Archiv der Kategorie: Vegan Runners

Müggelsee-Halbmarathon, 18.10.15

Am 18. Oktober fand der 9. Müggelsee-Halbmarathon statt.
Nachdem es an den Tagen zuvor regnerisch war und für das Wochenende keine wesentliche Verbesserung vorhergesagt worden war, überraschte der Sonntag dann doch mit idealem Laufwetter. Dass es voll werden würde, zeigte sich bereits in Köpenick am Bus, der so voll war, dass er nicht abfahren konnte und einige wieder aussteigen mussten. Der nächste Andrang war dann bei den Toiletten am Start. Zehn Minuten Wartezeit und später sogar mehr, sind nicht akzeptabel. Da hatte der Veranstalter am falschen Ende gespart.

Neben mir hatten sich zwei weitere Vegan Runners angemeldet, wie ich bei der Online-Registrierung in Erfahrung gebracht hatte. Ulises war ich bereits an der Bushaltestelle begegnet und Karl fand dann beim Umkleiden zu uns. Wir klärten, was wir uns vorgenommen hatten und erkannten, dass ein Zusammenlaufen unseren Möglichkeiten nicht gerecht werden würde. Um den starken Andrang für die schmalen Wege zu kanalisieren, wurde der Start in drei Wellen durchgeführt. Karl und ich starteten in der ersten und Ulises in der dritten Welle. Durch die Chips am Schuh eigentlich kein Problem für die Zeitmessung, aber die schnellen Läufer der zweiten und dritten Welle mussten dann mit den langsameren Läufern der vorhergehenden Wellen kämpfen.

Dieser Lauf ist insgesamt sehr flach, bietet aber nach vier Kilometern eine Besonderheit, nämlich einen Tunnel unter der Spree hindurch. Etwa 40 Stufen zunächst hinab und auf der anderen Seite wieder hoch. Danach geht es ungefähr acht Kilometer auf Straßen und Fußwegen entlang, bis es in Hessenwinkel diesmal per Brücke wieder über die Spree geht. Von da ab sind es nur noch Waldwege. Alle Kilometer waren deutlich ausgeschildert und Streckenposten sicherten Abzweigungen, damit niemand verloren ging. Zunächst alle fünf Kilometer und später etwa alle drei Kilometer waren Getränkestationen, an denen es Wasser und leicht gesüßten Tee gab.

Da ich ziemlich weit vorne gestartet war, ließ ich mich vom Tempo der Anderen mitreißen und absolvierte die ersten fünf Kilometer in 23 Minuten. Das war dann aber für die Distanz für mich zu schnell, sodass ich etwas nachließ und so die 10-Kilometer-Marke nach 48 Minuten passierte. Doch dann wurde es langsam hart für mich. Ich merkte, dass mir für ein so schnelles Rennen noch die Ausdauer fehlt. Ab ca. 14 Kilometern musste ich richtig kämpfen, aber viel Tempo war nicht mehr rauszuholen. Immer wieder wurde ich überholt und die letzten vier Kilometer wurden zu einer Tortur.

Nachdem ich im letzten Jahr in 1:53:46 den 511. Platz belegt hatte und damit in meiner Altersgruppe (M60) Sechster geworden war, hatte ich mir als Minimalziel gesetzt, unter 1:50:00 zu laufen. Das ist dann auch mit viel Mühe gelungen. 1:49:30 zeigte die Uhr im Zieleinlauf an. Damit wurde ich insgesamt 348. (bei den Männern 308.), aber nur Neunter in meiner Altersgruppe.

Sieger wurde bei den Männern mit 1:15:28 der Berliner Tobias Singer und bei den Frauen in 1:26:01 die Kenianerin Magdaline Chemjor. In meiner Altersgruppe siegte mein Potsdamer Sportkamerad Wolfgang van Straten in phänomenalen 1:33:26!

Und die anderen Vegan Runners? Karl wurde 117. in starken 1:38:25 und Ulises braucht sich mit seinen 1:51:45 und dem 404. Platz auch nicht zu verstecken. Insgesamt waren 1.054 Läufer und Läuferinnen ins Ziel gekommen.

Im Zieleinlauf gab es dann wieder Wasser und Tee sowie in Stücke geschnittene Bananen. Jeder hatte zudem einen Gutschein für einen Teller Erbsensuppe bekommen. Leider war die aber traditionell mit Speck zubereitet. Vielleicht kann sich der Veranstalter da in Zukunft zu einem inklusiveren Angebot durchringen. Bei einer Startgebühr von 22 Euro dürfte das nicht zu viel verlangt sein. Nicht nur für Veganer ist diese Suppe so nichts, auch Juden und Muslime werden ausgegrenzt. Mal sehen, wie es nächstes Jahr aussieht …

Veranstalter: mueggelsee-halbmarathon.de

Grand 10 Berlin, 10.11.15

15_grand10_2
Hey ihr Lieben, leider habe ich keinen von euch beim Grand 10 in Berlin gefunden. 🙁 Ich hoffe alle, die mitgelaufen sind, hatten Spaß. Wetter war super und wenn ich mir die Ergebnisliste so ansehe, waren alle „Vegan Runner“ einfach spitze. Toll!!!
(Bettina Meingast)

Ergebnisse:

15_grand10_1

Weiteres Foto:

Constanze / Birgit / Nora
Constanze / Birgit / Nora

Wir drei sind uns im Zielbereich zufällig über den Weg gelaufen. Ulises hatte ich telefonisch zunächst nicht erreicht. Als er dann zurück rief, hatten wir uns leider schon voneinander verabschiedet.
Viele Grüße,
Constanze

9. Drei-Länder-Marathon am Bodensee, 04.10.15

Auf gehts!
Auf gehts!

Mein Laufbericht von der Teilnahme beim 9. SPARKASSEN- 3 – LÄNDER – MARATHON AM BODENSEE:
Hallo liebe vegane Lauffreunde,
da ich zurzeit für 5 Wochen auf Kur im wunderschönen Allgäu mich befinde, habe ich zufällig aus dem Internet die Laufwettbewerbe in der Umgebung nachgeschaut und zufällig mit großer Interesse gefunden.
Die Kurklinik ist vom Bodensee ca. 100 km entfernt und da dachte ich es mir, auch wenn ich kein optimale Trainingsvorbereitung für ein Marathonlauf absolviert habe, habe ich trotzdem beschlossen, am 04.10.2015 am Bodensee beim 3 – Länder – Marathon dabei zu sein und mein Ziel war einfach, ans Ziel locker und mit Freude anzukommen.
Die Onlineanmeldung verlief problemlos und bekam nach Zahlungseingang die Teilnahmebestätigung. Ich war happy, dass ich dabei sein konnte. Ich war noch nie am Bodensee und es gab bis heute immer wieder guten Ruf vom Bodenseeaufenthalt zu hören und zu lesen.
Frühmorgens um 4 Uhr Aufstehen und kleines Frühstück, natürlich vegan mit einem bescheidenen Müsli und Sojamilch mit viel Bananenstücken. Zu Fuß ging 3 km im frühen Dunkeln zum Bhf. (habe kein Auto mitgebracht zur Kur). Mit guten 2 Fahrstunden kam ich in Bregenz an, um die Startunterlagen im Festspielhaus abzuholen. Es waren viele Läufer zu sehen, dann kam leichten Regen, einen Tag vorm Start ließ ich mir informieren über die Wetterlage am Bodensee. Leider sollte es über 65 % Regen bekommen, das hat mich etwas geändert und vom Feiertag zum Tag der deutschen Einheit am Samstag war purer Sonnenschein fast in ganz Deutschland zu sehen, das am Bodensee mit Sonnenschein soll wunderschön sein, das wäre ideal für ein Marathonlauf.
Nach der Abholung konnte man für alle Teilnehmer (10km, HM und Marathon) mit dem Schifftransfer zum Hafen Lindau teilnehmen. Das war schön, aber Regenwetter war stark und brutal sehen, nicht angenehm für alle Läufer(innen). Was soll’s?
Schnell kurzes Umziehen und mit Regenfolienjacke vom Veranstalter SPARKASSE zum Start. Wir ließen uns nicht vom starken Regen frustrieren, denken positiv und haben trotzdem dank Veranstalter mit seiner Aufrufmotivation gute Stimmung.
In typischen Zeitabständen verlief der Start problemlos und nach einer halben Stunde neben dem Bodensee kam bescheiden die Sonne, für uns klar die Erleichterung. Gute 10 km ab Lindau erreichte man Bregenz und die 10-km-Streckenteilnehmer werden aussortiert und ins Stadion zum Ziel geführt.
Ab 15 km werden die HM- und Marathonläufer in den getrennten Wegen geteilt. Die Laufgruppe Marathon war wenig zu sehen und jeder hat seine Lauffreiheiten bekommen.
Man konnte durch die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz mit diesem Marathon laufen, das war einmalig und die wunderschöne Landschaft am Bodensee gab mir das Laufgefühl mit viel Spaß, Liebe und Freude. Ein unbeschreibliches Laufgefühl.
Zum Zieleinlauf bekam ich 500 m vorm Stadion große Überraschung, ein paar Kurpatienten waren extra nach Bodensee gefahren und hatten mich mit den selbst gemachten Schildern voll motiviert. Mit voller Gänsehaut ging ich erleichtert und glücklich mit ein wenig Freudentränen zum Ziel mit einer nicht erwarteten Zeit von 3:53:55 Stunden an. Am Casinostadion war voll und das Sommerwetter mit viel Sonnenschein kann man nur noch genießen.
Die gesamte Organisation vom österreichischen Veranstalter war klasse und jeder bekam alles, was ein Läuferherz wünscht. Ich war mit allem sehr zufrieden. Für mich war eindeutig festgelegt, eine Reise nach Bodensee ist immer wert, kann jedem Euch weiterempfehlen, auch ohne Laufwettbewerb.
Ich habe mich nie bereut, dass ich nach langem Bedenken doch beim Bodenseemarathon teilgenommen zu haben. Ein unvergessliches Lauferlebnis!
Glückliche vegane Grüße Robert :o)
(Robert Boyde-Wolke)

Veranstalter: www.sparkasse-3-laender-marathon.at

Erdlingslauf 2015 – Fotos

Fotos von Thomas Vosen:
„Hi, hab noch ein paar Fotos vom Lauf gemacht, die ich gerne mit Euch teile. Dürft Ihr gerne veröffentlichen, wenn Sie was taugen. Hab mich riesig gefreut dabei gewesen zu sein, viele von Euch kennengelernt zu haben, alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen und vorallem damit dem Erdlingshof und der veganen Bewegung geholfen und unterstützt zu haben. War ein großartiges Wochenende! Freue mich auf eine Fortsetzung. Erholt Euch Alle gut, ruht Euch aus und habt eine gute Zeit. Ganz liebe vegane und sportliche Grüße, Thomas“

Fotos von Gabriel: Fotos der 7. Etappe

Fotos von Unbekannt:

erdlingslauf_scheckErdlingshof:
„Nico überbrachte uns im Namen des Erdlingslauf-Teams einen Scheck mit der unglaublichen Spendensumme von 7.500 Euro! Der Erdlingslauf – Für Mitgefühl laufen fand erstmalig im August im Rahmen des Veganen Sommerfestes in Berlin statt und war ein riesiger Erfolg. Viele Teilnehmer sind extra für dieses Event von weit her angereist, um gemeinsam ein Zeichen für mehr Mitgefühl zu setzen. Das großartige Orga-Team hat monatelang alles dafür gegeben, dass der 170 km-Lauf zu einem unvergesslichen Ereignis wurde. Großzügige Sponsoren, eine super Stimmung und laufbegeisterte Sportler haben dazu beigetragen diese Wahnsinnssumme zu Gunsten des Erdlingshofs zu erreichen. Hierfür möchten wir uns im Namen aller Erdlinge ganz herzlich bedanken! Ihr seid spitze und habt Unmögliches möglich gemacht!“

17. Mercedes-Benz-Halbmarathon, 30.08.15

Ein Bericht von Gregor Hradetzky:

Am 30.8.15 fand der 17. Mercedes-Benz-Halbmarathon in Berlin-Reinickendorf statt. Anfang des Jahres hatte ich beschlossen, in diesem Jahr endlich zum ersten Mal diese Distanz zu laufen. Ich hoffte, gut vorbereitet zu sein und deutlich unter 2 Stunden zu bleiben.
Eine Stunde vor dem Start holte ich meine Unterlagen ab und traf auch schnell Friederike und Friedrich, die anderen beiden Vegan Runners, die es mit den 21 Kilometern aufnehmen wollten. Während Friedrich sich eine langsamere Geschwindigkeit vorgenommen hatte, liefen Friederike und ich recht flink los. Zu Beginn hatten wir noch genug Luft, uns zu unterhalten und uns artig bei den applaudierenden Zuschauerinnen und Zuschauern zu bedanken. Die Sonne brannte da schon recht stark und es gab kaum Schatten auf der Strecke. Die erste 10-Kilometer-Runde absolvierten wir in 52 Minuten, dann wurden die Beine aber langsam schwerer. Nachdem mir Friederike vorher etwa eine Stunde lang erzählt hatte, daß sie unser Tempo kaum werde halten können und ich ihr wohl bald davonziehen würde, lief sie mir nun immer weiter voraus. Mit drei Gelpackungen war ich gut versorgt, was ich aber total unterschätzt hatte, war der starke Flüssigkeitsverlust. Kurz nach einem Wasserstand wurde mir bewußt, daß es wohl besser gewesen wäre, nicht immer nur einen Becher zu trinken. Ich war ziemlich ausgetrocknet, mir wurde schwindelig. Ich mußte eine Gehpause einlegen und plötzlich war Aufgeben eine Option. Hätten mich die zwei freundlichen Damen am Wegesrand nicht großzügig aus ihrer Wasserflasche trinken lassen, hätte ich wohl – wie einige andere Läuferinnen und Läufer – abbrechen müssen. Am nächsten Wasserstand genehmigte ich mir gleich drei Becher des lautstark als „Biowasser, 100% vegan“ angepriesenen Getränks und lief weiter. Jetzt meldeten aber langsam meine Knie Bedenken an, so daß ich die letzten Kilometer sehr erschöpft und unter Schmerzen bewältigen mußte. Als ich das Schild „18 Kilometer“ sah, dachte ich zuerst „Toll, gleich bin ich da!“ Sofort wurde mir aber klar, daß drei Kilometer in meinem Zustand eine lange Strecke sind. Als ich schließlich nach knapp über zwei Stunden die Ziellinie passierte, war ich fix und fertig. Die Freude, es geschafft zu haben, war etwas schüchtern an diesem Tag, gab sich später dann aber doch noch die Ehre. Friederike hatte schon 6,5 Minuten vor mir das Ziel erreicht und konnte den Ansager am Mikrofon mit einem strengen Blick davon überzeugen, daß sie nicht etwa TROTZ, sondern eher WEGEN der veganen Ernährung so fit ist. Später kam Friedrich zufrieden ins Ziel. Kurze Zeit darauf und nach dem ersehnten alkoholfreien Hefeweizen entstand dieses schöne Bild von uns.

15_db_hm_bln

Werde ich noch mal einen Halbmarathon laufen? Spaß hat es zum Schluß nicht mehr gemacht, aber einen Tag später schmerzen die Beine kaum noch und … naja, mal sehen …
gh

Zur Ergänzung hier noch die Veranstalterseite und die Ergebnisse.

7. Stadtlauf Berlin, 23.08.15

15_stadlauf01

7. Stadtlauf Berlin von Sportscheck und BMW am 23.August 2015

Ein kleines Laufbericht von Robert Boyde-Wolke:

Der Stadtlauf Berlin von BMW und SportScheck ist ein Halbmarathon sowie ein Lauf über 10,5 km. Gedacht ist aber eine „Generalprobe für den Berlin Marathon“ in 5 Wochen.
Für mich ist die erste Teilnahme an diesem Stadtlauf und eine gute Vorbereitungswoche für den ersten Erdlingslauf 2015 am 29./30. August 2015.

6.732 Teilnehmer hatten sich für diese Veranstaltung gemeldet und das bei einem super Kaiserwetter, wobei 1 Stunde vorm Startbeginn etwas spontan geregnet hatte.

Mit meiner Halbmarathon-Teilnahme war ich für mein Arbeitgeber „SG BMF 07“ schon lange angemeldet worden, deswegen kam ich erst viel später beim VEGAN RUNNERS an.
Gern schreibe ich mein kleines Bericht an Euch. In der Zukunft werde ich für VEGAN RUNNERS anmelden ;o) !

15_stadlauf03Die Ausgabe der Startunterlagen inklusive asics-Funktionsshirts, welches als Startberechtigung diente 1-2 Tage vorm Startbeginn in der SportScheck-Filiale, Schloßstr. 20 in Steglitz. Das Funktionsshirt mit der orangenfarbenen Ausstrahlung reizt jeden LäuferInnen an, beim Stadtlauf ordentlich und gut aussehend zum Ziel anzukommen.

Die Strecke führt auf einem 10,5-km-Rundkurs, der zweimal zu durchlaufen ist, durch die Bezirke Steglitz, Wilmersdorf und Zehlendorf. Wirklich eine tolle Laufstrecke, die teils auch mit leicht erheblichen Bergsteigerungen zu beteiligen.

Ab und zu mal waren die Zuschauer auch nebenbei aktiv beim Anfeuern zu sehen.

Schade nur etwas, dass die Musikbands viel zu wenig zu sehen bzw. hören waren.

Ansonsten war für mich ein gelungener Auftaktslauf und ich werde sehr gerne wieder dort kommen, vielleicht mit ein paar VEGAN RUNNERS-LäuferInnen. Mit meiner zufriedenen Laufleistung für die Halbmarathonstrecke von einer Zeit mit 1:42:10 bleibt in meiner Erinnerung. Durch mein Neugier in die Ergebnisliste stellte ich fest, dass doch einige VEGAN RUNNERS-Läuferinnen (Jessica, Constanze, Florentine und Nora) zu sehen sind. Ich konnte ja nicht sie erkennen, da wir in alle gleichfarbigen Laufshirts angezogen waren, kein Wunder.

Das Beste kam zum Schluss, wobei ich als veganer Hobbyläufer sehr begeistert war, dass die reichhaltige Zielverpflegung für Veganer doch leichter zu bekommen können, ein klasse Beispiel war die „ALPRO“ Sojamilch aus Mandel- und Kokosgeschmack. Eine feine Sache!

Ich freue mich auch schon auf die Teilnahme beim Erdlingslauf!

Hier ein paar Augenfutter für Euch:
15_stadlauf02

Veranstalter: berliner-generalprobe.de

Strecke:

15_stadlauf04

5 x 5 km Team-Staffellauf Berlin 26. Juni 2015

tiergarten_teamstaffel-(2)

Es gibt Dinge, die sind: Man verschläft immer dann, wenn es am ungünstigsten ist. Man hat immer dann einen platten Fahrradreifen, wenn man es besonders eilig hat. Und in der Woche, in der der 5 x 5 km Team-Staffel-Lauf im Berliner Tiergarten stattfindet, ist traditionell immer schlechtes Wetter. Darauf ist Verlass.

Insofern war es nicht verwunderlich, als es an diesem eigentlich bis dahin ganz schönen, sommerlichen Freitag gerade dann zu regnen anfing, als ich mit meinen drei zu Staffelstäben umfunktionierten Kochlöffeln im Gepäck das Haus verließ. Einmal im Tiergarten angekommen hatte der Regen glücklicherweise nachgelassen und für eine letzten Endes ganz angenehme Abkühlung gesorgt. Eigentlich ideales Laufwetter! Einreden kann man sich ja viel…

Der Tiergarten war voll wie immer. Mehr Menschen als Bäume, alle mit Team-Trikots bekleidet und mit lustigen Lauf-Utensilien bewaffnet, Picknickdecken auf feuchtem Untergrund so weit das Auge reicht. Und schon war es wieder da, das bekannte und irgendwie anregende Team-Staffel-Feeling, das wohl die besondere Faszination und Begeisterung für diesen beliebten und an drei aufeinanderfolgenden Tagen stets ausgebuchten Lauf ausmacht. Rund 5.000 Teams gehen hier jedes Jahr insgesamt an den Start, und drei Startnummern waren diesmal auch wieder für uns reserviert.

tiergarten_strecke

Nachdem wir uns für einen gut geschützten Lagerplatz entschieden und unter akrobatischen Höchstleistungen das schwarz-grüne Vegan Runners Banner zwischen zwei eigentlich viel zu weit auseinander stehende Bäume geknotet hatten, ging es an das Abholen der Picknickkörbe. Diese waren auch in diesem Jahr aus veganer Sicht leider wieder eher ein Reinfall: Abgesehen von je einem Fladenbrot und einer Flasche veganem „Mehr als Wasser“ ließen wir Gummibärchen, Wein  und Mini-Käse wieder zurückgehen. Aber immerhin: Wenigstens waren diesmal keine reinen Wurst-/Fleisch-Produkte wie Würstchen mehr enthalten. Als Veganer muss man lernen, auch mit kleinen Fortschritten glücklich zu sein.

Der Wettergott drückte beide Augen zu, und so blieben wir im Laufe des Abends von weiteren Regengüssen verschont. Unsere drei Teams gingen alle pünktlich, vollzählig und hoch-motiviert an den Start, und viel zu schnell war der Abend, der eine nicht unerhebliche Vorbereitungszeit für Anmeldung, Planung der Aufstellung, Kommunikation, Änderung der Aufstellung, Vorbereitung des Picknicks und letztmalige Änderung der Aufstellung erfordert, vorbei.

Verschwitzt und müde spät abends zu Hause wieder angekommen, ist es nie zu spät, vor dem Schlafengehen nicht wenigstens noch einen schnellen Blick in die Ergebnisliste zu werfen. Und diese gab auch in diesem Jahr wieder allen Grund zur Freude,  denn mit einer Zeit von 1:40:01 ist es  unseren schnellsten Läufer_innen Matze, Jan, Jessi, Felix und Mark tatsächlich gelungen, die Vorjahres-Bestzeit (1:41:58) noch einmal um fast 2 Minuten zu unterbieten. Danke an die flinken fünf  – den sensationellen 38. Platz im Gesamteinlauf (und Platz 18 in der Tageswertung) habt ihr euch redlich verdient!

tiergarten_teamstaffel-(5)

Aber auch die anderen zwei Teams lieferten mit 2:01:40 (Platz 848) und 2:18:08 (Platz 3093) ein tolles Ergebnis ab – Gratulation und Glückwünsche an alle!!! Die Fotos belegen, dass ihr den Omnis nicht nur in Sachen Geschwindigkeit sondern auch optisch um Längen überlegen wart.

tiergarten_teamstaffel-(8)

Ich hoffe, es hat euch allen auch so viel Spaß gemacht wie mir, und dass wir im nächsten Jahr wieder mit mindestens genauso vielen Staffeln (oder sogar noch ein bis zwei mehr…?) an den Start gehen können. Also, ran ans Training, denn nach dem Lauf ist bekanntlich vor dem Lauf!

tiergarten_teamstaffel-(7)

Falls ihr Lust habt, uns bei diesem oder einem anderen Lauf zu unterstützen, und keine Angst vor schlechtem Wetter, Menschenmassen und Picknickdecken habt, schreibt mir eine Mail an andrea@veganrunners.de. Wir freuen uns auf euch – und auf die Team-Staffel 2016!

tiergarten_teamstaffel-(10)tiergarten_teamstaffel-(11)

Veranstalter-Video:

Schlösserlauf Potsdam, 07.06.15

15schlosspotsdam_birgit
Birgit auf dem Treppchen

Ein Bericht von Birgit Leszinski:

4171 Finisher beim diesjährigen Potsdamer Schlösserlauf, neuer Teilnehmerrekord!
Natürlich nicht ohne die Vegan Runners.
Kira, Florentine, Matze, Yves (Team Erdinger Alkoholfrei), Tom und Auge starteten über die Halbmarathondistanz und Birgit über die 10 km.

Nach dem heißen Samstag hatte sich die Luft ziemlich abgekühlt war aber, laut Kira, noch viel zu warm. Der Halbmarathon startete zuerst und bei den vielen Teilnehmern wurde es auf der Strecke ziemlich eng, so wurde das Überholen für einige zum Hindernislauf.
Viele Sehenswürdigkeiten, wie das Babelsberger Schloss, Neuer Garten, Sanssouci und das neue Palais konnten bewundert werden.

20 min später startete der 10 km Lauf und auch ich hatte auf den ersten Kilometern meine Mühe beim Überholen. Ansonsten ging es flott vorwärts, nichts tat weh und mit einem Endspurt landete ich mit neuer persönlicher Bestzeit im Ziel.
Besonders freute ich mich über den unerhofften 3. Platz.
Auch Yves landete auf dem Treppchen (1. Platz M40) und alle anderen liefen super Zeiten.

Kira, Matze (Vielen Dank für die Mitnahme auf dem Fahrrad!), Yves und ich ließen den Nachmittag dann noch mit veganen Köstlichkeiten im Good dEATs ausklingen.

Veranstalter: PRO POTSDAM Schlösserlauf

Ergebnisse:
15schlosspotsdam_ergebnisse

Yves auf dem ersten Platz
Yves auf dem ersten Platz

300 weitere Bilder auf: Laufen.de

Treppenmarathon Radebeul, 18./19.04.15

2015radebeul01
Ein Bericht von Pit Reger.
Einige Rennen scheinen mit gewissen Umständen untrennbar vernetzt zu sein.
Wie bereits letztes Jahr (siehe Bericht) fiel ein Teammitglied eine knappe Woche vor dem Rennen aus.
Unsere Suche nach jemand neues für unser Team lief also auf Hochtouren. Nach einigen Missverständnissen (Verzeihung nochmal Micha an dieser Stelle) fanden wir Marcel als neuen Mitläufer.
Wir fuhren also nach Dresden um uns, nach einem sehr leckeren Abendessen im Flax in der Dresdener Neustadt, zum Rennort zu begeben. Im Restaurant trafen wir dann auch auf unseren Mitstreiter, den wir (Félix und Ich) bis dato nicht kannten.

Die Spitzhaustreppe liegt in Radebeul, am Rand von Dresden in den Weinbergen.
400 Treppen, mit 50m Anstieg davor, und 150m Anstieg danach. Diese Strecke galt es 100mal im Team zu bewältigen, also runter und wieder hoch zu laufen. 16 Stunden standen uns dafür maximal zur Verfügung. Nachdem wir unsere Lehren aus dem vorherigen Jahr gezogen hatten, und wir mit Marcel einen sehr guten Läufer an Land gezogen hatten, stand einem tollen Rennen nichts mehr im Weg.

Los ging es um Mitternacht. Wir hatten uns darauf geeinigt die ersten 30 Runden abwechselnd zu laufen und später eventuelle Änderungen vor zu nehmen, falls einer aus dem Team schwächelt.
Ich startete also und legte etwas übermotiviert eine 5 Minuten 30 Runde hin. Schließlich pendelte sich meine Zeiten zwischen 6 Minuten und 6 Minuten 30 ein. Auch Marcel und Félix waren mit ihren Zeiten immer sehr regelmäßig und im Soll.
Alle hatten die Temperatur nachts ein wenig unterschätzt, und so umhüllten wir uns ein wenig notdürftig mit den mitgebrachten Decken in den Pausen, damit die Körper nicht zu sehr abkühlten. Gegen 4 Uhr nachts hatten alle ein kleines Motivationsloch. Da kam die Bemerkung „Alle Ehre dem Veganismus“ eines Einzelstarters (welche die Treppen seit Samstagmittags 16h hoch und runter liefen), genau richtig.
Tatjana, meine Freundin und unsere unnachgiebige Betreuerin, notierte die jeweiligen Rundenzeiten und sorgte dafür dass jeder zum richtigen Moment über alles Bescheid wusste.
Mit dem Sonnenaufgang kam auch die Motivation wieder zurück in die doch inzwischen sehr müden Beine.
Ungefähr bei Runde 60 fingen wir an uns den Sieg richtig zuzutrauen. Wir hatten inzwischen etwas mehr als 2 Runden Vorsprung auf unsere Verfolger aufgebaut und wollten diesen ins Ziel retten. Leider hatten wir immer öfters das Gefühl dass nur wir und nicht die anderen müde würden. Die Teams von Platz 2-5 waren nämlich im ständigen Plätzetausch und demnach hochmotiviert.

Am Ende kamen wir alle mehr oder weniger Heil ins Ziel und zwar mit einem wunderbaren ersten Platz.
Während unsere Zielzeit letztes Jahr noch bei 13 Stunden lag, waren wir dieses Jahr mit 11Stunden 15Minuten ca. 2 Stunden schneller. Nachdem Zieleinlauf verschwanden wir alle im Massagezelt und ließen uns erst mal 45Minuten ordentlich durchkneten.

Alles in allem ein wunderbares Rennen, was zwar ordentlich an der Substanz knabbert, aber alleine schon durch den Ausblick unvergesslich bleibt.

Hier die Resultate.

PRO: wunderbares Ambiente
gute Organisation
sehr anstrengend

CONTRA: schnell ausgebucht
sehr anstrengend

2015radebeul02

Berliner Halbmarathon, 29.03.15

Beim 35. Vattenfall Berlin Halbmarathon 2015 am letzten Sonntag stellte sich natürlich auch eine vegane Fraktion von SportlerInnen der Herausforderung, die 21 Kilometer durch die Berliner City schnellen Schrittes zu bewältigen.

Hier mal eine kleine Auflistung der Ergebnisse von „Vegan Runners“, „Spreeganer“ und „Laufen gegen Leiden“.
hm_x