher man kommt, desto lauter wird es. Und dann läuft man hinein! Wie ein Bekannter zu Recht berichtete, glücklich mit Pippi in den Augen und mit einem ordentlichen Schwall Gänsehaut. Es haut einen glatt um, aber man läuft weiter, auf die blaue Tartanbahn. Eingerahmt von dieser riesigen Stadion-Schüssel, die 70.000 Menschen Platz bietet. Und man läuft. Noch eine Bahn. Und sieht sich mit etwas Glück auf der riesigen Leinwand, die mitten in der Südkurve steht. Am Ende ist es wie eine berauschende Erfahrung. Man läuft ins Ziel. In den paar Rängen, in gleicher Höhe, jubeln hunderte gar tausende Zuschauer. Es ist der Hammer! – Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!!!

Bis dann,

Auge.

Verfasst von Andreas Augstein (Auge)

6. Airportrun, 22.04.12

2012_airportrunDie sechste Auflage des Airportrun stand am vorigen Sonntag an. Zum letzten Mal vor der anstehenden Inbetriebnahme konnte man über die Start- und Landebahn des Großflughafens BBI entlang laufen. Ich hatte mich für die 21 Kilometer-Strecke entschieden. – Die Anreise war für mich wie eine kleine Weltreise. Um 06:30 Uhr in der Früh (am Sonntag -, um das nochmal zu betonen!!!) klingelte der Wecker. Etwa vierzig Minuten brauchte ich von Wittenau mit Bus und Bahn Richtung S-Bahnhof Flughafen Schönefeld. Besonders das letzte Stück mit der S-Bahn, als an mir die unbebaute Weite, Kleingartensiedlungen und mal in Betrieb, mal leer stehende Industrieanlagen vorbei flogen, machte sich bei mir Fernweh breit. Als ich dann endlich um 08:30 Uhr am S-Bahnhof Schönefeld ankam, ging es mit extra eingerichtetem BusShuttle weiter. Husch, kurz angestanden und schon saß ich im Bus. Nochmal gemütliche 20 Minuten Fahrt und aus dem Fenster gucken. Schließlich erreichten wir den Flughafen. An einem von zwei großen Wartungshallen für Flugzeuge hielt der Bus. Um 09:00 Uhr war ich dann also da. Bis zum Start um 10 Uhr hatte ich noch genügend Zeit, und so inspizierte ich erst mal die Gegend. Es gab eine große Bühne, Infostände, Imbissbuden und eine ganze Menge Biertische. Auch genügend viele Toiletten und Duschen. Am anderen Ende des Flughafens konnte ich in einigen tausend Metern Entfernung das Terminal sehen. Hier und da waren auch einige aufgeschüttete Sand- oder Geröllhaufen zu sehen und einige Bagger standen still herum. Vor allem aber herrschte die Weite mit einer endlos glatten Fläche aus Beton und Wiese. Nach der Inspizierung zog ich mir meine Laufklamotten an, kurze Hose und kurzärmliges Shirt, obwohl der Wetterbericht Regen und Wind voraussagte und dem auch der graubedeckte Himmel gerecht wurde, und gab anschließend noch meinen Kleiderbeutel ab. Mittendrin steuerte Andrea mit familiärem Anhang auf mich zu. Gerechnet hatte ich nicht mit ihr, hatte ich doch die Tage vor dem Lauf nichts per E-Mail gehört. Sie erzählte mir, dass sie sich zuletzt wegen ihrer Arbeit ordentliche Blasen an den Füßen gelaufen ist und sich bis zum Schluss offen halten wollte, ob sie den Lauf mitmacht. Jetzt, wo sie da war, wollte sie eventuell nur die 10 Kilometer joggen, auch wenn sie sich für 21 Kilometer angemeldet hat. Nach einem kurzen Plausch war das Warmlaufen angesagt und kurz darauf reihten wir uns in unsere Startblöcke ein. Just kurz vor dem Startschuss bildeten sich Wolkendurchbrüche und die Sonne schien kräftig herab. Fast 4000 Tausend Läufer standen am gemeinsamen Start von 10 und 21 Kilometer. Endlich ging es los! Nachdem die Startlinie hinter mir lag, ließ ich die Wartungshallen rechts neben mich und lief die halbe Schleife entlang, um auf die südliche Start-und Landebahn zu gelangen, die 600 Meter breit ist und vier Kilometer lang. Der Wind blies einem kräftig entgegen und machte das Laufen schwerer. Aber es gab, zwar selten, auch windstille Momente, nur waren die meistens dann, wenn man gehofft hatte, es könne jetzt nur Rückenwind geben. Von der Start- und Landebahn konnte man in alle Richtungen bis zum Horizont gucken und mit den kräftigen grauen Wolken am Himmel und der Sonne, die an einigen Stellen durchbrach, hinterließ das ein sehr beeindruckendes Gefühl. Wehte der Wind nicht, war es dazu auch noch richtig still. Das Auftreten der Läuferfüße dämpfte der Beton sehr gut ab, außerdem zog sich das Läuferfeld immer weiter in die Länge. Und so war man mit sich selbst beschäftigt und hatte mehr mit sich zu kämpfen, als wenn immer wieder neue Eindrücke auf einen einprasseln, es Schaulustige am Rand gibt, oder Bands und Trommler, die einen einheizen. All das war nicht. Die letzten 5 Kilometer vielen mir richtig schwer und ich war doch froh, als ich durch den Zieleinlauf lief. Kurz nach mir lief auch Andrea ein. Dank Blasenpflaster waren es dann doch 21 Kilometer. Nach einem Foto für den Verteiler verabschiedeten wir uns. Nachdem ich geduscht hatte, entspannte ich mich auf meiner langen Heimkehr, glücklich und stolz und mit einer Medaille in der Hand.

Schade, dass es das letzte Mal in dieser Art den Airportrun gegeben hat, denn solange kein Sauwetter herrscht und es nicht allzu kalt ist, ist es doch ein besonderer Lauf.

Bis dahin, es grüßt
Auge
(Andreas)

Ergebnisse:
Augstein, Andreas Wolfgang (GER) Vegan Runners 01:55:03 01:51:06
Hayn, Andrea (GER) Vegan Runners Berlin 02:02:42 02:00:34

Berlin Läuft News:
Japhet Korir bricht Streckenrekord, 3.972 Läufer auf dem neuen Flughafen BER
[22.04.2012] – Zwei Rekorde gab es am Sonntag bei der sechsten Auflage des Berliner Airport Run. Mit 3.972 Läufern, die über die Halbmarathondistanz beziehungsweise über 10 km an den Start gingen, verzeichneten die Veranstalter von BERLIN LÄUFT einen Teilnehmerrekord. Sehr deutlich wurde damit die Vorjahreszahl von 2.125 Läufern übertroffen. Für den spitzensportlichen Höhepunkt sorgte auf dem neuen Hauptstadt-Airport Berlin-Brandenburg (BER), der in rund zwei Monaten eröffnet wird, Japhet Korir. Der Kenianer brach über 10 km den Streckenrekord und war nach 29:15 Minuten im Ziel.
Im Rennen der Männer über 10 km war schnell klar, dass die Kursbestzeit, die André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) im vergangenen Jahr mit 31:15 Minuten aufgestellt hatte, deutlich unterboten wird. Die Kenianer Japhet Korir und David Kogei machten das Tempo und steuerten klar auf eine Endzeit von unter 30 Minuten zu. Japhet Korir setzte sich schließlich mit 29:15 vor seinem Landsmann Kogei durch, der nach 29:25 im Ziel war. Dritter und damit bester Berliner in diesem Rennen war der Berliner Adam Pardoux in 34:09.
Bei den Frauen gab es über 10 km keine internationale Konkurrenz. Hier setzte sich Karsta Parsiegla (SCC Berlin) in 39:36 Minuten vor Lisa-Maria Schreier (LAZ Salamander Kornwestheim/40:13) und Krissy Barduhn (Kleinmachnower LC/41:55) durch.
Beim Halbmarathon gewann auf dem Gelände des neuen Flughafens – gelaufen wurde auch über die zukünftige Start- und Landebahn – Isaac Cheruiyot praktisch konkurrenzlos. Der Kenianer war nach 1:04:39 Stunden im Ziel. Zweiter wurde Dirk Kiwus (Berlin) in 1:17:10 vor Max Böttner (SVE Frankenhain/1:20:40). Schnellste Frau war über die 21,0975-km-Distanz Katja Czerr (Tri-Team Berlin) mit 1:36:49. Sie gewann vor Christiane Müller (SCC Berlin/1:37:09) und Manuela Edler (LC Ron Hill Berlin/1:37:41).

Links:
http://www.airportzentrale.de/teilnehmerrekord-beim-6-airport-run-in-berlin/14826/

30. Pankower Frühlingslauf, 14.04.12

Der Name war Programm. – Am Samstag schien die Sonne schön kräftig, bei etwa acht bis zehn Grad. Dazu passte auch, dass es endlich überall grün wird und das die Strecke am Rand einer Parkanlage (südlicher Zipfel der Schönholzer Heide) entlang führt. Mein Fazit gleich am Anfang: Der Pankower Frühlingslauf ist ganz nett, aber auch nicht allzu besonders. Auch wenn es durch den Park geht, der Fahrzeuglärm ist allgegenwärtig. Pluspunkte gibt es für den Moderator, der mit Hilfe der Flächenbeschallung durch Lautsprecher die Show an den Man / die Frau bringt, und natürlich auch dafür, dass es Umkleidekabinen und Duschen gibt.
Bei mir stand die 12,5 Kilometer-Strecke auf dem Programm. Kathrin hatte sich angekündigt, um tatkräftig Anzufeuern. Gegen 11 Uhr fiel der Startschuss. Ich hoffte auf eine Zeit knapp unter eine Stunde. Der Laufweg war harter Waldboden, hier und da etwas schottern und mit Wurzeln überzogen. Nach wenigen Hundert Metern folgte ein steiler Anstieg und man musste eine ordentliche Anhöhe überwinden. Als ich den Berg danach wieder herunter lief, wünschte ich mir weitere schöne Abstiege. Die sollten auch noch kommen, denn die Strecke hatte fünf Runden. Als ich das zweite Mal den Berg hinauf lief, war mir klar, nicht nur Bestzeit ist hier nicht drin. Die Beine waren schwer und meine Geschwindigkeit nahm stetig ab. Im Start-Ziel-Bereich stand Kathrin und feuerte mich an. Dort machte ich dann wieder einige Sekunden gut. In der dritten Runde zog dann langsam ein älterer Läufer an mir vorbei, der auf meine Höhe sagte: „Jetzt ne Bratwurst!“ Ich war erst perplex, antwortete dann aber: „Oder ne Zigarette!“ Daraufhin murmelte er irgendwas wie „Das jetzt nicht…“, um dann laut und demonstrativ wie bei einer Rezitation zu sagen: „Trennkost – Das Fleisch vom Knochen trennen“. Er zog an mir vorbei und am Rücken seines Laufshirts stand in großen Lettern „Evangelische Läufergemeinde“ und darunter folgten Daten von den absolvierten Läufen. Ich rief dann noch: „Auge um Auge. Zahn um Zahn!“ Er murmelte noch etwas und zog dann von dannen. Allmählich zogen immer mehr Spitzenläufer an mir vorbei, die mich umrundet hatten.
Es lief nicht sonderlich gut. (Obwohl, solange man Gespräche führen kann, kann es ja gar nicht so schlimm gewesen sein.) Ausreden hat man ja immer. Vielleicht lag es daran, dass ich schlecht geschlafen hatte oder auch daran, dass ich dummerweise auf leerem Magen lief? Jedenfalls galt es nur noch, durchs Ziel zu kommen. Bei etwa 1:06 lief ich ein. Froh darüber. Kathrin erwartete mich mit einem Becher Wasser, den ich gierig leerte. Ein Bekannter (der Moderator) kam noch auf mich zu und freute sich: „Nicht wahr, der Berg ist heftig!“ Kathrin steuerte bei und wusste, dass es eigentlich ja fünf Berge waren. Ich bekam gleich darauf noch eine Urkunde und eine Rose in die Hand gedrückt. Die Rose ging dann an Kathrin weiter. Wir saßen noch einige Minuten in der Sonne. Und dann ging es ab nach Hause. Im Großen und Ganzen war es doch (wiedermal) ein toller Lauf.

An Kathrin: Vielen vielen Dank nochmal für die Unterstützung!!! J

Es grüßt Auge
(Andreas)
P.S:

http://www.ksv90-berlin.de/Ausschreibung.htm – Homepage des Veranstalters

http://g.co/maps/2q32u – Google Map, die Sportanlage und der irgendwo unter den Bäumen die Strecke…

23. Lauf der Sympathie 18.03.12

Lauf der Sympathie 2012
Hallo ihr Lieben!

Um exakt 11 Uhr ging es heute von Falkensee (in Brandenburg) Richtung Spandau (Berlin) los zum 23. Lauf der Sympathie. Wie immer recht weit hinten eingereiht standen wir für einen kurzen Moment beisammen, Auge, Matze, Diana und ich. Dann ging es los, Stau, jede Menge Läufer_innen. Matze zischte sofort von dannen, während ich mich noch an Auge hielt. Den musste ich nach km 1 dann ziehen lassen –der war mir einfach zu schnell:), Diana war im Trubel nicht zu sehen. Bei 20 Grad und Sonne ging es auf der Strasse Richtung vormaliger Grenze. Die Kilometerschilder waren schnell übersehen, etwas Trost (‚Ja, ich komme voran‘) lieferten die Teilnehmer der Kinderstaffel die am Strassenrand warteten. Nach einer Weile hatten wir alle raus, dass sie wohl jeweils 2km Stücke liefen.

Schon recht schnell merkte ich, dass ich im Vorfeld nicht genügend getrunken hatte. Und dann auch noch die Hitze und das lange Thermounterhemd! Die Grenze kam nach ca. 5km in Sicht — aber leider
kein Getränkestand, den gab es nicht. So schielte ich nur neidisch auf die persönlichen Wasserträger am Strassenrand die auf ihre Kamele warteten. So jedenfalls kams mir vor. Bei km 7 allerdings entdeckte ich ein Strassenschild meines Heimatlandkreises und das motivierte mich wieder, meinen Vordermann zu überholen.

Von den breiten Strassen ging es erst auf den letzten ca. 500m runter in die Altstadt Spandaus, um einige Ecken auf Kopfsteinpflaster herum dann doch am Rathaus anzukommen. Nach jeder Ecke hoffte ich da aufs Ziel!

Nach 54:53m war ich endlich da — und in der Verfassung hätte ich Matzes Bier auch ausgetrunken wenn es nicht alkoholfrei gewesen wäre!

Tja, der ist laut seiner Aussage ein entspanntes Rennen gelaufen — und kam nach 39:44m ins Ziel!

Ohne Worte.

Auge hat seine Bestzeit gut unterboten und kam nach 50:56m an und Diana nach 55:29m — alles in allem waren wir echt superfix!

Die Kleiderbeutel die wir in Falkensee abgegeben hatten konnten wir hier wieder einsammeln und mit ein bisschen Detektivsinn schafften wir es
auch, die Duschen zu finden.

Beim anschliessenden Brunchen im Veganz machte Matze dann doch aber erstaunlich schnell erstaunlich schlapp (Nach 4 Tellern!) und meinte,
das wäre der anstrengendste Teil des Tages… nun ja.

Das hat Spaß gemacht!

Viele Grüße aus Potsdam!

Kira