Archiv der Kategorie: Berlin

Berlin-Marathon, 25.09.16

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Am 25.09.15 fand der 43. Berlin-Marathon statt. Ungeachtet der vielen „vereinslosen“ veganen LäuferInnen, haben wir wieder die Recherche nach „Vegan Runners“, „Laufen gegen Leiden“ und „Spreeganer“ bemüht.

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Die YouTuberin aRnikachen präsentiert ihr Video „Ansicht der Supporter“ vom Berliner Marathon. Gemeinsam mit anderen Vegan Runners und Spreeganern leistete sie lautstarke Unterstützung am Streckenrand.
Viel Spaß beim Schauen des Videos!

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Ein persönlicher Bericht von Melanie Schaible:16_bln_marathon_melanie01
„Fall in love with the process, and the result will come.“
Seit April trainiere ich gezielt auf diesen Marathon.
Ein Marathon zu laufen ist eine große Belastung für den Körper. Man sollte sich selbst genug wert sein um einen Marathon nicht aus der kalten Hose zu laufen. Das Risiko ist einfach zu groß! Ich finde es nicht erstrebenswert, untrainiert an den Start zu gehen und „irgendwie“ durch zukommen.
Das Training startete mit einem Halbmarathonplan, darauf folgte der Marathonplan. Viele Stunden Training, viele Zweifel. Aber auch sehr viele schöne Momente, Dinge, die man nur erlebt wenn man läuft. Das Laufen gab mir Struktur, Halt und innere Ruhe.
Bis zuletzt wusste ich nicht, ob mein Ziel, die magischen SUB4, realisitisch sind oder nicht. Habe ich mir zu viel vorgenommen, neben dem Masterabschluss?
Meine letzte HM Bestzeit war harte Arbeit. Die 3 Halbmarathons, die ich dieses Jahr gelaufen bin, waren anstrengend. Mir war klar, ich will diese Zeit schaffen, aber an allererster Stelle möchte ich Spaß haben, dieses ganz besondere Gefühl. Letztes Jahr war der Marathon 42 km pures Glück. Das wollte ich wieder haben!
Die Tage vor dem Marathon war ich ein Nervenbündel. Zweifel, Ängste, hier und da ein zwicken. Da waren ganz viele Menschen, die mich beruhigt & an mich geglaubt haben. Auf einmal ging alles ganz schnell.
Und dann stehe ich da mit 41 000 anderen Verrückten & freue mich, endlich los zu legen.
Die ersten 5 Kilometer war es ein Kampf. Ich musste viele überholen, es war sehr voll. Bis Kilometer 12 brauchte ich, um meinen Rhythmus zu finden.
Der Support war der absolute Wahnsinn! Darum laufe ich in Berlin!
So viele Menschen waren da. Louise ist EXTRA aus Hamburg gekommen, danke! Die Spreegis waren so stark an der Strecke vertreten. Danke an Anika, Verena, Luna, Jan, beide Carolines, Heiko, Kathi, Tabea, Stefanie, Salka & Erik.
Mit Luftballons, Matcha, Cola, Datteln & Energiebällchen beladen war ich bestens durch die einzigartigen Supporter versorgt. Ohne euch wäre es nicht halb so schön. Ihr opfert euren Sonntag und ich weiß wie viel ihr alle zu tun habt. DANKE!
Romina, die den perfekten Plan geschrieben hat und mich so auf SUB4 gepusht hat. Fahnie, die immer ein offenes Ohr hatte & online die ganze Zeit dabei war.
Mein Freund war nicht nur während des Marathons an meiner Seite. In den ganzen Monaten sind wir viele Kilometer gemeinsam gelaufen, mentale Unterstützung & letztendlich meine Laufbegleitung von KM 21-37.
Es war magisch. Es lief einfach. Ich habe es geschafft, die perfekte Pace zu finden. Geplant war 5:40, ich lief eine konstante 5:30.
Als ich bei KM21 auf die Uhr sah, zeigte sie 1:57. Eine neue Halbmarathonbestzeit! Wie ist das passiert??
Ich quatsche 2 km mit Salka, die mich begleitete und plapperte danach fröhlich meinen Freund mit allem voll, was mir so in den Sinn kam. „Sag mal, ist es gut wenn du so viel redest?“
„Keine Ahnung, es fühlt sich gut an.“
So gingen 30 Kilometer sehr schnell vorbei mit vielen, vielen Gänsehautmomenten.
Ich bin nicht eingebrochen, obwohl es ab KM 33 hart wurde und ich das Gefühl hatte nicht mehr vom Fleck zu kommen.
Dennoch hatte ich die ganze Strecke über dieses Marathongefühl. Dieses leichte, das Besondere. Es ist anstrengend, aber es ist auch gleichzeitig das Schönste! Es tut ein bisschen weh, ich habe schnell die Oberschenkel gespürt, aber es lief auch einfach.
Alle anderen Wettkämpfe sind nicht vergleichbar! Ich lief einfach konstant mein Tempo, hatte unfassbar viel Spaß dabei.
Dann kam Kilometer 40. Es zog sich, aber ich wusste, ich schaffe es. Und zwar locker unter 4 Stunden. Das Ziel, das Brandenburger Tor, dass ich monatelang bei so vielen Läufen im Kopf hatte, war zum Greifen nah! Ich war so glücklich, voller Emotionen. Das Ziel war erreicht. 3:55. 17 Minuten schneller als letzte Jahr. Ich habe keine Ahnung wie ich das gemacht habe. Es hat einfach alles gepasst.
Die Tränen sind geflossen, vor Freude, Überwältigung und ganz viel Dankbarkeit.
Es war genauso, wie ich es mir gewünscht habe.
Lasst euch von niemand sagen, dass ihr etwas nicht könnt. Man kann alles erreichen. Vor drei Jahren konnte ich gerade mal 3 Kilometer laufen, für meine ersten 10 Kilometer habe ich über 75 Minuten gebraucht. Wenn man dran bleibt, regelmäßig läuft und SPASS daran hat, kann man alles erreichen.
Ich möchte ein Vorbild sein. Dafür, dass Laufen das Schönste ist. Dafür, dass man mit Freude alles geben kann & dann erfolgreich ist. Mit ganz viel Lächeln & ganz viel Laufliebe.

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Bilder von Leni Lecker:

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Bilder von Jan Oelschlägel:

10. Nordahl-Grieg-Gedenklauf, 18.09.16

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Ein Bericht von Karsten Meyer:
Drei Vegan Runners waren diesmal dabei. Das ist ein neuer Rekord für unsere Laufgruppe bei dieser Veranstaltung, aber es könnten mehr sein. Die bisherigen Berichte kann ich bestätigen: sehr gute Organisation und Verpflegung, Taschenaufbewahrung, Duschen. 90 bis 100 Minuten Fahrzeit bis zum Veranstaltungsort lohnen sich in diesem Fall.

Die Strecke ist nichts für Stadionläufer. Es geht teilweise querfeldein, ab und zu sind Wurzeln zu beachten. Man beachte auch die Profilangaben des Veranstalters (wenn die Angaben stimmen, ist es ein 11,2-km-Lauf). Eigentlich war ich für dieses Profil gar nicht ausgebildet. Der Rundkurs war dreimal zu bewältigen.
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=jbjajbkrvdcubaph

101 Läuferinnen und Läufer gingen bei günstigen Wetterbedingungen an den Start. Ich hatte immer Läufer in meiner Nähe, an denen ich mich ausrichten konnte. Eingangs der dritten Runde wusste ich: Nur noch ein langer Anstieg und dann ist das Schlimmste überstanden. Ich lief die Anstiege mit fast wie bei einem Eisschnellläufer nach vorn gebeugtem Oberkörper. Bergab einfach locker und mit großen Schritten; es war nicht so steil, dass ich mit den Füßen hätte abbremsen müssen. So kamen 53:13 min zustande, was für Platz 47 reichte. Im Ziel dachte ich, ich hätte eine 48er Zeit; ich muss erschöpfungsbedingt falsche Zahlen gesehen haben.
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Bei den Siegerehrungen stand Birgit zweimal auf dem Treppchen. Mit 54:07 min wurde sie Dritte bei den Frauen aus Kleinmachnow. Zudem gewann sie erneut in der Altersklasse W50. Auge kam mit 57:39 min auf Platz 67 und konnte sich damit im mittleren Drittel des Läuferfeldes behaupten.

Ich kann diesen Lauf wirklich empfehlen. Er ist abwechslungsreich und anspruchsvoll – eine echte Herausforderung. Und jeder, der ins Ziel kommt, bekommt eine vorzeigbare Medaille und vielleicht (durch frühes Aufstehen, lange Anfahrtszeit und Erschöpfung) auch spaßige Halluzinationen.

Solidarische Grüße
Karsten

Veranstalter: www.kleinmachnower-laufclub.de

14. Berliner Benefiz Lions-Lauf, 10.09.16

14. Berliner Benefiz Lions-Lauf am 10.09.2016
(Ein Bericht von Constanze)

Am Samstag, den 10.09.2016 nahm ich am 14. Berliner Benefiz Lions-Lauf teil. Mein Marathon-Trainingsplan sah für dieses Wochenende einen schnellen 10er vor. Also durchforstete ich schon lange im Voraus sämtliche Laufkalender auf der Suche nach einem passenden Wettkampf. Viel Auswahl gab es nicht. Nachdem der Volvo Tierparklauf für mich natürlich nicht in Betracht kommt, blieb noch der Lions-Lauf. Ich haderte: Trotz des guten Zwecks sind 20 Euro Anmeldegebühr (bzw. 25 Euro vor Ort als Nachmeldung) für einen 10er nicht gerade wenig – war es mir das wirklich wert!? Ich wusste, dass Tabea von den Spreeganern dort im letzten Jahr bereits an den Start ging und fragte sie hinsichtlich der Organisation und der Streckenbeschaffenheit aus. Es war schließlich wichtig, dass die Strecke einigermaßen bestzeitentauglich war. Soweit passte alles, aber ich war mir noch immer nicht sicher, ob ich für einen Trainingslauf, den ich natürlich auch auf eigene Faust absolvieren konnte, so viel Geld ausgeben wollte. Und dann eine für mich glückliche Fügung, die mir die Entscheidung abnahm: Tabea war für die 5km angemeldet, konnte aber aufgrund von terminlichen Überschneidungen nicht an den Start gehen. Sie wollte mir ihren Startplatz überlassen. Einfach so. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Zuvor musste ich jedoch klären, ob eine Ummeldung von Name und Distanz möglich war. Unter falschen Namen wäre ich in diesem Fall nicht gelaufen, denn eine vordere Platzierung war durchaus realistisch und seit der einen oder anderen Treppchenplatzierung bei kleineren Laufveranstaltungen werde ich gelegentlich erkannt und angesprochen. Von der Organisatorin erhielt ich grünes Licht und so stand einem Bestzeiten-Lauf organisatorisch nichts mehr im Wege. Der Lauf startet auf der Berliner Seite der Glienicker Brücke, die durch den Agentenaustausch Bekanntheit erlangte. Entsprechend lang ist die Anfahrt. Erst mit der S-Bahn nach Wannsee und dann mit dem Bus 316, der im 20-Minuten-Takt verkehrt, weiter bis zur Glienicker Lake. Vor Ort erwartete mich ein buntes Treiben in den dominierenden Lionsclub-Farben gelb und blau/lila. Die Damen des Lionsclub Glienicker Brücke stellten wirklich einiges auf die Beine. Es gab eine Tombola und auch ein gut gefülltes Büffet, auf dem ich jedoch auf den ersten Blick nichts veganes entdecken konnte. Im Nachhinein konnte ich lesen, dass durch die Startgebühren und die Einnahmen aus Getränke- und Kuchenverkauf sowie aus dem Losverkauf der großen Tombola respektable 8.000 Euro eingenommen wurden, welche dem berlinweiten Jugendförderprogramm Lions-Quest „Erwachsen werden“ zugutekommen.

(Bildquelle: 1 | 2)

Ich bin erstmals aus der ersten Reihe gestartet. Nicht, dass ich mich darum gerissen hätte, aber die anderen LäuferInnen waren alle so zurückhaltend und wollten nicht nach vorne, so dass mir nichts anderes übrig blieb. Mit dem Pulk im Nacken läuft man vielleicht doch ein wenig schneller los als man sollte. Zudem wird man am Anfang häufig überholt, was der eine oder andere nicht gut abkann. Mich persönlich stört das allerdings nicht.

Die Strecke führt am Wasser entlang bis zur Höhe Pfaueninsel. Dort gibt es nach ca. 3,2 km eine 180 Grad Kehrtwende (man bekommt von dem Streckenposten ein Bändchen, das man aber im Endeffekt nirgends wieder vorzeigen musste) und dann geht es auf gleichem Wege zurück. Den Uferweg teilte man sich aufgrund des hervorragenden Wetters mit unzähligen großen, kleinen und mitunter tierischen Ausflugsgästen zu Fuß und auf dem Rad, denn es gab natürlich keine Absperrungen. Aber diese multiple Wegenutzung klappte mit entsprechender gegenseitiger Rücksichtnahme erstaunlich gut, so dass es zu keinerlei Einschränkungen kam. Wehmütig passierte man auch einen Biergarten, aber die Gäste waren durch die Hitze etwas lethargisch und die erhoffte Anfeuerung blieb aus. Auf halbem Rückweg zum Ziel musste man links in den Volkspark Klein Glienicke einbiegen, wo man eine große Schleife lief, um auf die 10 km zu kommen. Dieser Parkrundweg hat es wirklich in sich, denn er enthält einige wirklich knackige Anstiege. Immer wenn ich einen Berg hochschnaufte, ärgerte ich mich darüber, dass ich nicht doch bei den 5 km geblieben war. Die Läufer der kürzeren Distanz liefen ihre 5 Kilometer komplett am flachen Uferweg, indem sie nach 2,5 km wendeten. Zusätzlich gab es noch einen Kinderlauf über 800m und die WalkerInnen absolvierten 6,4km. Wasser sollte es an beiden Wendepunkten, also bei km 2,5 und 3,2 geben. Da ich zu diesen Zeitpunkten noch kein Wasser benötigte und die Zeit einsparen wollte, nahm ich mir vor auf dem Rückweg beim ersten Wendepunkt etwas zu trinken. Da war ich dann 3,9 km unterwegs und bog kurz darauf in den Volkspark ein. Zu meiner Überraschung war der Getränkestand beim zweiten passieren unbesetzt und es standen auch keine Getränke mehr bereit. Wieso das so war weiß ich nicht, aber spätestens bei den bereits erwähnten Anstiegen ärgerte ich mich massiv über diesen Umstand und darüber, dass ich noch doch schon zuvor auf der Strecke etwas getrunken hatte. Aber damit war ja nicht zu rechnen. Mein Mund wurde immer trockener und ich sehnte mich nach dem Ziel und vor allem nach Wasser. Es war für September ungewöhnlich heiß (mindestens 27 Grad an diesem Tag), das muss man schon so sagen. Was hatten wir nur für einen Sommer! Ich biss also die Zähne zusammen und versuchte, meine Platzierung zu halten. Ich war die dritte Frau und sollte diese Position auch behalten. Die Läuferin vor mir war zwar in Sichtweite, aber ich hatte einfach keine Reserven mehr, um ihr gefährlich zu werden. Nach 46:15 Minuten lief ich durchs Ziel. Es war nicht ganz die Zeit, die ich mir für diesen Tag vorgenommen hatte, aber es reichte immerhin zur persönlichen Bestzeit. Zudem bescherte mir die drittschnellste Zeit unter den Frauen einen 1. Platz in der Altersklasse bis 35 Jahre. Es gab insgesamt nur zwei Altersklassen (bis 35 & ab 36 J.), wo jeweils die Plätze 1-3 geehrt wurden. Bei der Siegerehrung wurde ich sogar darauf hingewiesen, dass es am Büffet einen sehr leckeren veganen Kuchen geben würde. Möglicherweise war dieser bereits aus, denn ich konnte ihn auch nach diesem Hinweis nicht entdecken, habe aber auch nicht explizit nachgefragt, da ich keinen Kuchenhunger verspürte.


(Bildquelle: 1 | 2 | 3)

Die Preise konnten sich wirklich sehen lassen. Ich gewann einen Gutschein im Wert von 100 Euro für ein italienisches Restaurant in Wilmersdorf. Ich werde dort demnächst anrufen und fragen, ob sie vegane Gerichte anbieten, aber das sollte bei der italienischen Küche ja hoffentlich kein Problem darstellen.

Erstmals in meiner „Laufkarriere“ ließ ich mich sogar massieren, was wirklich sehr gut tat. Ich hätte stundenlang dort liegen können, aber natürlich wollten viele andere LäuferInnen ebenfalls in den Genuss kommen.

Der Lauf findet immer am 2. September-Wochenende statt und ich habe mir den Termin für das nächste Jahr bereits im Kalender notiert. Im Gedächtnis bleibt mir ein (bis auf den Fauxpas mit dem Wasser) toll organisierter Lauf bei herrlichem Wetter. Deshalb und sicherlich auch durch die erfolgreiche Platzierung strahle ich auf den Fotos mit der Sonne um die Wette (böse Zungen würden behaupten ich grinse wie ein Honigkuchenpferd). Das ist meine Form von „Öffentlichkeitsarbeit“ und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Vorher- und Nachher-Fotos:


Link zum Lauf:
http://www.lions-glienicker-bruecke.de/lionslauf/teilnehmerinformationen/

Alle Fotos:

Friedrichsfelder Gartenlauf, 04.09.16

Ein Bericht von Karsten Meyer:
Sportlicher Höhepunkt meiner Heimatstadt, die sich mit vollem Umfang im Verwaltungsbezirk Lichtenberg befindet, ist jedes Jahr der Friedrichsfelder Gartenlauf (FGL). Gehst du von der Volkradstraße auf dem Agnes-Kraus-Weg am Kraatz-Tränke-Graben entlang Richtung Osten, kommst du direkt zum Start-Ziel-Bereich. Die schwierige Strecke verläuft zwischen Plattenbauten, Märkischer Aue und Kleingärten. Es gibt eine ziemlich enge Kurve (geschätzter Innenwinkel: 20°) und einige Bodenwellen. Wenn es regnet, ist die Strecke teilweise matschig. Wenn es nicht regnet, ist sie staubig. Fünf Runden ergeben 10,16 km. Die Runde kann auf der Netzstelle des Veranstalters eingesehen werden.
http://borussia.laufserver.de/index.php/laufstrecke-oben

Letztes Jahr regnete es und es war kühl. Diesmal war das Wetter angenehm, nur etwas windig. Im Start-Ziel-Bereich waren nicht viele Zuschauer. An der Strecke hatten sich einige Laubenpieper zum Anfeuern bereit gemacht. Knapp 70 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start. Es hatte noch einige Nachmeldungen gegeben, z.B. Mannschaftskamerad Gregor. Ich traf ihn und Melanie vor dem Start. Gregor meinte, es soll demnächst wieder eine Lieferung Vegan Runners Shirts kommen. Ich könnte eines gebrauchen. Melanie nutzte den Lauf als Marathonvorbereitung. Pünktlich um 10 Uhr 30 erfolgte der Startschuss. Die Strecke war sehr gut markiert, sodass die richtigen Kurven nicht verfehlt werden konnten.

Schon kurz nach Ende des Laufes hingen die Ergebnisse aus, nach Geschlechtern geteilt. Gregor kam mit 45:29 min auf Platz 15. Melanie wurde mit 58:10 min Achte bei den Frauen. Meine letzte Runde war ziemlich langsam. Die Kraft reichte nicht mehr für einen richtigen Endspurt, mit dem ich noch einen Läufer hätte überholen können. So kam ich nach 49:49 min auf Platz 27, abzüglich der schnelleren Frauen. Damit war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr, aber deutlich schneller als beim letzten Kreuzberger Viertelmarathon. Das Intervalltraining wirkt. Die Zeiten sind beim FGL handgestoppt. Es gibt keine Zeitnahmechips. Fotos vom Lauf werden in den nächsten Tagen auf der Netzstelle des Veranstalters abrufbar sein.

Der FGL hat noch drei Besonderheiten:
1. Die große Digitaluhr im Start-Ziel-Bereich. Nach jeder Runde können die Läufer ihre Zwischenzeiten sehen. Auf die eigene Armbanduhr kann verzichtet werden.
2. Der Kommentator im Start-Ziel-Bereich. Er hat die Teilnehmerliste und erkennt die Läufer an den Startnummern. Er kommentiert fortlaufend das Renngeschehen. Es kann also sein, dass du während des Laufes ein paar Mal deinen Namen hörst.
3. Unweit des Start-Ziel-Bereiches befindet sich das Gartenlokal „Märkische Aue“. Dort finden die Siegerehrungen statt. Danach führt ein bekannter Sportreporter ein Gespräch mit Berühmtheiten aus der Sportwelt. (Früher war Heinz Florian Oertel regelmäßig da. Die ehemaligen DDR-Bürger unter euch werden ihn noch kennen.) Für jene, die diese Art von Musik mögen, treten zum Schluss noch Schlagergrößen auf.

Alles in allem also eine schöne kleine Veranstaltung. Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr wieder dabei sein. Dann soll der FGL zum letzten Mal stattfinden. Die Organisatoren finden keine Nachfolger und der Tierparklauf zieht wohl zu viele Läufer ab. Ausgerechnet der Tierparklauf!
http://borussia.laufserver.de/index.php/neuigkeiten-vom-gartenlauf/36-24-fgl-zum-vorletzten-mal

Solidarische Grüße
Karsten

Pankower Paarlauf mit Musik, 13.08.16

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Laufbericht Pankower Paarlauf mit Musik, Kissingenstadion Pankow

Man sagt ja, spontane Ideen seien oftmals auch die besten. In unserem Fall war die Anmeldung für den Pankower Paarlauf am Samstag, den 13.08.16 auch tatsächlich sehr spontan. Frank und ich waren da sogar noch auf dem letzten Drücker dabei.
Und was soll man sagen, die Weisheit hat sich auch in dem Fall bestätigt. Bei herrlichstem Wetter und sehr familiärer Atmosphäre hatten insgesamt 6 Vegan Runners mit Familienanhang einen superschönen Abend.
Start war um 18 Uhr und es galt im Kissingenstadion auf der 400-Meter-Bahn innerhalb einer Stunde mit seinem Partner so viele Runden zu absolvieren wie möglich. Dabei wechselte man sich mit seinem Laufpartner nach jeder absolvierten Runde ab. Die „Übergabe“ erfolgte dabei immer per Handschlag. Unsere Teams, bestehend aus Constanze und Ulises, Kira und Birgit sowie Frank und mir nahmen die Beine in die Hand und rannten was die Möhre hergab. Das Ganze war schon ziemlich anstrengend, brezelte für die späte Stunde die Sonne doch noch ziemlich unerbittlich auf uns hinab. Die Organisation war aber wirklich toll. Es gab im Wechselbereich Wasser satt, sodass man zwischendurch die – immer kürzer wirkenden – Pausen, bis der Partner wieder eine Runde rum war, auch mal was trinken konnte.


Ein bisschen enttäuscht waren wir von der angekündigten Musik. Diese war zum einen eher relativ leise, sodass man auf der anderen Seite kaum was davon hörte und zum anderen…nun ja, über Musikgeschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.
Am Ende aber waren wir wirklich richtig gut vertreten, die Ergebnisse können sich sehen lassen.
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Kira und Birgit belegten den 2. Platz bei den Frauen-Teams (35 Runden bzw. 14.225m), Ulises und Constanze den 7. (36 Runden bzw. 14.685m), Frank und ich den 8. Platz (36 Runden bzw. 14.465m) bei den Mixed-Teams. Damit lagen wir im guten Mittelfeld und waren mehr wie zufrieden, zumal jeder ein Zipperleinchen mit sich rumschleppte.
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Zum krönenden Abschluss gab es noch ein fulminantes Picknick bestehend aus Energiekugeln, Bananenbrot, Süßkartoffelmuffins und vielem mehr für alle Beteiligten, das auf Seiten der anderen Läufer doch für sehr neidische Blicke sorgte.
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Alles in allem ein sehr sehr gelungener sportlicher Abend und wer weiß, vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr ja mit noch mehr Teams an den Start zu gehen…

Stefanie

Veranstalter: ksv90-berlin.de

Veganes Sommerfest und StadtLauf Berlin, 21.08.16

Veganes Sommerfest und StadtLauf Berlin am 21.08.16
Ein Bericht von Constanze

Am Sonntag, den 21.08.2016 lief ich gemeinsam mit vielen anderen Vegan Runners, SpreeganerInnen und Läuferinnen von Laufen gegen Leiden (LgL) den 8. StadtLauf Berlin von SportScheck und BMW. Zudem fand von Freitag bis Sonntag (19.-21.08.) auf dem Alexanderplatz das vegane Sommerfest statt, wo sowohl die Vegan Runners als auch Laufen gegen Leiden mit einem Informationsstand vertreten waren. Ich hatte am Freitag VR-Standdienst und war an allen drei Tagen als Besucherin auf dem Fest, so dass ich ein aufregendes Wochenende mit vielen Begegnungen, netten Gesprächen und auch ein wenig Sport erlebte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön

– an Felix für die Idee, die Anmeldung und dafür, dass er Tag für Tag allen Interessierten Rede und Antwort stand und das wirklich -entschuldige das Wortspiel- mit einer Engelsgeduld

– an Frank, der die Initiative ergriff und Flyer drucken ließ, die weggingen wie warme Semmeln

– an Guido und Kathrin, die ihren Farbdrucker heiß laufen ließen, beim Aufbau halfen und mit deren Fotos wir eindrucksvoll demonstrieren konnten, dass wir lieben was wir tun

– an Andrea und Jan von den Spreeganern, die mit ihrem Pavillon dafür sorgten, dass wir vor Regen, von dem es an diesem Wochenende leider reichlich gab, einigermaßen geschützt waren

Und nicht zuletzt ein Dankeschön an alle, die den Stand vor Ort unterstützten! Ich denke, wir haben uns gut präsentiert, so dass uns demnächst hoffentlich ein größer Zustrom an MitläuferInnen erwartet.

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Bereits im Vorfeld zum StadtLauf gab es einige Aufregung – N24 hatte sich gemeldet und wollte einen kurzen Beitrag über uns drehen. Also trafen sich am Wettkampftag um 8:30 Uhr brav alle interessierten LäuferInnen in ihren Laufshirts mit veganer Message im Startbereich. Zuvor noch ein wenig Verunsicherung, denn der Veranstalter schreibt auf der Homepage, dass das in der Anmeldegebühr inkludierte Funktionsshirt als „Startberechtigung“ dient. Die Ängstlichen unter uns (so wie ich) zogen es also vorsichtshalber unter ihr Vegan-Shirt, aber einige mutige und weise LäuferInnen wussten zu berichten, dass bisher noch niemand ausgeschlossen wurde, weil er das Veranstalter-Shirt nicht trug.
Mit einiger Verspätung trafen wir also die Verantwortlichen im Startbereich. Felix wurde interviewt, während wir hinter dem VR-Banner eine gute Figur machten. Nachdem alles fertig gedreht war, wurde von Auge noch schnell ein Erinnerungsfoto samt TV-Crew geschossen und dann blieben uns noch ganze fünf Minuten fürs Einlaufen, was der eine oder andere zugunsten eines letzten Toilettengangs jedoch komplett ausfallen lassen musste. Im angekündigten Beitrag kamen wir dann schlussendlich nicht vor, worüber wir im Nachhinein eigentlich eher froh sein sollten. Felix‘ Argumente waren wohl zu stichhaltig und passten nicht in den ansonsten eher kritischen und wenig aussagekräftigen Beitrag. Haken wir es also als „viel Aufregung für nix, dafür aber um einige Erfahrungen reicher“ ab.

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Nun aber zum eigentlich Lauf, das ist ja schließlich ein Laufbericht:

Nachdem ich zuvor noch meinte, dass das Wetter nahezu ideal war, verschwanden pünktlich zum Start die Wolken und offenbarten eine strahlende Sonne. So musste ich diese Aussage dann bereits nach wenigen Kilometern und einigen sehr sonnigen Abschnitten revidieren. Wie ungünstig, dass ich nun auch noch zwei Shirts übereinander trug. Ich hatte es zwar geahnt, aber eine fehlende Taschenaufbewahrung ließ auf die Schnelle dann auch keine andere Option mehr zu. Das ist im Übrigen ein großer Kritikpunkt meinerseits am Veranstalter, aber darum soll es hier nicht vordergründig gehen. Durch die zuvor entstandene Zeitnot reihte ich mich zusammen mit Stefanie von LgL ziemlich weit hinten ein. Durch das Nichttragen des Einheitsshirt fühlt man sich inmitten der anderen LäuferInnen schon irgendwie wie ein abtrünniger Lemming. Aber damit kann ich leben. Denn wir #laufenfürdietierenichtfürsportscheck (vielen Dank, Anika, für diesen grandiosen Hashtag!). Nachdem ich irgendwann endlich die Startlinie passierte, hieß es überholen, überholen, überholen. Und das am laufenden Band. Die Straßen waren recht eng und meine Laune sank. Ich war regelrecht genervt, was dann auch dafür sorgte, dass ich viel zu schnell anging. Wut-Pace quasi. Kennt vielleicht der/die eine oder andere. Da ich am Morgen mit heftigen Halsschmerzen aufgewacht bin, rückte ich bereits im Vorfeld von meiner eigentlichen geplanten Zeit ab und wollte schauen, was möglich ist. Dass ich überhaupt gestartet bin, ist meiner eigenen Unvernunft zuzuschreiben und sollte besser nicht nachgemacht werden, denn heute (am Tag danach) liege ich so richtig flach! Ich bin also deutlich zu schnell angegangen und dann kam Heiko des Weges, mit dem ich genau einen Kilometer in 4:40 Minuten mithalten konnte, bevor ich ihn ziehen lassen musste. Dieses Tempo stellte sich für meinen angeschlagenen Gesundheitszustand als deutlich zu schnell heraus, obwohl es genau das gewesen wäre, was der Trainingsplan ursprünglich vorsah. Aber mit Marathon vor den Augen, blitzte dann doch etwas auf, was man mit viel Wohlwollen vielleicht als Vernunft bezeichnen könnte. Nachdem der SCC im Vorhinein die neue Streckenführung als sehr flach und bestzeitentauglich beworben hatte, habe ich mich über die (gefühlten?) Anstiege etwas gewundert. Aber ich bin was das angeht auch sehr empfindlich und nicht das Maß aller Dinge. Mir sind ja die Rehberge im Wedding schon zu bergig 😉 Insgesamt hat mir dieses Rennen ziemlich viel abverlangt und das hohe Anfangstempo rächte sich sehr schnell. In einer „steilen“ Phase am Botanischen Garten, in der ich gerade ziemlich genervt war (irgendwo zwischen km 6 & 7), passierte ich die Limonenstraße. Da fiel mir diese blöde Weisheit ein. Für die restliche Strecke wurde also folgendes mein Mantra: Wenn dir das Leben Limonen beschert, mach Limonade draus. Oder so ähnlich. Keine Ahnung warum, aber das heiterte mich auf und ließ mich das Rennen durchhalten, obwohl ich nach der ersten Runde wirklich kurze Zeit ans Aufgeben dachte und mich fragte, warum ich nicht einfach im Bett geblieben bin. Also bin ich den zweiten Teil in der Konsequenz deutlich langsamer gelaufen, aber ich habe es geschafft und meine HM-Bestzeit sogar noch um knappe zwei Minuten verbessern können.

Ergebnisse:
Ergebnisse VM
16_sommerfest_stadtlauf03_vm
Ergebnisse HM
16_sommerfest_stadtlauf04_hm

16_sommerfest_stadtlauf05Das Wochenende hat mir folgendes gezeigt: Ich bin unglaublich froh, ein Vegan Runner zu sein und fühle, dass ich in der Gemeinschaft angekommen bin. Nicht, dass ich dieses Gefühl nicht schon vorher hatte, aber es hat sich durch die vielen tollen Erlebnisse und Begegnungen auf und neben der Strecke sowie auf dem Fest noch intensiviert. Darüber hinaus freue ich mich über die friedvollen und bereichernden Kooperationen bzw. gemeinsamen Aktionen mit den LäuferInnen von Laufen gegen Leiden und den SpreeganerInnen. Wir verfolgen alle dasselbe Ziel – let’s spread the message!

Kreuzberger Viertelmarathon, 21.08.16

Ein Bericht von Karsten Meyer:

Der TiB 1848 e.V. verfügt über ein Stadion mit Aschenbahn am Columbiadamm. In diesem Stadion ist jedes Jahr der Start und das Ziel des Kreuzberger Viertelmarathons. Am Anfang wird eine dreiviertel Runde gelaufen, bevor es auf die Straßen geht, am Ende nicht ganz eine halbe Runde im Uhrzeigersinn bis ins Ziel. Die Teilnehmer können ihre persönlichen Sachen im Vereinshaus zur Aufbewahrung abgeben. Heute war ich der einzige Vertreter der Vegan Runners. In der Starterliste stand auch eine Spreeganerin, aber ich konnte sie vor Ort nicht ausfindig machen. Es waren insgesamt mehr als 400 Teilnehmer am Start.

Die Sonne schien heute Vormittag, aber es war nicht zu heiß. Der Wind wehte schwach. Etwa die Hälfte der Strecke lag im Schatten. Meistens Asphalt, vorbildlich abgesperrt, wenige applaudierende Zuschauer, hin und wieder hupende Autos. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl waren immer Läufer bzw. Läuferinnen in meiner Nähe, was das Laufen erleichterte. Einziger nennenswerter Höhenunterschied war die Waterloobrücke über den Landwehrkanal (Alexandrinenstraße) mit geschätzten 1,50 m Höhe. Sie musste auf dem Hin- und Rückweg überquert werden. Der Anstieg war seicht. Die gesamte Strecke kann auf der Netzstelle des Veranstalters eingesehen werden.

Etwa nach sieben Kilometern gab es einen Wasserstand. Ich nahm einen Becher und schüttete ihn mir über den Kopf. Im Ziel gab es Bananen, Äpfel, keksähnliche Riegel und Wasser.

Direkt nach dem Zieleinlauf konnte sich jeder Teilnehmer seine Urkunde abholen. Ich brauchte für den Lauf diesmal 52 Minuten und 52 Sekunden. Es war meine erste Laufveranstaltung in diesem Jahr. Die Zeit entspricht meinem derzeitigen Leistungsvermögen. Letztes Jahr lief ich die Strecke in 50 Minuten und 8 Sekunden.

Fotos gibt es leider keine. Vielleicht wird es Fotos vom Friedrichsfelder Gartenlauf geben. Bis dahin sind es noch knapp zwei Wochen. Ich war pünktlich wieder zu Hause und geduscht, um mir den Marathon in Rio in voller Länge anzusehen.

Solidarische Grüße
Karsten

p.s.:

Ich kam auf Platz 173, die Spreeganerin auf Platz 362.
http://www.tib1848ev.de/veranstaltungen/x-berger-viertelmarathon/nach-dem-lauf/

Es gibt auch ein Video. Zwischen 0:53 und 1:02 bin ich von hinten zu sehen (hellblaues Hemd, schwarze Hose). Der ältere Herr bei 1:08, der wie ein Geher aussieht, war tatsächlich schneller als ich.

Also ich geh dann mal zum Intervall-Training.

Gedenkmarathon Son Kee-Chung, 06.08.16

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Am 6. August gab es einen Gedenkmarathon in Berlin, anlässlich des 80sten Jahrestages des Olympiasiegs von Son Kee-Chung.

Son Kee-Chung war ein koreanischer Läufer, der bei den Spielen in Berlin unter japanischer Flagge starten musste, weil Korea besetzt war. Sein Protest dagegen („das traurigste Siegerfoto der Olympiageschichte“) führte auch dazu, dass er unter der Besatzung nicht weiter Marathon laufen durfte. Sport
ist und war eben doch manchmal politisch…

Die Strecke 1936 (und 2016) verlief vom Olympiastadion in Spandau entlang der Kronprinzessinnenallee bis fast nach Wannsee, und dann entlang der AVUS bis zur Tribüne. Und dann die gleiche Strecke wieder zurück. Son Kee-Chung lief die 42.2km in 2:29h. Unsere Hochachtung für diese Leistung ist nach dem eigenen Laufen der (halben) Strecke durchaus
noch mehr gestiegen…

Jens, Heiko, Younouss, Andreas und Robert liefen über die volle Marathondistanz. Ulises und Dominique sowie Kira & Felix teilten sich jeweils die Strecke. Besonders toll fanden wir die motivierende Stimmung, und die nette Verpflegung durch die Veranstalter und den Empfang durch die in koreanische Festgewänder gekleideten Damen.

Danke an Stephan, Torpedo Berlin, die Berlin Wall Trail Runners, den Koreanischen Verein Berlin und die Koreaness Awakening Movement Union.

Es hat Spaß gemacht!

Ein Bericht von Kira Rehfeld

Nachfolgende Bilder von Ulises Rey:

25. adidas Runners City Night

Wo trifft man am Sonntagabend in Berlin Vegan Runners? Wenn es der 30. Juli ist, bei der adidas Runners City Night. Ohne verabredet zu sein, sind mir dort sechs von acht teilnehmenden Vegan Runners begegnet, die alle die 10 Km gelaufen sind. Eine der seltenen Gele­genheiten den Ku’damm ohne Autoverkehr rauf und runter zu lau­fen und dabei von wenigstens vier Bands und unzähligen Zuschau­ern angespornt zu werden.

Die Bedeutung dieses Laufes, an dem 5.821 Läuferinnen und Läufer teilnahmen, wurde auch durch die Starts zweier Marathonläufer­*innen unterstrichen, die in ca. zwei Wochen in Rio de Janeiro an den Start gehen werden: Bei den Frauen war das Mayada Al-Sayad und bei den Männern Philipp Pflieger. Die Berlinerin Mayada wurde Zweite bei den Frauen und lief dabei in 0:33:43 persönlichen Re­kord. Sie wird in Rio für Palästina starten. Philipp Pflieger wurde in 29:47 unangefochten Erster und wird in Rio für Deutschland an den Start gehen.

Der Start der adidas Runners City Night war um 20:30 Uhr. Bis dahin hatte es sich auf ca. 20 Grad abgekühlt. Die Läufer waren in Startblöcken von A bis E unterteilt, auf Grundlage der bei der An­meldung angegebenen Bestzeit der letzten drei Jahre. Das Wetter war optimal und die Strecke ebenso, auch wenn es zeitweise über Kopfsteinpflaster ging. Vielfach war jedoch bemängelt worden, dass der Veranstalter für die sichere Aufbewahrung des Gepäcks der Läufer fünf Euro verlangte. Wer mutig war, konnte seine Sachen im Umkleidezelt hinterlassen, natürlich ohne Garantie.

Die Strecke führte von der Kreuzung Joachimsthaler Straße über den Kurfürstendamm, rechts in die Nestorstraße,  über Droysen- und Windscheidstraße, dann rechts in die Kantstraße, bis zur Jo­achimsthaler Straße und wieder den Kurfürstendamm hinauf, bis fast zur Markgraf-Albrecht-Straße, wo eine Kehre war. Dann ging es gerade wieder den Kurfürstendamm hinunter, bis zum Ziel kurz hinter der Joachimsthaler Straße.

Nachdem ich mir am Mittwoch im Training die Wade gezerrt hatte und zudem an einer Plantarfaszitis laboriere, wollte ich betont lang­sam laufen. Zur Sicherheit hatte ich morgens einen kurzen Trai­nings­lauf absolviert, der mich hoffen lies heil durchkommen zu kön­nen. Andreas hatte mir am Start gesagt, dass er eine Zeit um 50 Minuten anstreben würde, sodass ich mir vornahm, ihm zu folgen. Wir liefen von Beginn an mit einem Schnitt um 5 Min/Km, was sich für mich gut anfühlte.

Auf dem ersten Kilometer lagen ein paar 50-Cent-Stücke auf der Straße, als wenn jemand die Läufer damit zum Anhalten und Auf­heben animieren wollte, um so Auflaufunfälle zu provozieren. Kurz darauf gab es eine Dusche, die wir zweimal passieren konnten. Auf der Strecke waren mehrere Bands, die mit ihrer rhythmischen Musik uns Läufern den Takt vorgaben.

Leider konnte ich Andreas nicht so gut folgen, wie ich es mir erhofft hatte. Nachdem ich ihn am ersten Verpflegungspunkt überholt hat­te, sah ich lange nichts mehr von ihm. Auf der Zielgeraden hatte er dann aber doch noch etwas zuzusetzen, und kam in 50:14 ins Ziel. Als er mich überholte, meinte er, wir würden uns am Erdinger-Aus­schank wiedersehen. Im Ziel warteten dann aber auch Nicole, Heiko und Robert – wie oben auf dem Foto zu sehen – die alle schneller waren als ich.

Wegen meiner Zerrung verzichtete ich auf einen Endspurt und kam in 50:51 Minuten ins Ziel. Damit war ich in meinem Jahrgang zwar der Schnellste, aber in der Altersklasse 65 nur der Zehnte. Mit Robert wartete ich dann geduldig in der Schlange am Erdinger-Ausschank auf unser alkoholfreies Bier. Dort wurden im Akkord, aber mit unterschiedlicher Effizienz, die Becher gefüllt. Während eine junge Frau es zuverlässig schaffte die Flaschen bis zum letzten Tropfen in die Becher zu entleeren und wie zum Beweis die Flaschen dabei am Ende umgekehrt hoch in die Luft hielt, schaff­te der Mann neben ihr mal gerade 4/5 des Flascheninhalts in die Becher zu bekommen. Von den Resten, die er an diesem Abend in den Flaschen ließ, hätte eine ganze Party versorgt werden können.

Dieser Lauf war für mich – wie für viele andere – ein Test in der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon. Ein nächster Test wird der Stadtlauf-Berlin-Halbmarathon am 21.08. sein, für den ich mich gerade angemeldet habe. Ich hoffe, da viele Vegan Runners zu sehen.

6. Nacht im Grünauer Forst, 28.05.16

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Kleiner Laufbericht von Robert Boyde-Wolke:

Aus meiner guten Erfahrung vom Vorjahr wollte ich gern noch einmal an diesem bescheidenden Laufevent teilnehmen, bei der „6. Nacht im Grünauer Forst“ am 28.05.2016.

Mir hat dort die gesamte Abwicklung sowie die tolle Laufstrecke im Wald gut gefallen. Einige Tage davor habe ich an allen „Vegan Runners“ per Email kurz und bündig mitgeteilt, jeder kann dorthin mitmachen.

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Ich hatte damit nicht gerechnet, dass ein paar vegane Läufer(innen) auch dabei waren. Ich hatte damals von meinem Fast-Nachbar Marek Neumann (vom Running Twins und ebenfalls Veganer) seine Info über diese Laufveranstaltung bekommen. Er ist fast jedes Jahr mit seiner Familie dort.

Constanze hatte mich vor Ort gleich erkannt, durch mein auffälliges „Vegan Runners“-Laufshirt. Von den Spreeganern kam auch eine Frau Caroline Vielitz und wir haben uns kurz vorgestellt. Ich hatte mich gefreut, dass ein paar vegane Leuten auch dabei waren.

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Mit einer Teilnehmerzahl am Limit (über 500 Anmeldungen) und einem großartigen Streckenrekord ging die 6. Ausgabe der „Nacht im Grünauer Forst“ erfolgreich über die Bühne. In der Waldlichtung im Ortsteil Berlin-Karolinenhof herrschte tolle Stimmung und der Zuspruch zu dieser Veranstaltung steigt weiter.

Die Anmeldungen für die Laufdistanzen 500m, Meile, 5 km sowie 10 km waren kostenlos, dafür werden um kleine Spenden erbeten, die dann an die „KENYAN KIDS FOUNDATION“ von Wesley Korir sowie für OXFAM zugehen werden. Gut 1000 Euro fanden sich in den Spendenboxen, sehr viel für eine kleine Laufveranstaltung. Hut ab!

2016_gf_04Für die Erwachsene gab es eine Laufrunde von 5 km und bei 10km für 2 Runden zu beteiligen.

Das Wetter war optimal gut.

Am Ende stand unsere Vegan-Runnerin Contanze bei den Damen auf dem 3. Platz vom 10-km-Lauf. Das ist toll und herzlichen Glückwunsch!

Bei gutem Wetter hatten wir uns schnell vorgenommen für den Laufbericht, ein Gruppenfoto von den Veganern zu machen.

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Die aktuellen Ergebnisse:

10 Kilometer:
Robert Boyde-Wolke | 44:27 min
Constanze |47:54 min

5 Kilometer:
Marek Neumann | 17:57 min
Caroline Vielitz | 35:09 min

Nach den Ehrungen der Sieger durch Ehrengast Michael Heilmann (ehem. deutscher Marathonrekordler in 2:09:03) gab es zum ersten Mal eine Tombola, die für alle Teilnehmer der 5km und 10km die Chance eröffnete mit einem Gewinn nach Hause zu fahren. Es gab attraktive Preise wie Jahres-Abo der Laufzeitschrift RUNNING oder von den Marathon-Weltklasseläufern Kimetto (Weltrekordler) und Kipchoge (London Marathon 2016) signierte Laufjacken zu gewinnen.

Es lohnt sich auf jedem Fall, einmal bei dieser Laufveranstaltung teilzunehmen!