1. Vegane Ultramarathonstaffel B12 vom 17. bis zum 19. Mai 2013

2013_ultra_1Vom 17. bis 19. Mai fand in Bayern ein ganz besonderer Lauf statt, die erste vegane Ultramarathonstaffel B12, organisiert von Laufen gegen Leiden. Von Lindau am Bodensee bis an die tschechische Grenze ging es 440km quer durch Bayern, immer mehr oder weniger genau entlang der B12. 9 Teams zu 4 Personen sollten jeweils 50km laufen.

Aus der Berliner Vegan Runners Gruppe waren wir, Matze und Kira, dabei. F├╝r uns war es der erste Ultramarathon, deshalb waren wir im Vorfeld schon ein wenig aufgeregt. Nach dem langen Winter hatten wir durchaus einen gewissen Trainingsr├╝ckstand, aber dass wir den Spreewaldmarathon vier Wochen vor der Staffel gut hinter uns gebracht hatten, beruhigte.

Matze vor dem StartMatze:
Unsere Gruppe, die dritte der Staffel, startete kurz vor halb zw├Âlf (nachts) mitten auf dem Lande bei Immenhofen. Wir vier waren alle etwas nerv├Âs, au├čer Thomas hatte noch niemand einen Ultralauf absolviert und ein Lauf bei Nacht auf unbekannter, nicht abgesperrter Strecke versprach spannend zu werden. Wir hatten lediglich einen Track auf unsere beiden GPS-Ger├Ąte geladen, den der Staffel-Organisator Mark vorher per G*-Maps erstellt hatte. Los ging es also frohen Mutes und mit Stirnlampen bewaffnet in die Dunkelheit. Ich hatte ein geliehenes Wander-GPS dabei, mit dem ich vorher nur einmal das Navigieren erprobt hatte. Schon nach 2 Kilometern kam dann die erste Herausforderung: Der Track verlief in einer schnurgeraden, fast tangentialen Linie von unserem Feldweg auf der einen Seite der B12 auf die andere Seite der Bundesstra├če. Tja, nicht lange gefackelt, die B├Âschung hoch, auf die B12 und so lange dort geblieben, bis auf meinem GPS – zum Gl├╝ck mit Karte – wieder ein Weg mit passendem Abstieg durch die B├Âschung zu sehen war. Das war die erste von einigen noch folgenden „kreativen Streckenf├╝hrungen“, die wir dann im Laufe der Strecke absolvieren. Zum Gl├╝ck war auf unserem GPS eine Wanderkarte mit recht detailliertem Wegenetz, so dass es sogar Spa├č machte, um die diversen Hindernisse wie z.B. Wildz├Ąune oder sumpfiges Gel├Ąnde zu navigieren. Einmal ging es dann auch durch einen etwa 3 Meter breiten, kn├Âcheltiefen Bach. Unser einziges ernsteres Streckenproblem hatten wir dann so etwa bei Marathondistanz nach der vierten Verpflegungsstation, als uns dann ein Bach, der schon fast ein kleiner Flu├č war, den Weg versperrte und sich einige Wege als Sackgassen herausstellten. Aber nach einem weiteren Umweg waren wir wieder auf der Strecke und liefen schlie├člich nach 52km am Ortsschild von Landsberg am Lech vorbei. Es schlossen sich die gef├╝hlt 3 l├Ąngsten Kilometer der Strecke entlang einer seeehr langen Ortsstra├če an, bis wir dann angestrengt, aber in guter Stimmung im morgendlichen Licht in der Altstadt ankamen. Unser Lauf hat – gerade auch wegen seines teilweise etwas abenteuerlichen Charakters – echt Spa├č gemacht und ich hatte drei
tolle Laufpartner im Team, die die ganze Zeit gut gelaunt waren. Und sogar von Blasen bin ich verschont geblieben!
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Kira vor dem StartKira:
Ich war in Gruppe F (6), die Kilometer 250-300 laufen sollte. Leider fielen verletzungsbedingt zwei der L├Ąufer aus, sodass Thomas und ich nur zu zweit waren. Samstag nachmittags ging es f├╝r uns an einem Waldweg kurz vor Maitenbeth (ca. 20km ├Âstlich von M├╝nchen) los. Wir warteten auf die Gruppe vor uns, die wir wenige Stunden zuvor in der M├╝nchner Innenstadt noch angefeuert hatten. Kurz vor vier Uhr kamen sie in Sicht, flott entlang der Bundesstra├če — dann wurde kurz abgeklatscht und gratuliert — und los ging es f├╝r uns. Es war warm, etwa 20 Grad, und es hatte eine gute Brise, leider aber aus der falschen Richtung. Nach ca. 2km direkt entlang der Bundesstra├če konnten wir auf einem Fahrradweg einbiegen, und liefen gem├╝tlich (d.h. mit knapp 6:15-6:30/km) durch die h├╝gelige h├╝bsche Landschaft, viel Gr├╝n und dazwischen zwiebelige Kircht├╝rme. Bei km 10 war der erste Versorgungspunkt, wo uns die Helfer
von Sea Shepherd mit von lifefood gesponsorten Nahrungsmitteln versorgten. Ich musste hier meinen Trinkrucksack ablegen. Er war zu leicht, „nur“ mit 1l Wasser beladen, und ich hatte zum ersten Mal das kurz├Ąrmlige Trikot an — es fing an zu scheuern. Ab da lief ich mit einer 0.5l Flasche Wasser und den Streckenabschnittskarten in der Hand. Das ging erstaunlich gut. Bei km 12 sahen wir eine lustige Eidechse in gr├╝n-rot! Bei km 14 ging es leider direkt an die Bundesstra├če. Wir liefen, der StVO gem├Ą├č, am linken Fahrbahnrand. Als erstes wollte uns ein SUV-Fahrer (bayrisches Fabrikat) Angst einjagen indem er einen Schlenker auf uns zu machte. Kurz danach war die Fahrbahn vor uns komplett frei, und wir atmeten schon durch. Dann kam aber ein ├ťberholender mit einem irrwitzigen Tempo von hinten knapp 30cm entfernt an uns vorbeigeschossen. Mit der inneren Ruhe war es dann endg├╝ltig vorbei, als wir bei km 16 an einer Bushaltestelle fremdenfeindliche Aufkleber entdeckten. In Ermangelung geeigneter Mittel konnten wir diese leider nicht entfernen, aber Fotos und Beschreibung werden an das zust├Ąndige Busunternehmen weitergeleitet. Ab km 18 ging es dann wieder auf Feldwegen bis km 30. Die Landschaft wurde flacher und etwas langweiliger, es lief sich aber immer noch ganz gut. Erstaunlich! Die L├Ąnge des Laufes lud zur Landschaftsbeobachtung ein. Ein Mal sahen wir K├╝he auf der Weide! Es war ein Naturland-Hof. Ansonsten sahen wir nur K├╝he in St├Ąllen, dicht gedr├Ąngt, und nat├╝rlich davor die 1x1m K├Ąlberboxen auf dem Hof. Ab km 34 liefen wir entlang einer gr├Â├čeren Stra├če, leider fast durchgehend auch noch mit Leitplanken. Wir wechselten uns mit dem Vorauslaufen ab. Hinterherlaufen
ist einfacher. Von ausreichendem ├ťberholabstand hielten die Autofahrer nicht sehr viel, die Gestik hinter den Scheiben war auch teilweise nicht sehr freundlich. Daf├╝r freuten wir uns umso mehr, als wir den vierten Versorgungspunkt erreichten. Mittlerweile war es am D├Ąmmern. Wir zogen Jacken und reflektierende Westen an, st├Ąrkten uns zum letzten Mal mit lifebars, Datteln und Feigen und machten uns auf die letzte Strecke. Leider weiterhin direkt an der Stra├če. Der Verkehr nahm aber ab, und in der Dunkelheit fuhren die Autos langsamer und hielten mehr Abstand. Thomas‘ Uhr piepste bei jedem gelaufenen Kilometer, und so motivierten wir uns. Der letzte Kilometer ging dann noch einmal bergauf. Wir hielten nach dem Versorgungsfahrzeug Ausschau. Es sollte links von uns in einem Seitenweg stehen. Es piepste zu den 50km, aber nichts zu sehen! Wir setzten uns ein letztes Mal in Gang und tats├Ąchlich — 100m weiter stand es! Um halb 11 abends liefen wir ein, und freuten uns ├╝ber einen beendeten unvergesslichen Lauf. Run Vegan!

Fazit: 50km, 32 supernette vegane Teilnehmer, viel Spass und einfach ein tolles Projekt f├╝r unseren ersten Ultra! Ein gro├čer Dank an Mark!!

Andere Seiten:
Fotos und andere Laufberichte unter: laufengegenleiden.de
Laufbericht: bevegt.de
Laufbericht: koCKtrail
Laufbericht: Thomas Unger
Video: VeganSports Team Mannheim

Viele Gr├╝├če

Kira und Matze


Fotos auf dieser Seite mit freundlicher Genehmigung von Laufen gegen Leiden.

5. Run of Spirit, 20.05.13

Run of Spirit - 2013ÔÇ×Wieder ein Vegan RunnerÔÇť, h├Ârte ich bei der Startaufstellung zum 5.Run of Spirit jemand hinter mir sagen. Unsere Laufshirts sind zu einem echten Markenzeichen geworden. Das war genau die Motivation, die ich f├╝r den 5 km Fun Run ben├Âtigte.

Geboten wurde auf dem Gel├Ąnde des Evangelischen Johannesstifts in Berlin Spandau eine breite Palette von L├Ąufen. Mit den Kindern ging es los. Nach dem Jugendlauf folgten die Walker. Der barrierearme Lauf ├╝ber 2 km war der eigentliche H├Âhepunkt des Tages. Den Riesenspa├č, den die L├Ąufer_innen und die Zuschauer_innen ausstrahlten, ist kaum in Worte zu fassen. Die pure Lebensfreude war in den Gesichtern aller zu sehen. Man konnte selbst als Zuschauer sehen und sp├╝ren, wie die Lust an der Bewegung eine elementare Empfindung f├╝r alle Menschen ist.

Vor dem Hauptlauf ├╝ber 10 km und der Team-Staffel war der 5 km Fun Run, f├╝r den ich mich angemeldet hatte, an der Reihe.

Der Start verlief gut und alle L├Ąufer_innen zogen gut los. Der Lauf ging zwei Runden ├╝ber das gro├če Areal des Johannesstifts. Vorbei an den einzelnen H├Ąusern (der Johannesstift ist fast eine kleine Stadt f├╝r sich), ├╝ber Wiesen und durch einen Wald. Unerm├╝dlich wurden die L├Ąufer_innen von den zahlreichen Zuschauer_innen angefeuert.

Nach 28:38 Minuten war ich am Ziel. In meiner Altersklasse (M40) belegte ich den 10. Platz. Damit bin ich ganz zufrieden. Gegen├╝ber dem letzten 5 km Lauf (Pl├Ąnterwaldlauf im Dezember) habe ich auch noch ein bisschen zugelegt. Damit habe ich kurz vor dem Skyrun im Frankfurter Messeturm am n├Ąchsten Sonntag einen Leistungsvergleich, der mich optimistisch stimmt.

Der Name ÔÇ×Run of SpiritÔÇť ist Programm. W├Ąhrend andere Vereine und
Veranstalter noch ├╝berlegen, was Inklusion im Sport bedeutet, zeigt dieser Lauf, wie einfach es in der Praxis funktioniert
und welchen Gewinn es f├╝r alle bietet.

Ein sch├Âner und inspirierender Lauf, sehr sch├Âne Atmosph├Ąre und ein Rahmenprogramm das nicht nervt. Gerne wieder.

Verfasst von Guido Z├Ârner

BIG25, 05.05.13

Gruppenfoto
Gruppenfoto

An einem herrlich warmen Sonntag trafen sich 10.901 L├Ąufer am Olympiastadion, um den ├Ąltesten Stadtlauf Berlins zu bestreiten. Mit am Start waren sechs Vegan Runners, n├Ąmlich Alex, Jessi, Karl, Kira, Matze und Auge. F├╝nf waren f├╝r die traditionelle 25 Kilometer Strecke gesetzt, nur Alex meldete sich am Veranstaltungstag nach und lief schlie├člich au├čerhalb der Wertung. Trotz des Gewusels fanden alle, bis auf Jessi (sie tauchte erst zum Ende auf), f├╝r ein Gruppenfoto zusammen.
Als der Startschuss fiel, liefen die L├Ąufer vom Olympischen Platz die altbekannte Strecke durch die Berliner Innenstadt. Die kr├Ąftige Sonne am wolkenfreien Himmel erschwerte den Lauf, sodass die Verpflegungspunkte doch recht rar aufgestellt waren. Und nicht wenige L├Ąufer kapitulierten, und so sah man viele schon nach der H├Ąlfte der Strecke nur noch gehen.
Der Lohn der ganzen M├╝he wartete nat├╝rlich am Ende des Laufs, wo man unter hallenden Trommelwirbel einer Musikband von den Katakomben in das Stadion und noch ein St├╝ck auf der blauen Aschebahn hinweg in das Ziel einlief. Unter dem Get├Âse der Zuschauer im Stadionrund (zugegeben nur von einem kleinen teilbesetzten St├╝ck davon), waren in diesem Moment alle Strapazen vergessen.

Ergebnisse:
Augstein, Andreas 02:17:51
H├Ąnisch, Jessica 01:56:52
May, Matthias 01:50:56
Rehfeld, Kira 02:17:32
Sandoval, Karl 02:01:53

Verfasst von Andreas Augstein (Auge)

11. Spreewaldmarathon, 21.04.13

Hallo werte Leser,
am letzten Sonntag sind Kira und ich beim 11. Spreewaldmarathon in Burg
mitgelaufen, hier nun der Laufbericht.
Der Lauf startete um 10:30 Uhr und da der Weg nach Burg mit den ├ľffentlichen erstaunlich lange dauert, mussten wir schon vor sieben Uhr morgens noch etwas schlaftrunken in die S-Bahn steigen. Ankunft, Abholung der Startunterlagen und Umkleide reihten sich so nahtlos aneinander, dass wir uns vor dem Start nicht mehr mit Dingen wie Warmlaufen die Zeit vertreiben brauchten. Bei sch├Ânstem Laufwetter – strahlendem Sonnenschein und knapp ├╝ber 10 Grad – fiel dann der Startschuss f├╝r die L├Ąufer des (Halb-) Marathons und der 10 km. Grob gesch├Ątzt waren es etwa 1000 Starter und wir hatten uns sehr weit hinten platziert, nicht ahnend, dass sp├Ąter nur die Bruttozeit f├╝r die Platzierungen gelten w├╝rde. Nach 3-4 Kilometern hatte sich dann das Feld soweit verd├╝nnt, dass man sein Tempo laufen konnte und da kam dann auch schon die erste Verpflegungstation, die es dann alle vier Kilometer gab. Deren Ausstattung war ├╝ppig und als Spezialit├Ąt gab es – nat├╝rlich! – auch Spreewaldgurken, die sich sehr gut als Marathonverpflegung gemacht haben. Weiter gings ├╝ber Stra├čen, Feldwege und Wanderpfade durch eine sehr sch├Âne Landschaft. Die 1,8 m H├Âhenunterschied, mit denen der Marathon auf seiner Internetseite wirbt, stellten sich aber angesichts der vielen Br├╝ckchen ├╝ber die mehr oder minder kleinen Kan├Ąle als etwas unrealistisch heraus. Zu Beginn der zweiten Runde trennten sich dann die Halbmarathonl├Ąufer von uns und das Feld wurde sehr d├╝nn mit teilweise etwa einem L├Ąufer pro 50 m. Da machten sich dann auch die teilweise recht starken Windb├Âen bemerkbar, weil man sich nicht mehr hinter dem/der Vordermann/-frau verstecken konnte. Ins Ziel kam Kira dann mit. 4:27:31 und ich mit 3:34:06. Daf├╝r, dass wir den Marathon eigentlich nur als Trainingslauf in Vorbereitung der 50 km-Staffel im Mai gelaufen sind, waren wir beide (Matze mehr, Kira weniger) etwas zu schnell, da haben wir uns wohl vom guten Laufwetter mitrei├čen lassen.2013_spreewaldmarathon
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Viele Gr├╝├če

Matze & Kira

31. Pankower Fr├╝hlingslauf, 14.04.13

Noch bis vor zwei Wochen herrschte Eisesk├Ąlte, die jegliche Lust, im Freien zu joggen, zur bitteren Pflicht machte. Aber seitdem setzt sich endlich der Fr├╝hling durch. Und am Sonntag, zum 31. Pankower Fr├╝hlingslauf, war der Himmel zwar wolkenverhangen, aber wenigstens herrschten angenehme 10 Grad. Und selbst der recht starke Wind konnte keinem die Stimmung verderben.
Mit auf die Strecke gingen von den Vegan Runners der Gregor und Auge. Kurz vor 10 Uhr traf man sich am Sportplatz an der Sch├Ânholzer Heide. Gregor musste als erstes an den Start, lie├č sich aber durch st├Ârrische Bekleidung nicht aus der Ruhe bringen. Selbst den Startschuss verpasste er um wenige Sekunden. Und es blieb ihm nichts anderes ├╝brig, als das L├Ąuferfeld von hinten aufzur├Ąumen. Daf├╝r lief er eine gute Zeit auf der 5 Kilometer Strecke. Nach knappen 23 Minuten lief er durch das Ziel.
F├╝r Auge ging es eine Stunde sp├Ąter an den Start. Mitten auf der in 5 Runden angelegten Strecke kostete ein ordentlicher Berg Zeit und Kraft, und allein des Berges wegen m├╝sste der Fr├╝hlingslauf ÔÇ×Fr├╝hlingscrosslaufÔÇť hei├čen. Auf den ersten Runden kam die Sonne raus, um aber gleich danach Aprilgem├Ą├č, wieder dunklen Wolken Platz zu machen. Die letzten zwei Runden goss es aus allen K├╝beln. Und so lie├č am Ende ein pitschnasser Auge die 12,5 Kilometer in 1:04 hinter sich.
P.S.: Dieses Jahr gab es laut Veranstalter einen neuen Streckenrekord auf der 12,5 km-Strecke. ÔÇô Der Gewinner lief bei 39 Minuten ein.
– Veranstalter: Kissingensportverein KSV 90 e.V.
Laufbericht Vegan Runners aus 2012
Verfasst von Auge.
Fotos von Gregors Bruder.

Tower-Run Berlin 13.01.2013

Das HochhausDer Zahl 13 sagt man ja bekanntlich ├╝ble Dinge nach. Auch unter Towerrunnern ist die 13. Etage unbeliebt, lauert dort doch ein b├Âser Troll mit einem Hammer. Aber an diesem 13. Tag des Jahres 2013 gibt es f├╝r die Vegan-Runners Gutes zu berichten. Das war der Tag des Tower-Runs ├╝ber eine Distanz von 465 Stufen (29 Etagen) inklusive eines Sprints von 400 Metern in das Geb├Ąude hinein.

Der Treppenlauf im Wohnhaus der Baugenossenschaft Ideal in der Fritz-Erler Allee 120 ist f├╝r mich der 3. Lauf in diesem Haus. Beinahe ist es eine zweite Heimat f├╝r mich geworden. Dieser ÔÇ×HeimvorteilÔÇť und das intensive Training im vergangenen Jahr zahlten sich nun aus.
Das TowerRun-TeamMit von der Partie war diesmal Frank, der mit diesem Towerrun seine Premiere bei den Vegan-Runners feierte.
Nach einem etwas verpassten Start auf dem Parkplatz vor dem Haus und eine stellenweise kleine Rutschpartie auf den vereisten Pf├╝tzen, lief ich in der Mittelfeldgruppe ins Treppenhaus. Das Tempo war gut und ich fasste von Beginn an einen z├╝gigen Schritt.
Frank sah ich einige Meter vor mir und er hielt das Tempo dort sehr gut.
Auf der Treppe reihte ich mich in die Mittelfeldgruppe ein. Wie an einer Angelschnur zog es mich nach oben. ├ťberholen war in dieser ÔÇ×PerlenketteÔÇť praktisch unm├Âglich.
Frank schaffte es dagegen, ab der 13. Etage 3 Mal zu ├╝berholen. Respekt!
In dieser H├Âhe fallen viele L├Ąufer, die zu schnell angefangen haben, zur├╝ck. Den L├Ąufern, die ihnen folgen, bleibt nur, sich ihnen anzuschlie├čen oder nochmal die allerletzten Kraftreserven zu
mobilisieren und hier die entscheidenden Platzierungen zu formieren.

Ich freue mich, dass ich mein Ziel, es diesmal unter 6 Minuten zu schaffen, erreicht habe. Mein 3. Treppenlauf im Ideal-Hochhaus endete nach 05:48,78 Minuten. Das ist der 9. Platz in meiner Altersklasse M40 (55. Platz gesamt).2012 waren es 06:04,78 Minuten (AK Platz 14). Das Jahr davor ben├Âtigte ich 06:10,60 Minuten (AK Platz 21).

Frank beendete den Towerrun in sehr beachtlichen 05:10,62 Minuten und landete auf Platz 5 in seiner Wertungsklasse (M40) und auf Platz 42 unter allen L├Ąufer_innen.

Sch├Ân, dass wir mit Frank einen hoffnungsvollen Neuzugang in der Towerrunning-Familie gefunden haben.;-)

Wenn wir weiter flei├čig trainieren, dann werden wir sicher auch irgendwann die Zeit des Siegers toppen. Christian Riedl aus Erlangen (├╝brigens 3. in der Towerrunning World Cup Liste 2012) legte in 03:20,78 Minuten die 400 Meter Sprint und die 29 Etagen zur├╝ck. Den Streckenrekord von Jan Wilker mit 03:17,63 im Jahr 2011 konnte er aber nicht schlagen. Es gibt also noch viel zu tun.;-)

Verfasst von: Guido Z├Ârner

Pl├Ąnterwaldlauf 9.12.12

Schneegest├Âber im Pl├Ąnterwald

Der Winter 2012 entwickelt sich offensichtlich zu einem der mildesten, die wir je in Berlin erleben durften. P├╝nktlich zum Pl├Ąnterwaldlauf am 9. Dezember, unserem vorerst letzten gemeinsamen Lauf diesen Jahres, gab es jedoch noch einmal eine volle Ladung Neuschnee bis zum Abwinken.

Nachdem wir uns alle durch den chaotischen, mit den ungewohnten Schneemassen ├╝berforderten Berliner Verkehr gek├Ąmpft und es mehr oder weniger p├╝nktlich in den Treptower Park geschafft hatten, ging es um kurz nach 10 Uhr auch schon wortw├Ârtlich ab auf die Piste und hinein ins Schneevergn├╝gen. Unsere L├Ąufer hatten sich f├╝r verschiedene Distanzen von 5 bis 15 km angemeldet und liefen somit ein, zwei oder drei Runden mitten durch den m├Ąrchenhaft anmutenden Pl├Ąnterwald, vorbei an Spree und dem verlassenen Gel├Ąnde des ehemaligen Vergn├╝gungsparks.

Obwohl Frau Holle Mitleid mit uns hatte und es wenigstens w├Ąhrend des Laufes nicht schneite, war die Strecke aufgrund des gefrorenen und teilweise recht rutschigen Untergrundes einigerma├čen anspruchsvoll und nicht f├╝r Bestleistungen geeignet. Trotzdem konnten wir uns alle nach dem Zieleinlauf nicht nur ├╝ber hei├čen Tee und beheizte Umkleidekabinen, sondern auch ├╝ber den einen oder anderen Treppchenplatz freuen: ├ťber die 15 km-Distanz Platz 2 im Gesamteinlauf (gleichzeitig Platz 1 in der M20) f├╝r Matze, Platz 1 in der W30 f├╝r Kira, die au├čerdem als insgesamt dritte Frau das Ziel erreichte, und┬á Platz 3 in der W20 f├╝r Diana. Ferner ├╝ber die 10 km-Distanz Platz 1 in der W35 f├╝r Andrea sowie Platz 5 in der W20 f├╝r Lena, nicht zu vergessen die Pl├Ątze 10, 22 und 42 ├╝ber 5 km f├╝r Alex, Frank und Guido.

Pl├Ąnterwaldlauf 9.12.2012
Pl├Ąnterwaldlauf 9.12.2012

W├Ąhrend der Schneefall zwischenzeitlich wieder eingesetzt hatte, hatten wir es uns bereits im Viasko gem├╝tlich gemacht und beim ausgiebigen Brunch die gerade verbrannten Kalorien schnell wieder reingeholt.

In diesem Sinn w├╝nschen wir euch allen einen guten und gesunden Start in das neue Jahr und eine hoffentlich spannende und erfolgreiche Laufsaison 2013!

Alle Infos zum Lauf, Fotos und Ergebnisse findet ihr unter http://www.abczentrum-berlin.de/plaenterwaldlauf.html

 

Kondius-Marathon-Staffel auf dem Tempelhofer Feld (Berlin) 18.11.12

Die vom SCC veranstaltete Kondius-Marathon-Staffel findet allj├Ąhrlich im November statt. Teams zu f├╝nf bzw. sechs (je nach Distanz und Wertungsklasse) Teilnehmer_innen laufen einen Rundkurs ├╝ber den ehemaligen Flughafen Tempelhof und legen dabei gemeinsam die Marathon- (bzw. in diesem Jahr erstmalig auch die Halbmarathon-) Distanz zur├╝ck.

F├╝r uns war es in diesem Jahr bereits die vierte Teilnahme an dieser Veranstaltung. Zum ersten Mal ist es uns jedoch gelungen, zwei komplette Teams an den Start zu bringen.

Entweder lag es an der Aufregung hier├╝ber, an der K├Ąlte, die einem in diesem Jahr doch recht unangenehm in die Laufklamotten kroch, oder am fr├╝hen Aufstehen an einem Sonntagmorgen, an dem man eigentlich lieber im Bett geblieben w├Ąre – auf jeden Fall haben wir es irgendwie geschafft, im Lauf des Rennens die Chips unserer beiden Teams durcheinander zu bringen.

Dem SCC sei Dank konnten im Nachhinein zwar nicht mehr die Einzelzeiten unserer L├Ąufer_innen, gl├╝cklicherweise wohl aber die Endzielzeiten unserer beiden Teams rekonstruiert werden. Und weil es ja sowieso um eine Teamleistung und nicht um einen Einzelwettkampf ging, freuten wir uns umso mehr ├╝ber einen ├Ąu├čerst respektablen Platz 218 f├╝r Vegan Runners Team 1112 mit einer Zielzeit von 3:17:59 und ├╝ber Platz 1.003 mit 4:00:32 f├╝r das Team 1113.

Den ersten Preis in der Kategorie „Vorweihnachtliches Advents-Pl├Ątzchen-Backen“ gewonnen haben in diesem Jahr ├╝brigens Karstens leckere vegane Marzipan-Nougat-Pl├Ątzchen – an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankesch├Ân an alle flei├čigen B├Ącker_innen und K├Âch_innen f├╝r’s Vorbereiten der Verpflegung!

Streckenplan 2012

Alle Infos zum Lauf, Fotos und Ergebnisse unter http://www.berliner-marathonstaffel.de

35. Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf, Crosslauf 04.11.12.

Mit Guido, Kira, Alex und Auge.
Mit Guido, Kira, Alex und Auge.
Herrliches Wetter, tolle Ergebnisse und eine super Stimmung! So l├Ąsst sich kurz und knapp der Crosslauf (35. Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf) in der Neuk├Âllner Hasenheide am 4.11.2012 beschreiben.

4 Vegan Runners nahmen die Herausforderung an. Zur Verf├╝gung standen ein 3,6 km Lauf quer durch die Hasenheide und ├╝ber die Rixdorfer H├Âhe. Die etwas Mutigeren wagten sich an die 10,7 km, welche die selbe Strecke dreimal zu durchlaufen hatten.

Unter uns fand sich nur ein Mutiger: Auge wagte sich an die Langdistanz. Doch wegen Problemen mit der Achillessehne musste er nach der 2. Runde abbrechen. Allerdings gelang ihn bis dahin die stolze Zwischenzeit von 38:55 Minuten.
Kira und Alex waren die Feger vom Dienst. Auf der 3,6 km Strecke lief Alex beachtenswerte 13:52 Minuten und schaffte es auf Platz 10 in der Hauptklasse. Kira belegte mit 17:44 Minuten sogar Platz 2 in ihrer Wertungsklasse (W30)! Nur 4 Sekunden fehlten ihr f├╝r einen 1. Platz!
Meine pers├Ânliche Vorgabe, die 3,6 km unter 17 Minuten zu laufen, konnte ich leider nicht halten. Schwierigkeiten mit dem Schuhwerk kosteten sehr viel Kraft, so dass ich den Lauf mit 18:05 Minuten und einen 10. Platz in meiner Wertungsklasse (M40) beendete.

Unterm Strich hat es jedoch sehr viel Spa├č gemacht. Besonders der Weg ├╝ber die Rixdorfer H├Âhe hat es in sich und forderte von vielen L├Ąufer_innen seinen Tribut. Der Berg ist zwar nicht sehr hoch, er ist jedoch f├╝r seinen steilen Anstieg ber├╝chtigt.

Anschlie├čend haben wir noch das Sfizy Veg fast leer gefuttert und ich hoffe f├╝r Matze, dass ihn die halbe Pizza noch erreicht hat.
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Weiter geht es in 14 Tagen mit der Kondius Marathon Staffel.

Zu den Ergebnissen: http://www.tus-neukoelln.de/he.pl?category=00000822&article=00004712

Verfasst von: Guido Z├Ârner

M├╝ggelsee-Halbmarathon 21.10.12

Am 21. Oktober fand der 6. M├╝ggelsee-Halbmarathon in K├Âpenick statt. Mit dabei von den Vegan Runners waren nach zwei Absagen schlie├člich Rike und ich – beide auf der Halbmarathon-Distanz.

Nach morgendlicher Fahrt an den M├╝ggelsee war es dort zun├Ąchst noch ziemlich nebelig, sodass es vor dem Lauf doch recht k├╝hl war. Nachdem es nach langem Stehen in der schier endlosen Toilettenschlange und sp├Ątem Sachen-Abgeben auch noch ziemlich knapp geworden war, standen wir also fr├Âstelnd am Start und versuchten, uns ein bisschen warm zu h├╝pfen. Kurz darauf – p├╝nktlich um 10.00 Uhr – wurde der Halbmarathon auch schon gestartet.

Am Start und auch auf den ersten Kilometern herrschte dabei ziemliche Enge und man musste aufpassen, nicht auf andere aufzulaufen. Zun├Ąchst ging die Strecke westw├Ąrts am M├╝ggelsee entlang und nach einer kleinen Schleife mit Wendepunkt im Wald durch den Spreetunnel Friedrichshagen. Wieder oben angekommen hatte man dann deutlich mehr Platz. Nachdem ich recht langsam losgelaufen war – als Halbmarathon-Deb├╝tantin hatte ich mich brav weit hinten angestellt – konnte ich langsam mein Renntempo finden und in der Folge stetig Leute ├╝berholen. Die Bedingungen waren dann auch wirklich super – bestes, sonniges Wetter und trotzdem mit 11-12 Grad nicht zu warm. Die wirklich wundersch├Âne Strecke f├╝hrte weiter auf der anderen Seite des M├╝ggelsees nach Osten, durch ein l├Ąngeres Waldst├╝ck und auf der anderen Seite wieder zur├╝ck. Alles war gut ausgeschildert, etwa alle 5 Kilometer gab es Versorgungsst├Ąnde mit Tee und Wasser und auch die Kilometerzeichen waren ├╝berall gut zu sehen. Gute Orga insgesamt. Den Lauf hab ich total genossen. Tempom├Ą├čig lief es besser als erwartet und ich konnte das Tempo auf den letzten Kilometern sogar noch ein bisschen anziehen.

F├╝r die unter 2 Stunden hat es allerdings dann doch nicht mehr gereicht – und ich bin nach 2:00:37 ins Ziel gelaufen. Deutlich hinter Rike, die bei ihrem zweiten Halbmarathon nach flotten 1:55:44 im wieder im Start-/Zielbereich an der Gastst├Ątte R├╝bezahl war. Unsere Vegan-Runners-Shirts sorgten wie immer f├╝r interessierte Blicke und im Fall von Rike auch f├╝r individuelle Anfeuerungs-Rufe :).

Alles in allem ein super Laufsonntag – der n├Ąchstes Jahr hoffentlich mit noch mehr Vegan Runners wiederholt werden kann.

Viele Gr├╝├če von

Diana