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Airfield Run, 23.04.17 – Erlebnisbericht

(Fotos: Gehe zu Airfield Run, 23.04.17 – FOTOS)

Ergebnisse
Die Vegan Runners waren mit drei Gemischtstaffeln (Marathonstrecke) am Start. Das schnellste Team konnte sich den 19. Platz von über 400 Staffeln sichern. Die Spreeganer waren ebenfalls mit drei Staffeln dabei. Eine davon war eine reine Frauenstaffel. Hier die Ergebnisse im Überblick:

Ein Erlebnisbericht von Steve Klockow:

Ich bin gestern den Airport Run zusammen mit den Vegan Runners Berlin gelaufen.
Als ich nach 2,5 Jahren „vegan“ leben das erste Mal am Donnerstag bei einem Treffen der Vegan Runners und Spreeganern war, wurde mir dort angeboten, spontan am gestrigen Sonntag eine Strecke von 12 Km zu laufen. Untrainiert und spontan sagte ich mit großer Freude zu.
Ich liebe es unter den schrecklichsten Bedingungen zu laufen und so wollte ich (fast schon traditionell) ohne Schuhe an den Start gehen.
Ich machte ein Paket mit etwas Obst fertig, denn jeder Läufer sollte etwas zu Essen für die Gemeinschaft mitbringen (PS: das Sushi war ein Traum, großen Dank an den Spender :D) und machte mich auf dem Weg.
Als ich aus der Bahn ausstieg – Regen.
Meine Gedanken kreisten und ich dachte: „na das kann ja ein toller Lauf werden, wenn es jetzt schon Schnee hagelt und regnet“. Auf dem Flughafen in Tempelhof durchnässt angekommen, pressen sich alle Läufer in die Zelte.
Ich werde freudig empfangen. Ein paar Gesichter kommen mir bekannt vor und ich werde mit einer offenen Umarmung begrüßt.
Alle sind gut drauf und ich freue mich schon auf die Strecke. Umgezogen bekomme ich meine Startnummer und den Chip. Als ich alles angebracht habe, fällt uns, mit einem Lächeln, auf, dass es die falsche Nummer und der falsche Chip sind :D. Also mache ich wieder alles ab und beginne nochmal neu.
Als ich die Nummer gewechselt habe, frage ich mich, wie ich den Chip an den Fuß kriegen soll, wenn ich keine Schuhe trage ????
Nach kurzer Überlegung fällt mir ein, dass ich ja noch eine Rolle Tape Band im Rucksack bei habe. Als ich den Chip an das Fußgelenk anbringe sehe ich die fragenden Blicke der Leute um mich herum. Eine junge Frau schaut mich entsetzt an und fragt: „sag mal, läufst du barfuß?“ ich lächle und sage ja, nachdem sie mich noch zwei Mal fragt ob ich das ernst meine, glaubt sie mir langsam.
Als ich raus komme, ist die Zeit reif an den Start zu gehen. Andreas (Auge) kommt mir entgegen und gibt mir den Staffelstab, es sind noch zwei Minuten bis zum Start. Er gibt mir den Stab in die Hand und sagt: „Ach, eigentlich hätte ich dir auch noch ein T-Shirt mit Vegan Runners geben können“. Ich sage: „dann machen wir das noch schnell“. Er holt das Shirt und ich fummle derzeit die Nummer ein drittes Mal vom T-Shirt ab. Beim gehen zum Start versuche ich es anzubringen, denn die Zeit bis zum Start sind nur noch wenige Sekunden. Schnell zusammengefummelt muss es jetzt so halten 😀
Ich renne durch die Ordner durch um nicht zu spät zum Start zu kommen. 😀
Als ich die ersten Schritte auf die Bahn setze, merke ich unter den Füßen den rauen und unerbittlichen Asphalt. Mit sofort schmerzenden Füßen denke ich mir: „Wenn das nicht ne sche… Idee war :D“. Aber da ich das fast immer denke, gebe ich da nicht mehr viel drauf und ziehe es einfach durch.

Steve
Steve

Der Lauf startet. Die Läufer rennen los und ich komme über die Startlinie. Sofort renne ich zur Seite und weiter auf dem Rasen. So versuche ich mich die ganze Strecke entlang zu hangeln. Wenn es nicht geht muss ich auf dem Asphalt laufen. Ich merke aber, dass ich auf dem Rasen viel schneller bin. Der Asphalt raubt mir viel Kraft, vielleicht pusten die Läufer um mich herum deswegen so laut.
Viel zu schnell gestartet, merke ich, dass ich etwas herunter fahren muss. Im Grunde bin ich schon recht erfahren als Läufer. Ich weiß, was ich mir zutrauen kann, aber diesmal laufe ich ganz anders als sonst. Der Grund dafür ist, dass ich das erste Mal einen Staffellauf mitmache und eine Art Verantwortung dabei für die anderen Läufer mittrage. Also muss ich tatsächlich mal beeilen.
Für mich persönlich ist die Zeit immer zweitrangig, aber wenn ich schonmal das Shirt der Vegan Runners tragen darf, will ich natürlich auch glänzen und da ich im Vorfeld überhaupt nicht trainiert habe, ist es wie bei fast all meinen Läufen, einfach perfekt 😀
Ich laufe konzentriert. Für mich zählen nur wenige Dinge. Immer wieder sage ich mir die Worte: „Atmung, Laufstil, Wohlbefinden“ Das ist meine Affirmation für den Lauf. So kann ich immer auf das achten, was wirklich wichtig ist.
Die anderen Läufer sind wie immer recht schnell, allerdings kann ich mich an der Seite durch die Massen immer weiter nach vorn kämpfen. Es ist ein schönes Gefühl ein bisschen schneller zu sein, aber Vorsicht, nicht übertreiben. Ich sehe die Schilder mit den gelaufenen Kilometern und fühle mich innerlich davon gereizt, weil mir dann immer bewusst wird wie lange ich noch laufen muss. Ich atme den Stress einfach weg und laufe weiter.
Natürlich sind nicht alle Stellen der Laufstrecke mit weichem Rasen bestückt. Es gibt auch harte und sehr steinige, anstrengende Stellen. Eine Stelle zieht sich über ca. 100 Metern auf der diese kleinen, fiesen Schotter Steine liegen und es gibt keine Möglichkeit an den Seiten zu laufen. Mitten durch geht es ohne Ausweg. Ich stelle mich der Herausforderung und laufe über diese Strecke.
Mit ständigem Zucken in den Füßen und lustigem Gesichtsausdruck nehme ich die Herausforderung bei jedem Schritt an. Viele Läufer überholen mich, weil ich so langsam bin, aber es hat auch sein gutes, denn wenn ich nicht schnell laufen kann, kann ich Luft gewinnen und mich kurz ausruhen.
So tanke ich wieder Kraft und laufe wieder auf dem Rasen an der nächsten Ecke weiter. Jetzt heißt es wieder Tempo machen. Die Läufer, die mich überholt haben, kriege ich alle samt. Heute hat mich keiner dauerhaft zu überholen, da spielt mein Kopf nicht mit, also schnappe ich sie mir alle nacheinander.
Langsam nähere ich mich dem Ende der ersten Runde. Mit großer Erwartung laufe ich den Bereich ein, wo die anderen Vegan Runners stehen. Meine Erwartungen werden bei Weitem übertroffen, denn ich werde mit vielen lauten Schreien und starkem Klatschen empfangen. Mit großer Motivation schwinge ich die Beine noch schneller und gehe in die zweite Runde.
Jetzt das ganze noch einmal und ich habe es geschafft!
Ich denke viel beim Laufen nach. Glück macht sich in mir breit, weil ich merke, dass ich gut in der Zeit liege. Allerdings laufe ich auch immer am Limit. Ich habe schon fast 10 Km erreicht, die Beine werden schwerer und die Luft neigt sich dem Ende, nun macht sich das fehlende Training bemerkbar. Ich atme wieder ruhiger, so kann ich mich beruhigen und wieder Kraft tanken. Wieder geht es vom Rasen auf den Beton. Immer im Wechsel laufe ich auf den verschiedenen Untergründen.
Ich sehe gelegentlich Scherben am Boden liegen, aber ich mache mich nicht verrückt, dort rein zu treten. Wenn es passiert, passiert es, dann werde ich trotzdem weiter laufen, also verschwende ich keine Energie daran zu denken. Langsam nähere ich mich wieder dieser fiesen Schotter Stelle. Wieder muss ich gehen als ich eine Dame von den Spreeganern treffe. Schön, dass sie mich genau an dieser Stelle erwischt, wo ich gehen muss und mit schmerzverehrtem Gesicht jeden Schritt nehme.
Sie läuft an mir vorbei. Sie ist schnell, denn es geht in den letzten Kilometer. Aber auch sie bleibt nicht dauerhaft vor mir. Ich hole nochmal alles aus mir heraus und kämpfe. Wieder komme ich in den Block wo die anderen Vegan Runners jubeln.

Nun hole ich alles aus mir heraus. Es sind nur noch wenige Meter bis zum Ziel. Viele Leute stehen dort und warten auf die nächsten Staffelläufer. Ich schaue nach meiner Anschluss-Läuferin Friedericke. Im großen Getümmel finde ich sie und überreiche ihr glücklich den Stab. Mit stolzem Blick und Glück im Herzen werde ich von den anderen empfangen. Rührend führen sie mich zu den anderen. Sie besorgen mir etwas zum Trinken und beglückwünschen mich.
Es war echt schön. Wir haben dann tolle Sachen gegessen, weil sich alle große Mühe mit den Speisen gemacht haben. Und ich kann nur nochmal auf das Sushi ansprechen, das war einfach ein Traum.
Lecker!
Lecker!

Das entschädigte sogar für den ganzen Regen, den wir ertragen mussten, als wir an der Strecke auf die anderen warteten.
Da mir die Füße so weh taten zog ich mir dann die Flipflops schnell wieder an. Ich musste mich dann immer innerlich totlachen, wenn Leute mich mit entsetztem Blick anschauten und fragten: „Du bist aber nicht mit den Flipflops gelaufen oder?“ und dann sagte: „nein, natürlich nicht, ich hab sie ausgezogen“ 😀
Barfußläufer Steve
Barfußläufer Steve

Das war schon ein schönes Erlebnis. Ich hatte ja noch nie vegane Freunde, weil ich immer dachte, die sind meist so engstirnig und heben bei allem belehrend den Finger. Aber die Gruppe war ziemlich toll. Ich habe mich auch bei Facebook schon mit einigen befreundet. Ziemlich tolle Leute, das schreit nach Wiederholung.

Airfield Run, 23.04.17 – Fotos

(Bericht: Gehe zu Airfield Run, 23.04.17 – ERLEBNISBERICHT)

Ergebnisse
Die Vegan Runners waren mit drei Gemischtstaffeln (Marathonstrecke) am Start. Das schnellste Team konnte sich den 19. Platz von über 400 Staffeln sichern. Die Spreeganer waren ebenfalls mit drei Staffeln dabei. Eine davon war eine reine Frauenstaffel. Hier die Ergebnisse im Überblick:

Fotos

Halbmarathon-Staffel in Potsdam am 31.08.2016

Alle waren GewinnerSo viele Vegan Runners hat noch keine Laufveranstaltung in Berlin-Brandenburg bisher gesehen. Mit 20 Läuferinnen und Läufern, die sich auf vier Staffeln verteilten, waren ständig und überall Läufer*innen mit dem schwarz-grünen Shirt und der Aufschrift VEGAN RUNNERS zu sehen. Insgesamt waren um 19 Uhr 108 Staffel gestartet und kein Verein hatte so viele Staffeln am Start wie wir. Dazu kam dann noch eine Staffel der Spreeganer. Vier Runden waren für jeden Läufer zu absolvieren, dabei ging es immer um den Bassinplatz im Holländischen Viertel in Potsdam. Für die Zeitmessung gab es einen Staffelstab mit integriertem Chip, sodass für jede und jeden die Zeit registriert wurde.

Im Vorwege war das Leistungsvermögen unsere Läufer*innen abgefragt und daraus dann eine Mixed-Staffel unserer schnellsten Leute zusammengestellt worden, weil wir uns hier im Vergleich zu den Vorjahren eine Chance ausrechnen konnten. Von den fünf Läufer*innen durften zwei Männer sein und so ließen wir unseren schnellsten Mann Pit starten, gefolgt von den drei schnellsten Frauen und dem zweitschnellsten Mann als Schlussläufer.

Erst kam Pit und dann lange nichtsPit brauchte für die ersten 4,2195 Km nur 15:40 Minuten und übergab den Stab an Ute, gefolgt von Constanze und Antje. Die Frauen blieben alle deutlich unter 19 Minuten für ihre Strecke. Schlussläufer war dann Lukas, der nach insgesamt 1:28:38 die Ziellinie überquerte. In der Gesamtwertung wurde diese Staffel 20. von 106, die ins Ziel kamen. Da sie die schnellste Mixed-Staffel war, konnten wir sie bei der Siegerehrung in dieser Kategorie als Erste feiern. Der Preis war ein Getränkekasten mit einer Mischung aus Bier, alkoholfreiem Bier und Grapefruit-Weizenmix, die wir uns alle teilten. Die zweitplatzierte Mixed-Staffel kam erst über zwei Minuten später ins Ziel und die drittplatzierte noch mal zehn Minuten später.

Das SiegerteamUnsere Frauenstaffel belegte in 1:44:59 insgesamt den 69. Platz und war damit bei den Frauen fünfte.

FrauenstaffelDie Männerstaffel war mit 1:35:25 schneller und belegte insgesamt den 39. Platz. In der Männerwertung reichte das zum 19. Platz. Unsere Firmenstaffel bestand aus drei weiteren Frauen und zwei Männern. Sie wurden in 1:53:57 insgesamt 88. und in der Firmenwertung 30.

VEGAN RUNNERS BBI FirmenstaffelDie Spreeganer waren 10 Sekunden schneller und kamen einen Platz vor uns ins Ziel.

Freudige SpreeganerinWenn wir unsere schnellsten Männer alle in eine Staffel gesteckt hätten, wären sie insgesamt nur 14. und bei den Männern 9. geworden. Ähnlich bei den Frauen; die wären insgesamt 41. geworden und unter den Frauen immerhin 4. So hatten wir aber nicht nur auf der Strecke eine gute Präsenz, sondern auch bei der Siegerehrung.

Unsere schnellste Frau Antje ist mit 18:27 unter den Vegan Runnners die fünftschnellste Zeit gelaufen und unter unseren schnellsten zehn sind immerhin vier Frauen. Alle Achtung!

Die schnelle AntjeAlle hatten reichlich zum anschließenden Picknick beigetragen, sodass wir noch lange zu essen und plaudern hatten.

Picknick etwas durcheinanderLeider mussten Guido, Melanie und Felix  absagen, da  war es gut, das wir drei Ersatzläufer*innen hatten, die tatsächlich alle zum Einsatz kamen. Kurzfristig sagten an dem Abend dann noch Zuzanna und Heiko ab. Am schlimmsten hatte es Heiko getroffen, der auf dem Weg zum Start in Potsdam mit einem seine Vorfahrt missachtenden Auto kollidierte und ins Krankenhaus musste. Zum Glück im Unglück hat er sich aber nichts gebrochen. Wir wünschen ihm schnelle Genesung, damit er für den Berlin-Marathon wieder fit ist.

Heikos Unglück war mein Glück, denn nun kam auch ich noch dazu zu laufen. Wegen meine Plantar Fasciitis hatte ich mich zurück gehalten. Da Guido Zörner mich mehrfach osteopathisch behandelt hatte, ging es dann für meine Verhälnisse recht gut. Danke Guido, kann dich echt empfehlen.

Erfreulicherweise hatte die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) am Tag vor dem Rennen einen wohlwollenden Artikel über uns gebracht, der hier nachgelesen werden kann:
Vegan Runner Frank
http://www.maz-online.de/Nachrichten/Sport/Die-Vegan-Runners-sind-dabei

Die Ergebnisse können hier abgerufen werden: https://www.strassenlauf.org/ext_ergebnisse.php?id=405&match=-1

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Bilder von Stefanie Stefanie Hollnack:


Professionelle Spreeganer-Performance vor kultigen VR-Banner!

Heimfahrt:

Gedenkmarathon Son Kee-Chung, 06.08.16

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Am 6. August gab es einen Gedenkmarathon in Berlin, anlässlich des 80sten Jahrestages des Olympiasiegs von Son Kee-Chung.

Son Kee-Chung war ein koreanischer Läufer, der bei den Spielen in Berlin unter japanischer Flagge starten musste, weil Korea besetzt war. Sein Protest dagegen („das traurigste Siegerfoto der Olympiageschichte“) führte auch dazu, dass er unter der Besatzung nicht weiter Marathon laufen durfte. Sport
ist und war eben doch manchmal politisch…

Die Strecke 1936 (und 2016) verlief vom Olympiastadion in Spandau entlang der Kronprinzessinnenallee bis fast nach Wannsee, und dann entlang der AVUS bis zur Tribüne. Und dann die gleiche Strecke wieder zurück. Son Kee-Chung lief die 42.2km in 2:29h. Unsere Hochachtung für diese Leistung ist nach dem eigenen Laufen der (halben) Strecke durchaus
noch mehr gestiegen…

Jens, Heiko, Younouss, Andreas und Robert liefen über die volle Marathondistanz. Ulises und Dominique sowie Kira & Felix teilten sich jeweils die Strecke. Besonders toll fanden wir die motivierende Stimmung, und die nette Verpflegung durch die Veranstalter und den Empfang durch die in koreanische Festgewänder gekleideten Damen.

Danke an Stephan, Torpedo Berlin, die Berlin Wall Trail Runners, den Koreanischen Verein Berlin und die Koreaness Awakening Movement Union.

Es hat Spaß gemacht!

Ein Bericht von Kira Rehfeld

Nachfolgende Bilder von Ulises Rey:

17. Berliner 5 x 5 km TEAM-Staffel, 03.06.16

16_teamstaffel_auge02
17. Berliner 5 x 5 km TEAM-Staffel vom 1. bis 3. Juni 2016

Erlebnisbericht von Anja Höchstpersönlich:
Hej, mal mein Bericht über die 5×5-Tiergartenstaffeln (es waren ja so viele Vegan-Runners und Spreeganer). Ich bin für die Spreeganer gelaufen und habe mich vorab mit Andrea von den Vegan Runners abgesprochen, die Eure Staffeln koordiniert hat. Das hat prima geklappt und ich fand es sehr schön, dass wir einen so schönen Lauf und ein tolles Picknick zusammen gezaubert haben. Der Lauf selbst war für mich suboptimal schrecklich. Ich war Startläuferin und es war noch viel zu heiß um 18.30 Uhr. Es war sehr anstrengend trotz der Strecke im schattigen Tiergarten. Das absolute Highlight, circa 300 Meter vor dem Ziel, war die „Grüne Kurve“: angefeuert werden von so vielen Vegan-Runners und Spreeganern jagt mir immer eine Gänsehaut über den Körper. Dann nochmal alles geben und YEAH! Der Wechsel klappte prima, die Staffel-Gurke wurde überreicht. Zusammen mit Euch war es ein wunderschön entspanntes Laufevent. Danke dafür! Habt ein schönes Wochenende. Anja von den Spreeganern

Erlebnisbericht von Leni Lecker:
Am vergangenen Freitag konnte ich gleich mehreren meiner Leidenschaften fröhnen. Ich war dabei bei der Tiergarten Staffel in Berlin. Mehrere tausend Teams laufen an 3 Tagen um die Wette. 5x5km.
Am Start war ich mit meinen Lieblingsmenschen, den Spreeganern, und als Sahnehäubchen hatten wir wieder ein gemeinsames Lager mit den VeganRunners. Bei so einem veganen Massenauflauf darf natürlich die perfekte Verpflegung nicht fehlen. Wir waren bestimmt so an die 35 Leute, die alle was zu futtern mitgebracht haben. Ich liebe es immer sehr, wenn ich bei Picknicks einfach alles essen kann, ohne nachzudenken Das schöne an so einem veganen Buffet ist, die Vielfalt der Möglichkeiten nicht nur zu sehen, sondern auch zu kosten. Bei den Spreeganern gibt es hierfür Gott sei Dank ausreichend Gelegenheit.
Es war spitzenmäßiges Wetter, wenn man sich sonnen will. Fürs Laufen war es doch schon ganz schön heiß und so schwitzten wir ordentlich und das Atmen war anstrengend. Da ich das erste mal diesen Lauf selbst gelaufen bin kannte ich die Strecke noch nicht und die letzten Meter zogen sich hin, bis zum langersehnten Spreeganer/VeganRunners Lager direkt an der Strecke. Dort wurde jeder unserer Läufer gebührend begrüßt und hat noch mal einen ordentlichen Energieschub mitbekommen für die letzten Meter ins Ziel.
Mein Team hat Platz 356 von 1689 erlaufen.
Nach dem Event haben wir noch zwischen den Aufräumarbeiten unsere Picknickreste vertilgt und in gemütlicher Runde geschnackt.
Aber der Abend war ja noch gar nicht zu Ende. Danach gings noch in den ‚Wilden Hasen’ im Nirgendwo, DEM veganen Biergarten, wo man Vöner bekommt (wenn man nicht zu spät auf der Matte steht;-)) leckeren Brownie oder wechselndes Süßzeug, sowie Cocktails und andere Drinks. Selbstredend vegan. Wir haben den Geburtstag einer Spreeganer Freundin gefeiert. Ich muss sagen die Rasperry Mojitos hatten es ganz schön in sich.
Es war ein toller Tag in meinem veganen Leben.
Quelle: „Mit Freunden feiern! -Vegan4Dogs„.

Ergebnisse Vegan Runners:
16_tiergartenstaffel_ergebnisse1
Ergebnisse Spreeganer:
16_tiergartenstaffel_ergebnisse2

Veranstalter: berliner-teamstaffel.de

Bilder von Guido und Katrin Zörner:

Bilder von Andreas Augstein (Kamera):

Tempelhof Airfield Run – Marathonstaffel am 22.11.2015

Eigentlich hätte der Wecker um 7:30 Uhr klingeln sollen – tat er aber nicht. Zum Glück hat mich dann die Morgendämmerung aufgeweckt, oder war es die schmerzende Schulterprellung? Egal – ich bin rechtzeitig wach, um mich auf die Marathonstaffel heute um 10:30 Uhr auf dem Tempelhofer Flugfeld vorzubereiten.

Der Blick aufs Außenthermometer lässt nichts Gutes ahnen: 1,8 °C. Etwa in der Größenordnung war auch die Wettervorhersage gewesen. Etwas Gymnastik im Bett zeigt mir, dass alles außer der Schulter soweit in Ordnung ist. Nun wird der Smoothie zubereitet, für den ich gestern Abend bereits eine Samenmischung sowie Nüsse und Trockenfrüchte eingeweicht hatte. Nun kommt das alles in den Mixer und dazu frischer Ingwer, etwas Zimt und Kakao sowie zwei Bananen und Wasser. Das wird gemixt und dann in zwei Halbliterflaschen abgefüllt. Der Rest wird gleich verputzt.

Vegan Runner im EinsatzDie Vegan Runners haben für heute vier Staffeln mit je fünf Läufern angemeldet. Der oder die erste soll 12 Km, der zweite 10, die dritte fünf, der vierte wieder 10 und die Schlussläufer*in noch mal fünf Km laufen. Ursprünglich hatten wir zwei Ersatzläufer vorgesehen, aber es haben sich schon zwei verletzt gemeldet. Es kommt also jetzt auf jeden einzelnen an, also auch auf mich. So packe ich dann noch Wäsche zum Wechseln ein und ziehe meine wärmsten Laufsachen an. Eine persönliche Bestzeit werde ich mir für heute nicht vornehmen – ankommen ist alles.

Um 8:15 Uhr trinke ich den ersten halben Liter des Smoothie. Den anderen hebe ich mir für nach dem Lauf auf. Daneben bringe ich noch selbstgemachten Humus für das Schlemmen hinterher mit. Der Bus kommt pünktlich und bringt mich zum Potsdamer Bahnhof. Dort kaufe ich schnell noch drei Vollkornbaguette ein und springe in den Regionalexpress. Mit der U-Bahn fahre ich das letzte Stück bis zur Paradestraße, da sind dann schon gefühlte 50 % der Reisenden Läufer, die mit mir aussteigen.

Um 9:45 Uhr kommen wir an und finden vor dem Hangar eine riesige Menschenmenge wartend, ohne dass ersichtlich ist warum. Zunächst denke ich, wir sind zu früh und es ist noch kein Einlass, aber dann bewegt sich die Masse doch ganz langsam auf eines der Tore zu. Es zeigt sich, dass dort eine Sicherheitskontrolle ist, die darauf wacht, dass kein Glas mit hinein genommen wird. Ich habe ein großes Küchenmesser dabei, um das Baguette aufschneiden zu können und sorge mich darum, aber die Überprüfung ist recht oberflächlich und mein Messer bleibt unentdeckt.

Beim Warten waren mir die ersten Vegan Runners begegnet und zusammen suchen wir nach unserem Sammelplatz. Andreas hatte für uns ein strategisch günstiges Plätzchen direkt am Zieleinlauf reserviert und war schnell gefunden. Gleich neben uns hatten sich die Spreeganer*innen eingerichtet, die in der Folge sehr kreativ für Stimmung sorgten und auch ein reichhaltige Buffet anzubieten hatten.

Startnummern und Zeitmess-Chips der Vegan RunnersStartnummern und Zeitmessungs-Chips wurden verteilt und unsere Startläufer begannen sich aufzuwärmen. Doch dann erfuhren wir, dass der Start um 30 Minuten verschoben wurde, weil noch nicht alle durch die Sicherheitsüberprüfung gekommen waren. Kurioserweise waren einige von uns über das Flugfeld gekommen und nicht kontrolliert worden. Soviel zur Sicherheit …

Doch dann ging es endlich los. Gestartet wurde in zwei Wellen, weil der Startbereich sehr eng war und 1.437 Staffeln am Start waren. Ich war als zweiter vorgesehen und nahm mir noch 55 Minuten Zeit, bevor ich mich bereit machte. Dann begab ich mich zur Wechselzone. Hier war es jetzt noch enger, weil die Laufbahn frei bleiben musste, und so standen die Leute in Sechserreihen vor mir und verdeckten meine Sicht auf die Läufer. Es gab zwar eine Riesenleinwand, auf die der Zieleinlauf projiziert wurde, aber der Einlauf in die Wechselzone war dabei abgeschnitten, sodass die Leinwand nur ablenkte aber nicht half. An deren Rand wurden die Startnummern der einlaufenden Läufer angezeigt, aber bei der Menge huschten die Zahlen viel zu schnell aus dem Bild. Dermaßen abgelenkt habe ich dann Antje erst nach einer Weile bemerkt und von ihr den lila Alustaffelstab übernommen.

Die Strecke war im Wesentlichen wie im Vorjahr und musste zweimal durchlaufen werden. Es lief sich sehr schön, weil es trocken und nicht zu windig war. Die nach mir liefen wurden dann mit wechselnden Verhältnissen konfrontiert. Erst gab es mehr Wind, und nach etwa zwei  Stunden kam die Sonne durch und krönte so die Veranstaltung, aber weitere 60 Minuten später fing es plötzlich an zu schneien und entwickelte sich zu einem richtigen Schneetreiben.

Spreeganer*innen und Vegan Runners GruppenfotoImmer wenn einer von uns oder von den Spreeganer*innen sich dem Ziel näherte, wurden wir in bester Cheerleadermanier von den Spreeganer*innen angefeuert. Sie hatten sogar grüne Pompons mitgebracht und unterstützen damit ihre Motions. Nach und nach kamen alle glücklich im Ziel an. Es wurde reichlich gefuttert und dazu gab es vom SCC spendierten Tee oder ein alkoholfreies Hefeweizen von Erdinger. Es gab sogar die Gelegenheit sich zu duschen, und dass ohne warten zu müssen. Die Möglichkeit hatte sich wohl noch nicht herumgesprochen.

Unsere Staffeln platzierten sich alle im Vorderfeld. Die erste wurde 73. in 3:03:44, die zweite 106. in 3:08:12, die dritte 297. in 3:26:54 und die vierte 489. in 03:36:33 und war damit noch fast im ersten Drittel. Die Spreeganer*innen hatten beeindruckende sieben Staffeln am Start, wovon eine eine Halbmarathonstaffel war.

Alle Bilder:

Erdlingslauf 2015 – Fotos

Fotos von Thomas Vosen:
„Hi, hab noch ein paar Fotos vom Lauf gemacht, die ich gerne mit Euch teile. Dürft Ihr gerne veröffentlichen, wenn Sie was taugen. Hab mich riesig gefreut dabei gewesen zu sein, viele von Euch kennengelernt zu haben, alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen und vorallem damit dem Erdlingshof und der veganen Bewegung geholfen und unterstützt zu haben. War ein großartiges Wochenende! Freue mich auf eine Fortsetzung. Erholt Euch Alle gut, ruht Euch aus und habt eine gute Zeit. Ganz liebe vegane und sportliche Grüße, Thomas“

Fotos von Gabriel: Fotos der 7. Etappe

Fotos von Unbekannt:

erdlingslauf_scheckErdlingshof:
„Nico überbrachte uns im Namen des Erdlingslauf-Teams einen Scheck mit der unglaublichen Spendensumme von 7.500 Euro! Der Erdlingslauf – Für Mitgefühl laufen fand erstmalig im August im Rahmen des Veganen Sommerfestes in Berlin statt und war ein riesiger Erfolg. Viele Teilnehmer sind extra für dieses Event von weit her angereist, um gemeinsam ein Zeichen für mehr Mitgefühl zu setzen. Das großartige Orga-Team hat monatelang alles dafür gegeben, dass der 170 km-Lauf zu einem unvergesslichen Ereignis wurde. Großzügige Sponsoren, eine super Stimmung und laufbegeisterte Sportler haben dazu beigetragen diese Wahnsinnssumme zu Gunsten des Erdlingshofs zu erreichen. Hierfür möchten wir uns im Namen aller Erdlinge ganz herzlich bedanken! Ihr seid spitze und habt Unmögliches möglich gemacht!“

Erdlingslauf (Etappe 5 + 6), 29./30.08.15

Gruppenfoto der letzten Staffel vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz
Gruppenfoto der letzten Staffel vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz

Mitgefühl für Tiere auf dem Mauerweg

Ein Erlebnisbericht von Frank Spade.

„Für Mitgefühl laufen“, das war das Motto einer Staffel von ca. 150 Veganern und Sympathisanten, die am 29. und 30. August innerhalb von 24 Stunden, in 12 Etappen, einmal auf dem Mauerweg ca. 170 km rund um Berlin liefen. Sie hatten sich vorgenommen Geld für die Unterstützung des Erdlingshofs im Bayerischen Wald zu sammeln, wo aus der Massentierhaltung befreite Kühe, Schweine, Hühner und Pferde ohne Gefahr für Leib und Leben ihre verbleibenden Tage und Jahre in Frieden leben können. Da mit dieser Art Tierhaltung kein Geld zu verdienen ist, kamen die Berliner Vegan Runners im letzten Jahr auf die Idee, mit einem Spendenlauf zur Unterstützung des Hofs beizutragen.

Die Läuferinnen und Läufer verteilten sich auf 12 Abschnitte, wobei einige auch mehr als einen Abschnitt liefen. Hier folgt jetzt ein Bericht von der 5. (und 6.) Etappe, die gegen 20 Uhr in der Nähe des S-Bahnhofs Hennigsdorf beginnen sollte.

Als ich mit der Bahn dort ankam, war ich zunächst desorientiert, in welche Richtung vom Bahnhof aus der Lauf gehen sollte. Bevor ich beurteilen konnte, wem von den Umstehenden ich genügend Ortskenntnis zutrauen würde um ihn oder sie zu fragen, bemerkte ich einen Polizeibus auf dem Bahnhofsvorplatz. Die sollten sich auskennen, dachte ich, und trat an der Beifahrerseite an das Fahrzeug heran. Das Fenster war heruntergekurbelt und bevor ich etwas fragen konnte, sagte einer der Polizisten „Sie wollen bestimmt zum Mauerweg!?“ Ich war wegen meines Outfits als Läufer einzuordnen, aber doch überrascht, über diese Ansprache. Als nächstes stieg er aus dem Fahrzeug, um mir die Richtung zu zeigen. Er bestätigte, dass die Polizei unseren Lauf auf dem Schirm hätte und wünschte mir zum Abschied viel Freude und Erfolg dabei. Langsam trafen einige der anderen Läufer ein, aber wir hatten von unserer Einsatzzentral am Stand des Erdlingshofs auf dem Alex erfahren, dass einer unserer Läufer den Zug verpasst hatte und 20 Minuten später eintreffen würde. Von einem der Begleiter der Läufer, die den Abschnitt vor unserem liefen, erfuhr ich, dass auch sie Verspätung hatten, sodass wir gelassen auf die nächste S-Bahn warten konnten.

Als wir dann vollzählig waren, trabten wir gemächlich zum Treffpunkt, als plötzlich wieder der Polizeiwagen auftauchte, um uns – getreu dem Motto „die Polizei dein Freund und Helfer“ – darauf hinzuweisen, dass wir rechts abbiegen müssten, um zum Mauerweg zu gelangen. Wir wurden freundlich verabschiedet und stellten dann aber fest, dass wird bereits am Treffpunkt waren. Also stellen wir uns darauf ein, hier auf das Eintreffen der Läufer*innen des Abschnitts 4 zu warten. Es dauerte nicht lange, da sahen wir sie die Brücke über den Oder-Havel-Kanal überqueren, gekrönt von einem riesigen Vollmond direkt über ihren Köpfen (ich hoffe jemand hat ein Foto davon gemacht und stellt es uns zur Verfügung).

Ich hatte mir einen 20-Km-Abschnitt ausgesucht, als Vorbereitung auf den Müggelsee-Halbmarathon am 18. Oktober. Dies war ein Abschnitt, für den ein flottes Lauftempo von sechs Minuten pro Kilometer vorgesehen war und tatsächlich zeigte sich, dass die sechsköpfige Läufergruppe sehr zügig durch die Nacht huschte. Die Strecke verlief hauptsächlich über isolierte Fuß- und Radwege, wo uns in der bald einsetzenden Dunkelheit kaum jemand begegnete. Wenn wir aber durch bewohnte Straßen liefen, bekamen wir gelegentlich aufmunternde bzw. anerkennende Zurufe zu hören und an den Straßen wurde uns vereinzelt zugehupt. Seit über einer Stunde war es dunkel und einige von uns trugen LED-Kopflampen, um den Weg auszuleuchten. Trotzdem plärrte unser Streckenführungsnavi plötzlich „umkehren!“. Wir waren in einem Moment der Unaufmerksamkeit an einer Abzweigung vorbeigelaufen und mussten nun ca. 600 m zurück. Danach ging es auf direkten Wege weiter, immer begleitet von dem wunderschön klaren Vollmond. Am S-Bahnhof Staaken wurden wir nach zwei Stunden dann mit viel Applaus und Hallo von der nächsten Gruppe und deren Begleitern begrüßt. Wir hatten uns gut an unsere Zeit gehalten, aber die Verspätung von der vorherigen Gruppe nicht reduziert, sodass auch der nächste Abschnitt mit einer Verspätung startete. Das war von vorneherein einkalkuliert, zumal es hier nicht um einen Wettkampf, sondern um ein Gemeinschaftserlebnis ging.

Am Tag zuvor hatte ich hier mein Fahrrad angeschlossen und freute mich, dass es noch da war. Ich hatte vor, den nächsten Abschnitt bis zu meinen Haus in Neu Fahrland zu begleiten; etwa 28 Km. Leider hatte mein Fahrrad dann doch Schaden genommen. Zunächst stelle ich fest, dass das Licht nicht mehr ging (was ich in der Woche davor hatte reparieren lassen), und dann schleifte mein Frontschutzblech hörbar und irritierend am Reifen. Letzteres konnten wir mit einer rabiaten Verbiegung beheben. Das Licht ließ sich nicht in Gang setzen, sodass auch ich eine Kopflampe aufsetzte, die sich als hilfreicher erwies, als es mein Scheinwerfer gewesen wäre, weil ich so die Umgebung besser nach den Hinweisschildern für den Mauerweg und den gelben Markierungen des 100-Meilen-Laufs absuchen konnte.

Gruppenfoto - Läuferinnen Etappe 6
Gruppenfoto – LäuferInnen Etappe 6

Plötzlich sahen wir vor uns zwei helle Lichter, die sich dicht über dem Erdboden auf den Weg zu bewegten. Glühwürmchen dachte ich, in Brandenburg? Die waren mir zumindest in der Vergangenheit noch nicht begegnet. Im Licht der Kopflampe ließ sich dann aber schnell erkennen, dass es sich um einen jungen Fuchs handelte. Kurz darauf begleitete mich ein Hase am Wegesrand, und dann noch einer. Ob die sich gerade mit dem Fuchs „Gute Nacht!“ gesagt hatten?

Aber auch unsere Läuferinnen und Läufer gaben interessante Bilder ab. Die Reflektoren an ihrer Kleidung von hinten beleuchtet, hüpften scheinbar allein durch die Nacht, weil von den Läufer*innen selbst kaum etwas zu erkennen war. Und von vorne betrachtet waren nur fünf helle Kopflampen zu sehen. Auf halbem Weg zwischen Schloss Sacrow und der Römerschanze, lag dann ein Baum quer über unserem Weg. Den hatte ich tags zuvor bereits über www.maerker.de gemeldet, aber er lag immer noch da; was mich nicht wirklich überraschte. Vorsichtshalber hatte ich bereits zuvor so viel Gestrüpp entfernt, dass Läufer und Radfahrer – wenn auch mit etwas Mühe – darunter durchkamen. Die Wege waren überwiegend befestigt und in gutem Zustand, doch an einigen Abschnitten, im Raum Gatow, hatten Wurzeln den Asphalt hochgedrückt und brachten manchen von uns zum Straucheln, und einmal sogar zu Fall, weil die Wurzeln im Dunkeln schlecht zu erkennen waren. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

In Neu Fahrland haben wir uns dann die Freiheit genommen den von dem 100-Meilen-Lauf vorgezeichneten Track zu verlassen, denn vor erst vier Wochen war ein Rad- und Wanderweg direkt am Ufer des Jungfernsees eröffnet worden. Der war viel schöner und angenehmer zu laufen, als die Strecke an der vielbefahrenen B2. Nach 1,5 Km mündete dieser Weg dann in die Bertinistraße und vereinigte sich so wieder mit dem so genannten Mauerweg. Dieser folgt den ehemaligen DDR-Grenzanlagen, was nicht immer eine Mauer war, sondern auch die Ufer von Gewässern und Kolonnenwege, die von den Grenztruppen benutzt wurden.
Am Eingang zum Neuen Garten in der „Berliner Vorstadt“ in Potsdam habe ich mich dann nach nunmehr 30 Km-Fahrradbegleitung von der Gruppe verabschiedet. Zu fünft, mit zwei Radbegleitern, huschten die dann weiter durch die Nacht. Es war kurz vor drei Uhr früh und meine Muskeln und Gelenke waren dankbar endlich etwas Ruhe zu bekommen, bevor ich am nächsten Mittag das letzte Teilstück vom Brandenburger Tor bis zum Alex mitlief.

Abschluss auf dem Veganen Sommerfest Berlin
Abschluss auf dem Veganen Sommerfest Berlin

Potsdam Halbmarathon-Staffel, 26.08.15

2015_potsdam_staffel (1)
Bei der BARMER GEK Halbmarathon-Staffel am 26.08.2015 waren die Vegan-Runners mit drei Staffeln vertreten: einer Frauen-, einer Männer- und einer gemischten Staffel. Insgesamt hatten sich 99 Staffeln angemeldet (2014 waren 112). Wärend wir im letzten Jahr mit einer Staffel in der Firmenwertung in 1:25:41 zweite, aber insgesamt 13 geworden waren, belegten unsere Frauen in 1:41:49 unter den Frauen den fünften Rang unter 12 Frauenstaffeln. Unsere gemischte Staffel wurde in 1:46:17 11. unter 20 Staffeln und die Männer belegten in 1:23:55 den 7 Platz unter 22 Männerstaffeln. Kurioserweise gibt es in der Ergebnisliste dieses Jahr keine Gesamtwertung. Wir können aber sehen, dass wir mit unserer Männerstaffel auch dieses Jahr in der Firmenwertung den zweiten Platz belegt hätten. Insgesamt waren unsere Männer fast zwei Minuten schneller als letztes Jahr! Bravo! Hinterher hatten wir ein umfangreiches, köstliches Picknick und freuen uns jetzt auf den Erdlingslauf.
Frank Spade

Bilder: Ulises Rey

Mitteldistanz Staffel Berlin Triathlon XL, 02.08.15

15BTXL-UrkundeEin Bericht von Pit Reger zur Mitteldistanz Staffel beim Berlin Triathlon XL am Müggelsee, Rübezahl am Sonntag, 02.08.2015:

Während des Triathlons in Moritzburg war die Idee gereift dieses Jahr beim BTXL als Staffel zu starten. Da unser eigentliche Radfahrer Christoph Heinze, der in Moritzburg mit uns das Zimmer teilte, aus technischen Gründen nicht mit an den Start gehen konnte, suchten Félix und ich noch eine Unterstützung.
Mit Florian Seifert fanden wir diese in Form eines sehr guten Radfahrers.

Wir waren bereits um 7.00 Uhr morgens vor Ort, um wie versprochen unserer Helfertätigkeit im Verein, der das Rennen organisiert, nachzugehen.
Um 9.00 Uhr war dann der Startschuss angesagt: Félix war fürs Schwimmen zuständig. Mit einer Zeit von 32:38 kam er als 6. Staffelschwimmer aus dem Wasser. Die Sonne ballerte bereits so früh auf den See, dass einem trotz des kalten Wassers im Neo richtig warm wurde.
Abgelöst wurde er von Florian, der bekanntermaßen in den 90km ordentlich was rausholen kann. Mit einer Zeit von 2:21:35 Stunden arbeitete er sich wieder auf den 2. Platz vor. Der erste Platz war schon 10 Minuten vorne weg, und damit schwer, bis unmöglich einzuholen. Nach 2:54:13 ging ich dann also auf die Laufstrecke. 3 Runden à 7km waren angesagt. Ich hatte ca. 2 Minuten auf die 3. und 5. Minuten auf die 4. Staffelmannschaft. Es galt also den 2. Platz zu verteidigen.

Es war richtig heiß draußen, so dass man von Glück reden konnte, dass ca. ¾ der Strecke im Wald verliefen. Das letzte ¼ ging über den Radweg zurück zur Wechselzone, nahezu ohne Schatten. Die ersten beiden Runden liefen gut. Ich absolvierte sie jeweils relativ genau in 30 Minuten und etwas. Bei der letzten Runde kam dann aber der Mann mit dem Hammer. Ich hatte mich ordentlich verschätzt und verlor um die 15 Minuten. Als dann auch noch meine beiden Verfolger auf mich aufliefen und mich passierten, wollte ich nur noch ankommen.

Früher essen. Vor allem wenn die Wettkampfzeit eine Stunde übersteigt. Ich sage es mir jedes Mal, und zu oft vergesse ich es. Der Zuckergel und die Cola auf den letzten 3km halfen mir dann auch wieder mich ein bisschen zu erholen. Am Ende stand trotzdem eine 1:44:47 und ein 4. Platz auf der Urkunde. Was beileibe keine schlechte Zeit für einen Halbmarathon, und dennoch unzufrieden stellend ist.

Immerhin hat sich für Félix und mich ein Vorsatz während des Tages verfestigt: im Winter wird sich im Schwimmverein angemeldet und wieder etwas härter trainiert 🙂

Veranstalter: www.berlintriathlon-xl.de