Archiv der Kategorie: Crosslauf

10. Nordahl-Grieg-Gedenklauf, 18.09.16

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Ein Bericht von Karsten Meyer:
Drei Vegan Runners waren diesmal dabei. Das ist ein neuer Rekord für unsere Laufgruppe bei dieser Veranstaltung, aber es könnten mehr sein. Die bisherigen Berichte kann ich bestätigen: sehr gute Organisation und Verpflegung, Taschenaufbewahrung, Duschen. 90 bis 100 Minuten Fahrzeit bis zum Veranstaltungsort lohnen sich in diesem Fall.

Die Strecke ist nichts für Stadionläufer. Es geht teilweise querfeldein, ab und zu sind Wurzeln zu beachten. Man beachte auch die Profilangaben des Veranstalters (wenn die Angaben stimmen, ist es ein 11,2-km-Lauf). Eigentlich war ich für dieses Profil gar nicht ausgebildet. Der Rundkurs war dreimal zu bewältigen.
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=jbjajbkrvdcubaph

101 Läuferinnen und Läufer gingen bei günstigen Wetterbedingungen an den Start. Ich hatte immer Läufer in meiner Nähe, an denen ich mich ausrichten konnte. Eingangs der dritten Runde wusste ich: Nur noch ein langer Anstieg und dann ist das Schlimmste überstanden. Ich lief die Anstiege mit fast wie bei einem Eisschnellläufer nach vorn gebeugtem Oberkörper. Bergab einfach locker und mit großen Schritten; es war nicht so steil, dass ich mit den Füßen hätte abbremsen müssen. So kamen 53:13 min zustande, was für Platz 47 reichte. Im Ziel dachte ich, ich hätte eine 48er Zeit; ich muss erschöpfungsbedingt falsche Zahlen gesehen haben.
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Bei den Siegerehrungen stand Birgit zweimal auf dem Treppchen. Mit 54:07 min wurde sie Dritte bei den Frauen aus Kleinmachnow. Zudem gewann sie erneut in der Altersklasse W50. Auge kam mit 57:39 min auf Platz 67 und konnte sich damit im mittleren Drittel des Läuferfeldes behaupten.

Ich kann diesen Lauf wirklich empfehlen. Er ist abwechslungsreich und anspruchsvoll – eine echte Herausforderung. Und jeder, der ins Ziel kommt, bekommt eine vorzeigbare Medaille und vielleicht (durch frühes Aufstehen, lange Anfahrtszeit und Erschöpfung) auch spaßige Halluzinationen.

Solidarische Grüße
Karsten

Veranstalter: www.kleinmachnower-laufclub.de

6. Nacht im Grünauer Forst, 28.05.16

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Kleiner Laufbericht von Robert Boyde-Wolke:

Aus meiner guten Erfahrung vom Vorjahr wollte ich gern noch einmal an diesem bescheidenden Laufevent teilnehmen, bei der „6. Nacht im Grünauer Forst“ am 28.05.2016.

Mir hat dort die gesamte Abwicklung sowie die tolle Laufstrecke im Wald gut gefallen. Einige Tage davor habe ich an allen „Vegan Runners“ per Email kurz und bündig mitgeteilt, jeder kann dorthin mitmachen.

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Ich hatte damit nicht gerechnet, dass ein paar vegane Läufer(innen) auch dabei waren. Ich hatte damals von meinem Fast-Nachbar Marek Neumann (vom Running Twins und ebenfalls Veganer) seine Info über diese Laufveranstaltung bekommen. Er ist fast jedes Jahr mit seiner Familie dort.

Constanze hatte mich vor Ort gleich erkannt, durch mein auffälliges „Vegan Runners“-Laufshirt. Von den Spreeganern kam auch eine Frau Caroline Vielitz und wir haben uns kurz vorgestellt. Ich hatte mich gefreut, dass ein paar vegane Leuten auch dabei waren.

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Mit einer Teilnehmerzahl am Limit (über 500 Anmeldungen) und einem großartigen Streckenrekord ging die 6. Ausgabe der „Nacht im Grünauer Forst“ erfolgreich über die Bühne. In der Waldlichtung im Ortsteil Berlin-Karolinenhof herrschte tolle Stimmung und der Zuspruch zu dieser Veranstaltung steigt weiter.

Die Anmeldungen für die Laufdistanzen 500m, Meile, 5 km sowie 10 km waren kostenlos, dafür werden um kleine Spenden erbeten, die dann an die „KENYAN KIDS FOUNDATION“ von Wesley Korir sowie für OXFAM zugehen werden. Gut 1000 Euro fanden sich in den Spendenboxen, sehr viel für eine kleine Laufveranstaltung. Hut ab!

2016_gf_04Für die Erwachsene gab es eine Laufrunde von 5 km und bei 10km für 2 Runden zu beteiligen.

Das Wetter war optimal gut.

Am Ende stand unsere Vegan-Runnerin Contanze bei den Damen auf dem 3. Platz vom 10-km-Lauf. Das ist toll und herzlichen Glückwunsch!

Bei gutem Wetter hatten wir uns schnell vorgenommen für den Laufbericht, ein Gruppenfoto von den Veganern zu machen.

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Die aktuellen Ergebnisse:

10 Kilometer:
Robert Boyde-Wolke | 44:27 min
Constanze |47:54 min

5 Kilometer:
Marek Neumann | 17:57 min
Caroline Vielitz | 35:09 min

Nach den Ehrungen der Sieger durch Ehrengast Michael Heilmann (ehem. deutscher Marathonrekordler in 2:09:03) gab es zum ersten Mal eine Tombola, die für alle Teilnehmer der 5km und 10km die Chance eröffnete mit einem Gewinn nach Hause zu fahren. Es gab attraktive Preise wie Jahres-Abo der Laufzeitschrift RUNNING oder von den Marathon-Weltklasseläufern Kimetto (Weltrekordler) und Kipchoge (London Marathon 2016) signierte Laufjacken zu gewinnen.

Es lohnt sich auf jedem Fall, einmal bei dieser Laufveranstaltung teilzunehmen!

17. Berliner 5 x 5 km TEAM-Staffel, 03.06.16

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17. Berliner 5 x 5 km TEAM-Staffel vom 1. bis 3. Juni 2016

Erlebnisbericht von Anja Höchstpersönlich:
Hej, mal mein Bericht über die 5×5-Tiergartenstaffeln (es waren ja so viele Vegan-Runners und Spreeganer). Ich bin für die Spreeganer gelaufen und habe mich vorab mit Andrea von den Vegan Runners abgesprochen, die Eure Staffeln koordiniert hat. Das hat prima geklappt und ich fand es sehr schön, dass wir einen so schönen Lauf und ein tolles Picknick zusammen gezaubert haben. Der Lauf selbst war für mich suboptimal schrecklich. Ich war Startläuferin und es war noch viel zu heiß um 18.30 Uhr. Es war sehr anstrengend trotz der Strecke im schattigen Tiergarten. Das absolute Highlight, circa 300 Meter vor dem Ziel, war die „Grüne Kurve“: angefeuert werden von so vielen Vegan-Runners und Spreeganern jagt mir immer eine Gänsehaut über den Körper. Dann nochmal alles geben und YEAH! Der Wechsel klappte prima, die Staffel-Gurke wurde überreicht. Zusammen mit Euch war es ein wunderschön entspanntes Laufevent. Danke dafür! Habt ein schönes Wochenende. Anja von den Spreeganern

Erlebnisbericht von Leni Lecker:
Am vergangenen Freitag konnte ich gleich mehreren meiner Leidenschaften fröhnen. Ich war dabei bei der Tiergarten Staffel in Berlin. Mehrere tausend Teams laufen an 3 Tagen um die Wette. 5x5km.
Am Start war ich mit meinen Lieblingsmenschen, den Spreeganern, und als Sahnehäubchen hatten wir wieder ein gemeinsames Lager mit den VeganRunners. Bei so einem veganen Massenauflauf darf natürlich die perfekte Verpflegung nicht fehlen. Wir waren bestimmt so an die 35 Leute, die alle was zu futtern mitgebracht haben. Ich liebe es immer sehr, wenn ich bei Picknicks einfach alles essen kann, ohne nachzudenken Das schöne an so einem veganen Buffet ist, die Vielfalt der Möglichkeiten nicht nur zu sehen, sondern auch zu kosten. Bei den Spreeganern gibt es hierfür Gott sei Dank ausreichend Gelegenheit.
Es war spitzenmäßiges Wetter, wenn man sich sonnen will. Fürs Laufen war es doch schon ganz schön heiß und so schwitzten wir ordentlich und das Atmen war anstrengend. Da ich das erste mal diesen Lauf selbst gelaufen bin kannte ich die Strecke noch nicht und die letzten Meter zogen sich hin, bis zum langersehnten Spreeganer/VeganRunners Lager direkt an der Strecke. Dort wurde jeder unserer Läufer gebührend begrüßt und hat noch mal einen ordentlichen Energieschub mitbekommen für die letzten Meter ins Ziel.
Mein Team hat Platz 356 von 1689 erlaufen.
Nach dem Event haben wir noch zwischen den Aufräumarbeiten unsere Picknickreste vertilgt und in gemütlicher Runde geschnackt.
Aber der Abend war ja noch gar nicht zu Ende. Danach gings noch in den ‚Wilden Hasen’ im Nirgendwo, DEM veganen Biergarten, wo man Vöner bekommt (wenn man nicht zu spät auf der Matte steht;-)) leckeren Brownie oder wechselndes Süßzeug, sowie Cocktails und andere Drinks. Selbstredend vegan. Wir haben den Geburtstag einer Spreeganer Freundin gefeiert. Ich muss sagen die Rasperry Mojitos hatten es ganz schön in sich.
Es war ein toller Tag in meinem veganen Leben.
Quelle: „Mit Freunden feiern! -Vegan4Dogs„.

Ergebnisse Vegan Runners:
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Ergebnisse Spreeganer:
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Veranstalter: berliner-teamstaffel.de

Bilder von Guido und Katrin Zörner:

Bilder von Andreas Augstein (Kamera):

24. Lauf durch den Volkspark Friedrichshain, 28.05.16

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Ein Laufbericht von Gregor Hradetzky.
Zum mittlerweile dritten Mal in Folge nahm ich auch dieses Jahr am Lauf durch den Volkspark Friedrichshain teil. Am Sonnabend, den 28.5.16, führte mich und über 100 weitere angemeldete Läufer*innen also wieder ein 5,2 Kilometer langer Weg durch den Park, wobei der Bunkerberg gleich zweimal zu bezwingen war. Die Stimmung war gut, das Wetter phantastisch und ich stecke mitten im Training für den Hamburg-Halbmarathon. Beste Voraussetzungen also, um einen neuen persönlichen Rekord auf dieser Strecke aufzustellen. Daß der Trainingsplan von The Best Mimi mich seit Wochen stark fordert, hat sich an diesem Tag schon bezahlt gemacht: mit 21:50 min verbesserte ich meine Bestmarke von 2014 um genau eine Minute. Zu Belohnung ging es für mich zum ersten Mal überhaupt aufs Treppchen, in der Altersklasse M30 belegte ich den zweiten Platz!

Seite des Veranstalters
Ergebnisse 5km
Bilder des Veranstalters

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Pankower Frühlingslauf, 09.04.16

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Am 9.4.2016 fand der mittlerweile 34. Pankower Frühlingslauf des KSV 90 Berlin statt. Für das „Team Animal“ gingen gleich vier Läufer*innen an den Start: Neben den Spreeganerinnen Melly und Tabea nahmen es Heiko und Gregor von den Vegan Runners BBI mit der 5-Kilometer-Strecke durch die Schönholzer Heide auf. Nachdem die wie jedes Jahr euphorisch gefeierten Bambini ihre Läufe absolviert hatten, ging es bei Sonnenschein und noch recht frischen Temperaturen los. Heiko und Gregor liefen unabgesprochen dasselbe Tempo, bis Gregor nach etwa drei Kilometern kurzzeitig mit Seitenstechen zu kämpfen hatte und Heiko ziehen lassen mußte. Der kam nach 22:21 min als Zwölfter (von 84 Finishern) ins Ziel, Gregor konnte mit 22:45 min den 15. Platz und sein Ziel, unter 23 Minuten zu bleiben, erreichen.

Dann wurde es dramatisch. Tabea hatte sich kurz vor dem Start von Melly zu einer Zielzeit unter 30 Minuten überreden lassen und wurde im Gegenzug von ihr dabei begleitet. Auf der Zielgeraden mußten dann beide alles geben – Tabea läuferisch, Melly mit ihrer Stimme, mit der sie Tabea auf den letzten Metern regelrecht ins Ziel zog. Genau als die Uhr auf runde 30 Minuten umschaltete, hatte diese dann ihren Fuß über der Ziellinie, es war geschafft! Natürlich wurde danach in der Schlaumeierfraktion noch darüber diskutiert, ob denn damit das Ziel UNTER 30 Minuten zu laufen, wirklich erreicht sei (man einigte sich auf ja, weil es keine individuelle Zeitmessung gab und sie so am Start ein paar Sekunden verloren hatte). Der abendliche Blick in die Ergebnisliste brachte dann aber sogar zutage, daß Tabea in genau 29 Minuten 59,6 Sekunden ins Ziel kam. Herzlichen Glückwunsch!

Insgesamt war es wieder eine gelungene Veranstaltung, welche an dieser Stelle nochmals empfohlen sei.

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Braveheartbattle 2016 in Beschofsheim, 12.03.16

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Ein Bericht von Steve Klockow:
Am 12. März bin ich, mit meinen Jungs, zum Braveheart Battle gestartet.

30 Masterchief-Kilometer, die mal etwas kürzer oder länger als ein normaler Kilometer sind. Geschätzt wurde die Strecke auf ca. 32 Km mit ungefähr 50 Hindernissen.

Wir kamen in Bischofsheim an und entspannten uns erstmal bei einem guten Essen in einem kleinen, sehr rustikalen Bauern-Restaurant. Es war sehr herzlich eingerichtet. Dann holten wir unsere Startnummern ab. Dort sah ich die anderen Frauen und Männer aus unserem Team „Sturmwölfe“.

Ich habe Anfang diesen Jahres beschlossen, dass ich all meine Läufe barfuß absolviere. Daher hatte ich mein Training für diesen Lauf barfuß gestaltet und mich natürlich eine Woche vor dem Lauf verletzt 😀

Ich hatte eine Blase an jedem Fuß, die dann sehr unschön aufging und sich entzündete. Die Schmerzen (eine Woche vor dem Lauf) waren so schlimm, dass ich den Fuß nicht auftreten konnte.

Ich bin in solchen Situationen immer sehr optimistisch und dachte, dass kriege ich schon hin, ärgerte mich aber über diese Verletzung und beschloss schweren Herzens, den Lauf doch mit Schuhen (Five Fingers) zu laufen. Ich machte mir immer einen Spaß daraus und sagte, „vielleicht hab ich ja Glück und verliere einen Schuh im Schlamm und kann dann ohne weiter laufen“.

Bis zum Lauftag musste ich den linken Fuß verbunden mit Salbe behandeln, weil die Entzündung noch da war.

Ich klebte mir also ein wasserdichtes Pflaster auf die Wunde, für das der Apotheker schwor, dass es mindestens drei Stunden halten sollte. Nach gefühlten 10 Minuten, riss ich die restlichen Fetzen ab 😀

Zum Glück merkte ich, dass wir alle ein bisschen angeschlagen waren. Martin war erkältet, Colin sah nicht so gut aus, Peer fühlte sich nicht fit und ich hatte meine Fuß Probleme. Nur Andre und unsere Damen (Janny und Nicole) glänzten.

Der Lauf startete, also wurden die Probleme nebensächlich. Jetzt zählte, worum es allen ging.

Es war ziemlich kalt, 2 bis 3 Grad Celsius. Ich hatte mich darauf vorbereitet, den Lauf in kurzer Hose, mit freiem Oberkörper zu bestreiten. Wenn ich schon nicht zu den schnellsten gehöre, will ich wenigstens einer der Verrücktesten sein. Auch wenn der Bauch kein Sixpack zeigte, präsentierte ich ihn voller Stolz.

Als Team hatten wir natürlich die Fahne bei und ich durfte sie zum Anfang tragen.
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Wir rannten los. Die anderen Läufer aus meinem Team waren sehr motiviert und rannten recht schnell an. Ich merkte aber, dass es mir zu schnell war und versuchte im allgemeinen- aber auch persönlichem Interesse das Tempo der Gruppe etwas zu reduzieren.

Es kamen die ersten Steigungen im Gelände. Meine Füße taten schon jetzt so weh, dass ich versuchte auf dem Außenriss oder dem Hacken zu laufen. Es war schwer, aber es ging. Die ersten Hindernisse kamen, unbedeutend und leicht zu meistern. Langsam kamen wir aber in Richtung Berge.

Ich hatte mich vorher immer gewundert, warum alle anderen so beeindruckt von den Bergen sprachen. Meine Antwort war immer: „du kannst die Berge doch hochlaufen, so schlimm wird’s schon nicht werden …“. Als ich die Berge sah, wusste ich, warum alle darüber sprachen 😀

Ich schätze die Strecke vom Berg bis ins Tal auf 100 bis 150 Meter (gefühlt), die Steigung war ziemlich ordentlich und ist von mir auf ca. 30 Grad geschätzt. Die Berge waren so steil und rutschig, dass man sie nicht herunterlaufen, sondern auf dem Waldboden, der noch teilweise mit Schnee bedeckt war, rutschen musste.

Es kam dabei auch schonmal vor, dass man keinen Halt mehr fand und bis zu 30 Meter bei ca. 20 Km/h runter rutschte. Es war also recht spannend und wir sahen einige Verletzte, die Äste oder ähnliches beim Rutschen abkriegten.
Unten angekommen, merkte ich, dass wir wieder hochklettern mussten. Also ging ich mit meinen Five Fingers zum Klettern und zog mich mit Hilfe der anderen hoch. Meine Schuhe hatten gar kein Profil und so wurde die Steigung auch zu einer unschönen Rutschpartie.

Ich kletterte und kletterte und rutschte immer wieder ab, bis zu 5 Meter runter (bis mich andere Läufer auffingen und hielten). Der Zusammenhalt und die Bereitschaft anderen zu helfen war bei diesem Lauf unvergleichlich und einfach toll anzusehen.

Oben angekommen, warteten wir in der Gruppe, bis alle da waren. Nun hieß es wieder runter rutschen, unten angekommen wieder hochklettern. Als ich nach vorn schaute, sah ich, dass wir noch einige Mal hoch und runter klettern mussten. Ich weiß nicht mehr, wie oft, aber es waren insgesamt fünf oder sechs Mal, die wir klettern und rutschen mussten.

Nun hatten wir das (meiner Meinung nach härteste) Hindernis geschafft. Es ging weiter. Wir liefen nun einen schneebedeckten Berg hoch, der nicht mehr so steil war und kamen zu einer Verpflegungsstation. Nutella Brote, trockenes Brot und Wasser wurden gereicht. Da ich kein Nutella esse, nahm ich trockenes Brot und weil es so trocken war, biss ich immer ein Stück ab und spülte es mit Wasser runter. Das Brot war so hart, dass ich die Stücken richtig abreißen musste, weil es kaum zu beißen ging.

Auf dem Berg kam die Kälte, der Wind pfiff uns von allen Seiten um die Ohren.
Auch war ich schockiert, als ich sah, dass wir erst wenige Kilometer geschafft hatten. Ich glaube auf dem Berg waren es 7 Km und wir hatten nach einigen Stunden, die wir schon liefen noch einiges vor uns. Also wieder Tempo machen. Diesmal ging es einfacher, da wir nun bergab liefen und ich so meine Körper Temperatur aufwärmen konnte.

Nun ging es durch Gräben und wir kletterten durch Autos. Nun kamen auch ein paar Wasserstrahlen und wir wurden endlich mal ein bisschen nass.
Ich hatte mich schon vorher geärgert, dass nicht so viele Hindernisse kommen, bei denen man nass wird und dachte, dass es so viel zu einfach wird, aber ich wusste offensichtlich nicht, wovon ich spreche.

Jetzt kamen wir in die Stadt und mussten durch Wasser-Container laufen, kriechen und durch Flüsse gehen. Alles anstrengend, aber noch machbar.
Nach Kilometer 16 kamen wir an die lang ersehnten Schlammlöcher. Nun wurde es schmutzig. Wir sprangen vom Rand in die Schlammgruben (ca. 2 Meter tief) und sanken bis zur Hüfte in den Matsch / Wasser. Die ersten Gruben waren in Ordnung aber der Ausstieg war sehr mühsam, da alles ziemlich glatt und rutschig war. Es gab einfach keine Möglichkeit sich irgendwo fest zu halten und sich so allein raus zu ziehen, also blieb nur die Gemeinschaft. Von vorn zogen sie mich an den Armen, von hinten drückten sie mich an den Beinen und am Hinten hoch. Ich freute mich, dass alle so zusammen hielten und schrie dann immer ein glückliches „Danke“ aus. Nun war auch Nancy (die Freundin von Peer) da und filmte uns mit dem Handy.

Die letzte Schlammgrube war anders als alle anderen zuvor. Der Schlamm war so zäh und fest, dass wir die Füße nicht mehr raus bekamen. Überall hörte man: „ich kriege die Beine nicht mehr raus“. Ein Mann, der neben mir stand, hatte das selbe Problem. Er zog sein Bein hoch und ich mit den Armen an seinem Knie um ihm zu helfen. Es war eine ziemliche Tortur. Ich überlegte, wie man das Problem lösen konnte und lies mich mit steifem Körper nach vorne fallen. So legte ich mich längst auf den Schlamm, der so fest war, dass ich nicht einsickerte und gleichzeitig zogen sich meine Beine raus. Auf dem Bauch robbte ich so bis zum Ende durch. Aber auch hier war der Ausstieg aus der Grube allein nicht möglich.

Wieder halfen mir zwei bis drei Leute und holten mich aus der Grube. Als ich ausstieg zog ich meine Five Fingers nochmal richtig an und ging weiter.
Ein paar Meter weiter wie von Zauberhand schaute ich auf meine Füße und sah, dass mein Chip (Zeit-Chip) und mein linker Schuh weg waren. Ich hatte ihn gerade noch gerichtet und nun war er weg. Ziemlich seltsam, aber ich fand ihn auch nicht wieder und beschloss ohne weiter zu laufen, die Hälfte hatte ich ja schließlich schon geschafft.

Mit einem Lächeln im Herzen lief ich weiter, weil ich immer daran denken musste, dass ich vorher noch gesagt hatte, dass wenn ich Glück habe, ich die Schuhe vielleicht im Schlamm verliere und ohne weiter laufen muss.
Das dumme war nur, dass mein linker Fuß diese offene Wunder unter dem Ballen hatte und ich nun bei jedem Schritt direkt drauf trat, ohne Pflaster.
Naja, zum Glück war es so kalt, dass der Fuß innerhalb von wenigen Minuten so eingefroren war, dass ich keine Schmerzen mehr spürte und einfach weiter lief. Ich überlegte natürlich den rechten Schuh auch wegzuwerfen, aber da wir noch durch einige Flüsse mussten und ich Verletzungs-Angst vor nicht sichtbaren, spitzen Steinen hatte, behielt ich ihn an.

Zwei Kilometer später warf ich ihn dann aber auch weg. Nun hatte ich es geschafft. Ich konnte endlich barfuß laufen, aber die Strecke wurde nicht leichter. Zusammen kämpften wir uns durch jeden Fluss und jedes Hindernis.
Wir trotzten der Kälte, den Hindernissen und der Strecke, bis wir schließlich einen Berg hochliefen und uns ein anderer Läufer entgegen kam und sagte, dass das Rennen eben abgebrochen wurde, weil es schon 18 Uhr ist und sie uns nicht mehr weiter machen lassen können.

Ich verstand die Situation erst nicht und war schweinesauer. Jetzt hatten wir uns 26 Km gequält und nun das. Stark erschöpft und mit eingebrochener Motivation begannen sofort die Schmerzen und ich humpelte den Berg wieder runter in Richtung (Abkürzung) Ziel. Unterwegs bekamen wir Decken und ein Linienbus hielt an und nahm uns mit. Im Bus saß ich das erste Mal nach sieben Stunden Qual. Ich schaute kurz auf die Unterseite meines Fußes, der sich langsam wieder aufwärmte und schaute sofort wieder weg, weil es nicht besonders gut aussah.

Die Motivation war weg und Erschöpfung und Schmerzen kamen ziemlich schnell und stark.

Der Veranstalter hatte ich sich ein bisschen mit den Hindernissen und der neuen Strecke verschätzt und so blieben von ca. 3000 Läufer über die Hälfte auf der Strecke und kamen nicht richtig durchs Ziel.
Da alles so schwierig gelaufen war, durften wir am Ziel aber doch durchlaufen und bekamen unsere Medaille.

Inzwischen war das ganze Adrenalin aus meinem Körper verschwunden und ich war leicht unterkühlt. Immer noch barfuß und in einer Decke (mit freiem Oberkörper) eingehüllt, gingen wir zitternd zu unseren Sachen.
Wir sahen alle ziemlich gut aus und waren von oben bis unten mit getrockneten Schlamm bedeckt. Da aber gerade ca. 1500 Läufer zeitgleich im Ziel ankamen, waren die Duschen überfüllt und wir verzichteten darauf zu warten.
Wir zogen uns jetzt um.

Ich war so fertig, dass ich nicht mehr in der Lage war, meine Handschuhe allein auszuziehen oder meinen Jacken-Reißverschluss zuzumachen. Ich zog mir nur meinen Pullover, Jacke und Schuhe an. Die völlig verdreckte Laufhose ließ ich an, weil ich von oben bis unten voller Schlamm war. So stiegen wir in die Autos ein und fuhren nach Hause.

Im Auto humpelnd angekommen, schlief ich sofort ein und war erstmal für drei Stunden scheintod. Als ich dann etwas aß, war ich sogar wieder in der Lage etwas zu sprechen, aber immer noch stark angeschlagen. Zum Glück fuhren wir recht schnell und alles klappte einfach fantastisch.
Als Fazit muss ich gestehen, dass ich diesen Lauf anfangs völlig unterschätzt habe. Es war mit großem Abstand der härteste Hindernislauf, den ich je gemacht habe. Die Hindernisse waren ziemlich langwierig und schwer zu meistern.

Meinen hohen Respekt an alle, die den Lauf richtig gefinished oder wie wir wenigstens bis zum Ende des Laufes gekommen sind. Und großen Respekt an unsere Damen Nicole und Janny, die das Tempo der Gruppe stark erhöht haben. Wir Männer waren alle fertig und haben hinterher gehangen und die Mädels haben uns laufend stehen lassen. Ehre, wem Ehre gebührt und ihr habt sie euch einfach verdient.
Keiner von uns „harten Hunden“ hat das Rennen richtig gefinished, aber wir haben gekämpft wie Wölfe. Im nächsten Jahr laufen wir wieder und zeigen was wir drauf haben.

Als persönliches Fazit habe ich bemerkt, dass ich mir selbst gern Dinge antue, die nicht immer gut für meine Gesundheit aber verdammt gut für meine Gedanken sind. Meine Füße sind beide noch ziemlich verletzt, verbunden und müssen noch heilen, aber ich bin verdammt stolz, dass alles gekommen ist, wie es kam.

Ich freue mich schon auf die nächsten Läufe mit meinen Wölfen.

Ahhuuuuuuu

Link zum Veranstalter: www.braveheartbattle.de

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Ultra Trail Costa Rica Volcán Arenal 2016

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Was machen Vegan Runners, wenn eine mehrwöchige Reise auf einen anderen Kontinent ansteht? Genau – sie schauen nach, ob es dort nicht einen schönen Wettkampf gibt, bei dem man mitlaufen kann. Wir – Melly und Gregor – suchten und wurden fündig: während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes in Costa Rica fand hier der „Ultra Trail Volcán Arenal“, 12./13.03.16, statt.

Da es sich ja um Urlaub handelt, wählten wir die 10-Kilimeter-Distanz, es standen Strecken bis 80 Kilometern zur Auswahl. Wir erreichten den Ort am Arenal-See zwei Tage vor unserem Lauf und waren fortan mit fast ununterbrochenem Regen konfrontiert. Unsere Hoffnung, dass wir im Trockenen laufen können, wurde erfüllt, ein paar Stunden vor dem Start stoppte der Regen und die Sonne zeigte sich sogar kurz, was wiederum die Befürchtung weckte, sie könnte dies öfter tun und so für zusätzliche Erschwerung sorgen. Sie hielt sich aber deutlich zurück und gutgelaunt starteten wir mit ca. 150 anderen Läufer*innen gegen 10 Uhr.

Schon die ersten Kilometer waren sehr anstrengend, die Straße ging auf und ab und der Belag bestand aus Millionen von Steinen unterschiedlicher Größe. Die Temperatur war schon sehr hoch und die Luftfeuchtigkeit auch. Wir hatten uns keine Zielzeit vorgenommen und ließen es gemütlich angehen, nach etwa 5 Kilometern war es dann damit vorbei, unser Weg führte uns nun eine laaange Zeit steil bergauf, die Straße war nur noch ein schmaler Pfad durch den Urwald. Niemand lief mehr, alle gingen hintereinander nach oben, insgesamt bewältigten wir über 500 Höhenmeter. Die Anstrengungen wurden mit vielen wunderschönen Aussichten belohnt, oben angekommen gab es einen herrlichen Blick auf den nahegelegenen Vulkan. Das und die Tatsache, dass es von nun an bergab gehen sollte, sorgten für einen kleinen Motivationsschub. Allerdings ging es genauso steil wieder nach unten, so daß nun statt der Waden die Oberschenkel viel zu tun bekamen und wir mehr mit Bremsen und damit, nicht hinzufallen, beschäftigt waren. Dass es nicht mehr regnete erschien uns als umso wichtiger, als wir an schlammigen Stellen vorbeikamen, die im Regen eine echt eklige Hürde dargestellt hätten.

Und dann ging auf einmal alles sehr schnell. Wir kamen an unserer Unterkunft vorbei und wussten, daß es nur noch ein Kilometer bis zum Ziel ist. Plötzlich packte uns der Ehrgeiz und wir überholten noch ein paar Läufer, bevor wir glücklich das Ziel erreichten. Wir hatten eine Stunde und 18 Minuten benötigt, womit wir angesichts der Strecke und der klimatischen Bedingungen sehr zufrieden sind.

Unsere Vegan-Runners-Shirts wurden oft bemerkt, immer positiv kommentiert und das ein oder andere Mal wurden wir um ein Foto gebeten. Wir trafen sogar einen 51jährigen Kanadier, welcher seit zwei Jahren vegan lebt und sich aus seinem 100-Kilogramm-Körper eine sportliche Figur herausgearbeitet hat. Er nahm hier am 51-Kilometerwettkampf teil und belegte dabei sogar den zweiten Platz seiner Altersklasse.

In unserer Unterkunft gab es zum Glück direkt im Anschluss ein reichhaltiges Mahl und nach einem zweistündigen Mittagsschlaf fühlten wir uns fast schon wieder bereit fürs nächste Abenteuer.

Website der Veranstaltung: http://www.costaricarace.com/race/
Fakebook: https://www.facebook.com/TRAILCOSTARICA/?fref=ts (Beim Foto der Finisherzone sind wir zu finden!)

38. Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf, 01.11.15

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Am 1. November 2015 fand in der Neuköllner Hasenheide der traditionsreiche Friedrich-Ludwig-Jahn-Gedenklauf (Neuköllner Crosslauf) statt. Da der Lauf von meinem Heimatverein veranstaltet wird, lag es natürlich nahe, dort zu starten.

Ich habe mich sehr gefreut, nach 2 Jahren Pause endlich wieder daran teil nehmen zu können. Die Atmosphäre auf diesem Volkslauf ist wie immer sehr „familiär“. Ein Kontrastprogramm zu den immer mehr durchkommerzialisierten „Laufevents“ der Stadt.

Neben den Kinderläufen gab es für Erwachsenen zwei Strecken. Eine 3,6 km Strecke und eine mit 10,7 km. Letztere sind 3 Runden der Kleinen. Der Weg führt durch die herbstliche Hasenheide. Der „Höhepunkt“ ist die Überquerung der Rixdorfer Höhe. Der 67,9 Meter hohe Trümmerberg ist zwar nicht besonders hoch, er hat jedoch einige Steigungen, die es in sich haben. Und auch ein kleiner Berg ist auf einer Langsprintstrecke eine Herausforderung.

Nach 21:03 Minuten war ich dann schon wieder im Ziel. Das reichte für einen 9. Platz in meiner Altersklasse (M40). Bei meinem letzten Lauf im Jahr 2012 habe ich fast 3 Minuten weniger benötigt, jedoch lag ich mit der Platzierung einen Platz tiefer als in diesem Jahr.

Viele Grüße

Guido Zörner

9. Nordahl-Grieg-Gedenklauf, 20.09.15

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Der Schriftsteller Nordahl Grieg, der im Zweiten Weltkrieg als Kriegsreporter der britischen Royal Air Force an Luftangriffen teilnahm, ließ 1943 bei einen Angriff auf Berlin sein Leben, als das abgeschossene Flugzeug am Ufer des Machnower Sees abstürzte. An dieser Stelle hält heute ein Findling das Gedenken an Grieg wach.
Auch der Nordahl-Grieg-Gedenklauf, den der Kleinmachnower Laufclub e.V. am 20.09.15 bereits zum neunten Mal in Folge ausrichtete, führt am Ufer des Sees entlang.

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An den Start gingen Birgit und Auge. Um 10 Uhr ging es mit dem Bambinilauf los. Die Kleinen hatten ihren Spaß und der Applaus im Zieleinlauf und die Freude waren groß. Auch das Wetter war gut. Es war kühl und trocken. Pünktlich um 10:10 Uhr fiel der Startschuss für den 10 Kilometer-Lauf. Der befestigte Weg führte von der Sportanlage in den Wald. Gepflasterte Wege wechselten mit festen Sandböden. Vom Ufer des Sees ging es danach wieder Richtung Sportanlage, wo der Verpflegungspunkt eingerichtet war. Nach schließlich drei gleichen Runden war das Ziel erreicht.
Im Zieleinlauf gab es neben einer schönen Medaille auch noch gute Verpflegung mit Bananen, Äpfel und Getränken.

Auge schaffte die 10,5 Kilometer in 54:46.
Birgit schaffte es in ihrer Altersklasse nicht nur auf das Siegertreppchen, sondern belegte mit 57:08 den ersten Platz! Gratulation!

Veranstalter: kleinmachnower-laufclub.de

Fazit: Der Lauf passt. Eine Sporthalle zum Umkleiden und zum Duschen steht zur Verfügung. Die Organisation + Versorgung ist gut und die Strecke hat Spaß gemacht.

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Hinweis Foto2+3: Mit freundlicher Genehmigung von Kleinmachnower Lauf Club.

Harzer Kailer Run, 14.06.15

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Ein Bericht von Steve Klockow

Am Sonntag, 14.06.15, bin ich den Harzer Kailer Run gelaufen. 24 Km mit einigen Höhenmetern und insgesamt 58 Hindernissen. Die Veranstalter haben sich echt etwas einfallen lassen und waren sehr kreativ bei den vielen neuen Hindernissen.

Zuerst lief ich mit meinem Freund Martin, seinem kleinen Sohn und meiner 8 jährigen Tochter die Kinderrunde (2 Km). Es war ihr erster Hindernislauf und ich sagte ihr, sie soll langsam starten und sich dann steigern.

Natürlich haben Eltern immer unrecht und das Kind startete wie ein Wirbelsturm. Nach ca. 800 Metern bändigte sich dieser Sturm zu einem lauen Lüftchen und sie konnte nicht mehr. Jetzt musste sie hart sein, denn ich kenne da kein Erbarmen. Jetzt musste sie durch. Aber sie machte das echt super und lief weiter. Kein Hindernis konnte sie aufhalten und wir liefen durchs Ziel und freuten uns gemeinsam über diesen tollen ersten Lauf und natürlich über die tolle Medaille.

Nun war ich durchgenässt und musste noch eine Stunde auf meinen Start warten. Meine Freundin und meine Tochter versüßten mir aber die Zeit sehr schön.

Ich lief wieder ganz natürlich mit Zehenschuhen (Five Fingers), merkte aber gleich im ersten Schwimmbecken, dass ich sie ständig fast verliere. Da ich keine Lust hatte, sie im Schlamm zu suchen, zog ich sie aus und trug sie nun in der Hand. Nach der ersten Runde (insgesamt 3 Runden a` 8 Km) ließ ich die Schuhe zurück und lief ohne weiter. Es war einfach toll die Strecke barfuß zu laufen. Natürlich hatte ich schon einige Schwierigkeiten, ich rutschte an jeder glatten Stelle aus, was gefühlte 50 Mal waren, aber ich hatte riesigen Spaß.

Vom Schwierigkeitsgrad war der Lauf in Ordnung, weil ich recht langsam und entspannt lief. Wenn ich schon ohne Schuhe laufe, muss ich mich nicht noch beeilen.

Aber das schönste am ganzen Lauf war, dass meine Freundin und meine Tochter immer auf den letzten 500 Metern der Runden auf mich warteten und immer ein Stückchen mit mir liefen.

Meine Tochter sagte in der zweiten Runde, dass sie am Ende mit mir zusammen das ganze letzte Stück laufen- und die restlichen Hindernisse meistern wolle.

Ich freute mich nun schon die ganze dritte Runde auf dieses Finale und lief nun etwas schneller. So einige Steine und Wurzeln brannten mir unter den Füßen und ich rutschte was das Zeug hielt.

Als ich durch den letzten Fluss über die Steine ging, konnte ich meine Tochter schon sehen. Ich rief ihren Namen und sie freute sich sehr.

Sofort liefen wir zusammen los und meisterten die Hindernisse als Team. Sie machte alles mit, nur bei den Stromkabeln wollte sie nicht mit machen. Nachdem ich zwei Mal Stromschläge bekommen hatte, fand ich diese Einsicht auch ganz gut.

Das vorletzte Hindernis war ein 10 Meter langes Becken mit Wasser und Schlamm gefüllt, durch das wir schwimmen mussten, aber sie scheute sich nicht und ging tapfer mit mir baden. Ich half ihr dann auch über das letzte Dach, über das wir klettern mussten.

Sie war sehr tapfer und hat mich wahnsinnig stolz gemacht. Ein tolles Kind und eine wundervolle Freundin, die mich mit ihrer Anwesenheit immer wieder motiviert haben, das beste aus mir zu holen.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass wir alle viel Spaß hatten. Ein tolles Wochenende und ein klasse Lauf.

PS: Ich habe auch eine leichten Faible dafür wie ein Urmensch auf dem Bild mit dem Schlammloch auszusehen. Das zeigt meine wahre Seele.
2015harzerkailerrun05

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