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Kondius-Marathon-Staffel auf dem Tempelhofer Feld (Berlin) 18.11.12

Die vom SCC veranstaltete Kondius-Marathon-Staffel findet alljährlich im November statt. Teams zu fünf bzw. sechs (je nach Distanz und Wertungsklasse) Teilnehmer_innen laufen einen Rundkurs über den ehemaligen Flughafen Tempelhof und legen dabei gemeinsam die Marathon- (bzw. in diesem Jahr erstmalig auch die Halbmarathon-) Distanz zurück.

Für uns war es in diesem Jahr bereits die vierte Teilnahme an dieser Veranstaltung. Zum ersten Mal ist es uns jedoch gelungen, zwei komplette Teams an den Start zu bringen.

Entweder lag es an der Aufregung hierüber, an der Kälte, die einem in diesem Jahr doch recht unangenehm in die Laufklamotten kroch, oder am frühen Aufstehen an einem Sonntagmorgen, an dem man eigentlich lieber im Bett geblieben wäre – auf jeden Fall haben wir es irgendwie geschafft, im Lauf des Rennens die Chips unserer beiden Teams durcheinander zu bringen.

Dem SCC sei Dank konnten im Nachhinein zwar nicht mehr die Einzelzeiten unserer Läufer_innen, glücklicherweise wohl aber die Endzielzeiten unserer beiden Teams rekonstruiert werden. Und weil es ja sowieso um eine Teamleistung und nicht um einen Einzelwettkampf ging, freuten wir uns umso mehr über einen äußerst respektablen Platz 218 für Vegan Runners Team 1112 mit einer Zielzeit von 3:17:59 und über Platz 1.003 mit 4:00:32 für das Team 1113.

Den ersten Preis in der Kategorie „Vorweihnachtliches Advents-Plätzchen-Backen“ gewonnen haben in diesem Jahr übrigens Karstens leckere vegane Marzipan-Nougat-Plätzchen – an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an alle fleißigen Bäcker_innen und Köch_innen für’s Vorbereiten der Verpflegung!

Streckenplan 2012

Alle Infos zum Lauf, Fotos und Ergebnisse unter http://www.berliner-marathonstaffel.de

35. Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf, Crosslauf 04.11.12.

Mit Guido, Kira, Alex und Auge.
Mit Guido, Kira, Alex und Auge.
Herrliches Wetter, tolle Ergebnisse und eine super Stimmung! So lässt sich kurz und knapp der Crosslauf (35. Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf) in der Neuköllner Hasenheide am 4.11.2012 beschreiben.

4 Vegan Runners nahmen die Herausforderung an. Zur Verfügung standen ein 3,6 km Lauf quer durch die Hasenheide und über die Rixdorfer Höhe. Die etwas Mutigeren wagten sich an die 10,7 km, welche die selbe Strecke dreimal zu durchlaufen hatten.

Unter uns fand sich nur ein Mutiger: Auge wagte sich an die Langdistanz. Doch wegen Problemen mit der Achillessehne musste er nach der 2. Runde abbrechen. Allerdings gelang ihn bis dahin die stolze Zwischenzeit von 38:55 Minuten.
Kira und Alex waren die Feger vom Dienst. Auf der 3,6 km Strecke lief Alex beachtenswerte 13:52 Minuten und schaffte es auf Platz 10 in der Hauptklasse. Kira belegte mit 17:44 Minuten sogar Platz 2 in ihrer Wertungsklasse (W30)! Nur 4 Sekunden fehlten ihr für einen 1. Platz!
Meine persönliche Vorgabe, die 3,6 km unter 17 Minuten zu laufen, konnte ich leider nicht halten. Schwierigkeiten mit dem Schuhwerk kosteten sehr viel Kraft, so dass ich den Lauf mit 18:05 Minuten und einen 10. Platz in meiner Wertungsklasse (M40) beendete.

Unterm Strich hat es jedoch sehr viel Spaß gemacht. Besonders der Weg über die Rixdorfer Höhe hat es in sich und forderte von vielen Läufer_innen seinen Tribut. Der Berg ist zwar nicht sehr hoch, er ist jedoch für seinen steilen Anstieg berüchtigt.

Anschließend haben wir noch das Sfizy Veg fast leer gefuttert und ich hoffe für Matze, dass ihn die halbe Pizza noch erreicht hat.
😉

Weiter geht es in 14 Tagen mit der Kondius Marathon Staffel.

Zu den Ergebnissen: http://www.tus-neukoelln.de/he.pl?category=00000822&article=00004712

Verfasst von: Guido Zörner

Müggelsee-Halbmarathon 21.10.12

Am 21. Oktober fand der 6. Müggelsee-Halbmarathon in Köpenick statt. Mit dabei von den Vegan Runners waren nach zwei Absagen schließlich Rike und ich – beide auf der Halbmarathon-Distanz.

Nach morgendlicher Fahrt an den Müggelsee war es dort zunächst noch ziemlich nebelig, sodass es vor dem Lauf doch recht kühl war. Nachdem es nach langem Stehen in der schier endlosen Toilettenschlange und spätem Sachen-Abgeben auch noch ziemlich knapp geworden war, standen wir also fröstelnd am Start und versuchten, uns ein bisschen warm zu hüpfen. Kurz darauf – pünktlich um 10.00 Uhr – wurde der Halbmarathon auch schon gestartet.

Am Start und auch auf den ersten Kilometern herrschte dabei ziemliche Enge und man musste aufpassen, nicht auf andere aufzulaufen. Zunächst ging die Strecke westwärts am Müggelsee entlang und nach einer kleinen Schleife mit Wendepunkt im Wald durch den Spreetunnel Friedrichshagen. Wieder oben angekommen hatte man dann deutlich mehr Platz. Nachdem ich recht langsam losgelaufen war – als Halbmarathon-Debütantin hatte ich mich brav weit hinten angestellt – konnte ich langsam mein Renntempo finden und in der Folge stetig Leute überholen. Die Bedingungen waren dann auch wirklich super – bestes, sonniges Wetter und trotzdem mit 11-12 Grad nicht zu warm. Die wirklich wunderschöne Strecke führte weiter auf der anderen Seite des Müggelsees nach Osten, durch ein längeres Waldstück und auf der anderen Seite wieder zurück. Alles war gut ausgeschildert, etwa alle 5 Kilometer gab es Versorgungsstände mit Tee und Wasser und auch die Kilometerzeichen waren überall gut zu sehen. Gute Orga insgesamt. Den Lauf hab ich total genossen. Tempomäßig lief es besser als erwartet und ich konnte das Tempo auf den letzten Kilometern sogar noch ein bisschen anziehen.

Für die unter 2 Stunden hat es allerdings dann doch nicht mehr gereicht – und ich bin nach 2:00:37 ins Ziel gelaufen. Deutlich hinter Rike, die bei ihrem zweiten Halbmarathon nach flotten 1:55:44 im wieder im Start-/Zielbereich an der Gaststätte Rübezahl war. Unsere Vegan-Runners-Shirts sorgten wie immer für interessierte Blicke und im Fall von Rike auch für individuelle Anfeuerungs-Rufe :).

Alles in allem ein super Laufsonntag – der nächstes Jahr hoffentlich mit noch mehr Vegan Runners wiederholt werden kann.

Viele Grüße von

Diana

Berliner Integrationslauf, 03.10.12

Macht doch lieber mal was für Menschen!“

Integrationslauf 3.10.2012

Welcher Tierrechtsaktivist kennt ihn nicht, diesen gut gemeinten Ratschlag meist nicht-veganer Mitmenschen, der einem bei fast jeder Demo, jeder Unterschriftensammlung und jedem Infostand mit auf den Weg gegeben wird. Also haben wir uns das mal zu Herzen genommen – und uns zum Berliner Integrationslauf in der Neuköllner Hasenheide angemeldet.

Mit 11 Läufer_innen stellten wir ganze 3 % der insgesamt 344 Teilnehmer. Gelaufen wurde ein Rundkurs von wahlweise 5 oder 10 km mitten durch die Hasenheide, die an diesem überraschend spätsommerlichen Feiertag ausgesprochen gut besucht war. So galt es also nicht nur, die eine oder andere Steigung zu bewältigen, sondern auch geschickt den zahlreichen Spaziergängern, Hunden und Kindern auf Fahrrädern auszuweichen, ohne dabei über Wurzeln, Leinen oder die eigenen Füße zu stolpern.

Nicht nur, weil das Wetter sich noch einmal von seiner allerbesten Feiertagsseite zeigte, hat das viel Spaß gemacht. Für die EUR 12 Startgebühr bekam man – im Gegensatz zu manch anderem Lauf – richtig was geboten, ein T-Shirt geschenkt und so viele Äpfel, wie man essen konnte. Der eine oder die andere von uns hatte dann auch noch das besondere Glück, einen Altersklassenplatz abzuräumen, und durfte bei der anschließenden Siegerehrung eine Medaille oder gar einen Pokal entgegennehmen. Und unser schnellster Läufer konnte sogar den respektablen 4. Platz in der Gesamtwertung über 10 km ergattern – herzlichen Glückwunsch, Alex!

Einziger Minuspunkt an diesem Tag: Das neben Wasser angebotene Erfrischungsgetränk aus der Schweiz enthielt überraschenderweise Milchserum und war somit nicht geeignet, unseren Durst zu löschen. Zum Glück sind wir aber alle erfahrene Veganer und geübt im Studieren von Zutatenlisten, so dass wir das natürlich rechtzeitig bemerkt haben 🙂

Alle Ergebnisse, Informationen und weitere Fotos vom Lauf findet ihr auf der Homepage des Veranstalters hier

Friedrichsfelder Gartenlauf.

Am Sonntag, den 2.9.2012 fand in Berlin-Lichtenberg zum 20. Mal der „Friedrichsfelder Gartenlauf“ statt. Dieses Jahr nahmen drei Vegan Runners teil und lieferten auch gute Ergebnisse ab: Auf der 6-km-Strecke wurde Guido Zweitplatzierter seiner Altersgruppe (insgesamt 18. von 43.). Beim 10-km-Lauf gingen Friederike und Gregor an den Start. Friederike erreichte den Platz 9 (von 33), während Gregor bei seinem ersten Lauf über diese Distanz auf dem 29. Platz (von 89) landete.
Die Strecke führte zum großen Teil durch die Kleingartenanlage „Märkische Aue“ und war ein besonderes Erlebnis. An verschiedenen Stellen wurden wir von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern angefeuert und mit Wasser versorgt, andere ließen sich von den vorbeilaufenden Menschen überhaupt nicht stören und gossen unbeeindruckt ihre Beete. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und vielleicht findet der „Friedrichsfelder Gartenlauf“ ja einen festen Platz im Kalender der Vegan Runners.
Die Ergebnisse sind hier abrufbar.

Verfasst von: GH

Towerrun Prag.

Zum 2. Mal fuhr ich am 31. August zum „Run up“ im City Empiria nach Prag.
Der Treppenlauf geht über ein Distanz von 520 Stufen mit einem Sprint von ca. 250 Metern in das Gebäude hinein. Die Zahl der Stufen ist im Vergleich zu anderen Towerruns eher gering, das heißt aber nicht, dass der Lauf einfach wäre. Im Gegenteil, entsprechend hoch ist das Tempo, dass dort geliefert wird.

Der Prager Towerrun gehört übrigens zu einer Reihe von Treppenläufen in der Tschechischen Republik. Übers Jahr verteilt finden in anderen Städten weitere Läufe statt. Den Gewinnern der Laufserie erwarten attraktive Preise (u. a. ein Kleinwagen von Chevrolet). Zusätzlich ist der Prager Lauf als Masters Race im Towerrunning Worldcup eingestuft, weshalb das Rennen auch für internationale Läufer interessant ist.

Das Drumherum des Wettkampfes hatte fast schon Volksfestcharakter (das ist eher ungewöhnlich für Treppenlaufwettbewerbe, die eher ruhig und konzentriert ablaufen – anders als horizontale Laufwettbewerbe, die ein breites Publikum ansprechen). Bühne, Stände und ein buntes Rahmenprogramm lockten viele Interessierte an. Neben dem eigentlichen Elite Run Up gab es auch Läufe für Kinder in verschiedenen Altersklassen und mit unterschiedlichen Distanzen.

Zum Lauf an sich gibt es diesmal kaum etwas zu sagen. Mein Startfenster war um 17:09 Uhr. Normalerweise starteten die Läufer im Abstand von mehreren Sekunden. Als ich mich um 17:07 Uhr am Start einfand, war aber keiner da, so dass ich vom Race Director sofort ein Go erhielt. Das war sehr angenehm, denn ich hatte das Treppenhaus für mich alleine. Kräftezehrende Überholmanöver blieben damit aus und ich konnte mich ganz der mentalen Arbeit widmen. Vielleicht fehlte aber auch der Druck, den die anderen Läufer machen, denn mein Ziel, die 4 Minuten Marke zu knacken, verfehlte ich knapp. So lief ich den 250 Meter Sprint und die 520 Stufen in 4:03,71 Minuten. Gegenüber meiner Zeit im Vorjahr war ich dennoch rd. 35 Sekunden schneller! Das reichte für einen Platz 9 (von
20) in der Wertungsklasse MS (männlich, 40+).

Da jedes Haus und jedes Rennen sehr unterschiedliche Voraussetzungen hat, sind die eigenen Leistungen in den Häusern sehr schwer zu vergleichen. Deshalb habe ich mir ein kleines System mit Kennzahlen zusammen gestellt, mit denen ich die Ergebnisse relativiert betrachten kann. Da ist zum einen die Platzierung nach Prozent. Z. B. der 20. Platz von 80 Läufern wären also 25%. Damit kann ich ganz gut meine eigene Leistung mit anderen Rennen, die ich gelaufen bin, vergleichen. Ich gehe dabei davon aus, dass das Leistungsverhältnis der übrigen Läufer in allen Rennen annähernd konstant ist. Dann berechne ich auch gerne das Verhältnis von meiner Zeit zur Bestzeit, um meine Leistung an einem „Fixpunkt“ zu orientieren.

Mit einer Platzierung von 45% in meiner Wertungsklasse war dies auch mein bis jetzt bestes Ergebnis von allen Läufen, an denen ich teilgenommen habe. Ich benötigte rd. 1,6 Mal länger als der schnellste Läufer. Beim Vergleich mit dem vorigen Lauf im Messeturm Frankfurt hat sich dieses Verhältnis zum schnellsten Läufer nicht verändert. Im März in London lag ich allerdings noch bei 2,1 x. Ich denke, zur Zeit bin ich mit dem Training auf einen guten Weg.

Die schnellsten Läufer in der Finalrunde für die Towerrunning Worldcup Wertungen waren Piotr Lobodzinski (POL) mit 2:13,43 gefolgt mit 5 Hundertstel Sekunden Abstand Bartosz Swiatkowski (POL). Beste Läuferin war die Australierin Suzanne Walsham mit 2:38,08 Minuten.

Einige der Teilnehmer sind ins benachbarte Wien weiter gereist, wo am nächsten Tag der Millenium Tower Run Up stattfand. Für mich war hier aber erst mal Schluss. Sollten beide Rennen das nächste Jahr wieder so dicht beisammen liegen, muss ich genau überlegen, welchen Lauf ich wähle.

Vor der Heimreise hatte ich noch etwas Zeit, mir die Stadt anzusehen (obwohl es leider sehr verregnet war an dem Tag). So besichtigte ich den berühmten Wenzelsplatz, den Altstädter Ring sowie die Karlsbrücke. Zum Abendessen suchte ich das „Vegan City“ auf, ein rein veganes Fast Food Restaurant in Prag. In der Auslage gab es einem Menge
Infos zum „Supreme Master Ching Hai“, weshalb sich eine Nähe zur „Loving Hut“-Kette annehmen lässt. Ich kannte Loving Hut schon aus Warschau und obwohl ich mit derartigen religiös-weltanschaulichen Organisationen / Methoden ein kleines Problem habe, ist das Essen aus den
Loving Hut Restaurants wirklich extrem gut und preiswert.

Verfasst von: Guido Zörner

Drei vegane Teams bei der 11. Nachtstaffel in Potsdam.

Bei gutem Wetter fand am 23.8.2012 in Potsdam die 11. Barmer GEK City Night statt. Dieses Mal war es eine Halbmarathonstaffel für fünf Läufer_innen, so dass jedes Team-Mitglied 4,2195 km zurückzulegen hatte. Der Lauf findet alljährlich im Zentrum von Potsdam statt, dabei werden in touristisch prominenter Lage Runden um den Bassinplatz gedreht.

Die Vegan Runners BBI waren mit ganzen drei Staffeln vertreten. Für einige war es die erste Laufveranstaltung, andere sind schon oft dabei gewesen – aber für alle war es ein großartiges Erlebnis. Mit der Staffelkarotte in der Hand hatte jede_r Läufer_in fünf Runden zu absolvieren, bevor auf die Zielschleife abgebogen werden konnte, wo dann die Staffel-Übergabe stattfand. So waren immer drei Veganer_innen auf der Strecke, während die restlichen Läufer und Fans am Rand stimmgewaltig unterstützten. Bei der Anfeuerung wuchsen so manchem Flügel, so dass die erste Staffel, Vegan Runners BBI 1, die 21 km in einer großartigen Gesamtzeit von 1h:21m:39s zurücklegte. Das bedeutet nur etwa 6 Minuten Rückstand auf die schnellste Staffel und Platz 9 in der Gesamtwertung! Die Frauenstaffel, Vegan Runners BBI 3, kam nach 1h:42m:09s ins Ziel und wurde in ihrer Kategorie fünfte. Die Vegan Runners BBI 2 liefen in 1h:46m:00s auf Platz 86 der Gesamtwertung. Allen gemeinsam war die gute Laune und die offensichtliche Fitness, die den einen oder anderen Zuschauer verwundert fragen ließ, ob denn alle Veganer so schnell seien. Die Antwort? Gegenfrage: Beim Essen oder beim Laufen? Alles ist relativ! Spaß an und auf der Strecke wiegt es allemal auf, ein paar Minuten langsamer zu sein. Passend zur allgemein guten Laune wurde im Anschluss ans Laufen leckerem veganem Essen gefrönt und das schon fast traditionelle Picknick gemeinsam genossen, bevor sich alle auf den mehr oder weniger weiten Weg nach Hause machten.

Die Ergebnisse und weitere Informationen zum Lauf finden sich unter http://www.potsdamer-laufclub.de/staffelergebnisse%202012.php#jump.

Großes Kompliment an alle Mitläufer_innen und Unterstützer_innen: Es war ein unvergessliches Erlebnis und wir freuen uns auf’s nächste Jahr!

Verfasst von: KR

Aquathlon, 29.07.12

3. Platz meiner Altersklasse… naja, es waren nur 4 Athleten meiner AK am Start und trotzdem sieht das auf der Urkunde schon toll aus. Aber der Reihe nach…

Der Tag begann früh, viel zu früh, für einen Sonntag. Leider hatten mir aber weder die BVG noch die Bahn eine zügige Verbindung vom Friedrichshain nach Kladow zusammenstellen können. Wart Ihr schonmal am Imchenplatz in Kladow? Nein? Dann nichts wie hin da, es ist wirklich toll, wenngleich es irgendwie auch wirkt, als hätte man Berlin bereits Stunden hinter sich gelassen.

Leider konnten Auge und Kathrin nicht mitmachen, denn Kathrin hatte sich verletzt und Auges Katze musste heute operiert werden. Lieber Auge, ich hoffe Deiner Katze geht es wieder gut und sie erholt sich schnell!

Die Bahn patzte dann auch gleich auf dem ersten Streckenabschnitt. RE2 Richtung Spandau 25 min Verspätung. Damit war mein Zeitplan dahin oder etwa doch nicht? Nicht ganz, denn am Alex gab es noch irgendeine RB zum Zoo und von da aus führten mich dann Busse bis nach Kladow. Unterwegs fing es aber bereits so heftig an zu regnen, dass der Bus stellenweise unterzugehen drohte. An der Bushaltestelle musste ich mir erstmal einen Unterstand suchen und den Weg hinunter zum Hafen hätte ich mit einem Wildwasserkanu fahren können. Sturzbäche!

Ich überlegte kurz, ob es sich überhaupt lohnt, bei diesem Wetter zum Startplatz zu gehen. Ich würde ja innerhalb weniger Sekunden völlig durchnässt sein und wenngleich ja zunächst 1,5 km schwimmen auf dem Plan standen, war es keine gute Vorstellung, dass auch meine Wechselsachen usw. völlig durchnässt sein würden. Jedoch hatte Kathrin, die leider aufgrund einer (nach den äußeren Spuren) äußerst schmerzhaften Verletzung am Ellenbogen nicht starten konnte, zugesagt, dass sie zum Start käme und anfeuern würde. Und ich wollte nicht, dass sie den weiten Weg umsonst angetreten hätte. Also Augen zu und durch und ab in den Regen.

Kurze Zeit und einige mutige „Flussüberquerungen“ später war ich am Startplatz. Die Athleten, die ein Auto hatten, versteckten sich dort. Alle anderen standen dicht gedrängt unter einem der zwei Pavillons, die vom Veranstalter aufgestellt worden waren. Aber das Wetter hatte ein Einsehen und der Regen hörte in dem Moment auf, als ich am Startplatz ankam. Kurze Zeit später traf ich auch schon Kathrin. Toll, dass sie sich wirklich auf den Weg gemacht hatte!

Meine Startnummer war die 33. Bei deren Abholung hörte ich schon etwas von einem Neoprenverbot. Das Wasser sollte angeblich 24 Grad haben und laut DTU-Regeln darf bei Kurzdistanzen nur bis 22 Grad mit Neo geschwommen werden. Eine Entscheidung wurde mir also abgenommen. Einige Athleten murrten zwar und so wie ich hörte, sollen auch ein zwei Athleten wieder nach Hause gefahren sein, ohne an den Start zu gehen aber mal ehrlich, 1,5 km kann man im Hochsommer auch locker ohne Neo schwimmen.

Insgesamt hatten sich vielleicht so 80 Athleten eingefunden. Es gab drei verschiedene Wettkämpfe. Die Aqua Classic mit 1,5 km schwimmen und 12,8 laufen. Den Aqua Sprint mit 750 schwimmen und 6,4 laufen und die Teamstaffeln. Alle starteten gleichzeitig. Kurz vor 9.00 Uhr sollte es ins Wasser und Punkt 9.00 auf die Strecke gehen.

Gesagt, getan! Nur meine ich, dass das Wasser eher keine 24 Grad hatte. Der Regen hatte für Abkühlung gesorgt. Dennoch war es gut auszuhalten und ab ging es, auf die erste von 2 Schwimmrunden. Jeder der sich schonmal einen Triathlon oder ein Freiwasserschwimmen angetan hat weiß, dass da am Anfang nicht gespaßt wird. Da bekommt man Füße ins Gesicht, Hände klatschen auf den Körper und manchmal wird man auch einfach überschwommen. An den Wendebojen wiederholt sich das dann regelmäßig. Heute war es aber alles relativ entspannt. Ich fühlte mich eigentlich ganz wohl im Wasser, wenngleich es stellenweise doch kalt oder sagen wir mal ungewohnt war.

Am Schwimmausstieg gab es Anfeuerung von Kathrin. Der Wechsel dauerte dann aber etwas, da ich nicht nur in die Schuhe sondern auch ins Runners-Shirt schlüpfen musste. Schnell noch meine Rennverpflegung (Dattelmuss mit Kokosöl und Zitrusraspeln) in die Tasche und los.

Ich hatte Glück und konnte mich gleich an die Fersen einer anderen Athletin heften, die ein gutes Tempo und einen guten Rhythmus lief. Die Laufstrecke (4 Runden) war anspruchsvoll, denn es ging stellenweise ordentlich bergauf und der Regen hatte die Strecke ganz schön aufgeweicht. Am Ende jeder Laufrunde ging es durch den Start-Ziel Bereich und dort gab es neben anfeuerndem Applaus von Kathrin auch Wasser. Beides tat gut.

In der dritten Laufrunde konnte ich im Tempo ganz gut zulegen. Leider musste ich dabei meine Schrittmacherin hinter mir lassen. Ich nahm mir fest vor, ihr im Ziel zu danken aber leider habe ich sie dann nicht mehr gesehen. Etwa 200 m vor mir lief mein Wechselplatznachbar. Er war mit mir zusammen aus dem Wasser gestiegen, wechselte aber schneller auf die Laufstrecke und hatte so etwas Vorsprung. Diesen Vorsprung wollte ich wett machen. Kathrin rief mir dann am Ende der 3. Runde zu, dass ich auf der letzten Runde noch mal Gas geben könnte und zack, hatte ich meinen Nachbarn ein- und überholt. Die 1,5 km schwimmen und 12,8 km laufen beendete ich mit einer Zeit etwas über 1:39 Stunden und war vollkommen zufrieden., hatte ich mir doch in etwa so eine Zeit vorgenommen.

Das Wetter war nun richtig schön und es war warm. Kathrin erzählte mir von einer anderen veganen Läuferin, die bei der Staffel mitgemacht hätte und die auch bald ins Ziel kommen müsste und wir beschlossen zu warten und sie in Empfang zu nehmen. Frederike lief großartig. Herzlichen Glückwunsch! Sie erzählte, dass sie sich nicht getraut hätte, ihre Teilnahme zu offenbaren. Das war natürlich völlig unnötig, freuten wir uns doch sehr, noch eine Mistreiterin aus unseren Reihen dabei zu haben und schließlich machte sie ja auch ein tolles Rennen. Beim nächsten Mal ist sie deshalb ganz offiziell mit dabei!

Wir machten uns zu dritt auf den Rückweg zum Bus und am Bahnhof Spandau trennten sich unsere Wege. Ich hoffe, Kathrin und Frederike hatten noch einen tollen Sonntag!

Ich lege jetzt die Beine hoch und freue mich auf den nächsten Wettkampf!

Liebe Grüße
Alex

PS: Ach ja, Platz 30 insgesamt und eben Platz 3 meiner AK 🙂

Verfasst von Alexander Malchow

5i50, 01.07.2012

Hi,

heute möchte ich vom gestrigen 5i50 Triathlon in Berlin berichten. Gleichmal vorab noch einmal vielen Dank an Andrea und ihren Freund, dass das mit dem Shirt so gut geklappt hat!

Der 5i50 Berlin hatte am Sonntag Premeire in der Stadt. Es handelt sich dabei um einen Triathlon olympischer Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen), jedoch ohne Windschattenfreigabe, so dass man auch mit einem Triathlonrad oder -Ausfatz fahren darf. Die Serie wird weltweit ausgetragen.

Das Schwimmen fand in der Spree und zwar um den alten Zollanleger am Badeschiff im Kreuzberg statt. Die Nach von Samsatg zu Sonnatg ließ zunächst nicht Gutes erwarten, ich hatte fast damit gerechnet, dass das Schwimmen ausfallen würde aber der Sonntag präsentierte sich dann mit Sonnenschein und fast schon zu warmen Temperaturen.

Die Wechselzone war in der Arena eingerichtet und da kamen etwa 1.000 Starter zusammen. Das war schion eine tolle Kullisse zumal auch hochkarätige Profis am Start waren. Leider hatte sich Michael Raelert im Training den Fuß verknackst und konnte nicht starten. Er übernahm stattdessen die Moderation.

Ich war der zweiten Startwelle zugeordnet und so ging es gegen 8.10 Uhr ab in die Spree. Das Wasser war erstaunlich gut (ich hatte da eher eine Kloake erwartet) . Los ging es erstmal Richtung Schlesisches Tor und dann nach der ersten Wende am Anleger entlang, am Molekular-Men vorbei bis fast zur Elsenbrücke und dann nach der Wende auf der anderen Seite Richtung Badeschiff zurück. So richtig wohl fühlte ich mich allerdings beim Schwimmen nicht. Irgendwie kam ich nicht in den Rythmus und so litt dann auch die Zeit ein wenig. Aber ich hatte mir ja nichts weiter vorgenommen, als dabei zu sein und Spaß zu haben.

Raus aus dem Wasser und aufs Rad. Es ging dann durch Treptow und Neukölln über den Columbiadamm zum Tempelhofer Feld. In Neukölln waren aber fast alle noch am Schlafen und so waren nur die Streckenposten als Zuschauer an der Strecke. Auf dem Feld war es relativ windig und ich war froh, dass es ein Non-Drafting Rennen war und ich mich schön tief auf meinen Zeitfahrlenker legen konnte. Der Gegenwind konnte so nicht viel ausrichten. Radfahren auf dem Tempelhofer Feld ist herrlich, denn so breite, völlig autofreie Strecken gibt es sonst nirgends. Ich hatte meinen Rythmus gefunden. Es galt drei Runden von 10 km Länge auf dem Feld zu bewältigen und es lief gut.

Leider hatte ich dann aber auf der Hälfte der zweiten Runde das Pech, dass mir eine Biene direkt oben in den Helm flog. Oder andersrum hatte die Biene das Pech, dass ich ihr in die Flugbahn fuhr. Erstmal drin im Helm ging es für sie leider nicht wieder raus. Die Biene reagierte darauf, wie Bienen das nunmal tun, sie stach zu. So ein Bienenstich direkt in die Mitte des Schädeldachs verursacht ordentliche Schmerzen und gleich darauf hatte ich das Gefühl, der Zahnarzt hätte mir eine Betäubungsspritze direkt unter das Schädeldach gesetzt. Bis zu den Ohren wurde es taub. Ich musste also anhalten, den Helm abnehmen (wobei ich mich fragte, ob das denn nach dem Regelwerkr erlaubt ist, denn mit dem Helm sind Kampfrichter sehr streng) und die Biene ausschütteln. Leider reißen sich Bienen ja den Stachelapparat heraus, wenn sie stechen, was sie wohl (so wie ich gehört habe) regelmäßig nicht überleben. Vergleich man also mein taubes und dennoch schmerzendes Schädeldach mit dem Schicksal der Biene, bin ich gut weggekommen.

Nach einer kurzen Besinnungspause entschloss ich mich wieder aufs Rad zu steigen und weiterzufahren. Was sollte ich auch tun, ich stand ja mitten auf der Startbahn und musste ohnehin irgendwie in den Zielbereich kommen. Das Radfahren klappte aber ganz gut und an der nächsten Verpflegungsstelle griff ich mir eine Flasche Wasser und schütte sie in den Helm. Das kühlte und so fuhr ich den Radsplit zu Ende.

Ich hatte das Runners-Shirt für das Laufen vorgesehen und so steckte es natürlich im Kleiderbeutel für das Laufen. Also nicht lange überlegt, ab in die Wechselzone, Lauschuhe und Runnersshirt angezogen und los auf die 10 km. Am Anfang lief ich noch etwas zurückhaltender. Einerseits weil ich noch nicht allzu viele Koppeltrainings dieses Jahr gemacht hatte und erstmal gucken wollte, wie die Beine sich anfühlen und zum anderen war ich mir auch unsicher, ob der Piekser nicht doch irgendelche Auswirkungen haben würde (bis auf das Pochen und das Taubheitsgefühl). Aber es lief sich ganz gut und zur Mitte der ersten von zwei Laufrunden hatte ich einen guten Rythmus, der mich bis ins Ziel trug.

Die Zeit war natürlich durch die Bienenepisode nicht besonders gut aber mir wars egal. Ich hatte richtig Spaß, der Wettkampf war vom SCC Berlin sehr gut organisiert und im Ziel gab es neben Medaille und Finisher-Shirt lecker geviertelte Orangen, von denen ich so einige verschlang.

Das Finish gestern sichert mir den Startplatz für den Ironman 70.3 nächstes Jahr in Berlin und da werde ich wieder am Start sein.

Jetzt gilt es etwas auszuruhen, um dann die letzten Wochen vor dem Aquathlon zum Training zu nutzen.

Eine gute Woche Euch und viele Grüße
Alex

PS: Ich finde es immer ganz amüsant, wie man den Leuten am Streckenrand ansieht, dass sie nicht glauben, dass man vegan und sportlich sein kann.:-). Sobald es Bilder von gestern gibt, leite ich sie weiter.

Verfasst von Alexander Malchow

4. Berliner 5x5km TEAM-Staffellauf 15.6.2012

Vegan Runners starten zum 4. Mal beim Berliner 5x5km TEAM-Staffellauf am 15. Juni 2012

Beim Berliner 5 x 5 km-TEAM-Staffellauf in 2009 hatte alles mit einer einzelnen Staffel begonnen – natürlich durften die Vegan Runners aus Berlin, Potsdam und Umgebung da auch bei der Neuauflage in 2012 nicht fehlen. Zum 4. Mal in Folge beteiligten wir uns an einer der beliebtesten Laufveranstaltungen Deutschlands, diesmal mit drei Staffeln, also 15 veganen Läuferinnen und Läufern.

Nach einem extrem verregneten Vorjahres-Event waren wir auf das Schlimmste gefasst. Doch das Wetter meinte es in diesem Jahr gut mit uns, und so trafen wir uns an einem sonnigen, wenn gleich auch noch recht kühlen Frühsommer-Abend im Berliner Tiergarten, um uns mit insgesamt 4.348 anderen  Teams im sportlichen Wettkampf zu messen. Als Staffelstäbe sollten uns in diesem Jahr nicht wie bisher die traditionellen Karotten Glück bringen, sondern mit entsprechenden Aufklebern verzierte Kochlöffel, die hervorragend die Verbindung zwischen zwei unserer größten Leidenschaften – dem Sport und der veganen Kochkunst – symbolisierten.

 

Im Ergebnis konnten alle drei veganen Teams neue Bestzeiten aufstellen:

Die Schnellsten 5 mit der Startnummer F1505 erliefen sich mit 1:48:57 einen äußerst respektablen 164. Platz in der Gesamtwertung. Böse Zungen behaupten, sie wären nur so schnell gewesen, um früher zu unserem leckeren veganen Mitbring-Picknick zurückkehren zu können…

Auch Team 2 (inoffizieller Titel: Lahm aber vegan) mit Startnummer F1506 machte einen gewaltigen Satz nach vorne und kam nur knapp 10 Minuten später mit einer Gesamtzeit von 1:58:06 ins Ziel. Platz 554 der Gesamtwertung demonstriert, dass vegan alles andere als lahm sein kann!

Last but not least konnten dann auch unsere Mädels mit 2:17:25 eine deutliche Verbesserung der Vorjahres-Ergebnisse erzielen. Der Lohn: Platz 93 (von 403) bei den Frauen-Teams für F1507! Und ja – auch alle 5 Läuferinnen haben vom Picknick natürlich noch etwas abbekommen!

Wir kommen wieder, keine Frage – die Startplätze für 2013 sind quasi schon reserviert. Offen ist nur, wieviele Teams wir dann sein werden und ob es uns gelingt, erstmals mit mindestens einer vierten Mannschaft an den Start zu gehen. Lust, dabei zu sein? Wir freuen uns immer über Zuwachs und auf deine E-Mail unter runners[at]berlin-vegan.de!

Weitere Infos zum Lauf und alle Ergebnisse findet ihr unter http://www.berliner-teamstaffel.de/