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5 x 5 km Team-Staffellauf Berlin 26. Juni 2015

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Es gibt Dinge, die sind: Man verschläft immer dann, wenn es am ungünstigsten ist. Man hat immer dann einen platten Fahrradreifen, wenn man es besonders eilig hat. Und in der Woche, in der der 5 x 5 km Team-Staffel-Lauf im Berliner Tiergarten stattfindet, ist traditionell immer schlechtes Wetter. Darauf ist Verlass.

Insofern war es nicht verwunderlich, als es an diesem eigentlich bis dahin ganz schönen, sommerlichen Freitag gerade dann zu regnen anfing, als ich mit meinen drei zu Staffelstäben umfunktionierten Kochlöffeln im Gepäck das Haus verließ. Einmal im Tiergarten angekommen hatte der Regen glücklicherweise nachgelassen und für eine letzten Endes ganz angenehme Abkühlung gesorgt. Eigentlich ideales Laufwetter! Einreden kann man sich ja viel…

Der Tiergarten war voll wie immer. Mehr Menschen als Bäume, alle mit Team-Trikots bekleidet und mit lustigen Lauf-Utensilien bewaffnet, Picknickdecken auf feuchtem Untergrund so weit das Auge reicht. Und schon war es wieder da, das bekannte und irgendwie anregende Team-Staffel-Feeling, das wohl die besondere Faszination und Begeisterung für diesen beliebten und an drei aufeinanderfolgenden Tagen stets ausgebuchten Lauf ausmacht. Rund 5.000 Teams gehen hier jedes Jahr insgesamt an den Start, und drei Startnummern waren diesmal auch wieder für uns reserviert.

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Nachdem wir uns für einen gut geschützten Lagerplatz entschieden und unter akrobatischen Höchstleistungen das schwarz-grüne Vegan Runners Banner zwischen zwei eigentlich viel zu weit auseinander stehende Bäume geknotet hatten, ging es an das Abholen der Picknickkörbe. Diese waren auch in diesem Jahr aus veganer Sicht leider wieder eher ein Reinfall: Abgesehen von je einem Fladenbrot und einer Flasche veganem „Mehr als Wasser“ ließen wir Gummibärchen, Wein  und Mini-Käse wieder zurückgehen. Aber immerhin: Wenigstens waren diesmal keine reinen Wurst-/Fleisch-Produkte wie Würstchen mehr enthalten. Als Veganer muss man lernen, auch mit kleinen Fortschritten glücklich zu sein.

Der Wettergott drückte beide Augen zu, und so blieben wir im Laufe des Abends von weiteren Regengüssen verschont. Unsere drei Teams gingen alle pünktlich, vollzählig und hoch-motiviert an den Start, und viel zu schnell war der Abend, der eine nicht unerhebliche Vorbereitungszeit für Anmeldung, Planung der Aufstellung, Kommunikation, Änderung der Aufstellung, Vorbereitung des Picknicks und letztmalige Änderung der Aufstellung erfordert, vorbei.

Verschwitzt und müde spät abends zu Hause wieder angekommen, ist es nie zu spät, vor dem Schlafengehen nicht wenigstens noch einen schnellen Blick in die Ergebnisliste zu werfen. Und diese gab auch in diesem Jahr wieder allen Grund zur Freude,  denn mit einer Zeit von 1:40:01 ist es  unseren schnellsten Läufer_innen Matze, Jan, Jessi, Felix und Mark tatsächlich gelungen, die Vorjahres-Bestzeit (1:41:58) noch einmal um fast 2 Minuten zu unterbieten. Danke an die flinken fünf  – den sensationellen 38. Platz im Gesamteinlauf (und Platz 18 in der Tageswertung) habt ihr euch redlich verdient!

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Aber auch die anderen zwei Teams lieferten mit 2:01:40 (Platz 848) und 2:18:08 (Platz 3093) ein tolles Ergebnis ab – Gratulation und Glückwünsche an alle!!! Die Fotos belegen, dass ihr den Omnis nicht nur in Sachen Geschwindigkeit sondern auch optisch um Längen überlegen wart.

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Ich hoffe, es hat euch allen auch so viel Spaß gemacht wie mir, und dass wir im nächsten Jahr wieder mit mindestens genauso vielen Staffeln (oder sogar noch ein bis zwei mehr…?) an den Start gehen können. Also, ran ans Training, denn nach dem Lauf ist bekanntlich vor dem Lauf!

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Falls ihr Lust habt, uns bei diesem oder einem anderen Lauf zu unterstützen, und keine Angst vor schlechtem Wetter, Menschenmassen und Picknickdecken habt, schreibt mir eine Mail an andrea@veganrunners.de. Wir freuen uns auf euch – und auf die Team-Staffel 2016!

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Veranstalter-Video:

14. 5 x 5 km Teamstaffel, 31.05.13

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20 Vegan Runners auf Zielkurs im Berliner Tiergarten

Am 31. Mai 2013 war es endlich wieder soweit: Beim 5x5km-Team-Staffellauf im Berliner Tiergarten gingen nun schon zum fünften Mal die Vegan Runners BBI an den Start. Der erste Erfolg war uns schon sicher, bevor der Lauf überhaupt begonnen hatte: In diesem Jahr waren es nämlich insgesamt bereits 20 vegane Läuferinnen und Läufer, die in vier Teams zu je fünf Mitgliedern starteten und somit den ersten Rekord des Tages sicherten. So viele Staffeln hatten wir noch nie aufgestellt, und konnten rein von der Teilnehmeranzahl her schon mal etliche Firmen und Organisationen in den Schatten stellen.

 Doch es sollte noch besser werden. Obwohl das Wetter sich zunächst nicht von seiner geschmeidigsten Seite zeigte – heftiger Regen am Nachmittag und Nieselregen zum Start, echtes Teamstaffellauf-Wetter eben – waren alle guter Laune und motiviert, Werbung für die vegane Lebensweise zu machen und möglichst viele andere Staffeln hinter sich zu lassen.

 Die Ergebnisse spiegeln diese hohe Motivation dann auch wieder: Unser schnellstes Team mit der Startnummer F1584 sprintete mit einer sensationellen Gesamtlaufzeit von 1:42:21 auf Platz 57 (für Statistikfreundinnen und -freunde: das bedeutet, sie waren in diesem Jahr unter den besten 1,3 Prozent) – herzlichen Glückwunsch zu dieser fabelhaften Platzierung und ein besonderes Dankeschön an Matze, Karl, Robert, Gregor und Jessi für den tollen Einsatz! Aber auch das zweitschnellste Team F1585 braucht sich nicht zu verstecken: Kira, Karsten, Julia, Andreas und Frank holten mit nicht minder schnellen 1:56:49 Platz 417 der Gesamtwertung. Der Sonderpreis in der Kategorie „schöner laufen“ geht in diesem Jahr an Lena, Diana, Rike, Wiebke und Doreen, die sich als reines Damen-Team mit der F1586 nach 2:13:55 den 2.269. Platz in der Gesamtwertung und den 63. Platz bei den Frauen-Teams sicherten. Last but not least gehen ebenfalls herzliche Glückwünsche an Auge, Sebastian, Guido, Annett und Thomas, die mit F1587 und einer Gesamtzeit von 2:16:23 den 2.613 Platz erliefen – wer länger läuft, wird eben auch länger gesehen! Gratulation an euch alle zu den guten Ergebnissen, und danke, dass ihr dabei wart und wir trotz suboptimalem Wetter zusammen sehr viel Spaß haben konnten.

 Als Belohnung für die absolvierten Kilometer gab es für alle Läufer_innen und ihre Begleitpersonen natürlich wieder das traditionelle vegane Picknick, welches dank Auges kreativer Zeltplanen- und Müllsack-Konstruktion effektiv vor Regen und Wind geschützt wurde, und trotz allem die Anstrengung und den Schlamm an den Beinen vergessen ließ. Die Picknick-Körbe des Veranstalters, die jedes Team zusammen mit den Startunterlagen traditionell erhält, mussten wir in diesem Jahr übrigens so gut wie komplett zurückgehen lassen – fanden sich in den vergangenen Jahren wenigstens noch ein paar Äpfel zwischen Käse und Cabanossi-Würstchen, suchten wir diesmal leider vergeblich nach veganen Alternativen in den Boxen. Hierzu haben wir mit dem Veranstalter Kontakt aufgenommen und dieser hat versprochen, die Zusammensetzung der Körbe im kommenden Jahr zu überprüfen. Hier darf man also auf 2014 sehr gespannt sein.

Fazit: Es war (abgesehen von den Picknickkörben) wieder eine rundum gelungen Veranstaltung, die allen viel Spaß gemacht hat, die Ergebnisse können sich sehen lassen, und einmal mehr haben wir bewiesen, dass vegan zu leben die persönliche Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt, sondern sie ganz im Gegenteil sogar noch steigern kann. Wenn ihr im nächsten Jahr auch gerne dabei sein und die tolle Atmosphäre im Tiergarten einmal live miterleben möchtet, dann schreibt uns eine E-Mail an andrea[at]veganrunners.de und helft uns, in 2014 vielleicht schon fünf vegane Staffeln an den Start zu bringen. Wir freuen uns auf euch!

Gregor, Andrea & Auge

Links:
http://www.berliner-teamstaffel.de/

Bildergalerie:

30. Lichtenrader Meile, 02.06.13

Fast ein Triathlon

Was gibt es Schöneres, als an einem verregneten, kalten Sonntag um 7:00 Uhr aufzustehen, um an einer morgendlichen Laufveranstaltung teilzunehmen?  Menschen mit viel Phantasie wird da sicherlich so Einiges einfallen. Aber ich hatte mich verabredet – und brauchte außerdem noch Punkte für den Berliner Läufercup, zu dem ich mich (in einem Anfall geistiger Umnachtung und kolossaler Selbstüberschätzung) in diesem Jahr erstmals angemeldet hatte. Von sechs möglichen hatte ich erst an zwei Läufen teilgenommen, und bildete das glanzvolle Schlusslicht in meiner Wertungsklasse W35. Also entschloss ich mich nach kurzem Zaudern, nicht zu kneifen, und fand den mühsamen Weg aus dem Bett.

Eigentlich hatte ich mich sehr auf diesen Lauf gefreut. Obwohl an diesem 2. Juni noch viele andere reizvolle Laufveranstaltungen angeboten wurden (der Schlösserlauf in Potsdam zum Beispiel, oder der Lauf in den Internationalen Gärten der Welt in Marzahn), hatte ich mich bewusst für die Lichtenrader Meile entschieden. Zum einen natürlich, weil es ein Wertungslauf für den Berliner Läufercup war. Und zum anderen, weil die Laufstrecke quasi vor meiner Haustür lag und direkt an meiner Arbeitsstätte vorbeiführte. Obgleich ich nun schon viele Jahre in der Motzener Straße in Berlin-Marienfelde und damit in einem der größten Industriegebiete Berlins arbeite, habe ich es bisher noch nie zum Laufen in das angrenzende, weitläufige und sehr grüne Parkgelände dahinter geschafft. Nur davon gehört: dass es sehr schön sein soll nämlich, und auch einen für Berliner Verhältnisse recht hohen, ehemaligen Müllberg geben soll.

Am Veranstaltungsort angekommen wusste ich nicht, wer mir mehr leid tat – meine Begleitung, die nun knapp 90 Minuten im Regen stehen und meinen Rucksack halten musste, oder ich, die einen 15 Kilometer-Lauf gegen Wind und Wetter absolvieren würde. Der Startbereich war relativ klein, und alles war überlagert vom Bratwurstgeruch, der sich vom Grillstand aus mit dem Wind in alle Richtungen verbreitete. Ganz sicher war ich an diesem Tag die Einzige, die das störte – nur knapp 500 Läufer_innen hatten sich in den Marienfelder Schichauweg verirrt. Und nur eine davon trug ein Vegan Runners-Shirt. Ich fühlte mich ganz schön allein.

Ich war froh, als es endlich losging – endlich Bewegung, um Kälte und Bratwurstgeruch zu entgehen, und es hinter mich zu bringen! Es ging direkt in das Grüngelände hinein, vorbei an Industriebauten auf der einen und grüner Natur auf der anderen Seite des Weges. Der besagte Müllberg ließ nicht lange auf sich warten – gut, dass ich angefangen hatte, gezieltes Steigungstraining zu machen, was in der flachen Ebene Berlins aufgrund spärlich gestreuter Trainingsobjekte nicht ganz einfach ist. Der Berg hatte in diesem Fall vier Steigungen, und ich hatte mir vorgenommen, es beim ersten Mal vorsichtig anzugehen, da ich wusste, dass es auf der zweiten Runde bestimmt um ein vielfaches anstrengender sein würde.

Irgendwann zwischendurch begann es immer stärker zu regnen. Einerseits war das ganz gut – bei solchen Wetterverhältnissen lassen sich Läufe auch ohne Getränk gut aushalten. Und wenn man erst mal unterwegs ist, wird der Regen ja eigentlich auch erst dann richtig unangenehm, wenn man unvorsichtigerweise durch eine Pfütze getappt ist. Was mir glücklicherweise nur einmal passierte.

Die Laufstrecke an sich war wunderschön, es ging größtenteils mitten durch Feld und Wald, und auch direkt an der NABU Naturschutzstation Marienfelde vorbei. Einen kurzen Augenblick befürchtete ich, Magenprobleme zu bekommen – bis ich realisierte, dass die komischen Geräusche nicht aus meinem Bauch, sondern von den quakenden Fröschen kamen 🙂

 So verging die erste Runde eigentlich recht schnell, es gab ja viel zu sehen (für Leute, die Waldläufe mehr mögen, als überfüllte Straßenläufe mit jeder Menge klatschenden Menschen am Rand). Der Berg war beim zweiten Mal natürlich eine Herausforderung – aber ich kämpfte und ließ mich nicht entmutigen. Das gute an Bergen ist ja: Wenn man erst mal oben ist, geht es nur noch hinunter. Der Regen wurde immer stärker. Die Streckenposten, die sich unter Regenschirme und Regenjacken kauerten, witzelten, dass dies eigentlich kein reiner Lauf, sondern fast schon ein Triathlon sei – bei dem vielen Wasser. Ich wollte endlich ins Ziel kommen, nach Hause fahren und eine schöne heiße Dusche nehmen!

Dermaßen motiviert lief ich weiter, das Ziel und meine möglichen Punkte für den Berlin Cup vor Augen. Nach etwas mehr als 1:25 h trugen mich dann Silbermond’s „Krieger des Lichts“ quasi durch das Ziel. Sorry – ich mag es eben kitschig und das Lied passte super zu dem Tag 🙂 Ich war erschöpft, aber glücklich und mehr als zufrieden mit meiner Leistung – und darüber, dass ich nicht gekniffen hatte.

So schnell habe ich mich dann glaube ich noch bei keiner Laufversantaltung nach dem Zieleinlauf aus dem Staub gemacht, es war einfach zu ungemütlich. „Jetzt erst mal ne schöne Bratwurst!“ – oh nein, da war es schon wieder…

Punkte für den Berliner Läufercup habe ich übrigens tatsächlich bekommen, zum ersten Mal bin ich sogar nicht Letzte in meiner Wertungsklasse geworden. In der Gesamtwertung liege ich aber trotzdem immer noch ganz hinten *schäm*. Egal, es kommen ja noch ein paar Läufe. Wichtig ist außerdem, dass es Spaß macht, und das hat es. Trotz Regen und Kälte. Und Bratwurst.

Die Strecke

Vor dem Start
Vor dem Start – endlich geht’s los!
Zieleinlauf
Zieleinlauf

Plänterwaldlauf 9.12.12

Schneegestöber im Plänterwald

Der Winter 2012 entwickelt sich offensichtlich zu einem der mildesten, die wir je in Berlin erleben durften. Pünktlich zum Plänterwaldlauf am 9. Dezember, unserem vorerst letzten gemeinsamen Lauf diesen Jahres, gab es jedoch noch einmal eine volle Ladung Neuschnee bis zum Abwinken.

Nachdem wir uns alle durch den chaotischen, mit den ungewohnten Schneemassen überforderten Berliner Verkehr gekämpft und es mehr oder weniger pünktlich in den Treptower Park geschafft hatten, ging es um kurz nach 10 Uhr auch schon wortwörtlich ab auf die Piste und hinein ins Schneevergnügen. Unsere Läufer hatten sich für verschiedene Distanzen von 5 bis 15 km angemeldet und liefen somit ein, zwei oder drei Runden mitten durch den märchenhaft anmutenden Plänterwald, vorbei an Spree und dem verlassenen Gelände des ehemaligen Vergnügungsparks.

Obwohl Frau Holle Mitleid mit uns hatte und es wenigstens während des Laufes nicht schneite, war die Strecke aufgrund des gefrorenen und teilweise recht rutschigen Untergrundes einigermaßen anspruchsvoll und nicht für Bestleistungen geeignet. Trotzdem konnten wir uns alle nach dem Zieleinlauf nicht nur über heißen Tee und beheizte Umkleidekabinen, sondern auch über den einen oder anderen Treppchenplatz freuen: Über die 15 km-Distanz Platz 2 im Gesamteinlauf (gleichzeitig Platz 1 in der M20) für Matze, Platz 1 in der W30 für Kira, die außerdem als insgesamt dritte Frau das Ziel erreichte, und  Platz 3 in der W20 für Diana. Ferner über die 10 km-Distanz Platz 1 in der W35 für Andrea sowie Platz 5 in der W20 für Lena, nicht zu vergessen die Plätze 10, 22 und 42 über 5 km für Alex, Frank und Guido.

Plänterwaldlauf 9.12.2012
Plänterwaldlauf 9.12.2012

Während der Schneefall zwischenzeitlich wieder eingesetzt hatte, hatten wir es uns bereits im Viasko gemütlich gemacht und beim ausgiebigen Brunch die gerade verbrannten Kalorien schnell wieder reingeholt.

In diesem Sinn wünschen wir euch allen einen guten und gesunden Start in das neue Jahr und eine hoffentlich spannende und erfolgreiche Laufsaison 2013!

Alle Infos zum Lauf, Fotos und Ergebnisse findet ihr unter http://www.abczentrum-berlin.de/plaenterwaldlauf.html

 

Kondius-Marathon-Staffel auf dem Tempelhofer Feld (Berlin) 18.11.12

Die vom SCC veranstaltete Kondius-Marathon-Staffel findet alljährlich im November statt. Teams zu fünf bzw. sechs (je nach Distanz und Wertungsklasse) Teilnehmer_innen laufen einen Rundkurs über den ehemaligen Flughafen Tempelhof und legen dabei gemeinsam die Marathon- (bzw. in diesem Jahr erstmalig auch die Halbmarathon-) Distanz zurück.

Für uns war es in diesem Jahr bereits die vierte Teilnahme an dieser Veranstaltung. Zum ersten Mal ist es uns jedoch gelungen, zwei komplette Teams an den Start zu bringen.

Entweder lag es an der Aufregung hierüber, an der Kälte, die einem in diesem Jahr doch recht unangenehm in die Laufklamotten kroch, oder am frühen Aufstehen an einem Sonntagmorgen, an dem man eigentlich lieber im Bett geblieben wäre – auf jeden Fall haben wir es irgendwie geschafft, im Lauf des Rennens die Chips unserer beiden Teams durcheinander zu bringen.

Dem SCC sei Dank konnten im Nachhinein zwar nicht mehr die Einzelzeiten unserer Läufer_innen, glücklicherweise wohl aber die Endzielzeiten unserer beiden Teams rekonstruiert werden. Und weil es ja sowieso um eine Teamleistung und nicht um einen Einzelwettkampf ging, freuten wir uns umso mehr über einen äußerst respektablen Platz 218 für Vegan Runners Team 1112 mit einer Zielzeit von 3:17:59 und über Platz 1.003 mit 4:00:32 für das Team 1113.

Den ersten Preis in der Kategorie „Vorweihnachtliches Advents-Plätzchen-Backen“ gewonnen haben in diesem Jahr übrigens Karstens leckere vegane Marzipan-Nougat-Plätzchen – an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an alle fleißigen Bäcker_innen und Köch_innen für’s Vorbereiten der Verpflegung!

Streckenplan 2012

Alle Infos zum Lauf, Fotos und Ergebnisse unter http://www.berliner-marathonstaffel.de

Müggelsee-Halbmarathon 21.10.12

Am 21. Oktober fand der 6. Müggelsee-Halbmarathon in Köpenick statt. Mit dabei von den Vegan Runners waren nach zwei Absagen schließlich Rike und ich – beide auf der Halbmarathon-Distanz.

Nach morgendlicher Fahrt an den Müggelsee war es dort zunächst noch ziemlich nebelig, sodass es vor dem Lauf doch recht kühl war. Nachdem es nach langem Stehen in der schier endlosen Toilettenschlange und spätem Sachen-Abgeben auch noch ziemlich knapp geworden war, standen wir also fröstelnd am Start und versuchten, uns ein bisschen warm zu hüpfen. Kurz darauf – pünktlich um 10.00 Uhr – wurde der Halbmarathon auch schon gestartet.

Am Start und auch auf den ersten Kilometern herrschte dabei ziemliche Enge und man musste aufpassen, nicht auf andere aufzulaufen. Zunächst ging die Strecke westwärts am Müggelsee entlang und nach einer kleinen Schleife mit Wendepunkt im Wald durch den Spreetunnel Friedrichshagen. Wieder oben angekommen hatte man dann deutlich mehr Platz. Nachdem ich recht langsam losgelaufen war – als Halbmarathon-Debütantin hatte ich mich brav weit hinten angestellt – konnte ich langsam mein Renntempo finden und in der Folge stetig Leute überholen. Die Bedingungen waren dann auch wirklich super – bestes, sonniges Wetter und trotzdem mit 11-12 Grad nicht zu warm. Die wirklich wunderschöne Strecke führte weiter auf der anderen Seite des Müggelsees nach Osten, durch ein längeres Waldstück und auf der anderen Seite wieder zurück. Alles war gut ausgeschildert, etwa alle 5 Kilometer gab es Versorgungsstände mit Tee und Wasser und auch die Kilometerzeichen waren überall gut zu sehen. Gute Orga insgesamt. Den Lauf hab ich total genossen. Tempomäßig lief es besser als erwartet und ich konnte das Tempo auf den letzten Kilometern sogar noch ein bisschen anziehen.

Für die unter 2 Stunden hat es allerdings dann doch nicht mehr gereicht – und ich bin nach 2:00:37 ins Ziel gelaufen. Deutlich hinter Rike, die bei ihrem zweiten Halbmarathon nach flotten 1:55:44 im wieder im Start-/Zielbereich an der Gaststätte Rübezahl war. Unsere Vegan-Runners-Shirts sorgten wie immer für interessierte Blicke und im Fall von Rike auch für individuelle Anfeuerungs-Rufe :).

Alles in allem ein super Laufsonntag – der nächstes Jahr hoffentlich mit noch mehr Vegan Runners wiederholt werden kann.

Viele Grüße von

Diana

Berliner Integrationslauf, 03.10.12

Macht doch lieber mal was für Menschen!“

Integrationslauf 3.10.2012

Welcher Tierrechtsaktivist kennt ihn nicht, diesen gut gemeinten Ratschlag meist nicht-veganer Mitmenschen, der einem bei fast jeder Demo, jeder Unterschriftensammlung und jedem Infostand mit auf den Weg gegeben wird. Also haben wir uns das mal zu Herzen genommen – und uns zum Berliner Integrationslauf in der Neuköllner Hasenheide angemeldet.

Mit 11 Läufer_innen stellten wir ganze 3 % der insgesamt 344 Teilnehmer. Gelaufen wurde ein Rundkurs von wahlweise 5 oder 10 km mitten durch die Hasenheide, die an diesem überraschend spätsommerlichen Feiertag ausgesprochen gut besucht war. So galt es also nicht nur, die eine oder andere Steigung zu bewältigen, sondern auch geschickt den zahlreichen Spaziergängern, Hunden und Kindern auf Fahrrädern auszuweichen, ohne dabei über Wurzeln, Leinen oder die eigenen Füße zu stolpern.

Nicht nur, weil das Wetter sich noch einmal von seiner allerbesten Feiertagsseite zeigte, hat das viel Spaß gemacht. Für die EUR 12 Startgebühr bekam man – im Gegensatz zu manch anderem Lauf – richtig was geboten, ein T-Shirt geschenkt und so viele Äpfel, wie man essen konnte. Der eine oder die andere von uns hatte dann auch noch das besondere Glück, einen Altersklassenplatz abzuräumen, und durfte bei der anschließenden Siegerehrung eine Medaille oder gar einen Pokal entgegennehmen. Und unser schnellster Läufer konnte sogar den respektablen 4. Platz in der Gesamtwertung über 10 km ergattern – herzlichen Glückwunsch, Alex!

Einziger Minuspunkt an diesem Tag: Das neben Wasser angebotene Erfrischungsgetränk aus der Schweiz enthielt überraschenderweise Milchserum und war somit nicht geeignet, unseren Durst zu löschen. Zum Glück sind wir aber alle erfahrene Veganer und geübt im Studieren von Zutatenlisten, so dass wir das natürlich rechtzeitig bemerkt haben 🙂

Alle Ergebnisse, Informationen und weitere Fotos vom Lauf findet ihr auf der Homepage des Veranstalters hier

4. Berliner 5x5km TEAM-Staffellauf 15.6.2012

Vegan Runners starten zum 4. Mal beim Berliner 5x5km TEAM-Staffellauf am 15. Juni 2012

Beim Berliner 5 x 5 km-TEAM-Staffellauf in 2009 hatte alles mit einer einzelnen Staffel begonnen – natürlich durften die Vegan Runners aus Berlin, Potsdam und Umgebung da auch bei der Neuauflage in 2012 nicht fehlen. Zum 4. Mal in Folge beteiligten wir uns an einer der beliebtesten Laufveranstaltungen Deutschlands, diesmal mit drei Staffeln, also 15 veganen Läuferinnen und Läufern.

Nach einem extrem verregneten Vorjahres-Event waren wir auf das Schlimmste gefasst. Doch das Wetter meinte es in diesem Jahr gut mit uns, und so trafen wir uns an einem sonnigen, wenn gleich auch noch recht kühlen Frühsommer-Abend im Berliner Tiergarten, um uns mit insgesamt 4.348 anderen  Teams im sportlichen Wettkampf zu messen. Als Staffelstäbe sollten uns in diesem Jahr nicht wie bisher die traditionellen Karotten Glück bringen, sondern mit entsprechenden Aufklebern verzierte Kochlöffel, die hervorragend die Verbindung zwischen zwei unserer größten Leidenschaften – dem Sport und der veganen Kochkunst – symbolisierten.

 

Im Ergebnis konnten alle drei veganen Teams neue Bestzeiten aufstellen:

Die Schnellsten 5 mit der Startnummer F1505 erliefen sich mit 1:48:57 einen äußerst respektablen 164. Platz in der Gesamtwertung. Böse Zungen behaupten, sie wären nur so schnell gewesen, um früher zu unserem leckeren veganen Mitbring-Picknick zurückkehren zu können…

Auch Team 2 (inoffizieller Titel: Lahm aber vegan) mit Startnummer F1506 machte einen gewaltigen Satz nach vorne und kam nur knapp 10 Minuten später mit einer Gesamtzeit von 1:58:06 ins Ziel. Platz 554 der Gesamtwertung demonstriert, dass vegan alles andere als lahm sein kann!

Last but not least konnten dann auch unsere Mädels mit 2:17:25 eine deutliche Verbesserung der Vorjahres-Ergebnisse erzielen. Der Lohn: Platz 93 (von 403) bei den Frauen-Teams für F1507! Und ja – auch alle 5 Läuferinnen haben vom Picknick natürlich noch etwas abbekommen!

Wir kommen wieder, keine Frage – die Startplätze für 2013 sind quasi schon reserviert. Offen ist nur, wieviele Teams wir dann sein werden und ob es uns gelingt, erstmals mit mindestens einer vierten Mannschaft an den Start zu gehen. Lust, dabei zu sein? Wir freuen uns immer über Zuwachs und auf deine E-Mail unter runners[at]berlin-vegan.de!

Weitere Infos zum Lauf und alle Ergebnisse findet ihr unter http://www.berliner-teamstaffel.de/