Alle Beiträge von Vegan Runners

Vegan Runners (Homepage)

Making The Connection Kapitel 2: Sport.

Video (Teil 2) aus der siebenteiligen „Making The Connection“-Reihe von Vegan Society UK.
Bereitgestellt mit deutschen Untertiteln vom Vegetarierbund Deutschland (YouTube-Kanal).

Alle Teile:
Making The Connection Kapitel 1: Ernährung.
Making The Connection Kapitel 2: Sport.
Making The Connection Kapitel 3: Gesundheit.
Making The Connection Kapitel 4: Nachhaltigkeit.
Making The Connection Kapitel 5: Landwirtschaft.
Making The Connection Kapitel 6: Umweltschutz.
Making The Connection Kapitel 7: Ethik.

Vegan-Runners at Zürich Marathon 2012.


Das beeindruckende Video der Veganen Gesellschaft Schweiz zeigt einsatzstarke vegane Läufer beim Zürich Marathon (22.04.2012). Einen Bericht der Schweizer zum Lauf gibt es hier. Auf dieser Seite findet man neben einem knappen Bericht auch noch weitere Fotos und einen Artikel aus dem FITforLIFE Magazin (Ausgabe 5/12, PDF, 400 KB), Titel “Tierliebe geht durch den Magen”, der auch über die Vegan-Runners berichtet:
“Die «Vegan Runners Switzerland» verbindet nicht nur eine gemeinsame Leidenschaft für den Laufsport, sondern ebenso ihr Einsatz für Tierrechte. Deshalb verzichten sie komplett auf den Konsum von tierischen Produkten. Am Zürich Marathon warben sie laufend dafür, Tiere nicht auszubeuten und zu instrumentalisieren.”

6. Airportrun, 22.04.12

2012_airportrunDie sechste Auflage des Airportrun stand am vorigen Sonntag an. Zum letzten Mal vor der anstehenden Inbetriebnahme konnte man über die Start- und Landebahn des Großflughafens BBI entlang laufen. Ich hatte mich für die 21 Kilometer-Strecke entschieden. – Die Anreise war für mich wie eine kleine Weltreise. Um 06:30 Uhr in der Früh (am Sonntag -, um das nochmal zu betonen!!!) klingelte der Wecker. Etwa vierzig Minuten brauchte ich von Wittenau mit Bus und Bahn Richtung S-Bahnhof Flughafen Schönefeld. Besonders das letzte Stück mit der S-Bahn, als an mir die unbebaute Weite, Kleingartensiedlungen und mal in Betrieb, mal leer stehende Industrieanlagen vorbei flogen, machte sich bei mir Fernweh breit. Als ich dann endlich um 08:30 Uhr am S-Bahnhof Schönefeld ankam, ging es mit extra eingerichtetem BusShuttle weiter. Husch, kurz angestanden und schon saß ich im Bus. Nochmal gemütliche 20 Minuten Fahrt und aus dem Fenster gucken. Schließlich erreichten wir den Flughafen. An einem von zwei großen Wartungshallen für Flugzeuge hielt der Bus. Um 09:00 Uhr war ich dann also da. Bis zum Start um 10 Uhr hatte ich noch genügend Zeit, und so inspizierte ich erst mal die Gegend. Es gab eine große Bühne, Infostände, Imbissbuden und eine ganze Menge Biertische. Auch genügend viele Toiletten und Duschen. Am anderen Ende des Flughafens konnte ich in einigen tausend Metern Entfernung das Terminal sehen. Hier und da waren auch einige aufgeschüttete Sand- oder Geröllhaufen zu sehen und einige Bagger standen still herum. Vor allem aber herrschte die Weite mit einer endlos glatten Fläche aus Beton und Wiese. Nach der Inspizierung zog ich mir meine Laufklamotten an, kurze Hose und kurzärmliges Shirt, obwohl der Wetterbericht Regen und Wind voraussagte und dem auch der graubedeckte Himmel gerecht wurde, und gab anschließend noch meinen Kleiderbeutel ab. Mittendrin steuerte Andrea mit familiärem Anhang auf mich zu. Gerechnet hatte ich nicht mit ihr, hatte ich doch die Tage vor dem Lauf nichts per E-Mail gehört. Sie erzählte mir, dass sie sich zuletzt wegen ihrer Arbeit ordentliche Blasen an den Füßen gelaufen ist und sich bis zum Schluss offen halten wollte, ob sie den Lauf mitmacht. Jetzt, wo sie da war, wollte sie eventuell nur die 10 Kilometer joggen, auch wenn sie sich für 21 Kilometer angemeldet hat. Nach einem kurzen Plausch war das Warmlaufen angesagt und kurz darauf reihten wir uns in unsere Startblöcke ein. Just kurz vor dem Startschuss bildeten sich Wolkendurchbrüche und die Sonne schien kräftig herab. Fast 4000 Tausend Läufer standen am gemeinsamen Start von 10 und 21 Kilometer. Endlich ging es los! Nachdem die Startlinie hinter mir lag, ließ ich die Wartungshallen rechts neben mich und lief die halbe Schleife entlang, um auf die südliche Start-und Landebahn zu gelangen, die 600 Meter breit ist und vier Kilometer lang. Der Wind blies einem kräftig entgegen und machte das Laufen schwerer. Aber es gab, zwar selten, auch windstille Momente, nur waren die meistens dann, wenn man gehofft hatte, es könne jetzt nur Rückenwind geben. Von der Start- und Landebahn konnte man in alle Richtungen bis zum Horizont gucken und mit den kräftigen grauen Wolken am Himmel und der Sonne, die an einigen Stellen durchbrach, hinterließ das ein sehr beeindruckendes Gefühl. Wehte der Wind nicht, war es dazu auch noch richtig still. Das Auftreten der Läuferfüße dämpfte der Beton sehr gut ab, außerdem zog sich das Läuferfeld immer weiter in die Länge. Und so war man mit sich selbst beschäftigt und hatte mehr mit sich zu kämpfen, als wenn immer wieder neue Eindrücke auf einen einprasseln, es Schaulustige am Rand gibt, oder Bands und Trommler, die einen einheizen. All das war nicht. Die letzten 5 Kilometer vielen mir richtig schwer und ich war doch froh, als ich durch den Zieleinlauf lief. Kurz nach mir lief auch Andrea ein. Dank Blasenpflaster waren es dann doch 21 Kilometer. Nach einem Foto für den Verteiler verabschiedeten wir uns. Nachdem ich geduscht hatte, entspannte ich mich auf meiner langen Heimkehr, glücklich und stolz und mit einer Medaille in der Hand.

Schade, dass es das letzte Mal in dieser Art den Airportrun gegeben hat, denn solange kein Sauwetter herrscht und es nicht allzu kalt ist, ist es doch ein besonderer Lauf.

Bis dahin, es grüßt
Auge
(Andreas)

Ergebnisse:
Augstein, Andreas Wolfgang (GER) Vegan Runners 01:55:03 01:51:06
Hayn, Andrea (GER) Vegan Runners Berlin 02:02:42 02:00:34

Berlin Läuft News:
Japhet Korir bricht Streckenrekord, 3.972 Läufer auf dem neuen Flughafen BER
[22.04.2012] – Zwei Rekorde gab es am Sonntag bei der sechsten Auflage des Berliner Airport Run. Mit 3.972 Läufern, die über die Halbmarathondistanz beziehungsweise über 10 km an den Start gingen, verzeichneten die Veranstalter von BERLIN LÄUFT einen Teilnehmerrekord. Sehr deutlich wurde damit die Vorjahreszahl von 2.125 Läufern übertroffen. Für den spitzensportlichen Höhepunkt sorgte auf dem neuen Hauptstadt-Airport Berlin-Brandenburg (BER), der in rund zwei Monaten eröffnet wird, Japhet Korir. Der Kenianer brach über 10 km den Streckenrekord und war nach 29:15 Minuten im Ziel.
Im Rennen der Männer über 10 km war schnell klar, dass die Kursbestzeit, die André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) im vergangenen Jahr mit 31:15 Minuten aufgestellt hatte, deutlich unterboten wird. Die Kenianer Japhet Korir und David Kogei machten das Tempo und steuerten klar auf eine Endzeit von unter 30 Minuten zu. Japhet Korir setzte sich schließlich mit 29:15 vor seinem Landsmann Kogei durch, der nach 29:25 im Ziel war. Dritter und damit bester Berliner in diesem Rennen war der Berliner Adam Pardoux in 34:09.
Bei den Frauen gab es über 10 km keine internationale Konkurrenz. Hier setzte sich Karsta Parsiegla (SCC Berlin) in 39:36 Minuten vor Lisa-Maria Schreier (LAZ Salamander Kornwestheim/40:13) und Krissy Barduhn (Kleinmachnower LC/41:55) durch.
Beim Halbmarathon gewann auf dem Gelände des neuen Flughafens – gelaufen wurde auch über die zukünftige Start- und Landebahn – Isaac Cheruiyot praktisch konkurrenzlos. Der Kenianer war nach 1:04:39 Stunden im Ziel. Zweiter wurde Dirk Kiwus (Berlin) in 1:17:10 vor Max Böttner (SVE Frankenhain/1:20:40). Schnellste Frau war über die 21,0975-km-Distanz Katja Czerr (Tri-Team Berlin) mit 1:36:49. Sie gewann vor Christiane Müller (SCC Berlin/1:37:09) und Manuela Edler (LC Ron Hill Berlin/1:37:41).

Links:
http://www.airportzentrale.de/teilnehmerrekord-beim-6-airport-run-in-berlin/14826/

30. Pankower Frühlingslauf, 14.04.12

Der Name war Programm. – Am Samstag schien die Sonne schön kräftig, bei etwa acht bis zehn Grad. Dazu passte auch, dass es endlich überall grün wird und das die Strecke am Rand einer Parkanlage (südlicher Zipfel der Schönholzer Heide) entlang führt. Mein Fazit gleich am Anfang: Der Pankower Frühlingslauf ist ganz nett, aber auch nicht allzu besonders. Auch wenn es durch den Park geht, der Fahrzeuglärm ist allgegenwärtig. Pluspunkte gibt es für den Moderator, der mit Hilfe der Flächenbeschallung durch Lautsprecher die Show an den Man / die Frau bringt, und natürlich auch dafür, dass es Umkleidekabinen und Duschen gibt.
Bei mir stand die 12,5 Kilometer-Strecke auf dem Programm. Kathrin hatte sich angekündigt, um tatkräftig Anzufeuern. Gegen 11 Uhr fiel der Startschuss. Ich hoffte auf eine Zeit knapp unter eine Stunde. Der Laufweg war harter Waldboden, hier und da etwas schottern und mit Wurzeln überzogen. Nach wenigen Hundert Metern folgte ein steiler Anstieg und man musste eine ordentliche Anhöhe überwinden. Als ich den Berg danach wieder herunter lief, wünschte ich mir weitere schöne Abstiege. Die sollten auch noch kommen, denn die Strecke hatte fünf Runden. Als ich das zweite Mal den Berg hinauf lief, war mir klar, nicht nur Bestzeit ist hier nicht drin. Die Beine waren schwer und meine Geschwindigkeit nahm stetig ab. Im Start-Ziel-Bereich stand Kathrin und feuerte mich an. Dort machte ich dann wieder einige Sekunden gut. In der dritten Runde zog dann langsam ein älterer Läufer an mir vorbei, der auf meine Höhe sagte: „Jetzt ne Bratwurst!“ Ich war erst perplex, antwortete dann aber: „Oder ne Zigarette!“ Daraufhin murmelte er irgendwas wie „Das jetzt nicht…“, um dann laut und demonstrativ wie bei einer Rezitation zu sagen: „Trennkost – Das Fleisch vom Knochen trennen“. Er zog an mir vorbei und am Rücken seines Laufshirts stand in großen Lettern „Evangelische Läufergemeinde“ und darunter folgten Daten von den absolvierten Läufen. Ich rief dann noch: „Auge um Auge. Zahn um Zahn!“ Er murmelte noch etwas und zog dann von dannen. Allmählich zogen immer mehr Spitzenläufer an mir vorbei, die mich umrundet hatten.
Es lief nicht sonderlich gut. (Obwohl, solange man Gespräche führen kann, kann es ja gar nicht so schlimm gewesen sein.) Ausreden hat man ja immer. Vielleicht lag es daran, dass ich schlecht geschlafen hatte oder auch daran, dass ich dummerweise auf leerem Magen lief? Jedenfalls galt es nur noch, durchs Ziel zu kommen. Bei etwa 1:06 lief ich ein. Froh darüber. Kathrin erwartete mich mit einem Becher Wasser, den ich gierig leerte. Ein Bekannter (der Moderator) kam noch auf mich zu und freute sich: „Nicht wahr, der Berg ist heftig!“ Kathrin steuerte bei und wusste, dass es eigentlich ja fünf Berge waren. Ich bekam gleich darauf noch eine Urkunde und eine Rose in die Hand gedrückt. Die Rose ging dann an Kathrin weiter. Wir saßen noch einige Minuten in der Sonne. Und dann ging es ab nach Hause. Im Großen und Ganzen war es doch (wiedermal) ein toller Lauf.

An Kathrin: Vielen vielen Dank nochmal für die Unterstützung!!! J

Es grüßt Auge
(Andreas)
P.S:

http://www.ksv90-berlin.de/Ausschreibung.htm – Homepage des Veranstalters

http://g.co/maps/2q32u – Google Map, die Sportanlage und der irgendwo unter den Bäumen die Strecke…

23. Lauf der Sympathie 18.03.12

Lauf der Sympathie 2012
Hallo ihr Lieben!

Um exakt 11 Uhr ging es heute von Falkensee (in Brandenburg) Richtung Spandau (Berlin) los zum 23. Lauf der Sympathie. Wie immer recht weit hinten eingereiht standen wir für einen kurzen Moment beisammen, Auge, Matze, Diana und ich. Dann ging es los, Stau, jede Menge Läufer_innen. Matze zischte sofort von dannen, während ich mich noch an Auge hielt. Den musste ich nach km 1 dann ziehen lassen –der war mir einfach zu schnell:), Diana war im Trubel nicht zu sehen. Bei 20 Grad und Sonne ging es auf der Strasse Richtung vormaliger Grenze. Die Kilometerschilder waren schnell übersehen, etwas Trost (‚Ja, ich komme voran‘) lieferten die Teilnehmer der Kinderstaffel die am Strassenrand warteten. Nach einer Weile hatten wir alle raus, dass sie wohl jeweils 2km Stücke liefen.

Schon recht schnell merkte ich, dass ich im Vorfeld nicht genügend getrunken hatte. Und dann auch noch die Hitze und das lange Thermounterhemd! Die Grenze kam nach ca. 5km in Sicht — aber leider
kein Getränkestand, den gab es nicht. So schielte ich nur neidisch auf die persönlichen Wasserträger am Strassenrand die auf ihre Kamele warteten. So jedenfalls kams mir vor. Bei km 7 allerdings entdeckte ich ein Strassenschild meines Heimatlandkreises und das motivierte mich wieder, meinen Vordermann zu überholen.

Von den breiten Strassen ging es erst auf den letzten ca. 500m runter in die Altstadt Spandaus, um einige Ecken auf Kopfsteinpflaster herum dann doch am Rathaus anzukommen. Nach jeder Ecke hoffte ich da aufs Ziel!

Nach 54:53m war ich endlich da — und in der Verfassung hätte ich Matzes Bier auch ausgetrunken wenn es nicht alkoholfrei gewesen wäre!

Tja, der ist laut seiner Aussage ein entspanntes Rennen gelaufen — und kam nach 39:44m ins Ziel!

Ohne Worte.

Auge hat seine Bestzeit gut unterboten und kam nach 50:56m an und Diana nach 55:29m — alles in allem waren wir echt superfix!

Die Kleiderbeutel die wir in Falkensee abgegeben hatten konnten wir hier wieder einsammeln und mit ein bisschen Detektivsinn schafften wir es
auch, die Duschen zu finden.

Beim anschliessenden Brunchen im Veganz machte Matze dann doch aber erstaunlich schnell erstaunlich schlapp (Nach 4 Tellern!) und meinte,
das wäre der anstrengendste Teil des Tages… nun ja.

Das hat Spaß gemacht!

Viele Grüße aus Potsdam!

Kira

23. Lauf im Britzer Garten 04.03.2012

Heute um 10:20 Uhr war der Start zum Hauptlauf (10km) des 23. Britzer Gartenlaufs.
Am Tag zuvor, am Samstag, hatte ich im Internet noch die ÖPNV-Verbindung von Reinickendorf nach Britz rausgesucht (laut Ausdruck 1:23 Stunden Fahrzeit), damit der folgende Tag nicht gleich zu Beginn hektisch wird. Schließlich noch am Vorabend den Wecker gestellt und gut geschlafen. Am heutigen Morgen war ich fit. Aber dann doch volle Hektik! Bei der Suche nach der Fahrverbindung hatte ich im Internet unachtsam einen Fehler begangen und anstatt Ankunft um 09:20 Uhr Abfahrt um diese Zeit eingestellt. Als ich bemerkte, dass da in meiner Planung was nicht stimmen kann, war es fast zu spät. (Wie konnte das bloß passieren?) Auf dem Weg mit Bus und Bahn war der Puls schon ordentlich hoch. – Mit 15 Minuten vor dem Start war ich, Glück mit der Verbindung, dann doch noch rechtzeitig da. Den Weg von der Busstation schnell zur Startnummernausgabe gejoggt, schnell in den Britzer Garten und zum Start gejoggt und schnell umgezogen. – Umziehen muss man sich im Freien! In der Nähe des Starts befindet sich eine kleine Freilichtbühne, wo man dann auch seine Wechselwäsche u.ä. zurück lässt. –
Gleich danach reihte ich mich auch in die Schlange ein. 465 andere Läufer standen mit mir zusammen am Start.
Das Wetter war super. Zu Anfangs bei etwa 4 Grad zwar bedeckt und windig, auf halben Wege dann aber angenehm sonnig und windstill.
Der Lauf geht mitten durch den Britzer Garten, der wegen der Bundesgartenschau 1985 angelegt wurde. Vorbei an Wasseranlagen und an weiten Wiesen. Alles künstlich und sauber, aber nicht weniger schön. Nur erblüht ist leider noch nichts. Der Streckenverlauf ist etwas wellig. Immer wieder muss man kleine Anhöhen bewältigen, dafür geht es aber auch wieder bergab!;) Asphalt und harte Sandwege wechseln sich ab und machen (denke ich) keinen Unterschied.
Ich ließ mich am Start mitreißen und lief viel zu schnell los. Schon bei Kilometer 3 dachte ich, puh, das wird anstrengend. Mittendrin spurtete Jemand an mir vorbei und grüßte: „Noch ein Veganer! Da muss ich dir glatt die Hand geben! Aber leider habe ich nicht so ein tolles Shirt… Viel Spaß noch beim Lauf!“ – Weil ich mehr oder weniger mit meiner Atmung zu kämpfen hatte, konnte ich keine Werbung für die Vegan Runners machen. Er zog dann geschwind an mir vorbei. Trotzdem lief es auch bei mir sehr gut. Nach der Hälfte der Strecke merkte ich, dass bei mir eine gute Zeit drin ist. Mit Hilfe meiner Pulsuhr managte ich Schnelligkeit und Erschöpfung ganz passabel.
Beim Plänterwaldlauf vor drei Wochen lief ich bei über 1Stunde ein, diesmal bei (für mich) guten 52:27Min (Pulsuhr 52:17). Ganz nah dran also an meiner persönlichen Bestzeit aus dem letzten Jahr!!! Und diese Bestzeit wird dieses Jahr auf jeden Fall geknackt, denn die Saison hat ja erst begonnen!

Verfasst von Andreas Augstein (Auge)

Nachtrag von Andrea:
Hey Auge!
Vielen Dank für den ausfuehrlichen Bericht, da brauche ich ja gar nicht mehr viel schreiben:-) Ich hab dich gesehen, du warst am Anfang mal so 400 m vor mir, hast deinen Vorsprung dann aber auf exakt 2 Minuten ausgebaut, und das hab ich nicht mehr geschafft aufzuholen. Als wir beide durchs Ziel gelaufen sind, war Robert schon fast wieder trocken (Gratz zu sensationellen 39:18), aber irgendwie haben wir uns da wohl auch verpasst. Das nächste Mal sagst du vorher Bescheid 😉
Wir sehen uns beim Airportrun – dann aber wirklich und nicht nur von hinten!
LG und schöne Woche
Andrea

Nachtrag von Robert:
Hallo miteinander,
nun ist ja wirklich alles geschrieben. Erwähnenswert ist noch, dass auch ich leichte Probleme mit der richtige ÖPNV-Verbindung zum Britzer Garten hatte. Aber ich kam ja noch rechtzeitig an. Ein guter Freund von mir, hat das leider nicht hinbekommen. Er kam etliche Minuten nach dem Startschuss im Britzer Garten an und konnte Andrea und mich nur im Ziel begrüßen. Er war nicht außer Atem 😉
Auf dass wir uns nächtes Jahr finden und vermehrter auftreten.
Beste Grüße
Robert

MAZ: Laufend gegen Vorurteile

Märkische Allgemeine: „Laufend gegen Vorurteile – Vegane Sportler werben für ihre Lebenseinstellung“
märkische_allgemeine vegan_runnersQuelle: Märkische Allgemeine, Potsdamer Stadtkurier, 28.09.2011. Von Christian Meyer.

POTSDAM. Es gibt kein Vorurteil, das sie noch nicht gehört haben und klarstellen mussten: Nein, sie sind noch nicht mangelernährt. Nein, sie haben keine Probleme, satt zu werden. Und vor allem: Ja, sie können problemlos Sport machen.

Die „vegan runners“, englisch für die veganen Läufer, haben Spaß daran, die Vorurteile aufzuzählen, denen sie täglich begegnen. Sie haben kein Problem damit, immer wieder mit typischen Klischees konfrontiert zu werden. Denn – sie wissen es besser.

„Wir wollen zeigen, dass wir genauso fit sind, wenn nicht sogar fitter, als alle anderen“, sagt Matthias May. Deswegen haben sich vegane Potsdamer zusammengetan und einen Läufertreff ins Leben gerufen – die „vegan runners“. Wie groß die Gruppe ist, ist schwierig zu sagen. Mal kommen zehn Leute zu den Treffen, ein anderes Mal doppelt soviele. Der E-Mail-Verteiler, über den kommuniziert wird, umfasse um die 40, 50 Adressen, sagt Kira Rehfeld.

Wer vegan isst, der will nicht nur gesund leben, sondern auch ethische Grundsätze einhalten. Darin sind sich Rehfeld und ihre Mitstreiter einig. „Wir wollen Leid so gut es geht verhindern.“ Deswegen essen sie kein Fleisch oder andere tierische Produkte. Auch Schminke, für die Tiere sterben mussten, wird nicht den Weg in Rehfelds Gesicht finden.

Doch das moralisch einwandfreie Essen ist nur eine Leidenschaft der Potsdamer. Eine andere ist das Laufen. „Wir haben gemerkt, dass viele von uns begeisterte Läufer sind.“ Deswegen treffen sie sich nicht nur zum gemeinsamen Essen, sondern auch um die eine oder andere Runde um den Block zu laufen. Wann immer es geht, rennen sie bei Wettbewerben mit. Zuletzt beim Nuthetal-Crosslauf in Bergholz-Rehbrücke. Nach den Rennen setzen sie sich zusammen, um gemeinsam zu essen.

Wenn sie sich auf die Strecke begeben, tragen sie ein schwarz-grünes Trikot auf dem „vegan runners“ steht. „Das ist eine gute Möglichkeit, für uns zu werben“, sagt Karl Sandovak. Und es scheint zu klappen. „Wir werden immer wieder angesprochen“, sagt Kira Rehfeld. Viele würden sich wundern, dass Veganer trotz fleischloser Ernährung einen Marathon laufen könnten. Dann können die Potsdamer davon erzählen, dass viele Linsensorten genügend Proteine hätten, um als Fleischersatz herzuhalten. „Viele sind einfach nur neugierig und wollen wissen, ob es nicht schwierig ist, sich als Veganer zu ernähren.“ Über diese Frage müssen die gesundheitsbewussten Potsdamer immer wieder lächeln. „Vegan sein, macht vieles leichter“, finden sie. Zugegeben, die Umstellung auf eine vegane Lebenseinstellung sei schwierig. Aber wenn man sich einmal daran gewöhnt habe, sei auch das Einkaufen kein Problem mehr. Man wisse irgendwann, wo Tierisches drinnen steckt und was man dagegen problemlos kaufen könne. www.vegan-in-potsdam.de

Seite der Märkischen Allgemeinen

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3mal Vegan Runners beim 5x5km TEAM-Staffellauf am 24.06.2011

Der Berliner 5×5 km TEAM-Staffellauf im Tiergarten gilt als einer der größten Staffel-Läufe in Deutschland. Jedes Jahr im Sommer treffen sich fast 5.000 Teams mit je 5 Läufern und messen sich im sportlich-fairen Wettkampf. 2009 nahmen wir zum ersten Mal mit einem veganen Team teil, 2010 waren es bereits zwei Teams und 2011 sollten es – natürlich – bereits drei Teams sein.

Dabei war es in diesem Jahr äußerst spannend, denn noch bis kurz vor dem Startschuss war nicht so ganz klar, ob unser drittes Team aufgrund der kurzfristigen Absage einer Läuferin überhaupt würde starten können. Glücklicherweise konnten wir jedoch eine unserer veganen Unterstützerinnen, die eigentlich nur zum Zuschauen gekommen war, überzeugen, unser drittes Team zu komplettieren, und so konnten am Ende doch noch alle drei Mannschaften vollständig an den Start gehen.

Und das mit großem Erfolg: unsere „Schnellsten“ konnten ihre Vorjahres-Bestzeit noch einmal unterbieten und liefen mit sensationellen 1:49:15 Std. auf den 169. Platz der Gesamtwertung. Bei insgesamt 4.209 teilnehmenden Staffeln ein respektables Ergebnis! Aber auch die Zeiten der anderen beiden Teams können sich durchaus sehen lassen: Team 2 erreichte bei 2:15:20 Std. die Ziellinie und unsere Frauen-Staffel, die in diesem Jahr erstmalig an den Start gehen konnte, holte mit 2:23:26 Std. immerhin Platz 128 von 319 in ihrer Wertungsklasse.

Aber nicht nur die guten Ergebnisse machten diesen Freitag zu einem rundum gelungenen Lauftag – der Starkregen verebbte ca. eine halbe Stunde vor dem Startschuss, später ließ sich sogar die Sonne noch mal blicken, und so konnten wir uns nach dem anstrengenden Teil mit voller Hingabe dem leckeren veganen Picknick widmen, das unsere Läufer und Fans vorbereitet und mitgebracht hatten.

Ein ganz großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle, die sich an diesem Tag mit vollem Körpereinsatz für den Veganismus stark gemacht haben: Alex, Katrin, Karl, Sophia, Karsten, Doreen, Matze, Kira, Carsten, Alessandra, Dirk, Emma, Frederik, Andreas – vielen Dank für Eure Unterstützung und wir freuen uns auf die Fortsetzung mit Euch in 2012!

Falls Ihr auch Spaß am Laufen habt und wie wir der Meinung seid, dass im nächsten Jahr natürlich unbedingt vier vegane Teams an den Start gehen müssen, dann meldet Euch bei uns unter runners[at]berlin-vegan.de – wir sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern für unsere kleine Laufgruppe.

Kondius Marathon Staffel 2010

Kurz vor dem Veranstaltungstermin fielen einige unserer angemeldeten Läufer leider aus, und eigentlich hatten wir selbst nicht mehr daran geglaubt – trotzdem konnten wir am 21. November als komplettes Vegan Runners Team auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof bei der Kondius Marathon Staffel 2010 an den Start gehen. Tausend Dank an Alex und Michael, die spontan und unkompliziert eingesprungen sind, und ohne die das nicht möglich gewesen wäre!

Der Einsatz hat sich gelohnt: Platz 620 von 1032, und mit 3:39:51 fast 20 Minuten schneller und 200 Plätze weiter vorne als im letzten Jahr, das kann sich doch sehen lassen – vor allem bei der ambitionierten Konkurrenz. Wie ihr auf den Bildern seht, hatten wir auch alle viel Spaß – auch wenn es zugegebenermaßen ziemlich kalt war.